Foto: Thomas Wagner / Messe Stuttgart •
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“Messe ist nicht für den Durchschnittstherapeuten. Auf eine Messe gehen die, die vorangehen wollen“. Wenn dieser Satz eines profunden Kenners der Therapiebranche richtig sein sollte, gibt es unter den Therapeuten aber sehr viele, „die vorangehen wollen“ – genau gesagt 15.500. Und diese bescherten dem Messeduo therapro (für Therapeuten) und medizin (für Ärzte) am vergangenen Wochenende einen erneuten Besucherrekord. Der von den Veranstaltern eingeschlagene Weg der Verzahnung von Arzt- und Therapeutenmesse scheint also voll und ganz aufzugehen (Aussteller: 361 entspr. +12 Prozent | verkaufte Fläche 7.285 m² entspr. ebenfalls +12 Prozent).
Wohltuende Nachrichten in einer Zeit, in der man eher von Niedergang, Rezession und trüben Aussichten liest. Doch neben allem Aufbruch herrscht auf einem wichtigen Themenfeld leider (fast) Stagnation – und das ist die Berufspolitik.
Berufsverbände
Diese sind im Moment sicher nicht zu beneiden. Die Kassen der Kassen sind leer. Ministerin Warken arbeitet zurzeit an einer grundlegenden Reform des Gesundheitssystems; hin zu einem Primär-Versorgungssystem. Daher liegt ihr Fokus sicher nicht auf der kleinteiligen Therapeutenlandschaft. Und zur Veranstaltung „SHV-konkret“ kommen nur vier Therapeuten, welche nicht verbandspolitische Funktionen bekleiden. Ob dies dem abseitsgelegenen Veranstaltungsraum oder der Zufriedenheit der Therapeuten geschuldet ist, darüber lässt sich nur spekulieren.
Naturgemäß ist daher die Nachrichtenlage „an dieser Front“ eher dünn. Wir konnten für Sie dennoch Folgendes in Erfahrung bringen:
• Zurzeit wird mit den Kassen zur Anlage 7 des Rahmenvertrages (Weiterbildung) verhandelt.
• Das Urteil des Bundessozialgerichts markiert für den IFK das Ende eines langen Rechtsstreits – leider mit einem für Physiotherapieverbände unbefriedigenden Ergebnis. Jetzt gelte es eine gesetzliche Konkretisierung zu erwirken, die die Ermittlung der Personalkosten genau festlege.
• Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) kämpft darum, im angedachten Primär-Versorgungssystem berücksichtigt zu werden – am liebsten in Form eines Direktzuganges.
• Die bevorstehende Digitalisierung der Heilmittelbranche (ePA, KIM, TIM und eVO) muss lt. SHV am Ende alltagstauglich sein.
• Atmosphärisch ist bei den vier Physioverbänden ein Aufeinanderzugehen zu beobachten. Andre Laufer, Bundesvorsitzender des VDB-Physiotherapieverbandes, wörtlich: „Es wächst zusammen, was zusammengehört.“
• Bezüglich des Themas „Ausweitung der Blankoverordnung“ und unserer Frage, was wir denn unseren Lesern hierüber berichten dürfen, lautete die Antwort der stellv. SHV-Vorsitzenden Ute Repschläger vielsagend: „Noch Nix“.
Politik
Bemerkenswert ist, dass sich diesmal vermehrt Gesundheitspolitiker auf der Messe blicken ließen; was evtl. aber auch dem aktuellen Wahlkampf in Baden-Württemberg geschuldet ist. So sprachen am Stand des Verbandes für Physiotherapie (VPT) Jochen Haußmann (FDP) und Maria-Lena Weiss (CDU) mit den Verantwortlichen.
Und am Stand des Bundesverbandes für Ergotherapeut:innen in Deutschland (BED) fand ein Speeddating von Funktionären mit Frau Simone Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) statt. Mit ihr konnten wir in diesem Rahmen ein Exklusivinterview führen, welches Sie hier lesen können.
Hype um KI
KI war sicherlich das „heiße Thema“ auf der diesjährigen TheraPro – und zwar in drei Bereichen:
Online-Terminierung
Diese gibt es in zwei Varianten:
Auf die Homepage der Praxis wird ein Button eingepflegt „Hier online Termin buchen“. Und nachdem der Pat. seine Daten eingegeben und sein Rezept fotografiert hat, wird eine Nachricht an die entsprechende Praxis geschickt, dass Frau Schulze dieses Rezept habe und dafür folgende Termine wünsche. Die Praxis kann in Ruhe, wenn sie Zeit hat, das Rezept prüfen und danach mit der Patientin zur Terminvereinbarung Kontakt aufnehmen.
Über ein Terminbuchungsportal suche ich mir irgendeine Praxis, die gerade dann Zeit hat, wenn ich es wünsche und buche dort online auch gleich fest Termine in den Kalender der Praxis ein.
=> Variante a wird zurzeit schon von etlichen Firmen angeboten. Variante b gibt es (bislang) nur sehr selten.
KI-gestützte Telefonassistenz
Da Oma Schulze gar kein Internet hat, ruft sie in der Praxis ihres Vertrauens an. Ans Telefon geht aber nicht die Tresenkraft, sondern die geduldige und täuschend echt wirkende KI-Stimme. Diese bespricht mit der Patientin all ihre Alltagssorgen und auch ihr Anliegen. Im besten Falle löst sie letzteres oder veranlasst einen Rückruf der Praxis.
KI-gestützter Befund- und Behandlungsbericht
Handschriften sind sehr individuell (Der Autor dieser Zeilen weiß, wovon er schreibt)
und können in Dokumentationen oft von Kollegen nicht gelesen werden. Die modernste Art der Abhilfe hierfür sind sog. „KI-generierte, sprachgestützte Befund- und Behandlungsberichte“. Hier „lauscht“ eine KI im Tablet, Smartphone oder (bald auch) Smartwatch der Anamnese und Befundung des Patienten. Am Schluss wird die Audioaufnahme transkribiert, deindividualisiert und eine KI macht daraus einen vernünftigen Befund- und/oder Behandlungsbericht. Dieser findet dann Eingang in die Praxisverwaltungssoftware. This “One big beautiful thing”
Alle sind sich einig, dass Therapeuten am Ende gerne eine einzige Software in der Praxis benutzen wollen. Ein einziges Produkt das die Online-Terminvereinbarung, die KI-gestützte Telefonassistenz, die klassische Praxisverwaltung, die Direktabrechnung und die KI-generierten Untersuchungs- und Behandlungsberichte aus einer Hand anbietet.
Und an dieser „eierlegenden Wollmilchsau“ wird unseren Informationen zu Folge von den einschlägigen Akteuren zurzeit auch mit Hochdruck gearbeitet. Es ruckelt und rumpelt im Hintergrund allerdings noch heftig. Manch Softwareanbieter schließt eine Kooperation mit einem Startup, ein anderes Terminbuchungsportal „hackt“ sich in die Software eines PVS-Anbieters ein und wieder andere programmieren fieberhaft im Hintergrund alles selbst. Und alle versprechen natürlich, dass sie die besten und bald auf dem Markt seien. Wallungen bei der interdisziplinären Podiumsdiskussion zum Thema Blankoverordnung
Markenzeichen der therapro und medizin ist die „Verzahnung“ von Ärzten und Therapeuten. Daher findet jedes Mal eine gemeinsame Podiumsdiskussion statt; diesmal die sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema Blankoverordnung mitten in der Halle 4.
Auf dem Panel v.l.n.r.: Michael Austrup (Moderation, Physio Deutschland), Dr. med. Johannes Flechtenmacher (Landesärztekammer Baden-Württemberg), Hannah Hecker (Moderation, Physio Deutschland), Jürgen Graf (AOK Baden-Württemberg), Markus Norys (Vorstand Regionalverband Bayern von Physio Deutschland)
Wer eine langweilige Veranstaltung nach einem anstrengenden Messetag befürchtet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Dies lag nicht zuletzt an der pointierten Einstellung von Dr. Flechtenmacher zur Blankoverordnung und der Tatsache, dass Herr Graf von der AOK erstmals unaufbereitete Zahlen zur Blankoverordnung mitbrachte:
• Seit Einführung der Blankoverordnung wurden im Bereich der AOK Baden-Württemberg bei 82 Prozent der blankoverordnungsfähigen Diagnosen (Schulter) auch eine Blankoverordnung ausgestellt.
• Die Kostensteigerung belief sich pro Verordnungsfall auf 150 Prozent (entspricht dem zweieinhalbfachen).
• Durchschnittlich wurde der „Schulter-Verordnungsfall“ mit 17,5 Leistungen behandelt.
• Die Kostensteigerungen gründen im Wesentlichen lt. Herrn Graf auf folgenden Faktoren:
- Es fand eine Verschiebung von KG hin zu MT statt.
- Die Therapie mittels KG-Gerät hat sich vervierfacht.
- Auch wurden deutlich mehr Wärmeanwendungen abgerechnet.
- Und natürlich spielen die neuen Positionen (Verwaltungspauschale, Physioth. Diagnostik und Bedarfsdiagnostik) ebenfalls eine Rolle.
Erste Reaktionen
Fast empört über die 82 Prozent der Blankoverordnungen wirkte Dr. Flechtenmacher. Er als Orthopäde stelle so gut wie gar keine Blankoverordnungen aus. Leider konnte er als Begründung nur anführen, diese Patienten würden 16 Wochen die Praxen verstopfen, wo es doch sowieso schon keine Termine bei den Physios gäbe. Dr. Flechtenmacher wörtlich: „Wir als Fachärzte machen da nicht mit!“
Bedauerlicherweise hat ihn niemand auf Paragraph 73, Abs. 11 des SGB V hingewiesen, welches die Blankoverordnung als Regelversorgung ausweist und nur in medizinisch begründeten Ausnahmefällen eine Abweichung zulässt.
Erschrocken zeigten sich die Therapeuten über die von Herrn Graf berichteten „Heavy-User-Fälle“. So haben vereinzelt Praxisinhaber wirklich Schultertherapien im Rahmen der Blankoverordnung in Höhe von 7.000 Euro abgerechnet. Hierzu Markus Norys selbstkritisch: „Therapeuten müssen einfach auch lernen, selbstbewusst nach Erreichen des Therapiezieles den Patienten gegenüber die Beendigung der Therapie zu vertreten.“
Nicht so sehr die vereinzelten 7.000 Euro waren für Herrn Graf (AOK) Anlass zur Sorge/Enttäuschung. Vielmehr registrierte die Kasse eine Art „Praxismuster“ à la: In dieser Praxis bekommt regelmäßig jeder Schulterpatient 20 Anwendungen, in jener Praxis jeder regelmäßig 15 Anwendungen bei Schulterbeschwerden etc.
Und dies stehe doch klar im Widerspruch zur versprochenen Patienten-individualisierten-Therapie bei Einführung der Blankoverordnung.
Wichtig zu wissen
Was bei den diesen Zahlen zur Einordnung fehlt, sind wichtige Antworten auf folgende Fragen:
• Konnte durch die vermehrte Physiotherapie anderswo Geld eingespart werden; zum Beispiel in Form von weniger Krankheitstagen, weniger Medikamenten oder bildgebender Verfahren?
• Wie hoch ist der Anteil der neuen Positionen an der Kostensteigerung?
• Wie viele physiotherapeutische Anwendung erhielt ein Schulterpatient vor Einführung der Blankoverordnung?
Es handelt sich hierbei wie gesagt um uneingeordnete Zahlen, die bei böswilliger Absicht von interessierter Seite gegen die Therapeuten verwendet werden könnten – und sei es nur in Form einer reißerischen Überschrift. Wollen wir mal hoffen, dass kein Medium dieser Versuchung erliegt. Und falls doch, dass die Berufsverbände publizistisch massiv gegenhalten werden.
Die alte Leier eben.
Während die Verhandlungen zur Blankoverordnung laufen, haut wieder irgendwer eine steile These mit selbsterhobenen Zahlen raus, die zusätzlich ohne Kontext veröffentlicht wurden.
Da wird bei einem muskelgesicherten Gelenk ein entsprechender Anstieg von KGG beklagt, der sich sogar in den Leitlinien wiederfindet, während die auf der Bühne vertretenen Physios direkt darauf verzichten, das entsprechend zu kommentieren.
Da fragt man sich, wofür diese Kollegen eigentlich auf der Bühne gesessen haben.
Während erstaunlicherweise die GKV-HIS Zahlen noch nicht vorliegen und demzufolge auch der Vergleich dazu im gleichen Zeitraum entfällt, liegen die BV-Zahlen auf die dritte Nachkommastelle vor.
Es findet im Umfeld von Verhandlungen jedes Mal das gleiche Spiel statt und Verbandsvertreter schaffen es selbst auf offener Bühne und bei der eigenen (!) Veranstaltung nicht, einfach mal dagegenzuhalten.
Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man bei Kassenverhandlungen in gebückter Haltung und als Bittsteller aufläuft, um sich dann hinterher bei der Politik über die bösen Kassen auszuweinen zu müssen, weil alle so gemein sind.
Wird Zeit, dass wir mal wieder den aufrechten Gang üben.
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Die alte Leier eben.
Während die Verhandlungen zur Blankoverordnung laufen, haut wieder irgendwer eine steile These mit selbsterhobenen Zahlen raus, die zusätzlich ohne Kontext veröffentlicht wurden.
Da wird bei einem muskelgesicherten Gelenk ein entsprechender Anstieg von KGG beklagt, der sich sogar in den Leitlinien wiederfindet, während die auf der Bühne vertretenen Physios direkt darauf verzichten, das entsprechend zu kommentieren.
Da fragt man sich, wofür diese Kollegen eigentlich auf der Bühne gesessen haben.
Während erstaunlicherweise die GKV-HIS Zahlen noch nicht vorliegen und demzufolge auch der Vergleich dazu im gleichen Zeitraum entfällt, liegen die BV-Zahlen auf die dritte Nachkommastelle vor.
Es findet im Umfeld von Verhandlungen jedes Mal das gleiche Spiel statt und Verbandsvertreter schaffen es selbst auf offener Bühne und bei der eigenen (!) Veranstaltung nicht, einfach mal dagegenzuhalten.
Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man bei Kassenverhandlungen in gebückter Haltung und als Bittsteller aufläuft, um sich dann hinterher bei der Politik über die bösen Kassen auszuweinen zu müssen, weil alle so gemein sind.
Wird Zeit, dass wir mal wieder den aufrechten Gang üben.
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Ich muss dir jetzt aber mal widersprechen. Es gab sehr wohl Contra von den vertretenen Physios. Unfassbar war für mich der Auftritt vom ärztlichen Vertreter, der fast Schnappatmung bekam, bei der Steigerungsrate von 150%. Gleichzeitig musste er aber einräumen, dass die meisten seiner Kollegen wohl damit überfordert wären, eine Schulterproblematik vernünftig zu diagnostizieren, da die Rezepte häufig sehr unspezifisch sind, wie der Herr von der AOK auch darlegte. Und er konnte es nicht fassen, wie man die Schulter als erstes Gelenk für die Blankoverordnungen herausgesucht hat. Seine Kollegen wären damit überfordert. Was soll man dazu noch sagen? Herr Graf von der AOK war wesentlich zurückhaltender und hat die Zahlen nicht überinterpretiert.
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Ich muss dir jetzt aber mal widersprechen. Es gab sehr wohl Contra von den vertretenen Physios. Unfassbar war für mich der Auftritt vom ärztlichen Vertreter, der fast Schnappatmung bekam, bei der Steigerungsrate von 150%. Gleichzeitig musste er aber einräumen, dass die meisten seiner Kollegen wohl damit überfordert wären, eine Schulterproblematik vernünftig zu diagnostizieren, da die Rezepte häufig sehr unspezifisch sind, wie der Herr von der AOK auch darlegte. Und er konnte es nicht fassen, wie man die Schulter als erstes Gelenk für die Blankoverordnungen herausgesucht hat. Seine Kollegen wären damit überfordert. Was soll man dazu noch sagen? Herr Graf von der AOK war wesentlich zurückhaltender und hat die Zahlen nicht überinterpretiert.
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anika666 schrieb:
Ich muss dir jetzt aber mal widersprechen. Es gab sehr wohl Contra von den vertretenen Physios. Unfassbar war für mich der Auftritt vom ärztlichen Vertreter, der fast Schnappatmung bekam, bei der Steigerungsrate von 150%. Gleichzeitig musste er aber einräumen, dass die meisten seiner Kollegen wohl damit überfordert wären, eine Schulterproblematik vernünftig zu diagnostizieren, da die Rezepte häufig sehr unspezifisch sind, wie der Herr von der AOK auch darlegte. Und er konnte es nicht fassen, wie man die Schulter als erstes Gelenk für die Blankoverordnungen herausgesucht hat. Seine Kollegen wären damit überfordert. Was soll man dazu noch sagen? Herr Graf von der AOK war wesentlich zurückhaltender und hat die Zahlen nicht überinterpretiert.
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Kassenvertreter haben bisher immer ungefiltert Zahlen rausgehauen. Zu einer Einordnung gehören die Vergleichszahlen ohne die Blankoverordnung bereinigt um die Befundposition und Verwaltungspauschale.
Demzufolge müsste die Schnappatmung des Ärztevertreters ja kurz gewesen sein, denn die GKV-HIS Zahlen dazu liegen gar nicht vor.
In der Ergotherapie führt eben dieser Vergleich zu einer Reduktion der Behandlungen. Patienten erreichen also schneller ihr Ziel.
Außerdem müsste man sich die Verschiebung (BVB/LHB) zur BV und KG anschauen.
Als nächstes muss man die Zahlen um die Extremwerte bereinigen, da die allesamt zum med.Dienst gehen und danach abgesetzt werden.
Der massenhafte Mißbrauch entsteht auf dem Papier und wird retaxiert.
Wenn ich also auf einer Bühne vor Publikum auftrete, habe ich diese Fakten selbstverständlich recherchiert und führe mit einer Vorwand-/Einwandbehandlung in das Thema ein.
Die Zahlen bekommt man von den Abrechnungsunternehmen und muss die vorher mit entsprechenden Fragestellungen füttern, damit die eine saubere Auswertung hinbekommen.
Auf gar keinen Fall stelle ich mich auf eine Bühne und halte einfach mal ohne Kontext den Arzt- und Kassenvertretern mal das Mikro unter die Nase.
Eine einfache Recherche hätte ergeben, dass der Arztvertreter mit seiner Arztpraxis so gut wie keine BV verschreibt, weil er sie extrem kritisch sieht.
Damit hat er auch keinerlei Erfahrung mit dem Thema und kann außer einer persönlichen Meinung zu einem ihm unbekannten Sachverhalt nichts beitragen.
Wenn ich dann aus einer Defensivposition heraus argumentieren muss, bin ich natürlich immer im Nachteil.
All diese Themen hätte man offensiv und im Kontext angehen müssen.
Auf meinem eigenen Panel komme ich doch nicht mit einem Messer zu einer Schießerei!
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[mention]anika666[/mention]
@Friedrich Merz
Kassenvertreter haben bisher immer ungefiltert Zahlen rausgehauen. Zu einer Einordnung gehören die Vergleichszahlen ohne die Blankoverordnung bereinigt um die Befundposition und Verwaltungspauschale.
Demzufolge müsste die Schnappatmung des Ärztevertreters ja kurz gewesen sein, denn die GKV-HIS Zahlen dazu liegen gar nicht vor.
In der Ergotherapie führt eben dieser Vergleich zu einer Reduktion der Behandlungen. Patienten erreichen also schneller ihr Ziel.
Außerdem müsste man sich die Verschiebung (BVB/LHB) zur BV und KG anschauen.
Als nächstes muss man die Zahlen um die Extremwerte bereinigen, da die allesamt zum med.Dienst gehen und danach abgesetzt werden.
Der massenhafte Mißbrauch entsteht auf dem Papier und wird retaxiert.
Wenn ich also auf einer Bühne vor Publikum auftrete, habe ich diese Fakten selbstverständlich recherchiert und führe mit einer Vorwand-/Einwandbehandlung in das Thema ein.
Die Zahlen bekommt man von den Abrechnungsunternehmen und muss die vorher mit entsprechenden Fragestellungen füttern, damit die eine saubere Auswertung hinbekommen.
Auf gar keinen Fall stelle ich mich auf eine Bühne und halte einfach mal ohne Kontext den Arzt- und Kassenvertretern mal das Mikro unter die Nase.
Eine einfache Recherche hätte ergeben, dass der Arztvertreter mit seiner Arztpraxis so gut wie keine BV verschreibt, weil er sie extrem kritisch sieht.
Damit hat er auch keinerlei Erfahrung mit dem Thema und kann außer einer persönlichen Meinung zu einem ihm unbekannten Sachverhalt nichts beitragen.
Wenn ich dann aus einer Defensivposition heraus argumentieren muss, bin ich natürlich immer im Nachteil.
All diese Themen hätte man offensiv und im Kontext angehen müssen.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@anika666
@Friedrich Merz
Kassenvertreter haben bisher immer ungefiltert Zahlen rausgehauen. Zu einer Einordnung gehören die Vergleichszahlen ohne die Blankoverordnung bereinigt um die Befundposition und Verwaltungspauschale.
Demzufolge müsste die Schnappatmung des Ärztevertreters ja kurz gewesen sein, denn die GKV-HIS Zahlen dazu liegen gar nicht vor.
In der Ergotherapie führt eben dieser Vergleich zu einer Reduktion der Behandlungen. Patienten erreichen also schneller ihr Ziel.
Außerdem müsste man sich die Verschiebung (BVB/LHB) zur BV und KG anschauen.
Als nächstes muss man die Zahlen um die Extremwerte bereinigen, da die allesamt zum med.Dienst gehen und danach abgesetzt werden.
Der massenhafte Mißbrauch entsteht auf dem Papier und wird retaxiert.
Wenn ich also auf einer Bühne vor Publikum auftrete, habe ich diese Fakten selbstverständlich recherchiert und führe mit einer Vorwand-/Einwandbehandlung in das Thema ein.
Die Zahlen bekommt man von den Abrechnungsunternehmen und muss die vorher mit entsprechenden Fragestellungen füttern, damit die eine saubere Auswertung hinbekommen.
Auf gar keinen Fall stelle ich mich auf eine Bühne und halte einfach mal ohne Kontext den Arzt- und Kassenvertretern mal das Mikro unter die Nase.
Eine einfache Recherche hätte ergeben, dass der Arztvertreter mit seiner Arztpraxis so gut wie keine BV verschreibt, weil er sie extrem kritisch sieht.
Damit hat er auch keinerlei Erfahrung mit dem Thema und kann außer einer persönlichen Meinung zu einem ihm unbekannten Sachverhalt nichts beitragen.
Wenn ich dann aus einer Defensivposition heraus argumentieren muss, bin ich natürlich immer im Nachteil.
All diese Themen hätte man offensiv und im Kontext angehen müssen.
Auf meinem eigenen Panel komme ich doch nicht mit einem Messer zu einer Schießerei!
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@Jens Uhlhorn Es wäre doch gewinnbringend wenn du, mit 3 o mehr weiteren kompetenten Sprechern, in einer offenen Diskussion z.B. Messe, Parole geben würdest. Somit auch Vertreter:innen mwd der PT Spitzenverbände merkbar eingenordet werden. Wir brauchen bezahlbare Fortbildungen, Zuzahlung weg, Anerkennung des Bachelors nach MLD, Bobath, MT und des Masters wenn alle anrechenbaren Fortbildungen erreicht wurden, dementsprechend den 1,5 fachen bezahlten Krk Satz :-) für Bachelor und den 2,0 fachen Krk Satz für den Master und alle Physios in einem Verband auftreten. Wollte meinen Senf auch mal dazu geben.-
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[mention]Jens Uhlhorn[/mention] Es wäre doch gewinnbringend wenn du, mit 3 o mehr weiteren kompetenten Sprechern, in einer offenen Diskussion z.B. Messe, Parole geben würdest. Somit auch Vertreter:innen mwd der PT Spitzenverbände merkbar eingenordet werden. Wir brauchen bezahlbare Fortbildungen, Zuzahlung weg, Anerkennung des Bachelors nach MLD, Bobath, MT und des Masters wenn alle anrechenbaren Fortbildungen erreicht wurden, dementsprechend den 1,5 fachen bezahlten Krk Satz :-) für Bachelor und den 2,0 fachen Krk Satz für den Master und alle Physios in einem Verband auftreten. Wollte meinen Senf auch mal dazu geben.-
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Claudie Kahl schrieb:
@Jens Uhlhorn Es wäre doch gewinnbringend wenn du, mit 3 o mehr weiteren kompetenten Sprechern, in einer offenen Diskussion z.B. Messe, Parole geben würdest. Somit auch Vertreter:innen mwd der PT Spitzenverbände merkbar eingenordet werden. Wir brauchen bezahlbare Fortbildungen, Zuzahlung weg, Anerkennung des Bachelors nach MLD, Bobath, MT und des Masters wenn alle anrechenbaren Fortbildungen erreicht wurden, dementsprechend den 1,5 fachen bezahlten Krk Satz :-) für Bachelor und den 2,0 fachen Krk Satz für den Master und alle Physios in einem Verband auftreten. Wollte meinen Senf auch mal dazu geben.-
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@Claudie Kahl Du kannst Dir sicher sein, dass ich das anders angegangen wäre. Das ändert aber nichts. Entweder sind wir uns als Branche einig und weisen derlei Stuss entschieden zurück oder wir bieten den Kassen und sachfremden Ärztevertretern eine Plattform, mit mäßigem Widerspruch ihre Propaganda zu verbreiten.
Wir führen mittlerweile eine Schwachsinnsdebatte sondergleichen ("die armen Kassen haben Finanzprobleme und wir müssen lieb sein"), die uns mitten in einem gesellschaftlichen Verteilungskampf die Geldbörse auf den Tisch legen lässt.
Keine Rede davon, dass wir ein Schlüssel zu Einsparungen sind und man uns 25 Jahre schon mit Sparmaßnahmen überzogen hat.
Wenn ich als Verband so eine Veranstaltung organisiere, lasse ich mir nicht die Wurst vom Brot nehmen und platziere MEINE Botschaften und lassen mich nicht in die Defensive drängen. Das ist normales politisches Handwerk.
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[mention]Claudie Kahl[/mention] Du kannst Dir sicher sein, dass ich das anders angegangen wäre. Das ändert aber nichts. Entweder sind wir uns als Branche einig und weisen derlei Stuss entschieden zurück oder wir bieten den Kassen und sachfremden Ärztevertretern eine Plattform, mit mäßigem Widerspruch ihre Propaganda zu verbreiten.
Wir führen mittlerweile eine Schwachsinnsdebatte sondergleichen ("die armen Kassen haben Finanzprobleme und wir müssen lieb sein"), die uns mitten in einem gesellschaftlichen Verteilungskampf die Geldbörse auf den Tisch legen lässt.
Keine Rede davon, dass wir ein Schlüssel zu Einsparungen sind und man uns 25 Jahre schon mit Sparmaßnahmen überzogen hat.
Wenn ich als Verband so eine Veranstaltung organisiere, lasse ich mir nicht die Wurst vom Brot nehmen und platziere MEINE Botschaften und lassen mich nicht in die Defensive drängen. Das ist normales politisches Handwerk.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Claudie Kahl Du kannst Dir sicher sein, dass ich das anders angegangen wäre. Das ändert aber nichts. Entweder sind wir uns als Branche einig und weisen derlei Stuss entschieden zurück oder wir bieten den Kassen und sachfremden Ärztevertretern eine Plattform, mit mäßigem Widerspruch ihre Propaganda zu verbreiten.
Wir führen mittlerweile eine Schwachsinnsdebatte sondergleichen ("die armen Kassen haben Finanzprobleme und wir müssen lieb sein"), die uns mitten in einem gesellschaftlichen Verteilungskampf die Geldbörse auf den Tisch legen lässt.
Keine Rede davon, dass wir ein Schlüssel zu Einsparungen sind und man uns 25 Jahre schon mit Sparmaßnahmen überzogen hat.
Wenn ich als Verband so eine Veranstaltung organisiere, lasse ich mir nicht die Wurst vom Brot nehmen und platziere MEINE Botschaften und lassen mich nicht in die Defensive drängen. Das ist normales politisches Handwerk.
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Jens Uhlhorn schrieb:
Die alte Leier eben.
Während die Verhandlungen zur Blankoverordnung laufen, haut wieder irgendwer eine steile These mit selbsterhobenen Zahlen raus, die zusätzlich ohne Kontext veröffentlicht wurden.
Da wird bei einem muskelgesicherten Gelenk ein entsprechender Anstieg von KGG beklagt, der sich sogar in den Leitlinien wiederfindet, während die auf der Bühne vertretenen Physios direkt darauf verzichten, das entsprechend zu kommentieren.
Da fragt man sich, wofür diese Kollegen eigentlich auf der Bühne gesessen haben.
Während erstaunlicherweise die GKV-HIS Zahlen noch nicht vorliegen und demzufolge auch der Vergleich dazu im gleichen Zeitraum entfällt, liegen die BV-Zahlen auf die dritte Nachkommastelle vor.
Es findet im Umfeld von Verhandlungen jedes Mal das gleiche Spiel statt und Verbandsvertreter schaffen es selbst auf offener Bühne und bei der eigenen (!) Veranstaltung nicht, einfach mal dagegenzuhalten.
Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man bei Kassenverhandlungen in gebückter Haltung und als Bittsteller aufläuft, um sich dann hinterher bei der Politik über die bösen Kassen auszuweinen zu müssen, weil alle so gemein sind.
Wird Zeit, dass wir mal wieder den aufrechten Gang üben.
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„Die AOK Baden-Württemberg ist mit über 4,6 Millionen Versicherten (Stand 07/2025) die größte Krankenkasse im Bundesland und eine der größten in Deutschland."
Die gelieferten Zahlen zur BV sind schon erschreckend, zeigen aber sicher einen bundesweiten Trend. Wenn mal die Therapeuten nicht für eventuelle weitere Diagnosen das Vorschussvertrauen verspielt haben. Na ja, immerhin verhandeln die Verbände zu den Weiterbildungen ( oder zu Fortbildungspflichten ? ). Hat eigentlich einer der Verbandsfunktionäre die persönliche Konsequenz aus dem Schaden für die Mitglieder aufgrund des verlorenen Prozesses gezogen?
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„Die AOK Baden-Württemberg ist mit über 4,6 Millionen Versicherten (Stand 07/2025) die größte Krankenkasse im Bundesland und eine der größten in Deutschland."
Die gelieferten Zahlen zur BV sind schon erschreckend, zeigen aber sicher einen bundesweiten Trend. Wenn mal die Therapeuten nicht für eventuelle weitere Diagnosen das Vorschussvertrauen verspielt haben. Na ja, immerhin verhandeln die Verbände zu den Weiterbildungen ( oder zu Fortbildungspflichten ? ). Hat eigentlich einer der Verbandsfunktionäre die persönliche Konsequenz aus dem Schaden für die Mitglieder aufgrund des verlorenen Prozesses gezogen?
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[mention]Jens Uhlhorn[/mention]
Och nööööö [emoji]confounded[/emoji]
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pt ani schrieb:
@Jens Uhlhorn
Och nööööö confounded
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Unsichtbar schrieb:
„Die AOK Baden-Württemberg ist mit über 4,6 Millionen Versicherten (Stand 07/2025) die größte Krankenkasse im Bundesland und eine der größten in Deutschland."
Die gelieferten Zahlen zur BV sind schon erschreckend, zeigen aber sicher einen bundesweiten Trend. Wenn mal die Therapeuten nicht für eventuelle weitere Diagnosen das Vorschussvertrauen verspielt haben. Na ja, immerhin verhandeln die Verbände zu den Weiterbildungen ( oder zu Fortbildungspflichten ? ). Hat eigentlich einer der Verbandsfunktionäre die persönliche Konsequenz aus dem Schaden für die Mitglieder aufgrund des verlorenen Prozesses gezogen?
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Ist doch selbstverständlich dass die Blankoverordnung die Kosten für Heilmittel steigert, denn nur 6 Behandlungen oder maximal 12x KG überbietet man mit JEDER Blankoverordnung. Dass der Arzt aber dafür viel mehr Kapazitäten an Terminen hat weil nicht ständig ein Patient in der Praxis steht und nach neuen Rezepten fragt wird nicht berücksichtigt. Und ich wage zu behaupten dass das mehr an hochwertigen Behandlungen durch die Blankoverordnung am Ende zu einem besseren Ergebnis führt und dadurch Folgekosten für die Krankenkassen eingespart werden.
An einer Öffnung der Blankoverordnung für ALLE Diagnosen sollten die Physioverbände eigentlich hauptsächlich arbeiten, das ist die realistischste und am ehesten umsetzbare Maßnahme die uns etwas bringt.
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Ist doch selbstverständlich dass die Blankoverordnung die Kosten für Heilmittel steigert, denn nur 6 Behandlungen oder maximal 12x KG überbietet man mit JEDER Blankoverordnung. Dass der Arzt aber dafür viel mehr Kapazitäten an Terminen hat weil nicht ständig ein Patient in der Praxis steht und nach neuen Rezepten fragt wird nicht berücksichtigt. Und ich wage zu behaupten dass das mehr an hochwertigen Behandlungen durch die Blankoverordnung am Ende zu einem besseren Ergebnis führt und dadurch Folgekosten für die Krankenkassen eingespart werden.
An einer Öffnung der Blankoverordnung für ALLE Diagnosen sollten die Physioverbände eigentlich hauptsächlich arbeiten, das ist die realistischste und am ehesten umsetzbare Maßnahme die uns etwas bringt.
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Stefan Arnold schrieb:
Ist doch selbstverständlich dass die Blankoverordnung die Kosten für Heilmittel steigert, denn nur 6 Behandlungen oder maximal 12x KG überbietet man mit JEDER Blankoverordnung. Dass der Arzt aber dafür viel mehr Kapazitäten an Terminen hat weil nicht ständig ein Patient in der Praxis steht und nach neuen Rezepten fragt wird nicht berücksichtigt. Und ich wage zu behaupten dass das mehr an hochwertigen Behandlungen durch die Blankoverordnung am Ende zu einem besseren Ergebnis führt und dadurch Folgekosten für die Krankenkassen eingespart werden.
An einer Öffnung der Blankoverordnung für ALLE Diagnosen sollten die Physioverbände eigentlich hauptsächlich arbeiten, das ist die realistischste und am ehesten umsetzbare Maßnahme die uns etwas bringt.
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Die Gesundheitskompetenz der Deutschen scheint ja sehr gering zu sein. Ich erinnere daran, dass man zu Coronazeiten zig Tausende Euros in Plakate investiert hat, die erklären, wie man sich richtig die Hände wäscht. Wenn man Jemanden schon das Händewaschen erklären muss - wie lange dauert es dann Dinge wie Wundheilung, Wundheilungsreaktionen, Trainingsgrundlagen, Übungsausführung, etc. zu erklären? Klar reicht da ein normales Rezept nicht aus.
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Zur Blanko:
Die Gesundheitskompetenz der Deutschen scheint ja sehr gering zu sein. Ich erinnere daran, dass man zu Coronazeiten zig Tausende Euros in Plakate investiert hat, die erklären, wie man sich richtig die Hände wäscht. Wenn man Jemanden schon das Händewaschen erklären muss - wie lange dauert es dann Dinge wie Wundheilung, Wundheilungsreaktionen, Trainingsgrundlagen, Übungsausführung, etc. zu erklären? Klar reicht da ein normales Rezept nicht aus.
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Halbtitan schrieb:
Zur Blanko:
Die Gesundheitskompetenz der Deutschen scheint ja sehr gering zu sein. Ich erinnere daran, dass man zu Coronazeiten zig Tausende Euros in Plakate investiert hat, die erklären, wie man sich richtig die Hände wäscht. Wenn man Jemanden schon das Händewaschen erklären muss - wie lange dauert es dann Dinge wie Wundheilung, Wundheilungsreaktionen, Trainingsgrundlagen, Übungsausführung, etc. zu erklären? Klar reicht da ein normales Rezept nicht aus.
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Die Zahlen passen sehr gut zu meinem subjektiven Eindruck einiger Praxen. Hier wird regelmäßig das Maximum je BV im grünen Bereich abgerechnet. V.a. Ergänzende Heilmittel. Ich hoffe sehr, dass hier zukünftig die Befunde kontrolliert werden. Ich habe bereits einige BV nach 2 Behandlungen wieder beenden können.
Schade wenn hier Vertrauen verspielt würde, ich denke dass es viele Praxen gibt die verantwortungsvoll damit umgehen.
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• Lars van Ravenzwaaij
• Ramona Lippold
Die Zahlen passen sehr gut zu meinem subjektiven Eindruck einiger Praxen. Hier wird regelmäßig das Maximum je BV im grünen Bereich abgerechnet. V.a. Ergänzende Heilmittel. Ich hoffe sehr, dass hier zukünftig die Befunde kontrolliert werden. Ich habe bereits einige BV nach 2 Behandlungen wieder beenden können.
Schade wenn hier Vertrauen verspielt würde, ich denke dass es viele Praxen gibt die verantwortungsvoll damit umgehen.
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johannes711 schrieb:
Die Zahlen passen sehr gut zu meinem subjektiven Eindruck einiger Praxen. Hier wird regelmäßig das Maximum je BV im grünen Bereich abgerechnet. V.a. Ergänzende Heilmittel. Ich hoffe sehr, dass hier zukünftig die Befunde kontrolliert werden. Ich habe bereits einige BV nach 2 Behandlungen wieder beenden können.
Schade wenn hier Vertrauen verspielt würde, ich denke dass es viele Praxen gibt die verantwortungsvoll damit umgehen.
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Welche Anbieter haben sich denn in Sachen KI hervorgetan?
Und hat schon jemand selbst positive Erfahrungen mit der Integration in den Praxisalltag gesammelt?
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TomG schrieb:
Welche Anbieter haben sich denn in Sachen KI hervorgetan?
Und hat schon jemand selbst positive Erfahrungen mit der Integration in den Praxisalltag gesammelt?
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Was ich interessant finde ist, worauf sich die 150% beziehen. Nehmen wir den Standart Fall einer Physio Verordnung über 3 Behandlungen a 6 Einheiten, dann sind dies im Schnitt doch auch 18 Behandlungen. Stehen wir also mit im Durchschnitt mit 17,5 Einheiten nicht besser da?
Und sollte es nicht Ziel sein, die Kunden in eine aktive Therapie zu bekommen?
Ich würde mir auf der einen Seite wünschen, dass Ärzte wie dieser Kollege vor Ort nicht so von oben herab hantieren würden und den Physios eine gewisse Eigenverantwortung angedeihen lassen, auf der anderen Seite glaube ich (leider) gerne, dass es Praxen gibt, die solch absurde Erstattungen von 7000€ einreichen. Hier sollte eine massive Überprüfung der Therapie erfolgen, da diese Praxen dem Berufsbild massiv schaden! Des Weiteren sollte auch die abrechenbarkeit der ganzen MT Einheiten stattfinden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass alle MT Behandlungen von MT Therapeuten durchgeführt wurden.
Ich wünschte es wäre anders, aber ich sehe leider auch ganz viele Fehler bei den Physios, die keinerlei Individualität in der Therapie walten lassen und versuchen sich, oftmals ungerechtfertigt, zu sanieren.
Wie wir dieses Problem in den Griff bekommen wollen ist mir nicht klar und ich bin sehr dankbar, dass wir in meiner Praxis vernünftig mit der Situation umgehen und ich hoffe sehr, dass die schwarzen Schafe uns nicht um die Blanko VO bringen!
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• brigitte nellißen
• Ramona Lippold
Was ich interessant finde ist, worauf sich die 150% beziehen. Nehmen wir den Standart Fall einer Physio Verordnung über 3 Behandlungen a 6 Einheiten, dann sind dies im Schnitt doch auch 18 Behandlungen. Stehen wir also mit im Durchschnitt mit 17,5 Einheiten nicht besser da?
Und sollte es nicht Ziel sein, die Kunden in eine aktive Therapie zu bekommen?
Ich würde mir auf der einen Seite wünschen, dass Ärzte wie dieser Kollege vor Ort nicht so von oben herab hantieren würden und den Physios eine gewisse Eigenverantwortung angedeihen lassen, auf der anderen Seite glaube ich (leider) gerne, dass es Praxen gibt, die solch absurde Erstattungen von 7000€ einreichen. Hier sollte eine massive Überprüfung der Therapie erfolgen, da diese Praxen dem Berufsbild massiv schaden! Des Weiteren sollte auch die abrechenbarkeit der ganzen MT Einheiten stattfinden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass alle MT Behandlungen von MT Therapeuten durchgeführt wurden.
Ich wünschte es wäre anders, aber ich sehe leider auch ganz viele Fehler bei den Physios, die keinerlei Individualität in der Therapie walten lassen und versuchen sich, oftmals ungerechtfertigt, zu sanieren.
Wie wir dieses Problem in den Griff bekommen wollen ist mir nicht klar und ich bin sehr dankbar, dass wir in meiner Praxis vernünftig mit der Situation umgehen und ich hoffe sehr, dass die schwarzen Schafe uns nicht um die Blanko VO bringen!
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Ran Tan Jan schrieb:
Was ich interessant finde ist, worauf sich die 150% beziehen. Nehmen wir den Standart Fall einer Physio Verordnung über 3 Behandlungen a 6 Einheiten, dann sind dies im Schnitt doch auch 18 Behandlungen. Stehen wir also mit im Durchschnitt mit 17,5 Einheiten nicht besser da?
Und sollte es nicht Ziel sein, die Kunden in eine aktive Therapie zu bekommen?
Ich würde mir auf der einen Seite wünschen, dass Ärzte wie dieser Kollege vor Ort nicht so von oben herab hantieren würden und den Physios eine gewisse Eigenverantwortung angedeihen lassen, auf der anderen Seite glaube ich (leider) gerne, dass es Praxen gibt, die solch absurde Erstattungen von 7000€ einreichen. Hier sollte eine massive Überprüfung der Therapie erfolgen, da diese Praxen dem Berufsbild massiv schaden! Des Weiteren sollte auch die abrechenbarkeit der ganzen MT Einheiten stattfinden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass alle MT Behandlungen von MT Therapeuten durchgeführt wurden.
Ich wünschte es wäre anders, aber ich sehe leider auch ganz viele Fehler bei den Physios, die keinerlei Individualität in der Therapie walten lassen und versuchen sich, oftmals ungerechtfertigt, zu sanieren.
Wie wir dieses Problem in den Griff bekommen wollen ist mir nicht klar und ich bin sehr dankbar, dass wir in meiner Praxis vernünftig mit der Situation umgehen und ich hoffe sehr, dass die schwarzen Schafe uns nicht um die Blanko VO bringen!
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Schultern sind so unterschiedlich und manchmal langwierig - das monetäre Maximum raus zu hohlen ist leider ! eine Krankheit unseres Gesundheitssysthems.
( Bei dieser Problematik, denke ich sind Physiotherapeuten nicht die absoluten Preistreiber ).
Und trotzdem:
Bitte lasst das.
Denn letztlich schadet es uns allen.
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• ali
• Ramona Lippold
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Betrifft Blanko VO
Schultern sind so unterschiedlich und manchmal langwierig - das monetäre Maximum raus zu hohlen ist leider ! eine Krankheit unseres Gesundheitssysthems.
( Bei dieser Problematik, denke ich sind Physiotherapeuten nicht die absoluten Preistreiber ).
Und trotzdem:
Bitte lasst das.
Denn letztlich schadet es uns allen.
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brigitte nellißen schrieb:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Betrifft Blanko VO
Schultern sind so unterschiedlich und manchmal langwierig - das monetäre Maximum raus zu hohlen ist leider ! eine Krankheit unseres Gesundheitssysthems.
( Bei dieser Problematik, denke ich sind Physiotherapeuten nicht die absoluten Preistreiber ).
Und trotzdem:
Bitte lasst das.
Denn letztlich schadet es uns allen.
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Und noch etwas an diese Möglichkeit des Austausches - auch wenn es nicht Bezug nimmt zu den vorgestellten Themen:
Wir haben die kürzesten Therapiefrequenzen in der EU.
Seit Beginn meiner Arbeit als Physiotherapeutin vor 30 Jahren, hat sich meine Arbeitsverdichtung um 33,3 % ( von 30`Min. auf 20´Min.) erhöht - eigentlich Akkord!
Das ist mit physischer und psychischer Gesundheit nicht zu vereinbaren und Mutter Theresa war, vermute ich kein glücklicher Mensch.
Die Bezahlung ist im gleichen Zeitraum, proportional zu den Lebenshaltungskosten kontinuierlich schlechter geworden.
Bürokratie nochmals angewachsen.
Das sind für mich die wichtigsten Punkte, die sich ändern müssen.
Physiotherapeuten, die ich kenne gehen überwiegend auf dem Zahnfleisch.
Der März wird kommen und wieder gehen.
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Und noch etwas an diese Möglichkeit des Austausches - auch wenn es nicht Bezug nimmt zu den vorgestellten Themen:
Wir haben die kürzesten Therapiefrequenzen in der EU.
Seit Beginn meiner Arbeit als Physiotherapeutin vor 30 Jahren, hat sich meine Arbeitsverdichtung um 33,3 % ( von 30`Min. auf 20´Min.) erhöht - eigentlich Akkord!
Das ist mit physischer und psychischer Gesundheit nicht zu vereinbaren und Mutter Theresa war, vermute ich kein glücklicher Mensch.
Die Bezahlung ist im gleichen Zeitraum, proportional zu den Lebenshaltungskosten kontinuierlich schlechter geworden.
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brigitte nellißen schrieb:
Und noch etwas an diese Möglichkeit des Austausches - auch wenn es nicht Bezug nimmt zu den vorgestellten Themen:
Wir haben die kürzesten Therapiefrequenzen in der EU.
Seit Beginn meiner Arbeit als Physiotherapeutin vor 30 Jahren, hat sich meine Arbeitsverdichtung um 33,3 % ( von 30`Min. auf 20´Min.) erhöht - eigentlich Akkord!
Das ist mit physischer und psychischer Gesundheit nicht zu vereinbaren und Mutter Theresa war, vermute ich kein glücklicher Mensch.
Die Bezahlung ist im gleichen Zeitraum, proportional zu den Lebenshaltungskosten kontinuierlich schlechter geworden.
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Ich sehe in der BV einen guten Ansatz, wenn man es nicht ausnutzt. Auch wenn bei der 1. BV oft die vollen 16 Wochen ausgenutzt werden,v.a. nach OP, so sehe ich in der Chance einer Doppelbehandlung die größte Ressource.
Meine Patienten haben die ZEIT, die sie brauchen, das reicht auch für Hausaufgaben, die gerade diese eher machen als andere. und die ausgiebige Befundung macht sie schnell besser.
Ich halte gar nichts von kurzen Behandlungen von nur 20 Minuten, ich weiss, wovon ich spreche, ich werde auch gerade behandelt. Lieber behandle ich sie nur alle 14 Tage, wenn die Patienten besser werden, aber dann ausgiebig, das spart auch das ständige zeitfressende Umziehen. Die nächste Gehalts-Diskussion sollte eher Mal das Thema Zeitmanagement in der Behandlung berücksichtigen! Ich behandle v. a. orthopädische Rückenpatienten, das erspart oft die OP, aber es ist oft noch viel zeitfressender als die Schulter! Da würde ich ,IT die BV noch mehr wünschen!
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• johannes711
Ich sehe in der BV einen guten Ansatz, wenn man es nicht ausnutzt. Auch wenn bei der 1. BV oft die vollen 16 Wochen ausgenutzt werden,v.a. nach OP, so sehe ich in der Chance einer Doppelbehandlung die größte Ressource.
Meine Patienten haben die ZEIT, die sie brauchen, das reicht auch für Hausaufgaben, die gerade diese eher machen als andere. und die ausgiebige Befundung macht sie schnell besser.
Ich halte gar nichts von kurzen Behandlungen von nur 20 Minuten, ich weiss, wovon ich spreche, ich werde auch gerade behandelt. Lieber behandle ich sie nur alle 14 Tage, wenn die Patienten besser werden, aber dann ausgiebig, das spart auch das ständige zeitfressende Umziehen. Die nächste Gehalts-Diskussion sollte eher Mal das Thema Zeitmanagement in der Behandlung berücksichtigen! Ich behandle v. a. orthopädische Rückenpatienten, das erspart oft die OP, aber es ist oft noch viel zeitfressender als die Schulter! Da würde ich ,IT die BV noch mehr wünschen!
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Kris16 schrieb:
Ich sehe in der BV einen guten Ansatz, wenn man es nicht ausnutzt. Auch wenn bei der 1. BV oft die vollen 16 Wochen ausgenutzt werden,v.a. nach OP, so sehe ich in der Chance einer Doppelbehandlung die größte Ressource.
Meine Patienten haben die ZEIT, die sie brauchen, das reicht auch für Hausaufgaben, die gerade diese eher machen als andere. und die ausgiebige Befundung macht sie schnell besser.
Ich halte gar nichts von kurzen Behandlungen von nur 20 Minuten, ich weiss, wovon ich spreche, ich werde auch gerade behandelt. Lieber behandle ich sie nur alle 14 Tage, wenn die Patienten besser werden, aber dann ausgiebig, das spart auch das ständige zeitfressende Umziehen. Die nächste Gehalts-Diskussion sollte eher Mal das Thema Zeitmanagement in der Behandlung berücksichtigen! Ich behandle v. a. orthopädische Rückenpatienten, das erspart oft die OP, aber es ist oft noch viel zeitfressender als die Schulter! Da würde ich ,IT die BV noch mehr wünschen!
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Wohltuende Nachrichten in einer Zeit, in der man eher von Niedergang, Rezession und trüben Aussichten liest. Doch neben allem Aufbruch herrscht auf einem wichtigen Themenfeld leider (fast) Stagnation – und das ist die Berufspolitik.
Berufsverbände
Diese sind im Moment sicher nicht zu beneiden. Die Kassen der Kassen sind leer. Ministerin Warken arbeitet zurzeit an einer grundlegenden Reform des Gesundheitssystems; hin zu einem Primär-Versorgungssystem. Daher liegt ihr Fokus sicher nicht auf der kleinteiligen Therapeutenlandschaft. Und zur Veranstaltung „SHV-konkret“ kommen nur vier Therapeuten, welche nicht verbandspolitische Funktionen bekleiden. Ob dies dem abseitsgelegenen Veranstaltungsraum oder der Zufriedenheit der Therapeuten geschuldet ist, darüber lässt sich nur spekulieren.
Naturgemäß ist daher die Nachrichtenlage „an dieser Front“ eher dünn. Wir konnten für Sie dennoch Folgendes in Erfahrung bringen:
• Zurzeit wird mit den Kassen zur Anlage 7 des Rahmenvertrages (Weiterbildung) verhandelt.
• Das Urteil des Bundessozialgerichts markiert für den IFK das Ende eines langen Rechtsstreits – leider mit einem für Physiotherapieverbände unbefriedigenden Ergebnis. Jetzt gelte es eine gesetzliche Konkretisierung zu erwirken, die die Ermittlung der Personalkosten genau festlege.
• Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) kämpft darum, im angedachten Primär-Versorgungssystem berücksichtigt zu werden – am liebsten in Form eines Direktzuganges.
• Die bevorstehende Digitalisierung der Heilmittelbranche (ePA, KIM, TIM und eVO) muss lt. SHV am Ende alltagstauglich sein.
• Atmosphärisch ist bei den vier Physioverbänden ein Aufeinanderzugehen zu beobachten. Andre Laufer, Bundesvorsitzender des VDB-Physiotherapieverbandes, wörtlich: „Es wächst zusammen, was zusammengehört.“
• Bezüglich des Themas „Ausweitung der Blankoverordnung“ und unserer Frage, was wir denn unseren Lesern hierüber berichten dürfen, lautete die Antwort der stellv. SHV-Vorsitzenden Ute Repschläger vielsagend: „Noch Nix“.
Politik
Bemerkenswert ist, dass sich diesmal vermehrt Gesundheitspolitiker auf der Messe blicken ließen; was evtl. aber auch dem aktuellen Wahlkampf in Baden-Württemberg geschuldet ist. So sprachen am Stand des Verbandes für Physiotherapie (VPT) Jochen Haußmann (FDP) und Maria-Lena Weiss (CDU) mit den Verantwortlichen.
Und am Stand des Bundesverbandes für Ergotherapeut:innen in Deutschland (BED) fand ein Speeddating von Funktionären mit Frau Simone Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) statt. Mit ihr konnten wir in diesem Rahmen ein Exklusivinterview führen, welches Sie hier lesen können.
Hype um KI
KI war sicherlich das „heiße Thema“ auf der diesjährigen TheraPro – und zwar in drei Bereichen:
Diese gibt es in zwei Varianten:
=> Variante a wird zurzeit schon von etlichen Firmen angeboten. Variante b gibt es (bislang) nur sehr selten.
Da Oma Schulze gar kein Internet hat, ruft sie in der Praxis ihres Vertrauens an. Ans Telefon geht aber nicht die Tresenkraft, sondern die geduldige und täuschend echt wirkende KI-Stimme. Diese bespricht mit der Patientin all ihre Alltagssorgen und auch ihr Anliegen. Im besten Falle löst sie letzteres oder veranlasst einen Rückruf der Praxis.
Handschriften sind sehr individuell (Der Autor dieser Zeilen weiß, wovon er schreibt)
und können in Dokumentationen oft von Kollegen nicht gelesen werden. Die modernste Art der Abhilfe hierfür sind sog. „KI-generierte, sprachgestützte Befund- und Behandlungsberichte“. Hier „lauscht“ eine KI im Tablet, Smartphone oder (bald auch) Smartwatch der Anamnese und Befundung des Patienten. Am Schluss wird die Audioaufnahme transkribiert, deindividualisiert und eine KI macht daraus einen vernünftigen Befund- und/oder Behandlungsbericht. Dieser findet dann Eingang in die Praxisverwaltungssoftware.
This “One big beautiful thing”
Alle sind sich einig, dass Therapeuten am Ende gerne eine einzige Software in der Praxis benutzen wollen. Ein einziges Produkt das die Online-Terminvereinbarung, die KI-gestützte Telefonassistenz, die klassische Praxisverwaltung, die Direktabrechnung und die KI-generierten Untersuchungs- und Behandlungsberichte aus einer Hand anbietet.
Und an dieser „eierlegenden Wollmilchsau“ wird unseren Informationen zu Folge von den einschlägigen Akteuren zurzeit auch mit Hochdruck gearbeitet. Es ruckelt und rumpelt im Hintergrund allerdings noch heftig. Manch Softwareanbieter schließt eine Kooperation mit einem Startup, ein anderes Terminbuchungsportal „hackt“ sich in die Software eines PVS-Anbieters ein und wieder andere programmieren fieberhaft im Hintergrund alles selbst. Und alle versprechen natürlich, dass sie die besten und bald auf dem Markt seien.
Wallungen bei der interdisziplinären Podiumsdiskussion zum Thema Blankoverordnung
Markenzeichen der therapro und medizin ist die „Verzahnung“ von Ärzten und Therapeuten. Daher findet jedes Mal eine gemeinsame Podiumsdiskussion statt; diesmal die sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema Blankoverordnung mitten in der Halle 4.
Auf dem Panel v.l.n.r.: Michael Austrup (Moderation, Physio Deutschland), Dr. med. Johannes Flechtenmacher (Landesärztekammer Baden-Württemberg), Hannah Hecker (Moderation, Physio Deutschland), Jürgen Graf (AOK Baden-Württemberg), Markus Norys (Vorstand Regionalverband Bayern von Physio Deutschland)
Wer eine langweilige Veranstaltung nach einem anstrengenden Messetag befürchtet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Dies lag nicht zuletzt an der pointierten Einstellung von Dr. Flechtenmacher zur Blankoverordnung und der Tatsache, dass Herr Graf von der AOK erstmals unaufbereitete Zahlen zur Blankoverordnung mitbrachte:• Seit Einführung der Blankoverordnung wurden im Bereich der AOK Baden-Württemberg bei 82 Prozent der blankoverordnungsfähigen Diagnosen (Schulter) auch eine Blankoverordnung ausgestellt.
• Die Kostensteigerung belief sich pro Verordnungsfall auf 150 Prozent (entspricht dem zweieinhalbfachen).
• Durchschnittlich wurde der „Schulter-Verordnungsfall“ mit 17,5 Leistungen behandelt.
• Die Kostensteigerungen gründen im Wesentlichen lt. Herrn Graf auf folgenden Faktoren:
- Die Therapie mittels KG-Gerät hat sich vervierfacht.
- Auch wurden deutlich mehr Wärmeanwendungen abgerechnet.
- Und natürlich spielen die neuen Positionen (Verwaltungspauschale, Physioth. Diagnostik und Bedarfsdiagnostik) ebenfalls eine Rolle.
Erste Reaktionen
Fast empört über die 82 Prozent der Blankoverordnungen wirkte Dr. Flechtenmacher. Er als Orthopäde stelle so gut wie gar keine Blankoverordnungen aus. Leider konnte er als Begründung nur anführen, diese Patienten würden 16 Wochen die Praxen verstopfen, wo es doch sowieso schon keine Termine bei den Physios gäbe. Dr. Flechtenmacher wörtlich: „Wir als Fachärzte machen da nicht mit!“
Bedauerlicherweise hat ihn niemand auf Paragraph 73, Abs. 11 des SGB V hingewiesen, welches die Blankoverordnung als Regelversorgung ausweist und nur in medizinisch begründeten Ausnahmefällen eine Abweichung zulässt.
Erschrocken zeigten sich die Therapeuten über die von Herrn Graf berichteten „Heavy-User-Fälle“. So haben vereinzelt Praxisinhaber wirklich Schultertherapien im Rahmen der Blankoverordnung in Höhe von 7.000 Euro abgerechnet. Hierzu Markus Norys selbstkritisch: „Therapeuten müssen einfach auch lernen, selbstbewusst nach Erreichen des Therapiezieles den Patienten gegenüber die Beendigung der Therapie zu vertreten.“
Nicht so sehr die vereinzelten 7.000 Euro waren für Herrn Graf (AOK) Anlass zur Sorge/Enttäuschung. Vielmehr registrierte die Kasse eine Art „Praxismuster“ à la: In dieser Praxis bekommt regelmäßig jeder Schulterpatient 20 Anwendungen, in jener Praxis jeder regelmäßig 15 Anwendungen bei Schulterbeschwerden etc.
Und dies stehe doch klar im Widerspruch zur versprochenen Patienten-individualisierten-Therapie bei Einführung der Blankoverordnung.
Wichtig zu wissen
Was bei den diesen Zahlen zur Einordnung fehlt, sind wichtige Antworten auf folgende Fragen:
- • Konnte durch die vermehrte Physiotherapie anderswo Geld eingespart werden; zum Beispiel in Form von weniger Krankheitstagen, weniger Medikamenten oder bildgebender Verfahren?
Es handelt sich hierbei wie gesagt um uneingeordnete Zahlen, die bei böswilliger Absicht von interessierter Seite gegen die Therapeuten verwendet werden könnten – und sei es nur in Form einer reißerischen Überschrift. Wollen wir mal hoffen, dass kein Medium dieser Versuchung erliegt. Und falls doch, dass die Berufsverbände publizistisch massiv gegenhalten werden.• Wie hoch ist der Anteil der neuen Positionen an der Kostensteigerung?
• Wie viele physiotherapeutische Anwendung erhielt ein Schulterpatient vor Einführung der Blankoverordnung?
Wir von physio.de stehen jedenfalls bereit.
Friedrich Merz / physio.de
TheraProMesseBericht2026SHVBlankoverordnungZVKVDBVPTDigitalisierungBEDCDUFDPDie GrünenIFK
Während die Verhandlungen zur Blankoverordnung laufen, haut wieder irgendwer eine steile These mit selbsterhobenen Zahlen raus, die zusätzlich ohne Kontext veröffentlicht wurden.
Da wird bei einem muskelgesicherten Gelenk ein entsprechender Anstieg von KGG beklagt, der sich sogar in den Leitlinien wiederfindet, während die auf der Bühne vertretenen Physios direkt darauf verzichten, das entsprechend zu kommentieren.
Da fragt man sich, wofür diese Kollegen eigentlich auf der Bühne gesessen haben.
Während erstaunlicherweise die GKV-HIS Zahlen noch nicht vorliegen und demzufolge auch der Vergleich dazu im gleichen Zeitraum entfällt, liegen die BV-Zahlen auf die dritte Nachkommastelle vor.
Es findet im Umfeld von Verhandlungen jedes Mal das gleiche Spiel statt und Verbandsvertreter schaffen es selbst auf offener Bühne und bei der eigenen (!) Veranstaltung nicht, einfach mal dagegenzuhalten.
Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man bei Kassenverhandlungen in gebückter Haltung und als Bittsteller aufläuft, um sich dann hinterher bei der Politik über die bösen Kassen auszuweinen zu müssen, weil alle so gemein sind.
Wird Zeit, dass wir mal wieder den aufrechten Gang üben.
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anika666 schrieb:
Ich muss dir jetzt aber mal widersprechen. Es gab sehr wohl Contra von den vertretenen Physios. Unfassbar war für mich der Auftritt vom ärztlichen Vertreter, der fast Schnappatmung bekam, bei der Steigerungsrate von 150%. Gleichzeitig musste er aber einräumen, dass die meisten seiner Kollegen wohl damit überfordert wären, eine Schulterproblematik vernünftig zu diagnostizieren, da die Rezepte häufig sehr unspezifisch sind, wie der Herr von der AOK auch darlegte. Und er konnte es nicht fassen, wie man die Schulter als erstes Gelenk für die Blankoverordnungen herausgesucht hat. Seine Kollegen wären damit überfordert. Was soll man dazu noch sagen? Herr Graf von der AOK war wesentlich zurückhaltender und hat die Zahlen nicht überinterpretiert.
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Friedrich Merz schrieb:
@anika666 Genau so war es. Dann waren wir zeitgleich auf der selben Veranstaltung ☺️
@Friedrich Merz
Kassenvertreter haben bisher immer ungefiltert Zahlen rausgehauen. Zu einer Einordnung gehören die Vergleichszahlen ohne die Blankoverordnung bereinigt um die Befundposition und Verwaltungspauschale.
Demzufolge müsste die Schnappatmung des Ärztevertreters ja kurz gewesen sein, denn die GKV-HIS Zahlen dazu liegen gar nicht vor.
In der Ergotherapie führt eben dieser Vergleich zu einer Reduktion der Behandlungen. Patienten erreichen also schneller ihr Ziel.
Außerdem müsste man sich die Verschiebung (BVB/LHB) zur BV und KG anschauen.
Als nächstes muss man die Zahlen um die Extremwerte bereinigen, da die allesamt zum med.Dienst gehen und danach abgesetzt werden.
Der massenhafte Mißbrauch entsteht auf dem Papier und wird retaxiert.
Wenn ich also auf einer Bühne vor Publikum auftrete, habe ich diese Fakten selbstverständlich recherchiert und führe mit einer Vorwand-/Einwandbehandlung in das Thema ein.
Die Zahlen bekommt man von den Abrechnungsunternehmen und muss die vorher mit entsprechenden Fragestellungen füttern, damit die eine saubere Auswertung hinbekommen.
Auf gar keinen Fall stelle ich mich auf eine Bühne und halte einfach mal ohne Kontext den Arzt- und Kassenvertretern mal das Mikro unter die Nase.
Eine einfache Recherche hätte ergeben, dass der Arztvertreter mit seiner Arztpraxis so gut wie keine BV verschreibt, weil er sie extrem kritisch sieht.
Damit hat er auch keinerlei Erfahrung mit dem Thema und kann außer einer persönlichen Meinung zu einem ihm unbekannten Sachverhalt nichts beitragen.
Wenn ich dann aus einer Defensivposition heraus argumentieren muss, bin ich natürlich immer im Nachteil.
All diese Themen hätte man offensiv und im Kontext angehen müssen.
Auf meinem eigenen Panel komme ich doch nicht mit einem Messer zu einer Schießerei!
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Jens Uhlhorn schrieb:
@anika666
@Friedrich Merz
Kassenvertreter haben bisher immer ungefiltert Zahlen rausgehauen. Zu einer Einordnung gehören die Vergleichszahlen ohne die Blankoverordnung bereinigt um die Befundposition und Verwaltungspauschale.
Demzufolge müsste die Schnappatmung des Ärztevertreters ja kurz gewesen sein, denn die GKV-HIS Zahlen dazu liegen gar nicht vor.
In der Ergotherapie führt eben dieser Vergleich zu einer Reduktion der Behandlungen. Patienten erreichen also schneller ihr Ziel.
Außerdem müsste man sich die Verschiebung (BVB/LHB) zur BV und KG anschauen.
Als nächstes muss man die Zahlen um die Extremwerte bereinigen, da die allesamt zum med.Dienst gehen und danach abgesetzt werden.
Der massenhafte Mißbrauch entsteht auf dem Papier und wird retaxiert.
Wenn ich also auf einer Bühne vor Publikum auftrete, habe ich diese Fakten selbstverständlich recherchiert und führe mit einer Vorwand-/Einwandbehandlung in das Thema ein.
Die Zahlen bekommt man von den Abrechnungsunternehmen und muss die vorher mit entsprechenden Fragestellungen füttern, damit die eine saubere Auswertung hinbekommen.
Auf gar keinen Fall stelle ich mich auf eine Bühne und halte einfach mal ohne Kontext den Arzt- und Kassenvertretern mal das Mikro unter die Nase.
Eine einfache Recherche hätte ergeben, dass der Arztvertreter mit seiner Arztpraxis so gut wie keine BV verschreibt, weil er sie extrem kritisch sieht.
Damit hat er auch keinerlei Erfahrung mit dem Thema und kann außer einer persönlichen Meinung zu einem ihm unbekannten Sachverhalt nichts beitragen.
Wenn ich dann aus einer Defensivposition heraus argumentieren muss, bin ich natürlich immer im Nachteil.
All diese Themen hätte man offensiv und im Kontext angehen müssen.
Auf meinem eigenen Panel komme ich doch nicht mit einem Messer zu einer Schießerei!
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Jan Herrmann schrieb:
Kostensteigerung AUF 150 % ist nur das 1,5-fache. UM 150 % ist das 2,5-fache. Was denn nun? Kann denn niemand richtig rechnen in dieser Branche?
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Ramona Lippold schrieb:
das „auf“ gehört zu „belief sich“. Da „Steigerung“, ist der Satz 150% und 2,5fach stimmig. Von „Steigerung auf“ hat keiner gesprochen.
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Claudie Kahl schrieb:
@Jens Uhlhorn Es wäre doch gewinnbringend wenn du, mit 3 o mehr weiteren kompetenten Sprechern, in einer offenen Diskussion z.B. Messe, Parole geben würdest. Somit auch Vertreter:innen mwd der PT Spitzenverbände merkbar eingenordet werden. Wir brauchen bezahlbare Fortbildungen, Zuzahlung weg, Anerkennung des Bachelors nach MLD, Bobath, MT und des Masters wenn alle anrechenbaren Fortbildungen erreicht wurden, dementsprechend den 1,5 fachen bezahlten Krk Satz :-) für Bachelor und den 2,0 fachen Krk Satz für den Master und alle Physios in einem Verband auftreten. Wollte meinen Senf auch mal dazu geben.-
Wir führen mittlerweile eine Schwachsinnsdebatte sondergleichen ("die armen Kassen haben Finanzprobleme und wir müssen lieb sein"), die uns mitten in einem gesellschaftlichen Verteilungskampf die Geldbörse auf den Tisch legen lässt.
Keine Rede davon, dass wir ein Schlüssel zu Einsparungen sind und man uns 25 Jahre schon mit Sparmaßnahmen überzogen hat.
Wenn ich als Verband so eine Veranstaltung organisiere, lasse ich mir nicht die Wurst vom Brot nehmen und platziere MEINE Botschaften und lassen mich nicht in die Defensive drängen. Das ist normales politisches Handwerk.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Claudie Kahl Du kannst Dir sicher sein, dass ich das anders angegangen wäre. Das ändert aber nichts. Entweder sind wir uns als Branche einig und weisen derlei Stuss entschieden zurück oder wir bieten den Kassen und sachfremden Ärztevertretern eine Plattform, mit mäßigem Widerspruch ihre Propaganda zu verbreiten.
Wir führen mittlerweile eine Schwachsinnsdebatte sondergleichen ("die armen Kassen haben Finanzprobleme und wir müssen lieb sein"), die uns mitten in einem gesellschaftlichen Verteilungskampf die Geldbörse auf den Tisch legen lässt.
Keine Rede davon, dass wir ein Schlüssel zu Einsparungen sind und man uns 25 Jahre schon mit Sparmaßnahmen überzogen hat.
Wenn ich als Verband so eine Veranstaltung organisiere, lasse ich mir nicht die Wurst vom Brot nehmen und platziere MEINE Botschaften und lassen mich nicht in die Defensive drängen. Das ist normales politisches Handwerk.
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Jens Uhlhorn schrieb:
Die alte Leier eben.
Während die Verhandlungen zur Blankoverordnung laufen, haut wieder irgendwer eine steile These mit selbsterhobenen Zahlen raus, die zusätzlich ohne Kontext veröffentlicht wurden.
Da wird bei einem muskelgesicherten Gelenk ein entsprechender Anstieg von KGG beklagt, der sich sogar in den Leitlinien wiederfindet, während die auf der Bühne vertretenen Physios direkt darauf verzichten, das entsprechend zu kommentieren.
Da fragt man sich, wofür diese Kollegen eigentlich auf der Bühne gesessen haben.
Während erstaunlicherweise die GKV-HIS Zahlen noch nicht vorliegen und demzufolge auch der Vergleich dazu im gleichen Zeitraum entfällt, liegen die BV-Zahlen auf die dritte Nachkommastelle vor.
Es findet im Umfeld von Verhandlungen jedes Mal das gleiche Spiel statt und Verbandsvertreter schaffen es selbst auf offener Bühne und bei der eigenen (!) Veranstaltung nicht, einfach mal dagegenzuhalten.
Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man bei Kassenverhandlungen in gebückter Haltung und als Bittsteller aufläuft, um sich dann hinterher bei der Politik über die bösen Kassen auszuweinen zu müssen, weil alle so gemein sind.
Wird Zeit, dass wir mal wieder den aufrechten Gang üben.
Die gelieferten Zahlen zur BV sind schon erschreckend, zeigen aber sicher einen bundesweiten Trend. Wenn mal die Therapeuten nicht für eventuelle weitere Diagnosen das Vorschussvertrauen verspielt haben. Na ja, immerhin verhandeln die Verbände zu den Weiterbildungen ( oder zu Fortbildungspflichten ? ). Hat eigentlich einer der Verbandsfunktionäre die persönliche Konsequenz aus dem Schaden für die Mitglieder aufgrund des verlorenen Prozesses gezogen?
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Jens Uhlhorn schrieb:
Ah Tom, Du bist es!
Moin!
Och nööööö confounded
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pt ani schrieb:
@Jens Uhlhorn
Och nööööö confounded
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Unsichtbar schrieb:
„Die AOK Baden-Württemberg ist mit über 4,6 Millionen Versicherten (Stand 07/2025) die größte Krankenkasse im Bundesland und eine der größten in Deutschland."
Die gelieferten Zahlen zur BV sind schon erschreckend, zeigen aber sicher einen bundesweiten Trend. Wenn mal die Therapeuten nicht für eventuelle weitere Diagnosen das Vorschussvertrauen verspielt haben. Na ja, immerhin verhandeln die Verbände zu den Weiterbildungen ( oder zu Fortbildungspflichten ? ). Hat eigentlich einer der Verbandsfunktionäre die persönliche Konsequenz aus dem Schaden für die Mitglieder aufgrund des verlorenen Prozesses gezogen?
An einer Öffnung der Blankoverordnung für ALLE Diagnosen sollten die Physioverbände eigentlich hauptsächlich arbeiten, das ist die realistischste und am ehesten umsetzbare Maßnahme die uns etwas bringt.
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Stefan Arnold schrieb:
Ist doch selbstverständlich dass die Blankoverordnung die Kosten für Heilmittel steigert, denn nur 6 Behandlungen oder maximal 12x KG überbietet man mit JEDER Blankoverordnung. Dass der Arzt aber dafür viel mehr Kapazitäten an Terminen hat weil nicht ständig ein Patient in der Praxis steht und nach neuen Rezepten fragt wird nicht berücksichtigt. Und ich wage zu behaupten dass das mehr an hochwertigen Behandlungen durch die Blankoverordnung am Ende zu einem besseren Ergebnis führt und dadurch Folgekosten für die Krankenkassen eingespart werden.
An einer Öffnung der Blankoverordnung für ALLE Diagnosen sollten die Physioverbände eigentlich hauptsächlich arbeiten, das ist die realistischste und am ehesten umsetzbare Maßnahme die uns etwas bringt.
Die Gesundheitskompetenz der Deutschen scheint ja sehr gering zu sein. Ich erinnere daran, dass man zu Coronazeiten zig Tausende Euros in Plakate investiert hat, die erklären, wie man sich richtig die Hände wäscht. Wenn man Jemanden schon das Händewaschen erklären muss - wie lange dauert es dann Dinge wie Wundheilung, Wundheilungsreaktionen, Trainingsgrundlagen, Übungsausführung, etc. zu erklären? Klar reicht da ein normales Rezept nicht aus.
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Halbtitan schrieb:
Zur Blanko:
Die Gesundheitskompetenz der Deutschen scheint ja sehr gering zu sein. Ich erinnere daran, dass man zu Coronazeiten zig Tausende Euros in Plakate investiert hat, die erklären, wie man sich richtig die Hände wäscht. Wenn man Jemanden schon das Händewaschen erklären muss - wie lange dauert es dann Dinge wie Wundheilung, Wundheilungsreaktionen, Trainingsgrundlagen, Übungsausführung, etc. zu erklären? Klar reicht da ein normales Rezept nicht aus.
Schade wenn hier Vertrauen verspielt würde, ich denke dass es viele Praxen gibt die verantwortungsvoll damit umgehen.
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johannes711 schrieb:
Die Zahlen passen sehr gut zu meinem subjektiven Eindruck einiger Praxen. Hier wird regelmäßig das Maximum je BV im grünen Bereich abgerechnet. V.a. Ergänzende Heilmittel. Ich hoffe sehr, dass hier zukünftig die Befunde kontrolliert werden. Ich habe bereits einige BV nach 2 Behandlungen wieder beenden können.
Schade wenn hier Vertrauen verspielt würde, ich denke dass es viele Praxen gibt die verantwortungsvoll damit umgehen.
Und hat schon jemand selbst positive Erfahrungen mit der Integration in den Praxisalltag gesammelt?
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TomG schrieb:
Welche Anbieter haben sich denn in Sachen KI hervorgetan?
Und hat schon jemand selbst positive Erfahrungen mit der Integration in den Praxisalltag gesammelt?
Und sollte es nicht Ziel sein, die Kunden in eine aktive Therapie zu bekommen?
Ich würde mir auf der einen Seite wünschen, dass Ärzte wie dieser Kollege vor Ort nicht so von oben herab hantieren würden und den Physios eine gewisse Eigenverantwortung angedeihen lassen, auf der anderen Seite glaube ich (leider) gerne, dass es Praxen gibt, die solch absurde Erstattungen von 7000€ einreichen. Hier sollte eine massive Überprüfung der Therapie erfolgen, da diese Praxen dem Berufsbild massiv schaden! Des Weiteren sollte auch die abrechenbarkeit der ganzen MT Einheiten stattfinden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass alle MT Behandlungen von MT Therapeuten durchgeführt wurden.
Ich wünschte es wäre anders, aber ich sehe leider auch ganz viele Fehler bei den Physios, die keinerlei Individualität in der Therapie walten lassen und versuchen sich, oftmals ungerechtfertigt, zu sanieren.
Wie wir dieses Problem in den Griff bekommen wollen ist mir nicht klar und ich bin sehr dankbar, dass wir in meiner Praxis vernünftig mit der Situation umgehen und ich hoffe sehr, dass die schwarzen Schafe uns nicht um die Blanko VO bringen!
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Ran Tan Jan schrieb:
Was ich interessant finde ist, worauf sich die 150% beziehen. Nehmen wir den Standart Fall einer Physio Verordnung über 3 Behandlungen a 6 Einheiten, dann sind dies im Schnitt doch auch 18 Behandlungen. Stehen wir also mit im Durchschnitt mit 17,5 Einheiten nicht besser da?
Und sollte es nicht Ziel sein, die Kunden in eine aktive Therapie zu bekommen?
Ich würde mir auf der einen Seite wünschen, dass Ärzte wie dieser Kollege vor Ort nicht so von oben herab hantieren würden und den Physios eine gewisse Eigenverantwortung angedeihen lassen, auf der anderen Seite glaube ich (leider) gerne, dass es Praxen gibt, die solch absurde Erstattungen von 7000€ einreichen. Hier sollte eine massive Überprüfung der Therapie erfolgen, da diese Praxen dem Berufsbild massiv schaden! Des Weiteren sollte auch die abrechenbarkeit der ganzen MT Einheiten stattfinden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass alle MT Behandlungen von MT Therapeuten durchgeführt wurden.
Ich wünschte es wäre anders, aber ich sehe leider auch ganz viele Fehler bei den Physios, die keinerlei Individualität in der Therapie walten lassen und versuchen sich, oftmals ungerechtfertigt, zu sanieren.
Wie wir dieses Problem in den Griff bekommen wollen ist mir nicht klar und ich bin sehr dankbar, dass wir in meiner Praxis vernünftig mit der Situation umgehen und ich hoffe sehr, dass die schwarzen Schafe uns nicht um die Blanko VO bringen!
Betrifft Blanko VO
Schultern sind so unterschiedlich und manchmal langwierig - das monetäre Maximum raus zu hohlen ist leider ! eine Krankheit unseres Gesundheitssysthems.
( Bei dieser Problematik, denke ich sind Physiotherapeuten nicht die absoluten Preistreiber ).
Und trotzdem:
Bitte lasst das.
Denn letztlich schadet es uns allen.
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brigitte nellißen schrieb:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Betrifft Blanko VO
Schultern sind so unterschiedlich und manchmal langwierig - das monetäre Maximum raus zu hohlen ist leider ! eine Krankheit unseres Gesundheitssysthems.
( Bei dieser Problematik, denke ich sind Physiotherapeuten nicht die absoluten Preistreiber ).
Und trotzdem:
Bitte lasst das.
Denn letztlich schadet es uns allen.
Wir haben die kürzesten Therapiefrequenzen in der EU.
Seit Beginn meiner Arbeit als Physiotherapeutin vor 30 Jahren, hat sich meine Arbeitsverdichtung um 33,3 % ( von 30`Min. auf 20´Min.) erhöht - eigentlich Akkord!
Das ist mit physischer und psychischer Gesundheit nicht zu vereinbaren und Mutter Theresa war, vermute ich kein glücklicher Mensch.
Die Bezahlung ist im gleichen Zeitraum, proportional zu den Lebenshaltungskosten kontinuierlich schlechter geworden.
Bürokratie nochmals angewachsen.
Das sind für mich die wichtigsten Punkte, die sich ändern müssen.
Physiotherapeuten, die ich kenne gehen überwiegend auf dem Zahnfleisch.
Der März wird kommen und wieder gehen.
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brigitte nellißen schrieb:
Und noch etwas an diese Möglichkeit des Austausches - auch wenn es nicht Bezug nimmt zu den vorgestellten Themen:
Wir haben die kürzesten Therapiefrequenzen in der EU.
Seit Beginn meiner Arbeit als Physiotherapeutin vor 30 Jahren, hat sich meine Arbeitsverdichtung um 33,3 % ( von 30`Min. auf 20´Min.) erhöht - eigentlich Akkord!
Das ist mit physischer und psychischer Gesundheit nicht zu vereinbaren und Mutter Theresa war, vermute ich kein glücklicher Mensch.
Die Bezahlung ist im gleichen Zeitraum, proportional zu den Lebenshaltungskosten kontinuierlich schlechter geworden.
Bürokratie nochmals angewachsen.
Das sind für mich die wichtigsten Punkte, die sich ändern müssen.
Physiotherapeuten, die ich kenne gehen überwiegend auf dem Zahnfleisch.
Der März wird kommen und wieder gehen.
Meine Patienten haben die ZEIT, die sie brauchen, das reicht auch für Hausaufgaben, die gerade diese eher machen als andere. und die ausgiebige Befundung macht sie schnell besser.
Ich halte gar nichts von kurzen Behandlungen von nur 20 Minuten, ich weiss, wovon ich spreche, ich werde auch gerade behandelt. Lieber behandle ich sie nur alle 14 Tage, wenn die Patienten besser werden, aber dann ausgiebig, das spart auch das ständige zeitfressende Umziehen. Die nächste Gehalts-Diskussion sollte eher Mal das Thema Zeitmanagement in der Behandlung berücksichtigen! Ich behandle v. a. orthopädische Rückenpatienten, das erspart oft die OP, aber es ist oft noch viel zeitfressender als die Schulter! Da würde ich ,IT die BV noch mehr wünschen!
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Kris16 schrieb:
Ich sehe in der BV einen guten Ansatz, wenn man es nicht ausnutzt. Auch wenn bei der 1. BV oft die vollen 16 Wochen ausgenutzt werden,v.a. nach OP, so sehe ich in der Chance einer Doppelbehandlung die größte Ressource.
Meine Patienten haben die ZEIT, die sie brauchen, das reicht auch für Hausaufgaben, die gerade diese eher machen als andere. und die ausgiebige Befundung macht sie schnell besser.
Ich halte gar nichts von kurzen Behandlungen von nur 20 Minuten, ich weiss, wovon ich spreche, ich werde auch gerade behandelt. Lieber behandle ich sie nur alle 14 Tage, wenn die Patienten besser werden, aber dann ausgiebig, das spart auch das ständige zeitfressende Umziehen. Die nächste Gehalts-Diskussion sollte eher Mal das Thema Zeitmanagement in der Behandlung berücksichtigen! Ich behandle v. a. orthopädische Rückenpatienten, das erspart oft die OP, aber es ist oft noch viel zeitfressender als die Schulter! Da würde ich ,IT die BV noch mehr wünschen!
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