Ausbildung Logopädie

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Dauer und Aufbau
Die Logopädie-Ausbildung dauert drei Jahre. Sie kann auf Antrag durch Anrechnung einer gleichwertigen Ausbildung verkürzt werden. Die Ausbildung umfasst theoretischen und praktischen Unterricht sowie Praktika. Der Unterricht findet an staatlich anerkannten Berufsfachschulen statt, die Praktika in logopädischen Praxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken. Eine staatliche Prüfung, bestehend aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil, bildet den Berusabschluss und bei Bestehen die Berechtigung die Berufsbezeichnung "Staatliche anerkannte/r Logopäde/Logopädin" zu tragen.

Zugangsvoraussetzungen
An Vorbildung wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Alternativ genügt auch ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss, falls zusätzlich eine Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen wurde.

Finanzielle Belastung
Eine Ausbildungsvergütung wird nicht gezahlt, jedoch besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Folgende Ausgaben fallen an:

  • An öffentlichen Schulen ist die Ausbildung für die Schüler/innen kostenfrei. Es können jedoch Anmelde- und Prüfungsgebühren sowie Kosten für Eignungsprüfungen anfallen. Zusätzlich entstehen Lernmittelkosten - beispielsweise für Fachliteratur und Arbeitsmaterialien - sowie Fahrtkosten und ggf. Kosten für auswärtige Unterbringung. Für den praktischen Teil Ausbildung wird Berufskleidung benötigt.
  • Staatlich anerkannte Privatschulen erheben gegebenenfalls Lehrgangsgebühren.
  • Eine Übersicht zur Schulgeldfreiheit finden Sie hier.

Die Rahmenbedingungen kurz zusammengefasst:

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre.
  • Voraussetzung: Mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss plus zweijähriger Ausbildung, Aufnahmeprüfungen.
  • Ausbildungsorte: Staatliche oder staatlich anerkannte Lehranstalten, Schulen usw. für Logopädie bzw. klinische Ausbildungseinrichtungen.
  • Bewerbung: Unterschiedliche Anmeldetermine bei den Lehranstalten.
  • Kosten: Unterschiedliche Höhe der anfallenden Ausgaben je nach Ausbildung an öffentlichen oder staatlich anerkannten Privatschulen.

Ausbildungsinhalte
Inhalte des theoretischen und praktischen Unterrichts:

  • Erhebung von Befunden und von logopädischen Anamnesen
  • Planung und Durchführung von Therapien laut Befunderhebung und Anamnese
  • Aufbau der Sprech- und Stimmorgane
  • Lautentstehung (Phonetik) und Sprachstruktur (Linguistik)
  • Erkrankungen und Erkrankungsursachen des Hörorgans, der Nase, des Rachens, des Kehlkopfes sowie der unteren Luftwege
  • Auftreten verschiedener Formen - organisch, funktionell, psychogen - des Verlustes des Sprechvermögens bzw. des Sprachverständnisses, z.B. Hörbehinderungen, Störungen des Redeflusses wie Stottern/Poltern
  • Behandlung von Patienten nach Kehlkopfoperationen
  • Ursachen für Erkrankungen des zentralen Nervensystems und deren Untersuchung
  • Aufbau der Kauorgane und Formen von Missbildungen; Anwendung kieferorthopädischer Maßnahmen
  • Prüfung des Hörvermögens von Kindern und Erwachsenen
  • Arten und Funktionsweisen von apparativen Hilfen für hörbehinderte Menschen
  • Umgang mit kranken und behinderten Menschen in psychologischer, pädagogischer und soziologischer Hinsicht
  • Beratung von Patienten und deren Angehörigen
  • Gesetze und Regelungen des Gesundheitswesen, insbesondere im Hinblick auf die eigene Berufsausübung

Inhalte der praktischen Ausbildung:

  • Befunderhebung, Therapieplanung und -durchführung
  • Führen von Beratungsgesprächen
  • Anwendung von Behandlungstechniken
  • Hospitation in der Logopädie und anderen fachbezogenen Bereichen, z.B. Phoniatrie
  • Absolvieren von interdisziplinären Praktika in der Audiologie und Psychologie
  • Schulungen in rhythmisch-musikalischer Erziehung, Stimmbildung und Sprecherziehung