KOOS: Knee injury and Osteoarthritis Outcome Score

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Ausführlicher Fragebogen zu Knieverletzungen


01.03.2019

KOOS ist in dem Fall keine Insel und FOMT kein Schreibfehler.
Der Fragebogen „KOOS“ für Knieverletzungen wurde 1998 entwickelt, um auch einen angemessenen Test für Menschen mit höherer physischer Aktivität zu schaffen. Dieser Test ist lizenzfrei hier erhältlich.

Andere Tests für die Einordnung von Beschwerden im Kniegelenk haben nur ältere Menschen im Fokus oder befassen sich ausschließlich mit kurzfristigen oder nur langfristigen Auswirkungen. Hier kombiniert der KOOS. Es ist ein äußerst ausführlicher Fragebogen für Patienten insbesondere nach Sportverletzungen, wie Meniskus- oder Kreuzbandriss. Die Voraussetzung ist, vor allem wegen der Länge, dass der Patient willens und intellektuell fähig ist, sich ca. acht Minuten dem Test und seinen 42 Fragen zu widmen und dass der Praxisalltag so viel Zeit hergibt. Speziell Verletzungen an Band und Meniskus haben ein signifikant höheres Risiko, später im Kniegelenk eine posttraumatische Osteoarthritis zu entwickeln. Dies hat der Test im Blick.

Unterteilt sind die Fragen in fünf verschiedene Kategorien:
1. Schmerz
2. Symptome
3. Alltägliche Aktivitäten
4. Sportliche Aktivitäten
5. Lebensqualität

Die Fragen sind jeweils in einer 5-Stufen-Skala zu beantworten.
Ausgesucht werden nur Kategorien, die für den Patienten Bedeutung haben. Macht er keinen Sport, kann man diese Kategorie vernachlässigen. Jede Kategorie wird separat ausgerechnet. Somit lassen sich die Veränderungen auch langfristig nachvollziehen.

Zusammenfassung:
Der KOOS Score ist ein validiertes und etabliertes Patient Reported Outcome (PRO) Instrument, der sowohl zu Forschungszwecke als auch in Patientenbetreuung eingesetzt wird. Er betrachtet nicht nur die kurzfristigen Auswirkungen von Knieverletzungen, sondern auch langfristige Folgen in Bezug auf eine posttraumatische Osteoarthritis und ist in 30 Sprachen verfügbar.

Ul.Ma. / physio.de