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Seehofer: Abgabe auf Risiko-Sportgeräte ist "abstrus"
04.04.2000 • 0 Kommentare

Der CSU-Gesundheitsexperte Horst Seehofer weist die
von Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) vorgeschlagene Abgabe auf Risiko-Sportgeräte als «unausgegoren» zurück. Seehofer sagte gestern in Berlin, eine solche Abgabe führe dazu, dass Sportgeräte nicht mehr in Deutschland, sondern im Ausland produziert
und gekauft würden. «Die heimischen Sportartikelhersteller und die dort beschäftigten Arbeitnehmer hätten das Nachsehen», warnte der frühere Gesundheitsminister.


«Fischer beginnt zu ahnen, dass sie mit ihrer restriktiven Budgetierungspolitik am Ende ist», fuhr Seehofer fort. Dabei sei ihr offenbar kein Vorschlag, wie sie den Versicherten für «ihre teure Reglementierungspolitik» mehr Geld aus der Tasche ziehen könne, «abstrus genug». Wenn sie zudem Mieteinnahmen zur Berechnung der Krankenkassenbeiträge heranziehen wolle, sei mit steigenden Mietkosten von über zehn Prozent zu rechnen. «Und wenn Zinseinnahmen und Aktiengewinne belastet werden, kann man sich die Kapitalflucht, die eine solche Maßnahme nach sich zieht, lebhaft vorstellen», warnte Seehofer. Fischer hatte zuvor in einem Interview mit der
«Bild»-Zeitung gesagt, diese Vorschläge müssten «unvoreingenommen» geprüft werden.


Quelle: Berlin (ddp)

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