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Postoperative Versorgung
MLD nach Knie-TEP
Ein Blick auf Wissenschaft und Praxis
02.03.2026 • 6 Kommentare

Seit nunmehr sieben Jahren veröffentlicht das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk ) monatlich eine Fachkolumne zu einem medizinischen Thema. Das Portfolio ist dabei breit aufgestellt. Es reicht

    • vom „[…] Ende der ‚großen Hafenrundfahrt‘ – Ein kritischer Blick auf die digitale rektale [Prostata]untersuchung […]“
    • über „Seltene Erkrankungen der Zähne“
    • bis zu „Warum es unerlässlich ist, Patient:innen in Entscheidungen über ihre Gesundheit einzubeziehen“.
Die Dezember-Kolumne wurde von Prof. Dr. Cordula Braun (Prof. für Physiotherapie und ehem. Mitarbeiterin von Cochrane Deutschland) sowie von Prof. Dr. Katja Ehrenbrusthoff (Professorin für Physiotherapie an der Hochschule für Gesundheit (HSB) Bochum) verfasst. Sie beleuchteten die Nutzung der Manuellen Lymphdrainage (MLD) nach einer Knie-TEP.

Methodik
Eine Kolumne stellt keine typische wissenschaftliche Arbeit – wie ein Systematisches Review – dar. Doch die Expertise von Cordula Braun als ehemalige Fachverantwortliche für die anspruchsvollsten Übersichtsarbeiten – die Cochrane Reviews – hebt diese Kolumne auf ein methodisch vergleichbares Niveau. Ihr Anspruch an die Qualität von Veröffentlichungen zeigte sich erst kürzlich beim Forschungssymposium Physiotherapie.

Doch anders als bei Übersichtsarbeiten wurden hier nicht ausschließlich die vorliegenden wissenschaftliche Datenlage zusammengefasst. Denn die Autorinnen richteten ihren Blick zusätzlich auf die Versorgungspraxis und bestehende Leitlinien.

Schwellung nach der OP
Eine postoperative Schwellung ist ein natürlicher Mechanismus der Heilung. Sie entsteht vor allem durch die Mehrdurchblutung. Dadurch wird ein besserer Nähr- und Baustofftransport gewährleistet, was für eine optimale Genesung unerlässlich ist. Ein Austausch der Flüssigkeiten und damit eine Resorption ist dafür zudem nötig. Der Abtransport wird dabei hauptsächlich vom Lymphsystem realisiert. Ob dies allein durch Belastungsanpassung, Bewegung, Hochlagern und/oder Kompression ausreichend gewährleistet wird – oder eine MLD nötig ist – wird in der Praxis kontrovers diskutiert.

Die klinische Praxis
Klar ist, dass in Deutschland mehr als 15 Prozent der physiotherapeutischen Ressourcen für Manuelle Lymphdrainage verwendet werden. Dies macht das Heilmittelinformationssystem der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-HIS) jedes Jahr aufs Neue deutlich. Gezielte Aufstellungen, welcher Anteil davon auf postoperative Zustände entfällt, existieren nicht. Wodurch auch entsprechende Zahlen zur Anwendungshäufigkeit bei Knie-TEP-PatientInnen fehlen. Erhebungen zum Einsatz im stationären Bereich existiert ebenso wenig.

Cordula Braun und Katja Ehrenbrusthoff schauten nach dieser ernüchternden Erkenntnis einmal in die klinische Praxis. Eine pragmatische Suche via Google nach „Lymphdrainage nach Knie-TEP“ machte deutlich, dass die Empfehlungen aus Kliniken und Praxen ziemlich einheitlich ausfallen. Es wird konsequent FÜR die MLD als „entscheidende“, „sehr wichtige“, „Standard-“ oder gar „unerlässliche“ Maßnahme geworben. Daher war eine gleichlautende Ausgabe der Google-KI nicht mehr verwunderlich.

Was sagen die (internationalen) Leitlinien?
Zunächst beleuchteten die Autorinnen die deutschen Leitlinien (LL) zum Knie. Die dazu vorliegenden Veröffentlichungen befassen sich mit der häufigsten Indikation für eine TEP – der Arthrose – bis hin zur Operation. Die Nachsorge wird nicht thematisiert. Gleiches gilt für internationale Guidelines. Die einzige LL, die dieses Thema aufgreift, ist die niederländische „KNGF Guideline Osteoarthritis of the hip-knee“. Darin findet sich eine Vielzahl von konservativen, nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen für die Zeit nach der Implantation. Doch das Wort Lymphdrainage sowie seine Synonyme kommen darin ebenfalls nicht vor. Obwohl „Schwellung“ 31-mal erwähnt wird.

Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der MLD nach einer Knie-TEP international keine Versorgungsrelevanz beigemessen wird.

Evidenz
Um die Frage nach dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand aufzugreifen, identifizierten Braun und Ehrenbrusthoff zwei systematische Übersichtsarbeiten. Beide wiesen eine akzeptable methodische Qualität auf. Letztlich fiel die Entscheidung dennoch auf die Veröffentlichung von Lu et al. aus dem Jahr 2024. Denn diese schloss mehr (insgesamt sieben) Studien ein und wies eine höhere Güte auf.

In allen Primärstudien wurde eine konservative postoperative Physiotherapie als Kontrollgruppe genutzt. Als Interventionsgruppe wurde dieser Standardbehandlung die MLD hinzugefügt. Alle Untersuchungen wurden im frühen – noch stationären – Stadium durchgeführt. Die relevanten Endpunkte waren das Volumen, die Beweglichkeit, Schmerzen und die Kniefunktion des betroffenen Gelenks. Das Verzerrungsrisiko (BIAS) war bei fünf Arbeiten hoch und bei zwei moderat. Die Vertrauenswürdigkeit war dementsprechend „niedrig“ bis „sehr niedrig“.

Die Ergebnisse zeigen überwiegend kleine (klinisch irrelevante) Effekte zu allen ermittelten Outcomes. Die Streuung der Metaanalyse reichte außerdem von positiven über neutrale bis hin zu negativen Auswirkungen. Diese Erkenntnisse sind allerdings in ihrer Übertragbarkeit auf die deutsche Versorgungslandschaft eher limitiert. Denn hier ist die Anwendung eher im ambulanten späteren postoperativen Stadium üblich.

Fazit
Anhand der aktuellen Datenlage lässt sich kaum eine Aussage zur eigentlichen Fragestellung, ob MLD notwendig (wichtig/unerlässlich) ist, treffen. Studien mit hohem BIAS-Risiko neigen zumeist dazu, die Wirkung zu über- statt zu unterschätzen. Daher kann zumindest daraus abgeleitet werden, dass in der akuten Phase die MLD unnötig ist. Problematisch an der großen Wissenslücke zu späteren Zeitpunkten ist die fehlende Einschätzbarkeit möglicher Negativeffekte.

Die Autorinnen betonen, dass es „wünschenswert [wäre], wenn sich wissenschaftlich qualifizierte [… Personen und/oder Institutionen] der Aufgabe annehmen, den therapeutischen und wirtschaftlichen Nutzen und Schaden […] verlässlich zu ermitteln“. Und abschließend resümieren sie, dass „möglicherweise […] ein großer Teil der Patient:innen nach Knie-TEP-Operation keine MLD [benötigt]“.

Martin Römhild B.Sc. / physio.de

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EbMLymphdrainageKnie-TEPStudie


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mbone
Vor 3 Wochen
Fazit (wie so oft bei dieser Art Artikel) :

Die Einen sagen so und die Anderen sagen so.........
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• MikeL
Fazit (wie so oft bei dieser Art Artikel) : Die Einen sagen so und die Anderen sagen so.........
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Tiefschwarz
Vor 3 Wochen
Richtig. Wie immer, die einen haben eine Meinung. Die anderen die Daten.
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• Matthias Zimmermann
• Kistmacher
Richtig. Wie immer, die einen haben eine Meinung. Die anderen die Daten.
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Tiefschwarz schrieb:

Richtig. Wie immer, die einen haben eine Meinung. Die anderen die Daten.

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anika666
Vor 3 Wochen
@Tiefschwarz Und wer hat die Daten? Sind wohl keine wirklich vorhanden.
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• MikeL
• Stefan Preißler
• springlukas
[mention]Tiefschwarz[/mention] Und wer hat die Daten? Sind wohl keine wirklich vorhanden.
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anika666 schrieb:

@Tiefschwarz Und wer hat die Daten? Sind wohl keine wirklich vorhanden.

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mbone
Vor 3 Wochen
@Tiefschwarz
Tiefschwarz schrieb am 02.03.2026 11:50 Uhr:Richtig. Wie immer, die einen haben eine Meinung. Die anderen die Daten.
eben nicht...
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• MikeL
• springlukas
[mention]Tiefschwarz[/mention] [zitat][b]Tiefschwarz schrieb am 02.03.2026 11:50 Uhr:[/b]Richtig. Wie immer, die einen haben eine Meinung. Die anderen die Daten.[/zitat]eben nicht...
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mbone schrieb:

@Tiefschwarz
Tiefschwarz schrieb am 02.03.2026 11:50 Uhr:Richtig. Wie immer, die einen haben eine Meinung. Die anderen die Daten.
eben nicht...

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mbone schrieb:

Fazit (wie so oft bei dieser Art Artikel) :

Die Einen sagen so und die Anderen sagen so.........

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FoetorExOre
Vor 2 Wochen
Ich hab beides ständig.
Also hier ein anekdotischer Bericht:
Mld postoperativ: Reduktion schwellung: minimal. Schmerz häufig positiv beieinflusst. im Vergleich mit Strumpf (wg. KIs): Strumpf>MLD bei Schwelllungsreduktion. Schmerz nimmt der halt nicht.
Lustigerweise, wenn ich Pat. im Anschluss aus einer bestimmten Reha bekomme, wo besonders viel gelympht und wenig aktiv gemacht wird, ziehen Patienten passive Therapie vor. Man merkt Kraftdefizite usw. das kann ich sogar mit Zahlen über den Isokineten belegen. und die Patienten kommen eher ein bis 2 Wochen länger im Anschluss.
Das ist uns durch eher durch Zufall aufgefallen, lässt sich aber retrospektiv aufgrund von relativ vielen Daten und Tests, die wir machen, relativ gut nachweisen (nein wir haben keine korrekte Auswertung gemacht, aber das Kraftdefizit zwischen operierten und nicht operierten Bein war bei dieser Klinik in der Woche nach Op fast immer, =80% der Pats, grösser.
Ich persönlich brauche das nicht als postoperative Verordnung bei Teps, da nehme ich lieber MT und KG und hab mehr Umsatz und weniger rumliegende Patienten.und letztendlich vermutlich auch die bessere Therapie.
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• Alexander Lack
Ich hab beides ständig. Also hier ein anekdotischer Bericht: Mld postoperativ: Reduktion schwellung: minimal. Schmerz häufig positiv beieinflusst. im Vergleich mit Strumpf (wg. KIs): Strumpf>MLD bei Schwelllungsreduktion. Schmerz nimmt der halt nicht. Lustigerweise, wenn ich Pat. im Anschluss aus einer bestimmten Reha bekomme, wo besonders viel gelympht und wenig aktiv gemacht wird, ziehen Patienten passive Therapie vor. Man merkt Kraftdefizite usw. das kann ich sogar mit Zahlen über den Isokineten belegen. und die Patienten kommen eher ein bis 2 Wochen länger im Anschluss. Das ist uns durch eher durch Zufall aufgefallen, lässt sich aber retrospektiv aufgrund von relativ vielen Daten und Tests, die wir machen, relativ gut nachweisen (nein wir haben keine korrekte Auswertung gemacht, aber das Kraftdefizit zwischen operierten und nicht operierten Bein war bei dieser Klinik in der Woche nach Op fast immer, =80% der Pats, grösser. Ich persönlich brauche das nicht als postoperative Verordnung bei Teps, da nehme ich lieber MT und KG und hab mehr Umsatz und weniger rumliegende Patienten.und letztendlich vermutlich auch die bessere Therapie.
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Stefan Preißler
Vor 2 Wochen
..also so wie ein erfahrener und gut ausgebildeter Therapeut die Sache an geht; dem Patienten und der Situation angemessen, individuell und zielführend vorgehen innocent
2

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• JürgenK
• FoetorExOre
..also so wie ein erfahrener und gut ausgebildeter Therapeut die Sache an geht; dem Patienten und der Situation angemessen, individuell und zielführend vorgehen [emoji]innocent[/emoji]
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Stefan Preißler schrieb:

..also so wie ein erfahrener und gut ausgebildeter Therapeut die Sache an geht; dem Patienten und der Situation angemessen, individuell und zielführend vorgehen innocent

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FoetorExOre schrieb:

Ich hab beides ständig.
Also hier ein anekdotischer Bericht:
Mld postoperativ: Reduktion schwellung: minimal. Schmerz häufig positiv beieinflusst. im Vergleich mit Strumpf (wg. KIs): Strumpf>MLD bei Schwelllungsreduktion. Schmerz nimmt der halt nicht.
Lustigerweise, wenn ich Pat. im Anschluss aus einer bestimmten Reha bekomme, wo besonders viel gelympht und wenig aktiv gemacht wird, ziehen Patienten passive Therapie vor. Man merkt Kraftdefizite usw. das kann ich sogar mit Zahlen über den Isokineten belegen. und die Patienten kommen eher ein bis 2 Wochen länger im Anschluss.
Das ist uns durch eher durch Zufall aufgefallen, lässt sich aber retrospektiv aufgrund von relativ vielen Daten und Tests, die wir machen, relativ gut nachweisen (nein wir haben keine korrekte Auswertung gemacht, aber das Kraftdefizit zwischen operierten und nicht operierten Bein war bei dieser Klinik in der Woche nach Op fast immer, =80% der Pats, grösser.
Ich persönlich brauche das nicht als postoperative Verordnung bei Teps, da nehme ich lieber MT und KG und hab mehr Umsatz und weniger rumliegende Patienten.und letztendlich vermutlich auch die bessere Therapie.



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