Wir die Praxis für Osteopathie und
Physiotherapie suchen Verstärkung
für den Bereich der palliativen
Betreuung von Patienten zu Hause.
Die TherapeutIn sollte
Berufserfahrung haben und auf jeden
Fall in Lymphdrainage ausgebildet
sein. Selbständiges arbeiten und
viel Flexibilität in der
Terminierung machen diese Arbeit
attraktiv. Mindestens 5
Fortbildungstage und 500,-
Fortbildungsbonus, sowie ein
überdurchschnittliches Gehalt
warten auf dich.
Unsere Praxis befindet sich im
Bonner Norden ...
Physiotherapie suchen Verstärkung
für den Bereich der palliativen
Betreuung von Patienten zu Hause.
Die TherapeutIn sollte
Berufserfahrung haben und auf jeden
Fall in Lymphdrainage ausgebildet
sein. Selbständiges arbeiten und
viel Flexibilität in der
Terminierung machen diese Arbeit
attraktiv. Mindestens 5
Fortbildungstage und 500,-
Fortbildungsbonus, sowie ein
überdurchschnittliches Gehalt
warten auf dich.
Unsere Praxis befindet sich im
Bonner Norden ...
Innerhalb unserer Redaktion entspann sich hierauf eine eigene Diskussion. Ein Teil empfindet den Begriff als abwertend und durch die Instrumentalisierung während der NS-Zeit als unwiederbringlich kompromittiert. Der andere Teil vertritt mit dem Philosophen Ludwig Wittgenstein die Ansicht: „Die Bedeutung eines Wortes ergibt sich aus dessen Gebrauch“. Demnach ist entscheidend, wie der Begriff heute im Alltag verstanden wird, nicht allein seine historische Wurzel. Grund genug, das Ganze einmal journalistisch auszuleuchten.
Ein historisches Erbe: Von der Homöopathie zum Nationalsozialismus
Die Vorbehalte gegenüber dem Begriff sind historisch tief begründet. Ursprünglich im 19. Jahrhundert von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, geprägt, sollte das Wort die universitäre Medizin als bloße „Schule“ unter vielen anderen relativieren.
Besonders schwer wiegt jedoch die Belastung aus der Zeit des Nationalsozialismus. Damals wurde der Begriff gezielt genutzt, um die moderne, wissenschaftliche Medizin als „verkopft“ zu diffamieren und ihr eine ideologisch aufgeladene „Deutsche Volksheilkunde“ gegenüberzustellen. Für viele Kritiker bleibt das Wort daher bis heute ein Kampfbegriff, der wissenschaftliche Erkenntnisse herabwürdigt.
Der unangefochtene Goldstandard: Vertrauen in die Wissenschaft
Trotz dieser sprachlichen Kontroversen darf eines nicht übersehen werden: Für einen Großteil der Bevölkerung ist die sogenannte Schulmedizin der absolute Goldstandard. Während alternative Methoden oft für das allgemeine Wohlbefinden geschätzt werden, genießt die universitäre Medizin insbesondere dann höchstes Vertrauen, wenn es „ernst“ wird – etwa bei akuten Notfällen, in der Chirurgie oder bei schweren Infektionen. Sie wird als das verlässliche Rückgrat unseres Gesundheitssystems wahrgenommen, das durch Fakten, Fortschritt und empirische Forschung abgesichert ist.
Das „mechanistische“ Bild: Kritik und Misstrauen
In Kreisen, die der Alternativmedizin nahestehen, ist der Begriff „Schulmedizin“ hingegen oft negativ oder zumindest kritisch besetzt. Hier schwingen Vorwürfe mit, die das System als bloßen „Reparaturbetrieb“ beschreiben, der lediglich Symptome bekämpft, statt die Ursachen ganzheitlich zu betrachten.
Oft wird sie als „kalt“, „technokratisch“ oder rein „chemie-orientiert“ wahrgenommen. Interessanterweise wird dabei der strukturelle Zeitmangel im Kassenärzte-System häufig fälschlicherweise der medizinischen Methode selbst zugeschrieben. Zudem herrscht teils massives Misstrauen gegenüber der Pharmaindustrie, die als eigennützige, treibende Kraft hinter der Schulmedizin gesehen wird.
Die Sicht der Wissenschaft: Präzision statt Dogma
Viele Ärzteverbände und wissenschaftliche Fachgesellschaften führen dennoch Kampagnen gegen die Verwendung des Wortes. Ihr Argument: Eine „Schule“ impliziert ein starres Dogma. Medizinische Wissenschaft ist jedoch hochdynamisch; was heute Standard ist, kann morgen durch neue Studien revidiert werden.
Fachleute plädieren daher für den Begriff „Evidenzbasierte Medizin“ (EbM), um den Prozess des ständigen Lernens und der nachweisbaren Wirksamkeit zu betonen.
Psychologie der Sprache: Das Phänomen der Reaktanz
Ein wesentlicher Grund für das Fortbestehen des Wortes im Alltag ist das psychologische Phänomen der Reaktanz. Wenn Menschen das Gefühl haben, dass ihnen eine vertraute Ausdrucksweise „von oben“ herab als falsch diktiert wird, empfinden sie dies als Einschränkung ihrer Freiheit.
Die Folge ist oft ein Trotzverhalten: Man hält erst recht am alten Begriff fest, weil die vorgeschlagenen Alternativen wie „Evidenzbasierte Medizin“ als hölzern oder elitär wahrgenommen werden. Sprachänderungen von oben scheitern oft an dieser emotionalen Hürde, da die Alltagssprache sich meist „von unten nach oben“ entwickelt.
Fazit: Zwischen wissenschaftlichem Anspruch und gelebtem Alltag
Die Debatte zeigt, dass Begriffe niemals nur neutral sind, sondern immer eine Geschichte und eine psychologische Wirkung transportieren. Während die Fachwelt zu Recht auf wissenschaftliche Präzision pocht, nutzt die Bevölkerung die Sprache, die für sie im Alltag funktioniert. In der Physiotherapie, wo die Kommunikation mit dem Patienten eine zentrale Rolle spielt, ist dieses Spannungsfeld täglich spürbar.
Jetzt sind Sie gefragt: Wie stehen Sie zur Verwendung des Wortes „Schulmedizin“? Empfinden Sie den Begriff als nützliche Orientierung im Praxisalltag oder als historisch belastetes Tabu, das wir aus unserem Wortschatz streichen sollten? Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung unten in die Kommentare.
Katja Ibsen / physio.de
MedizinBegriffsklärungEbM
Gefällt mir
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
mbone schrieb:
Wie kommst du zu der Aussage dass in der Evidenzbasierten Medizin Einzelfälle nicht zählen würden ?
Sollte es doch so sein dass früher manches besser war ?
Aber es scheint ja jetzt angesichts klammer Kassen als ob manche Kassen den Humbug der Homöopathie evtl. nicht weiter mit Beitragsgelder finanzieren wollen.
Bitter ist dabei eher , dass selbiges nicht auf dem dem Boden aufgeklärter Erkenntnis basiert.....
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
mbone schrieb:
........ Osteopatie, Homöopathie und Phytotherapie wurde lächerlich gemacht und verbannt, indem die Unis, die diese Therapien noch unterrichteten, keinerlei finanzielle Unterstützung mehr bekamen. ........
Sollte es doch so sein dass früher manches besser war ?
Aber es scheint ja jetzt angesichts klammer Kassen als ob manche Kassen den Humbug der Homöopathie evtl. nicht weiter mit Beitragsgelder finanzieren wollen.
Bitter ist dabei eher , dass selbiges nicht auf dem dem Boden aufgeklärter Erkenntnis basiert.....
1. Höchste Evidenz (Top): Systematische Übersichtsarbeiten (Systematic Reviews) und Metaanalysen. Sie fassen mehrere randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zusammen.
2. Hohe Evidenz: Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) – randomisiert und kontrolliert.
3. Moderate Evidenz: Nicht-randomisierte kontrollierte Studien, Kohortenstudien.
4. Niedrige Evidenz: Fall-Kontroll-Studien, Fallserien.
5. Geringste Evidenz (Base): Einzelfallstudien (Case Reports) und Expertenmeinungen.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
TOP-PRAXIS schrieb:
@mbone In der jetzigen Wissenschaft gibt es eine Reihenfolge der Wertigkeit von wissenschaftlicher Arbeit.
1. Höchste Evidenz (Top): Systematische Übersichtsarbeiten (Systematic Reviews) und Metaanalysen. Sie fassen mehrere randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zusammen.
2. Hohe Evidenz: Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) – randomisiert und kontrolliert.
3. Moderate Evidenz: Nicht-randomisierte kontrollierte Studien, Kohortenstudien.
4. Niedrige Evidenz: Fall-Kontroll-Studien, Fallserien.
5. Geringste Evidenz (Base): Einzelfallstudien (Case Reports) und Expertenmeinungen.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
TOP-PRAXIS schrieb:
@mbone Bitte recherchiere, bevor Du Therapien, die aus den Unis verbannt wurden, ohne Sachkenntnis kritisierst. Wenn erfolgreiche Therapien nicht mehr gelehrt werden, überprüft man diese nicht mehr. Und noch was: warum gibt es heute mehr schwere und schwerste chronische Erkrankungen als je zuvor? Und das Argument, heute werden wir älter stimmt nicht, wenn Du Kriegsopfer und die Kindersterblichkeit heraus rechnest.
das ist doch nur logisch und hat doch nichts mit Menschenverachtung zu tun
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
mbone schrieb:
@TOP-PRAXIS Naja, ein Einzelfall hat halt eine geringere Evidenz als 10000 Fälle die evidenzbasiert bestätigt sind
das ist doch nur logisch und hat doch nichts mit Menschenverachtung zu tun
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
TOP-PRAXIS schrieb:
@mbone Nimm eine evidenzbasierte Studie die sagt: 70% erfolgreich. Jetzt sollen alle Patienten nach dieser Methode behandelt werden. Was ist jetzt mit den 30%? Sollen die auch nach der Methode behandelt werden? Dumm ist nur: man weiß nicht, wer gehört zu den 70 und wer zu den 30%. Als Patient würde ich gern weiterhin individuell behandelt werden.
Wissenschaft schaff Wissen, die Entscheidungen treffen andere.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Mus Musculus schrieb:
@TOP-PRAXIS Wer sollte denn auf die Idee kommen, in der Therapie 1:1 Studien nachzuspielen? Eine gute Studie liefert im besten Fall brauchbare Informationen, die neben unzähligen anderen (bewusst und unbewusst) in den klinischen Entscheidungsprozess einfließen. Sie sagt mir doch aber nie, was genau ich tun soll. Entschieden und umgesetzt wird von Patient und Therapeut, ganz individuell.
Wissenschaft schaff Wissen, die Entscheidungen treffen andere.
Den Schuh mit der mangelnden Sachkenntnis darfst du dir gerne selbst anziehen - an diesem Mangel herrscht bei dir offensichtlich kein Mangel.
Und dein : und noch was , kann man unter typischer Ablenkungstaktik abhaken - hat nichts mit der Sache zu tun.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
mbone schrieb:
@TOP-PRAXIS
TOP-PRAXIS schrieb am 23.02.2026 17:20 Uhr:@mbone Bitte recherchiere, bevor Du Therapien, die aus den Unis verbannt wurden, ohne Sachkenntnis kritisierst. Wenn erfolgreiche Therapien nicht mehr gelehrt werden, überprüft man diese nicht mehr. Und noch was: warum gibt es heute mehr schwere und schwerste chronische Erkrankungen als je zuvor? Und das Argument, heute werden wir älter stimmt nicht, wenn Du Kriegsopfer und die Kindersterblichkeit heraus rechnest. Die Therapien die du ansprichst wurden überprüft und sie haben keine Beweise für ihre Wirksamkeit erbracht (gelehrt werden sie trotzdem und es gibt leider genug Leute die dafür ihr Geld zum Fenster rausschmeissen).
Den Schuh mit der mangelnden Sachkenntnis darfst du dir gerne selbst anziehen - an diesem Mangel herrscht bei dir offensichtlich kein Mangel.
Und dein : und noch was , kann man unter typischer Ablenkungstaktik abhaken - hat nichts mit der Sache zu tun.
Wissen ist Hol-Pflicht, keine Bring-Pflicht. Deshalb stecke ich jetzt keinerlei Energie mehr hier in diese sinnfreie Diskussion mit Dir, zumal ich sehr bezweifele, dass Du so gut recherchiert hast, um Deine Worte zu belegen.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
TOP-PRAXIS schrieb:
Du schriebst: "Die Therapien die du ansprichst wurden überprüft und sie haben keine Beweise für ihre Wirksamkeit erbracht"
Wissen ist Hol-Pflicht, keine Bring-Pflicht. Deshalb stecke ich jetzt keinerlei Energie mehr hier in diese sinnfreie Diskussion mit Dir, zumal ich sehr bezweifele, dass Du so gut recherchiert hast, um Deine Worte zu belegen.
Der Anwender ist in der Holpflicht, um nach dem besten aktuell verfügbaren Wissen zu handeln.
Eine Methode hingegen ist immer in der Pflicht, den Beleg für Ihre Wirksamkeit bzw. ihre Berechtigung in der Anwendung zu liefern. (Stichwort: Russells Teekanne)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Mus Musculus schrieb:
@TOP-PRAXIS Und auch hier verwechselst du die Rollen von Wissenschaft und Praxis.
Der Anwender ist in der Holpflicht, um nach dem besten aktuell verfügbaren Wissen zu handeln.
Eine Methode hingegen ist immer in der Pflicht, den Beleg für Ihre Wirksamkeit bzw. ihre Berechtigung in der Anwendung zu liefern. (Stichwort: Russells Teekanne)
Bis nun geforscht wurde und man den deutlich entzündungshemmenden Effekt im Faszien/-Meridiansystem nachgewiesen hat.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Adam Stremel schrieb:
Jahrzehnte hat man übrigens Akupunktur als Placebo abgetan.
Bis nun geforscht wurde und man den deutlich entzündungshemmenden Effekt im Faszien/-Meridiansystem nachgewiesen hat.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
TOP-PRAXIS schrieb:
Vielen Dank für diese Anregungen. Ein Aspekt fehlte mir: Schon Anfang des letzten Jahrhunderts wurden nur noch die Universitäten gefördert, die die pharmakologischen Therapien unterrichteten. Osteopatie, Homöopathie und Phytotherapie wurde lächerlich gemacht und verbannt, indem die Unis, die diese Therapien noch unterrichteten, keinerlei finanzielle Unterstützung mehr bekamen. Dadurch entwickelte sich ursprünglich der Begriff "Schulmedizin", weil die Pharmakologie in den "Schulen" gelehrt wurde. Und auch die evidenzbasierten Medizin beruht auf der Pharmakologie. Hier ist es relativ einfach sog. Doppelblind-Studien zu designen. Und diese gelten dann als Goldstandart. "Einzelfälle" zählen nicht. Aber im Grunde ist dies menschenverachtend, denn jeder möchte doch als "Einzelfall" wahrgenommen werden. Ich möchte jetzt nicht als Gegnerin der EbM gesehen werden, im Gegenteil. Aber eine kritische Reflexion fehlt mir sehr oft.
Gefällt mir
wer heute noch den Begriff >>Heilhilfsberuf<< benutzt musse dann aber schon älter sein als ich ...ich werde in diesem Jahr 82 Jahre und bin seit 1965 Krankengymnast...und habe diesen Begriff schon mindestens 30 Jahr nicht mehr wargenommen..
Mit kollegialen Grüßen
JürgenK ;)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
JürgenK schrieb:
Hallo elisabeth938,
wer heute noch den Begriff >>Heilhilfsberuf<< benutzt musse dann aber schon älter sein als ich ...ich werde in diesem Jahr 82 Jahre und bin seit 1965 Krankengymnast...und habe diesen Begriff schon mindestens 30 Jahr nicht mehr wargenommen..
Mit kollegialen Grüßen
JürgenK ;)
Bist du eigentlich noch tätig im Physiobereich?
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Adam Stremel schrieb:
@JürgenK Hallo Jürgen.
Bist du eigentlich noch tätig im Physiobereich?
MfG
JürgenK ;)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
JürgenK schrieb:
@Adam Stremel ja!!...aber immer nur noch sporadich , wenn Not am Mann ist....
MfG
JürgenK ;)
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
elisabeth938 schrieb:
Ja, der besagte Post zur Begrifflichkeit der "Schulmedizin" versus "Evidenzbasierte Medizin" stammte von mir. Bin überrascht, dass das so eine Welle verursacht hat. Aber es ist an der Zeit für mentale und verbale Korrekturen. Es gibt ja auch noch viele Ärzte u.a., die von der Physiotherapie immer noch von einem "Heilhilfsberuf" anstelle von einem "Medizinalfachberuf" sprechen. LG Eure Elisabeth. Im Übrigen möchte ich noch die Quelle nennen: Ed. Ernsts Buch über Homöopathie. Dort kann es nachgelesen werden.
der Begriff Schulmedizin ist für viele Patienten von mir tatsächlich negativ besetzt - wahrscheinlich alleine weil darin das Wort "Schule" verwendet wird, mit dem viele negative Erinnerungen haben.
Daher ist EbM garantiert sinnvoller.
Mir fällt leider auf, dass natürlich die "finanziell gut gestellte Pharmaindustrie" besser Studien aufbauen kann, als all die anderen Therapiemethoden, hinter denen eben keine finanzkräftige Industrie steht..... Auch ich schaue dann auf daraus, was nach meiner Erfahrung nach wirkt und bin mir dessen bewusst, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen....
Viele Grüße Bettina
Gefällt mir
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
mbone schrieb:
Yepp, drum muß die arme Homöo-industrie immer noch ihre Verschüttelfläschchen 12x auf abgewetzte Lederbuchdechsel klopfen.....
Schulmedizin ist auch nicht per se negativ besetzt. Es ist eher die Art und Weise, wie in der Schulmedizin mit Patienten umgegangen wird und daran wird auch eine andere Begrifflichkeit nichts ändern. Das ganze Heilpraktikergedöns hat deshalb so einen hohen Zulauf, weil die Schulmediziner es nicht fertig bringen, empathisch mit den Patienten umzugehen. Und dabei ist es entscheidend für den Heilungserfolg, und das ist evidenzbasiert, wie man mit kranken Menschen umgeht.
Ich denke, dass man eher mal darüber diskutieren sollte und nicht um irgendwelche Begrifflichkeiten. Wenn man bedenkt, dass selbst die Farbe einer Tablette, die Wirksamkeit beeinflussen kann, dann sollte man sich nicht wundern, dass viele Patienten sich bei HPs besser aufgehoben fühlen und sich dort das Geld aus der Tasche ziehen lassen.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
anika666 schrieb:
Erstmal sind „Schulmedizin“ und „evidenzbasierte Medizin“ definitiv keine Synonyme. Viele Schulmediziner arbeiten nicht evidenzbasiert, dafür gibt es etliche Beispiele, was aber nicht grundsätzlich als schlecht zu bewerten ist. Zweitens werden die meisten Patienten mit dem Begriff „evidenzbasiert“ überhaupt nichts anfangen können!
Schulmedizin ist auch nicht per se negativ besetzt. Es ist eher die Art und Weise, wie in der Schulmedizin mit Patienten umgegangen wird und daran wird auch eine andere Begrifflichkeit nichts ändern. Das ganze Heilpraktikergedöns hat deshalb so einen hohen Zulauf, weil die Schulmediziner es nicht fertig bringen, empathisch mit den Patienten umzugehen. Und dabei ist es entscheidend für den Heilungserfolg, und das ist evidenzbasiert, wie man mit kranken Menschen umgeht.
Ich denke, dass man eher mal darüber diskutieren sollte und nicht um irgendwelche Begrifflichkeiten. Wenn man bedenkt, dass selbst die Farbe einer Tablette, die Wirksamkeit beeinflussen kann, dann sollte man sich nicht wundern, dass viele Patienten sich bei HPs besser aufgehoben fühlen und sich dort das Geld aus der Tasche ziehen lassen.
Nicht selten wird auch gegen Physiotherapeuten geschossen, dass es eh nichts bringt und man lieber erstmal den Patienten mit Selbstzahlerleistungen ausnimmt, bevor man den Patienten zu einer eher aktiven Therapie weitervermittelt.
Dank diesem oben genannten System haben die ganzen alternativen zur Schulmedizin diesen starken Zulauf. Da kannst dem Schulmediziner noch weitere "Placebos" schenken, denn es liegt nicht daran, sondern weit mehr daran dass man die regulierende Kräfte des Körpers einfach ignoriert und symptomorierentiert behandelt.
Der letzte Cochrane-Report zur Schulmedizin hat aufgezeigt, dass die Fehler in der Schulmedizin immens sind und nach Herz/-Kreislauf, Krebserkrankungen schon an dritter Stelle zum früheren Ableben führen.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Adam Stremel schrieb:
@anika666 Dank der Schulmedizin entstehen doch erst die Chronifizierungen... oder was sollen dauernde Schmerzhemmung mit Tabletten, Cortisonspritzen, Hyauloronspritzen und Schienen denn bringen, außer dass man das Symptom unterdrückt und es im Endeffekt ein Teufelskreis wird.
Nicht selten wird auch gegen Physiotherapeuten geschossen, dass es eh nichts bringt und man lieber erstmal den Patienten mit Selbstzahlerleistungen ausnimmt, bevor man den Patienten zu einer eher aktiven Therapie weitervermittelt.
Dank diesem oben genannten System haben die ganzen alternativen zur Schulmedizin diesen starken Zulauf. Da kannst dem Schulmediziner noch weitere "Placebos" schenken, denn es liegt nicht daran, sondern weit mehr daran dass man die regulierende Kräfte des Körpers einfach ignoriert und symptomorierentiert behandelt.
Der letzte Cochrane-Report zur Schulmedizin hat aufgezeigt, dass die Fehler in der Schulmedizin immens sind und nach Herz/-Kreislauf, Krebserkrankungen schon an dritter Stelle zum früheren Ableben führen.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
anika666 schrieb:
@Adam Stremel Das liegt ja nicht an der Schulmedizin an sich, sondern an denen die sie anwenden! Die Grundlagen der Schulmedizin sind allen Alternativen weit überlegen. Ist halt immer die Frage, was man daraus macht. Ich persönlich bin sehr dankbar für Schmerzmittel, Kortison und vieles mehr!
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Adam Stremel schrieb:
@anika666 Die aufgeführten Sachen mögen kurzfristig einen Effekt haben, langfristig führen sie zur Abhängigkeit und Chronifizierung.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
anika666 schrieb:
@Adam Stremel Das stimmt so einfach nicht. Kommt immer auf das Krankheitsbild an.
Gibt es zum Beispiel beim Knie und Rücken sehr oft... wobei es beim Knie noch zwischendurch 1-3 Eingriffe gibt, bevor mal ein PT Rezept folgt.
Folgen sind dann nicht selten mehr Rücken/Beckenschmerzen, Knie nur noch eine TEP sinnvoll.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Adam Stremel schrieb:
@anika666 Klar spielen weitere Faktoren auch ne Rolle, aber wie oft hast du selber Patienten, wo er der Arzt erstmal den Patienten mit Schmerzmitteln... dann Cortisonspritzen versorgt hat. Dann ging es mal paar Monate, dann war's wieder da und schon war die nächste Spritze drinn... die Abstände von Schmerzfreiheit wurde kürzer und schon war diese Odyssee über Monate oder nen Jahr vorhanden.
Gibt es zum Beispiel beim Knie und Rücken sehr oft... wobei es beim Knie noch zwischendurch 1-3 Eingriffe gibt, bevor mal ein PT Rezept folgt.
Folgen sind dann nicht selten mehr Rücken/Beckenschmerzen, Knie nur noch eine TEP sinnvoll.
"Die aufgeführten Sachen mögen kurzfristig einen Effekt haben, langfristig führen sie zur Abhängigkeit und Chronifizierung."
Chronische Erkrankungen sollten nicht ausschließlich mit Akutmaßnahmen behandelt werden. Wer hätte das gedacht?
Darum werden ja in den Leitlinien (typisch Schulmedizin) auch langfristige Maßnahmen immer stark empfohlen.
Vielleicht sind es manchmal die entsprechenden Ärzte, die die Bezeichnung "Schulmediziner" gar nicht verdienen? thinking_face
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Mus Musculus schrieb:
@Adam Stremel
"Die aufgeführten Sachen mögen kurzfristig einen Effekt haben, langfristig führen sie zur Abhängigkeit und Chronifizierung."
Chronische Erkrankungen sollten nicht ausschließlich mit Akutmaßnahmen behandelt werden. Wer hätte das gedacht?
Darum werden ja in den Leitlinien (typisch Schulmedizin) auch langfristige Maßnahmen immer stark empfohlen.
Vielleicht sind es manchmal die entsprechenden Ärzte, die die Bezeichnung "Schulmediziner" gar nicht verdienen? thinking_face
Das was du beschreibst, gibt es natürlich und ist aber eher auf Unfähigkeit zurückzuführen, als auf die Schulmedizin.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
anika666 schrieb:
@Adam StremelGegen Schmerzmittel spricht meines Erachtens nicht wirklich was und den häufigen Einsatz von Cortisonspritzen kann ich jetzt nicht so bestätigen. Viele chronische Erkrankungen kann man gar nicht heilen. Meine Tochter hatte eine sehr schwere Borreliose im Knie und wurde Leitlinien gerecht behandelt. Mit verschiedenen Antibiotika, Schmerzmitteln und letztendlich auch mit Cortisoninfiltration. Das Knie ist dadurch vollständig ausgeheilt. MS Patienten, der ganze rheumatische Formenkreis, etc. sind auf solche Medikamente angewiesen. Viele Krebspatienten haben deutlich höhere Überlebensraten, dank moderner Schulmedizin.
Das was du beschreibst, gibt es natürlich und ist aber eher auf Unfähigkeit zurückzuführen, als auf die Schulmedizin.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
BBBKS schrieb:
Hallo zusammen,
der Begriff Schulmedizin ist für viele Patienten von mir tatsächlich negativ besetzt - wahrscheinlich alleine weil darin das Wort "Schule" verwendet wird, mit dem viele negative Erinnerungen haben.
Daher ist EbM garantiert sinnvoller.
Mir fällt leider auf, dass natürlich die "finanziell gut gestellte Pharmaindustrie" besser Studien aufbauen kann, als all die anderen Therapiemethoden, hinter denen eben keine finanzkräftige Industrie steht..... Auch ich schaue dann auf daraus, was nach meiner Erfahrung nach wirkt und bin mir dessen bewusst, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen....
Viele Grüße Bettina
Mein Profilbild bearbeiten