Managergehälter der Krankenkassen stehen weiter unter Beobachtung

8 Kommentare

Das Bundesversicherungsamt (BVA) fordert genauere Angaben zu den Gehältern von Vorstandsmitgliedern der Krankenkassen ein.


15.03.2019

Vor dem Hintergrund der wachsenden Finanzpolster der gesetzlichen Krankenkassen sind die Gehälter der Vorstandsmitglieder immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Laut Gesetz müssen die Vergütungen von Jens Baas (Techniker Krankenkasse), Andreas Gassen (Kassenärztliche Bundesvereinigung) und Co. jährlich im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Diese beiden Herren sind, wie auch schon im letzten Jahr, die Spitzenreiter der Gehaltstabelle. Baas und Gassen verdienten im letzten Jahr jeweils rund 334.000 Euro.

In einem Rundschreiben vom 27.02.2019 hat das Bundesversicherungsamt die Krankenkassen nun erneut daran erinnert, dass nicht nur die Grundgehälter der Vorstandsmitglieder, sondern auch alle anderen Vergütungen, z.B. in Form von privat nutzbaren Dienstwagen oder Prämien, detailliert mit konkreten Eurobeträgen anzugeben sind. Der Vorstandschef der BARMER Christoph Straub z.B. erhält nämlich neben seinem Grundgehalt von 297.512 Euro zusätzlich eine Betriebsrente über 72.738 Euro und einen geldwerten Vorteil für die private Nutzung eines Dienstwagens in der Höhe von 8.018,22 Euro.

Seit 2013 ist die Höhe der Vorstandsvergütungen bei gesetzlichen Krankenkassen durch die Kopplung an die Anzahl der Mitglieder nach oben begrenzt. Dabei werden ausdrücklich auch Zusatzvergütungen neben dem Grundgehalt mitberücksichtigt. Bei Überschreitungen kann das Bundesversicherungsamt einen Vorstandsvertrag für rechtswidrig erklären. Die BKK Mobil Oil musste sich deshalb letztes Jahr bereits vor dem Bundessozialgericht verantworten. Im Gesetzesentwurf des neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) ist eine vergleichbare Regelung auch für ärztliche Körperschaften, wie beispielsweise die Bundesärztekammer, geplant.

Die genauen Angaben zu den Gehältern der verschiedenen Krankenkassen können hier über die Suchfunktion abgerufen werden.

Catrin Heinbokel / physio.de

  • (14)
    15.03.2019 07:13
    hermi
    hermi: 1526 Beiträge, 85% Empfehlungen

    334 000 € entsprechen, je nachdem ob Kirchensteuer gezahlt wird, 185 000 bzw. 195 000 € netto.
    190 000 € durch 12 = 15 833 € monatlich netto.
    Für das Geld sagt man dann schon mal vor laufender Kamera, dass die jüngsten Vergütungserhöhungen
    für die Heilmittelerbringer genug seien.

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  • (4)
    15.03.2019 15:36
    JRK
    JRK: 898 Beiträge, 47% Empfehlungen

    Die Vergütungserhöhungen hätte man ganz dringend an Bedingungen knüpfen müssen, wie mindestens 40% der Heilmittelvergütung muss als Brutto beim AN landen.
    Ansonsten gilt wie immer im Leben: wer als Vorstandsmitglied einer KK arbeiten möchte, weil er momentan Neid empfindet sollte sich bewerben und das tun.

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    15.03.2019 16:23
    hermi
    hermi: 1526 Beiträge, 85% Empfehlungen
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    (8)
    15.03.2019 16:33
    hermi
    hermi: 1526 Beiträge, 85% Empfehlungen
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    15.03.2019 18:13
    JRK
    JRK: 898 Beiträge, 47% Empfehlungen
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    (1)
    15.03.2019 19:34
    hermi
    hermi: 1526 Beiträge, 85% Empfehlungen
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  • 15.03.2019 19:43
    a schubart
    a schubart: 1436 Beiträge, 90% Empfehlungen

    Vielleicht sollten wir eine Spendenaktion für bedürftige Vorstandsvorsitzende der Krankenkassen machen.
    Wenn jeder nur ....
    hab leider nix über sorry

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  • (4)
    15.03.2019 20:15
    Philipp Morlock
    Philipp Morlock: 409 Beiträge, 42% Empfehlungen

    Das Grundgehalt Bundeskanzler ist niedriger.
    Ist wohl auch nicht so wichtig, im Vergleich.

    Und auch nicht so Anspruchsvoll. Kann ja Jeder.

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