Stetiger Fachkräftemangel

8 Kommentare

Auch 2018 bleibt die Fachkräftesituation in der Physiotherapie angespannt.


23.02.2019

Zweimal im Jahr führt die Bundesagentur für Arbeit eine Engpassanalyse des Arbeitsmarktes durch, um die Branchen aufzuzeigen, die unter akuten Fachkräftemangel leiden. Seit 2016 ist es äußerst schwer, Arbeitsplätze in der Physiotherapie zu besetzen. Im Durchschnitt dauerte es 167 Tage im vergangenen Jahr, um einen Mitarbeiter für eine freie Stelle zu bekommen. Damit stieg dieser Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um weitere 16 Tage. Der frappierende Fachkräftemangel in der Physiotherapie gilt für fast alle Bundesländer mit Ausnahme von Hamburg. In Thüringen, Bremen und Berlin spricht man bis jetzt nur von Anzeichen für Fachkräfteengpässe.

Von Arbeitskräftemangel wird dann gesprochen, wenn es im Verhältnis zur Arbeitsnachfrage (Stellenangebote) zu wenige passend qualifizierte Arbeitskräfte und zu wenige den Anforderungen entsprechend qualifizierte Arbeitskräfte gibt. Die Arbeitsmarktforschung unterscheidet davon die Stellenbesetzungsprobleme. Hier gibt es Bewerber, sie bleiben aber hinter den Erwartungen zurück.

Neben der Physiotherapie sind Gesundheitsberufe wie Altenpfleger, Krankenschwestern und Hebammen von stetigem Fachkräftemangel betroffen, aber auch die Baubranche hat dank guter Konjunktur große Probleme qualifiziertes Personal zu finden. Die Analyse der Bundesagentur für Arbeit soll für Transparenz sorgen, in welchen Bereichen und Ländern es schwer ist, die Stellen zu besetzen. Sie stellt keine Prognose auf.

Gründe für die Entwicklung sind vermutlich die weitgehend gute wirtschaftliche Entwicklung, die niedrigen Arbeitslosenzahlen und der demographische Wandel. In der Gesundheitsbranche spielen schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Vergütung mit Sicherheit eine Rolle.

Den kompletten 18-seitigen Bericht der Arbeitsagentur finden Sie hier.

Ul.Ma. / physio.de

  • (4)
    23.02.2019 07:27
    Philipp Morlock
    Philipp Morlock: 409 Beiträge, 42% Empfehlungen

    In der Baubranche fehlen qualifizierte Arbeitskräfte. In der Physiotherapie fehlen normal bezahlte Stellenangebote.

    Es ist ein "Normal bezahlte Stellen"- Mangel.

    Wenn sich selbstständige Physios in Einrichtungen/Heimen die in der Pflege ausliegenden Rezepte gegenseitig klauen (habe mitbekommen) bestätigt mir das nur oben Geschriebenes.

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    (11)
    23.02.2019 19:23
    ella426
    ella426: 280 Beiträge, 50% Empfehlungen
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    24.02.2019 13:05
    Philipp Morlock
    Philipp Morlock: 409 Beiträge, 42% Empfehlungen
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  • (6)
    23.02.2019 08:11
    tom1350
    tom1350: 4171 Beiträge, 32% Empfehlungen

    Nein, wir haben einen Mangel an billigen Arbeitskräften. Teilzeit arbeitende hoch qualifizierte und damit teure Fachkräfte haben wir mehr als genug. Da hat sich Herr Spahn schon einmal ins Fettnäpfchen gesetzt, als er dachte diese könnten doch ihre Stunden aufstocken. Machen die erst, wenn es sich finanziell wirklich lohnt.

    Interessant. Wir haben eine Ausbildung nach der man erstmal kein Arbeitslosengeld bekommt. Wie viele jobsuchende Berufsanfänger tauchen also in der Arbeitsagentur Statistik gar nicht erst auf? Richtig, fast alle! Deshalb ist das für unsere Branche völlig unbrauchbar.

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  • 23.02.2019 08:31
    kvet
    kvet: 1554 Beiträge, 38% Empfehlungen

    Mich würde interessieren, wie hoch der Anteil der Physiotherapeuten in Prozent ist, welche in Teilzeit arbeiten!

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  • 23.02.2019 15:06
    Inche
    Inche: 1022 Beiträge, 85% Empfehlungen

    Aktuell verteilt sich das ganze neu viele Physio machen lieber Selbst in einem kleinen Ort eine Praxis auf statt in ein Angestelltenverhältniss zu gehen da man sich dann zumindest seine Arbeitsfelder u Arbeitszeit und seine Arbeitsumgebung selbst gestalten kann.Nach dem Neuen Gesetzt werden wohl auch die Klinikambulanzen sich für nicht Sationäre Patienten geöffnet u Lehrlinge der angrenzenden Schule gleich behalten stehen für den Freien Markt nicht zur verfügung.Bei der Lohnerhöhung für uns werden im gegenzug die Verordnungen sinken

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  • (1)
    23.02.2019 20:53
    Bernard
    Bernard: 229 Beiträge, 77% Empfehlungen

    Aktuell TSVG:

    -Vetorecht KBV (sog. "Blanko-VO").
    -(Altes) Zulassungsverfahren bleibt.
    -Stat. Reha. (GKV subventioniert) darf zu vereinbarten Höchstpreisen (vergleichbar mit ambulanter Reha) abrechnen.
    -Bundeseinheitliche Preise (erst) ab 06/19.
    -„Die erforderlichen Weiterbildungen der Leistungserbringer für besondere Maßnahmen der Physiotherapie“ bleibt erhalten.
    -Nur SHV oder VDB massgeblich. (!?)

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    23.02.2019 22:35
    a schubart
    a schubart: 1436 Beiträge, 90% Empfehlungen
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