Für unsere moderne
Physiotherapiepraxis in Hamburg St.
Pauli suchen wir Verstärkung.
Das erwartet dich:
? Bezahlung ab 23 € pro Stunde,
je nach Qualifikation und
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? Helle, moderne Behandlungsräume
? Equipment für funktionelles
Training und aktive Therapie
? Besetzte Rezeption
Egal, ob du bereits Berufserfahrung
hast oder gerade erst startest, wir
freuen uns darauf, dich
kennenzulernen.
Du möchtest dir die Praxis unv...
Physiotherapiepraxis in Hamburg St.
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Alles gut?
Einige im Bericht genannte Zahlen beruhigen auf den ersten Blick. So liegt der durchschnittliche Jahresumsatz der Praxen inzwischen bei 471.000 Euro, der Umsatz pro Vollzeitkraft bei 115.200 Euro – Tendenz (ohne die anstehenden Kürzungen) steigend. Auch die Investitionsbereitschaft bleibt hoch: Rund 390 Millionen Euro flossen 2025 in die Branche, für 2026 sind bereits mehr als 370 Millionen Euro eingeplant. Wer nur diese Kennziffern liest, könnte meinen, der Physiotherapiemarkt sei vor allem eines: gesund.
Allerdings schrumpft die Menge an behandelten PatientInnen pro TherapeutIn stetig. Durchschnittlich arbeiten 5,6 therapeutische MitarbeiterInnen in einer Praxis. Wegen der hohen Teilzeitquote entspricht das schlussendlich allerdings nur 4,24 Vollzeitäquivalenten. 53 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit.
Gleichzeitig werden Praxen größer. Moderne Therapie findet nicht mehr im Kämmerlein mit Liege, sondern im Trainingsraum statt, der wesentlich mehr Platz benötigt. Die durchschnittliche Gesamtfläche beträgt 162,7 Quadratmeter, davon 85,3 Quadratmeter Therapiefläche. 362 der 500 Praxen gaben an, eine Trainingsfläche zu besitzen, die im Schnitt 46,5 Quadratmeter groß ist. Zunächst bedeutet das Mehrkosten, denn 63,8 Prozent der Einrichtungen arbeiten in gemieteten Räumen mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 9,54 Euro pro Quadratmeter.
Selbstzahlerleistungen steigen
Diese Fläche muss natürlich auch bespielt werden. Physiotherapiepraxen versuchen zunehmend Einnahmen zu generieren, die sie von den Krankenkassen unabhängig machen, wobei nach wie vor Wellnessangebote (vor allem Massagen) mit über 80 Prozent zu den am häufigsten angebotenen Leistungen zählen. Knapp ein Drittel der Praxen gibt an, Sport auf der Trainingsfläche zu verkaufen. Der durchschnittliche Monatsbeitrag liegt hier inzwischen bei 54,82 Euro, nach 51,57 Euro im Vorjahr und 36,65 Euro im Jahr 2023. Auffällig ist dabei nicht nur der Preisanstieg, sondern auch die Zahlungsbereitschaft: Der Report verweist darauf, dass der durchschnittliche Monatsumsatz pro Mitglied über dem Vergleichswert des Fitnessmarkts liegt.
Der Kampf ums Personal
Im Gegensatz zur Behauptung seitens der gesetzlichen Krankenversicherer stiegen die Honorare der Angestellten in den letzten Jahren erheblich an. Derzeit liegt das Einstiegsgehalt für Berufseinsteiger bei durchschnittlich 2.991 Euro brutto; für neue MitarbeiterInnen mit Berufserfahrung werden im Schnitt 3.773 Euro brutto gezahlt. Hier liegt ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 241 Euro beziehungsweise 6,8 Prozent vor.
Dabei herrschen deutschlandweit erhebliche Unterschiede zwischen den gezahlten Honoraren. Berufserfahrene erhalten in Sachsen durchschnittlich 3.600 Euro, während im teureren Hamburg im Mittel knapp 4.000 Euro Gehalt üblich sind. Insgesamt rangierten die gezahlten Gehälter für Berufserfahrene zwischen 2.700 und 4.900 Euro Brutto, Berufseinsteiger erhielten zwischen 2.200 und 3.800 Euro Brutto.
Gewinne ausreichend für die Zukunft?
Die wirtschaftliche Lage wird von 58,8 Prozent der Praxen als „gut“ oder „sehr gut“ bewertet. Das ist besser als im Vorjahr. Zugleich erzielen rund 80 Prozent der Einrichtungen, die Angaben zum Gewinn machten, einen Jahresgewinn von bis zu 100.000 Euro – eine solide Zahl, bei der natürlich bedacht werden muss, dass diese in vielen inhabergeführten Praxen zugleich Unternehmerlohn, Risikoprämie, Vorsorgebasis und Investitionsreserve darstellen.
Unter Wert verkauft?
Als sehr praxisrelevant stellen sich die Zahlen zur Gestaltung der Privatpreise dar, da hier immer wieder über „branchenunübliche“ Forderungen diskutiert werden muss. Hier herrscht eine bemerkenswerte Diskrepanz in der Praxislandschaft: 43,4 Prozent der Praxen berechnen ihren Tarif auf Grundlage der Beihilfepreise, 39,5 Prozent auf Grundlage der GKV-Preise – mit erheblichen Unterschieden in der Preispolitik.
35 Prozent der „Beihilfe orientierten“ Praxen gaben an, den Faktor 1, also den bloßen Beihilfesatz zu berechnen, 47 Prozent berechneten den 1,2-fachen Satz. Damit liegt eine KG bei diesen Praxen zwischen 29,70 Euro (und damit auf dem Niveau des GKV-Preises!) und 34,80 Euro.
Wer sich an den GKV-Honoraren orientiert, kalkuliert einem „Spezialistenberuf“ angemessener: 33,1 Prozent dieser Praxen berechnen einen Preis des 1,5 bis 1,7-fachen des GKV-Preises, 25,7 Prozent verlangen das 1,8-fache des GKV-Honorars. Bei einer KG, die derzeit mit 29,63 Euro vergütet wird, entspricht das zwischen 44,44 Euro und 53,30 Euro pro Behandlung.
Das erklärt natürlich, warum letztere sich regelmäßig über zu hohe Preise rechtfertigen müssen – Versicherer werden liebend gern die Dumping-Preise als „branchenüblich“ betiteln.
Abseits davon geben 41 Prozent der Praxen an, keine Ausfallrechnungen auszustellen. Sind das alles Zeichen geringer Wirtschaftskompetenz? 8 Prozent der Befragten sehen sich lediglich als UnternehmerIn, 92 Prozent vor allem als TherapeutIn, nur 9,4 Prozent der TeilnehmerInnen geben an, über betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu verfügen.
Ein wachsender Graben oder ein Zeichen von Entwicklung?
Der Bericht illustriert, was beim aufmerksamen Blick durch die Branche schon lange auffällt: Physiotherapie verändert sich. Auf der einen Seite wirtschaftlich immer stärker unter Druck geratende Kleinstpraxen, auf der anderen Seite florierende Zentren mit zahlreichen MitarbeiterInnen. Hier steht noch die vergilbte Behandlungsbank, dort betritt der Besucher die topmoderne Trainingsfläche. An der einen Stelle haben TherapeutInnen Angst, zu viel Geld zu verlangen (schließlich will man ja den Menschen helfen) eine Straße weiter wird fast das Doppelte gezahlt, denn professionelles Personal soll auch anständig bezahlt werden.
Der Trend ist klar: Während neue Praxen größer und wirtschaftlicher werden, wird es den kleinen „traditionellen“ Praxen in Zukunft immer schwerer fallen, auf dem Markt zu überleben. Zu groß ist der Kostendruck und der Anspruch nachrückender KollegInnen aus Ausbildung und Studium an ein ansprechendes Arbeitsumfeld, zu attraktiv die Möglichkeit, in großen Praxen bürokratische Prozesse zu bündeln und so die Marge zu erhöhen.
Was das für den ländlichen Bereich bedeutet, muss diskutiert werden. Hier ist es oft schon üblich, mehr als eine Stunde zum Facharzt zu fahren. Bei der Physiotherapie wird das wohl in naher Zukunft nicht anders sein.
Wer sich die detaillierten Zahlen anschauen möchte, findet die gesamte Studie hier. Dafür muss eine kostenlose Registrierung vorgenommen werden.
Daniel Bombien / physio.de
EckdatenstudieWirtschaftslageKalkulationSelbstständigePhysiotherapieGehalt
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brigitte nellißen schrieb:
Wenn ich die Abschaffung des drei Klassen Systems noch erleben darf würde mich das echt freuen.
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jürgen553 schrieb:
Das mag zur Zeit noch gut funktionieren, ist aber so wie es politisch läuft kein Modell für die nächsten Generationen. Bleibt auch abzuwarten wie es sich mit den Privatkassen verhält. Ich bezweifle stark dass es so bleibt-nichts hat Bestand
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Sarah Gerbert schrieb:
Ah, da kommt es ja endlich....dachte mir schon die ganze Zeit "das ist doch diese weltfremde Schnepfe, die alles bestehende maximal schlecht redet, wirklich überall und alles kommentiert und das einzige Heil in der Akademisierung sieht. Ohne im Mindestens sehen zu wollen, das erst die Probleme an der Basis gelöst werden müssen."
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Lucky2004 schrieb:
Die Akademisierung bringt bei unserem weisungsgebundenen System nichts. Man bekommt, egal ob man den BSC hat, oder ob man ein voll ausgebildeter Kollege ist, das gleiche Geld, wie jeder Berufsanfänger. Klar könnte man jetzt mit dem Direktzugang argumentieren, aber den kann ja wirklich keiner wollen. Regressrisiko dann komplett auf unserer Seite und höhere Berufshaftpflicht etc. unzufriedener Patient, wenn man ihn nach der Anamnese doch zum Arzt schicken muß weil Verdacht auf red flag etc., etc.
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marc525 schrieb:
Tja, hast du mal geschaut was man mit einem akademischen Abschluss z.B. in den USA verdient ? Solche Verdienste wären in Deutschland nie möglich. Da würden die Krankenkassenausgaben deutlich steigen. Von vornherein nicht sinnvoll. Man studiert doch nicht wenn man hinterher nur um die 2000 € netto verdient, oder ?
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jürgen553 schrieb:
Ich würde es absolut begrüßen DIREKTZUGANG raus aus der ärztlichen Abhängigkeit volle Verantwortung das hört sich nach Zukunft an. Ich habe erlebt wie Ärzte von heut auf morgen keine einzige Verordnung mehr geschrieben habe. Das möchte ich nicht nochmal erleben und wer garantiert uns dass es mit den Privaten so weiter geht
Astreines Diskussionsniveaus.
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brigitte nellißen schrieb:
@Sarah Gerbert Vielen Dank für die Schnepfe.
Astreines Diskussionsniveaus.
Verdienste wie in den USA sind in einem solidarischen System nicht möglich.
Eine angemessene Vergütung unserer Leistungen gehört für mich zu einem solidarischen System.
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brigitte nellißen schrieb:
@marc525 Ja das stimmt.
Verdienste wie in den USA sind in einem solidarischen System nicht möglich.
Eine angemessene Vergütung unserer Leistungen gehört für mich zu einem solidarischen System.
Ich begrüße es sehr, wenn Mediziner gute Diagnosen stellen ;)
Ein guter Austausch zwischen Ärzten und Physiotherapeuten wäre super.
Das ginge, wenn Ärzte und Physiotherapeuten nicht im Hamsterraad dulldrehen.
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brigitte nellißen schrieb:
@Lucky2004 Direktzugang war mir nie wichtig.
Ich begrüße es sehr, wenn Mediziner gute Diagnosen stellen ;)
Ein guter Austausch zwischen Ärzten und Physiotherapeuten wäre super.
Das ginge, wenn Ärzte und Physiotherapeuten nicht im Hamsterraad dulldrehen.
Leute studieren, weil sie das Fach spannend und interessant finden.
Wenn Sie 2.000,— netto verdienen, arbeiten Sie möglicherweise Teilzeit oder haben ihr Gehalt schlecht verhandelt. Die Voraussetzungen für das amerikanische Gehalt, das sie erträumen, erfüllen Sie nicht, nicht zuletzt deshalb, weil Physio in den USA ein vollkommen anderer Beruf ist als in Deutschland.
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Thomas2 schrieb:
marc 525
Leute studieren, weil sie das Fach spannend und interessant finden.
Wenn Sie 2.000,— netto verdienen, arbeiten Sie möglicherweise Teilzeit oder haben ihr Gehalt schlecht verhandelt. Die Voraussetzungen für das amerikanische Gehalt, das sie erträumen, erfüllen Sie nicht, nicht zuletzt deshalb, weil Physio in den USA ein vollkommen anderer Beruf ist als in Deutschland.
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Problem beschreiben
brigitte nellißen schrieb:
Ich denke eine Akademierung der Physiotherapie, wie auch in anderen EU Ländern wäre doch sehr hilfreich für unseren Beruf und die Patienten.
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