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Über uns: Wir sind eine moderne
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den umliegenden
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Ein interdisziplinäres Team aus Bielefeld und Berlin untersuchte bereits zum dritten Mal die Gesundheitskompetenz der deutschen Bevölkerung. Das erste Health Literacy Survey Germany (HLS-GER 1) wurde 2014 durchgeführt.
Methodik
Zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 nahmen 2.648 Personen an den persönlichen Interviews teil. Zur Ermittlung der GK wurde der validierte Fragebogen HLS19-Q47 in deutscher Sprache verwendet. Mithilfe dieses Assessments konnte mittlerweile die gesundheitsbezogene Kompetenz in mehr als 17 Ländern der WHO-Europa-Region untersucht werden.
Nach der Auswertung der aktuellen Erhebung wurden die Ergebnisse mit den Werten der HLS‑GER 2 aus dem Jahr 2021 (Erhebung Dezember 2019 bis Januar 2020) verglichen.
Ergebnisse
Die Kompetenz wird in eine Viererskala von exzellent über ausreichend und inadäquat bis problematisch eingeteilt, wobei die beiden letzten zur „geringen GK“ zusammengenommen werden. Insgesamt hat sich die Gesundheitskompetenz in den letzten drei Jahren um 3,1 Prozent verbessert. Auch wenn dies zunächst sehr positiv klingt, muss dabei bedacht werden, dass weiterhin mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung über eine inadäquate oder problematische (27,1 und 30,4 Prozent) Gesundheitskompetenz verfügen.
Verteilung in der Bevölkerung
Überdurchschnittlich häufig weisen Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status eine geringe Gesundheitskompetenz auf. Dies hat sich auch seit der letzten Erhebung kaum verändert. Bei Menschen mit niedrigem Bildungsniveau ist der Trend hingegen eher positiv. Zwar sind auch sie überdurchschnittlich häufig mit geringerem Wissen ausgestattet, doch im Vergleich zum HLS-GER 2 nahm der Anteil an Personen mit inadäquater oder problematischer GK um mehr als ein Zehntel – von 78,3 auf 71,1 Prozent – ab. Eine weitere Bevölkerungsgruppe mit unterdurchschnittlicher Kompetenz für Gesundheit sind ältere Menschen (über 65 Jahre). Gleiches gilt für chronisch Kranke.
Wo sind die Lücken?
Knapp die Hälfte aller Befragten hat erhebliche Schwierigkeiten beim Finden und drei Viertel bei der Beurteilung von „Gesundheitsinformationen“. Dies ist besonders problematisch, da eine Unmenge an Fehlinformationen über alle möglichen Kanäle verbreitet wird. Dadurch können „Tipps“ schnell zum Gesundheitsrisiko werden. Haben Personen die richtigen Informationen gefunden und beurteilt, fällt es 52,7 Prozent davon schwer, diese umzusetzen.
Die allgemeine GK wird üblicherweise in die drei Präventionsbereiche – primär, sekundär und tertiär – eingeteilt. Das meiste Wissen besitzt die deutsche Bevölkerung zur Krankheitsbewältigung und -versorgung (tertiär). Bei der Gesundheitsförderung (sekundär) liegt die größte Lücke vor. Rund zwei Drittel der Befragten kennt sich damit nicht aus. In Bezug auf die Primärprävention (Impfungen, Lebensstil, Konsum …) weisen 52,7 Prozent der Menschen eine inadäquate oder problematische GK auf.
Eine massive Wissenslücke zeichnet sich – unverändert – bei der Orientierung im Gesundheitswesen ab. Mehr als 80 Prozent der Menschen haben extreme Probleme durch das immer komplexer werdende System zu navigieren. Sie wissen oft nicht, an welche Stelle sie sich im jeweiligen Fall wenden könnten oder müssten. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der katastrophenbezogenen GK ab. Die Deutschen haben kaum Ahnung davon, wie sie ihre Gesundheit oder ihr Leben im oder nach einem Katastrophenfall schützen können oder mit Problemen umgehen müssten.
Folgen der Gesundheitskompetenz
Die Gesundheitskompetenz spiegelt sich direkt im Lebensstil und Verhalten der Menschen wider. So nehmen beispielsweise doppelt so viele Personen mit exzellenter GK täglich Obst und Gemüse zu sich als Menschen mit geringem Wissen. Sie haben außerdem ein adäquateres Bewegungsverhalten und zeigen einen bewussteren Umgang mit Genussmitteln.
Außerdem schlägt sich die Kompetenz auf die Gesundheitsversorgung nieder. Je geringer die GK ist, desto mehr Krankheitstage (bis zu 25 Prozent) fallen an. Außerdem gehen Sie mehr als doppelt so häufig zum Arzt oder beanspruchen Notfalldienste.
Digitale Ressourcen
Die bisher häufigste Quelle für Gesundheitsinformationen – der hausärztliche Kontakt – wird zwar weiterhin von rund 70 Prozent genutzt. Im Ranking der Häufigkeit wurde sie aber in den letzten fünf Jahren von den "digitalen Angeboten" auf Platz 2 verdrängt. Nutzten in dem HLS-GER 2 noch weniger als zwei Drittel der Befragten Internetseiten und soziale Medien für ihre Recherche, greifen mittlerweile 82,5 Prozent darauf zurück.
Das Problem an dieser Entwicklung ist allerdings, dass die digitale Gesundheitskompetenz (DGK) deutlich schwächer ausgeprägt ist als die allgemeine. Hier haben mehr als 70 Prozent ein inadäquates bis problematisches Wissen. Und auch an dieser Stelle wird die sozioökonomische Schere sichtbar, die sich auch noch weiter geöffnet hat. Während sich die DGK im Allgemeinen und bei Personen mit mittleren bis hohem Sozialstatus verbesserte, stieg der Anteil mit geringer Kompetenz bei Menschen mit niedrigem Sozialstatus sogar.
Fazit
Insgesamt ist die Gesundheitskompetenz der deutschen Bevölkerung eher unzureichend. Besonders stark sind Menschen mit geringem Bildungsstand oder sozioökonomischem Status in ihrer Gesundheitskompetenz limitiert. Die zunehmende Verbreitung von Falschinformationen in den digitalen Medien trifft auf eine extrem geringe Kompetenz in diesem Bereich bei gleichzeitig zunehmender Nutzung. Dies birgt ein potenzielles Gesundheitsrisiko – wenn nicht sogar gesundheitspolitischen Sprengstoff.
Martin Römhild B.Sc. / physio.de
Gesundheitskompetenzsozioökonomischer StatusStudie
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Unsichtbar schrieb:
Die KI wird's schon richten, als Lebens- und Gesundheitsberater.
Das ist natürlich alles nur Satire!
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Schippi schrieb:
Aber Realsatire😂😂🤪
Spaß muss sein - ja ist einfach nur noch traurig
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PT-Nik schrieb:
50%+ sind aber nicht ein Viertel joystuck_out_tongue
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MikeL schrieb:
Schon beim Ergebnis aktueller Wahlen in Deutschland muss man feststellen, dass etwa einem Viertel der Bevölkerung jegliche Kompetenz abzugehen scheint, ganz zu schweigen von der Gesundheitskompetenz. Ein Großteil derjenigen, die sich zu diesem Viertel zählen, dürfte es auch sein, der sich mit Informationen in den digitalen Medien versorgt und sich in Gesundheitsfragen von Liebscher u. Bracht beraten läßt, ehe er sich mit der Büchse Bier und der Chipstüte in der Hand neben den vollen Aschenbecher vor den 70-Zöller setzt, um sich eine weitere Folge irgendeiner Daily Soap reinzuziehen.
Das ist natürlich alles nur Satire!
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