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Unter dem Motto „Wir kreiden an!“ plant das Bündnis Zukunft Therapieberufe eine bundesweite Kreideaktion. PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen und PodologInnen werden ihre Botschaften auf öffentliche Plätze bringen. Auch vor politischen Institutionen, Krankenkassen und anderen Verantwortlichen soll Kreide zum Einsatz kommen.
Der Hintergrund ist deutlich ernster als das Aktionsmittel. Das Bündnis kritisiert die Sparpläne des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes und blickt zugleich mit Sorge auf die angekündigte GKV-Strukturreform. Aus seiner Sicht würden die Auswirkungen auf Praxen, Fachkräfte und die Versorgung bei der aktuellen Spardebatte zu wenig berücksichtigt.
Eine Idee mit Vorgeschichte
Ganz neu ist die Kreide als Protestmittel für die Therapieberufe nicht. Bereits 2018 gingen die Therapeuten-am-Limit auf die Straße und machten mit Kreide auf schlechte Vergütung und schwierige Arbeitsbedingungen aufmerksam.
Acht Jahre später greift das Bündnis Zukunft Therapieberufe diese Idee wieder auf. Mit einem entscheidenden Unterschied: Vieles, wogegen damals protestiert wurde, schien zwischenzeitlich überwunden. Nun befürchtet das Bündnis einen Rückfall in alte Zeiten.
„Kreide kann man wegwischen. Versorgungslücken nicht“, schreibt das Aktionsbündnis in einer Pressemitteilung. Wer heute bei Heilmitteln spare, werde morgen Fachkräftemangel, Wartezeiten und Folgekosten verschärfen.
Schon am 3. September: After Work-Kreiden
Wer nicht bis zum Samstag warten möchte, kann bereits am Donnerstagabend, 3. September, zur Kreide greifen. Beim „After Work-Kreiden“ sollen die Botschaften nach Feierabend in geselliger Atmosphäre genau dorthin gebracht werden, wo sie am nächsten Morgen Aufmerksamkeit bekommen: auf die Wege zu Ministerien, politischen Büros und anderen EntscheidungsträgerInnen.
Wenn dort am Freitagmorgen die ersten MitarbeiterInnen zur Arbeit kommen, werden die Botschaften der Therapieberufe bereits auf sie warten. Eine kleine Aktion mit Kreide – und möglicherweise ziemlich vielen Blickkontakten.
„Heilmittel statt Sparmittel“
Wie die Aktion aussehen wird, bleibt bewusst einfach. Auf Straßen und Plätzen sollen kurze Botschaften entstehen. „Heilmittel sind kein Sparmittel“, „Kein Zurück in die Kreidezeit“ oder „Rückschritt mit Ansage“ sind einige der vorgesehenen Slogans.
Damit könnte Anfang September ein ungewöhnliches Bild entstehen: viele kleine Aktionen an unterschiedlichen Orten, die zusammen eine bundesweite Botschaft ergeben.
Wer wissen möchte, wo bereits gemeinsam gekreidet wird, findet auf der Website des Bündnisses eine interaktive Aktionskarte. Dort können Aktionen angekündigt und anschließend mit Bildern und Berichten dokumentiert werden.
Zur Beteiligung eingeladen wurden zudem alle Berufsverbände der Heilmittelberufe. Unterstützung für die Aktion haben bislang VPT, VDB, BED, Logo Deutschland, dbl, der Bundesverband für Podologie sowie Podo Deutschland geleistet.
Der Schwerpunkt wird am Samstag, 5. September 2026, liegen. Dann wird die Kreideaktion ganztägig in ganz Deutschland stattfinden.
O.G. / physio.de
AktionGKV-Sparpaket
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Olav schrieb:
Eine wahnsinniger Publikumsmagnet mit riesiger Bühne, tollem Line-up… und der Möglichkeit, währenddessen viele Kreide auf den Asphalt zu bringen :-)
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Abrie schrieb:
Das wollte ich auch gerade teilen, danke. Ihre Videos bei Instagram und Youtube sind auch Klasse
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swahili schrieb:
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