Kühnes "Sofortprogramm Therapieberufe" 54

Physiotherapeut und Mitglied des Bundestags (MdB) Dr. Roy Kühne fordert weitere Maßnahmen zur Stärkung ambulanter Therapiepraxen.

05.06.2018

Durch das 2017 verabschiedete Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) sollen die Einnahmen der Heilmittelerbringer, je nach Berufsgruppe, bis 2019 um bis zu 32 Prozent steigen. Trotz der verbesserten Vergütung wird allerdings weiterhin ein beträchtlicher Unterschied zwischen dem Verdienst in stationären und ambulanten Einrichtungen bestehen bleiben. Insbesondere in den ambulanten Therapiepraxen werden die durch das HHVG beschlossenen Maßnahmen nicht ausreichen, um den Fachkräftemangel und daraus resultierende Versorgungsengpässe zu verhindern.

Der CDU-Politiker Roy Kühne (MdB) fordert deshalb ein Sofortprogramm Therapieberufe. Darin enthalten:

1. Eine nochmalige und sofortige Erhöhung der Vergütung therapeutischer Leistungen (um mindestens 28 Prozent)
2. Neue Regelungen für die Vergütungsverhandlungen nach 2019 (z.B. eine automatische jährliche prozentuale Erhöhung)

Laut Kühne sei die verbesserte Bezahlung der Therapeuten der wichtigste Schritt für eine Aufwertung der Berufe. Er fordert ein an den TVöD angelehntes Gehalt für alle Therapeuten (ca. 3.250 Euro brutto monatlich, je nach Beschäftigungsdauer), auch in ambulanten Praxen. Nur durch angemessene Löhne könne den Berufsanfängern und den bereits tätigen Therapeuten eine sichere Zukunft ermöglicht werden.

Sowohl Physio-Deutschland, als auch der Berufs- und Wirtschaftsverband der Selbständigen in der Physiotherapie (VDB) stehen hinter Kühnes Forderungen.

Catrin Heinbokel / physio.de


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