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Ba.Wü.:ärztliche Diagnostik und Therapie via skype
Digitalisierung des Hausarztes
Kampfansage an den Landärztemangel - online mit "Doc around the clock"
13.07.2017 • 1 Kommentar

Was skurril klingt, wird in Baden-Württemberg geübt und wurde in Basel schon angewandt: Ärzte behandeln Patienten online oder per Telefon, die sie nicht sehen können.

Der Wahnsinn des Krankseins sieht wohl bei vielen gleich aus. Erkältet aufgewacht, aus dem Bett gequält, zum Arzt geschlurft, endloses Warten in der Bazillenfabrik, kurzes "Hallo" beim Arzt mit dem Ergebnis: eine Krankschreibung, so lange man es selbst für nötig hält und ein apothekenpflichtiges Medikament. Gesundheitspolitiker haben das baden-württembergische Fernbehandlungsverbot gelockert und starten ein Experiment, das es Patienten weniger anstrengend machen soll, krank zu sein. Damit rütteln sie am Fundament der Ärzteschaft, denn der neue Paragraph besagt, dass Ärzte im Modellversuch "ausschließlich über Kommunikationsnetze" behandeln dürfen.

Wer hat's erfunden? Die Schweizer, denn mit dem Unternehmen Medgate aus Basel wird das Hausarzt-Call-Center seit 16 Jahren erfolgreich durchgeführt. Nimmt man die Firma genauer unter die Lupe, findet man eine routinierte, wohlorganisierte und stark gewinnorientierte Arztpraxis vor. Medizinische Fachangestellte nehmen etwa 2.000 Anrufe aus der Schweiz pro Tag an, geben in wenigen Minuten Symptome, Bilder sowie Formalien ins System ein und geben eine Rückrufbitte an einen der angestellten Ärzte weiter.

Diese praktizieren entweder aus dem Büro der Firma oder aus ihrem Home-Office sowohl in der Schweiz als auch in Baden-Württemberg. Mit einem Headset, einem Bildschirm für den Patienten, einer internen medizinischen Datenbank und dem WorldWideWeb bewaffnet, beraten die Call-Center-Ärzte im Minutentakt. Genauer gesagt im Durchschnitt sechs Minuten pro Anruf. Ganz im kaufmännischen Sinne lautet ein Spruch des Gründers von Medgate: "Die guten Beratungen sind fast immer kurz." Das Unternehmen kooperiert mit den großen Schweizer Krankenkassen und schickt im Schnitt etwa die Hälfte der Call-Center-Patienten zu einem Mediziner vor Ort, weil die Diagnose nicht online gestellt werden kann.

Die Medizin am Fließband ist eine technische Entwicklung, die sicherlich Kosten spart und die Situation der Provinzärzte verbessern kann, aber auch sehr obszöne Facetten hat. Welche das sein können, zeigt das Unternehmen Dr. Ed aus London. Patienten, unter anderem aus Deutschland, füllen einen Online-Fragebogen aus und zahlen einige Euro für eine Ferndiagnose, häufig im Bereich der Geschlechtskrankheiten. Für 19 Euro gibt es dann noch ein Rezept für Blutdrucksenker obendrauf. Für die Firma hagelt es Kritik, aber dennoch wurde diese anonymisierte 24/7-Behandlung schon eine Millionen Mal von Patienten angefragt.

Zahlreiche Gegenargumente können und müssen angeführt werden, doch die Bequemlichkeit einer Telefondiagnose statt nervigem Arztbesuch leuchtet auch den Gegnern ein - zumindest, wenn es um eine harmlose Erkältung geht. Eine Kleinigkeit haben die Befürworter aber vergessen, nämlich das deutsche Arzneimittelgesetz. Genauer gesagt, einen neueren Abschnitt, der besagt, dass Apotheker keine Rezepte annehmen dürfen, die ein Arzt ohne direkten Patientenkontakt ausgestellt hat. Vielleicht hätten sich Apotheker und Ärzte deshalb lieber absprechen sollen?

Daniela Pfleger/ physio.de

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DigitalisierungFerntherapieBaden-Württemberg


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Philipp Morlock
20.07.2017 19:31
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Kamerasysteme heutzutage, sehen besser als Augen.
Erkennungssysteme (von deren Entwicklungsstand ich nichts weiss, aber von deren Möglichkeit) haben grösseres Potential Symptome zuverlässig erkennen zu können als Menschen.

Schon jetzt ist ein persönlicher Arztbesuch nicht nötig.

Entwicklung der Operation in Entfernung ist ein alter Hut.

Radiologie-Diagnostik ist oft auch schon nach Indien ausgelagert, wobei das wohl auch bald Programme bzw. KI übernehmen könnten.
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Gefällt mir! Kamerasysteme heutzutage, sehen besser als Augen. Erkennungssysteme (von deren Entwicklungsstand ich nichts weiss, aber von deren Möglichkeit) haben grösseres Potential Symptome zuverlässig erkennen zu können als Menschen. Schon jetzt ist ein persönlicher Arztbesuch nicht nötig. Entwicklung der Operation in Entfernung ist ein alter Hut. Radiologie-Diagnostik ist oft auch schon nach Indien ausgelagert, wobei das wohl auch bald Programme bzw. KI übernehmen könnten.
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Philipp Morlock schrieb:

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Kamerasysteme heutzutage, sehen besser als Augen.
Erkennungssysteme (von deren Entwicklungsstand ich nichts weiss, aber von deren Möglichkeit) haben grösseres Potential Symptome zuverlässig erkennen zu können als Menschen.

Schon jetzt ist ein persönlicher Arztbesuch nicht nötig.

Entwicklung der Operation in Entfernung ist ein alter Hut.

Radiologie-Diagnostik ist oft auch schon nach Indien ausgelagert, wobei das wohl auch bald Programme bzw. KI übernehmen könnten.



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