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Viele der notwendigen Strukturreformen sind fachlich ausreichend vorbereitet. Jetzt kommt es darauf an, diese Vorarbeiten zu nutzen und Entscheidungen zügig umzusetzen. Es mangelt nicht an Konzepten und ausgearbeiteten Lösungsansätzen. Was fehlt, ist allein die Entscheidung.
„Physiotherapie ist nicht das Problem steigender Gesundheitsausgaben. Sie ist ein Hebel für ein effizienteres Versorgungssystem“, sagt Manuela Pintarelli Rauschenbach, Bundesvorsitzende des VPT. „Wir können ärztliche Strukturen entlasten, Patient*innen früher versorgen und dazu beitragen, unnötige Folgekosten zu vermeiden. Dieses Potenzial muss jetzt konsequent genutzt werden.“
Vergütungsbegrenzung korrigieren
Mit den vorgesehenen Begrenzungen im Heilmittelbereich droht aus Sicht des VPT eine Fehlsteuerung. Die Physiotherapie leidet bereits unter einem erheblichen Fachkräftedruck. Eine Vergütungsentwicklung, die die tatsächlichen Kosten der Praxen und die notwendige Fachkräftegewinnung nicht ausreichend berücksichtigt, gefährdet die heute schon eingeschränkte Versorgung.
Der VPT fordert deshalb, die vorgesehenen Deckelungsmechanismen zurückzunehmen oder zumindest verbindlich und eng zu befristen. Die notwendige Stabilisierung der GKV-Finanzen darf nicht dazu führen, dass ausgerechnet Versorgungsbereiche geschwächt werden, die an anderer Stelle zur Entlastung beitragen können.
Reform der Berufsgesetze endlich umsetzen
Der gesetzliche Rahmen der Physiotherapie stammt im Kern aus dem Jahr 1994. Konzepte für eine Reform liegen seit Jahren vor. Der VPT fordert eine moderne, kompetenzorientierte Ausbildung, bundesweit verfügbare hochschulische Ausbildungswege, Durchlässigkeit zwischen den Qualifikationswegen und eine angemessene Ausbildungsvergütung für beide Ausbildungswege.
Die Reform ist Voraussetzung dafür, den Beruf attraktiver zu machen, Fachkräfte zu gewinnen und Physiotherapeut*innen entsprechend ihrer tatsächlichen Kompetenzen einzusetzen.
„Wir sind der Bereich mit dem kleinsten Ausgabenanteil, dem größten Fachkräftemangel und dem größten ungenutzten Einsparpotenzial im System. Diese drei Wahrheiten müssen zusammen gedacht werden", sagt Steffen Gabriel, stellvertretender Bundesgeschäftsführer und Leiter Politik und Wissenschaft des VPT. „Wer bei der Physiotherapie kürzt, entlastet die Kassen um Nachkommastellen und belastet das Gesamtsystem um Milliarden."
Direktzugang in die Primärversorgung integrieren
Bei klar definierten muskuloskelettalen Beschwerden sollen Patient*innen Physiotherapie künftig ohne vorgeschaltete ärztliche Verordnung in Anspruch nehmen können. Der Direktzugang kann Hausarztpraxen von medizinisch nicht notwendigen Kontakten entlasten, Wartezeiten verkürzen und einen früheren Therapiebeginn ermöglichen.
Ein neues Primärversorgungssystem darf keine zusätzlichen Zugangshürden schaffen, sondern muss vorhandene Kompetenzen für eine bessere Versorgung nutzen.
Prävention mitdenken
Auch in der Prävention muss physiotherapeutische Kompetenz stärker in bestehende Versorgungsstrukturen integriert werden. Patientenedukation, Bewegungsförderung und die Vermeidung funktioneller Verschlechterungen gehören konsequenter in die Regelversorgung.
„Die Konzepte liegen auf dem Tisch. Die Physiotherapie ist vorbereitet. Jetzt geht es darum, vorhandene Kompetenzen tatsächlich einzusetzen und die notwendigen politischen Entscheidungen zu treffen“, sagt Manuela Pintarelli Rauschenbach.
Der VPT steht bereit, sich gemeinsam mit dem SHV fachlich und konstruktiv in die weiteren Reformprozesse einzubringen.
Pressemitteilung des VPT vom 11. September 2026
LinnemannVPTAusbildungBerufsgesetzVergütungPressemeldung
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Horatio72 schrieb:
Dachte ich mir auch so als ich die Überschrift gelesen habe. Ich wäre schon froh wenn die Herren Minister und Co mal mitbekommen das wir nicht nur massieren. Damit wäre schon mal ein Anfang gemacht. Solange ich bei jeder Party oder sonstwas den Satz hören muss: "oh Physio, toll, kannst du mich mal massieren." glaub ich nicht dran das von unsrem tun "oben" was ankommt. Das geht nur wenn die Ärzte z.b mal berichten würden was wir für eine Arbeit im Gesundheitssystem leisten. Und da ist halt leider schon Ende weil dort oft genau das Gleiche Verständnis für unseren Beruf ist wie bei den Partygästen. ;(
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Seelchen schrieb:
@Horatio72 Das hat zwar nichts mit dem Inhalt des oberen Berichtes zu tun, dennoch muss ich jetzt mal für die gute alte klassische Massage in die Bresche springen. Warum wollen so viele Physio`s nicht mit einer Massage in Verbindung gebracht werden und finden das abwertend. Ich bin stolz gute klass. Massagen abgeben zu können und habe viele Patienten die das schätzen. Deswegen kann ich trotzdem ein gut und vielfältig ausgebildeter Physiotherapeut sein.
Nicht alles was alt ist, ist natürlich schlecht, aber freiwillig würde ich heute niemanden mit KMT behandeln (da KMT selten bis nie am Problem ansetzt) außer ich muss.
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mogli123 schrieb:
Vielleicht weil die Techniken und Grundlagen der KMT aus dem 19. Jahrhundert stammen und mit moderner Physiotherapie nicht mehr viel zu tun haben ...
Nicht alles was alt ist, ist natürlich schlecht, aber freiwillig würde ich heute niemanden mit KMT behandeln (da KMT selten bis nie am Problem ansetzt) außer ich muss.
1. Es ist lächerlich für dieselbe Zeit weniger vergütung angeboten zu bekommen -> Keine Annahme mehr von KMT, MLD auch nur in verbindung mit aktiver VO.
2. Wir sind nicht für Wellness oder Betüddeln da.
3. Weil wir in Verbindung mit Betüddeln gebracht werden ist auch die Entlohnung in der Gesellschaft dementsprechend vorgesehen.
4. Zu 3. und 1. es schadet dem Ansehen des Berufsstandes damit in Verbindung gebracht zu werden. Wir sollten die Experten für Bewegung sein, der Rang wird uns aber gerade in jedem Bereich still und Heimlich abgelaufen. (In der Politik wird z.B. die Pflege als experte für Bewegung angesehen - die dürfen ja inzwischen "auf Empfehlung" Hilfsmittel verordnen.
Im Training sind die Trainingswissenschaftler um Welten weiter als die meisten Physios.
Leg mal deinen Confirmation Bias ab, wenn du das nächste mal jemanden mit KMT "behandelst" - geht es der Person danach für mehr als 20min - 1 Tag besser? Sei ehrlich mit dir, erheb mal den Wirklichen Verlauf mit nem Assessment. Ja das Gefühl der Kognitiven Dissonanz wird anfänglich schwer zu ertragen sein, bist du da aber einmal durch, wirst du merken das du deinen Patienten auf andere Art deutlich effektiver Helfen kannst.
Wir sollen Wirtschaftlich handeln - ein Binden deiner Zeit mit zumeist Sinnlosen Tätigkeiten, die im Endeffekt nur die Heilung / Linderung der Beschwerden des Patienten verzögern, seine Passivität fördern und ihm der Möglichkeit berauben Selbstwirksamkeit zu Entwickeln, ist alles andere als das.
(Du könntest die Zeit nutzen um jemand anderem Wirklich zu helfen, die Person kann früher wieder Arbeiten - VWL Schaden so gering wie möglich.)
Was man mit KMT super hinbekommt ist Dauerpatienten erzeugen.
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Akede schrieb:
@Seelchen
1. Es ist lächerlich für dieselbe Zeit weniger vergütung angeboten zu bekommen -> Keine Annahme mehr von KMT, MLD auch nur in verbindung mit aktiver VO.
2. Wir sind nicht für Wellness oder Betüddeln da.
3. Weil wir in Verbindung mit Betüddeln gebracht werden ist auch die Entlohnung in der Gesellschaft dementsprechend vorgesehen.
4. Zu 3. und 1. es schadet dem Ansehen des Berufsstandes damit in Verbindung gebracht zu werden. Wir sollten die Experten für Bewegung sein, der Rang wird uns aber gerade in jedem Bereich still und Heimlich abgelaufen. (In der Politik wird z.B. die Pflege als experte für Bewegung angesehen - die dürfen ja inzwischen "auf Empfehlung" Hilfsmittel verordnen.
Im Training sind die Trainingswissenschaftler um Welten weiter als die meisten Physios.
Leg mal deinen Confirmation Bias ab, wenn du das nächste mal jemanden mit KMT "behandelst" - geht es der Person danach für mehr als 20min - 1 Tag besser? Sei ehrlich mit dir, erheb mal den Wirklichen Verlauf mit nem Assessment. Ja das Gefühl der Kognitiven Dissonanz wird anfänglich schwer zu ertragen sein, bist du da aber einmal durch, wirst du merken das du deinen Patienten auf andere Art deutlich effektiver Helfen kannst.
Wir sollen Wirtschaftlich handeln - ein Binden deiner Zeit mit zumeist Sinnlosen Tätigkeiten, die im Endeffekt nur die Heilung / Linderung der Beschwerden des Patienten verzögern, seine Passivität fördern und ihm der Möglichkeit berauben Selbstwirksamkeit zu Entwickeln, ist alles andere als das.
(Du könntest die Zeit nutzen um jemand anderem Wirklich zu helfen, die Person kann früher wieder Arbeiten - VWL Schaden so gering wie möglich.)
Was man mit KMT super hinbekommt ist Dauerpatienten erzeugen.
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Horatio72 schrieb:
@Seelchen moment. ich finde es auch ok. Allerdings werden wir oft nur darauf reduziert und das finde ich dann wiederum nicht ok.
@Akede "...Was man mit KMT super hinbekommt ist Dauerpatienten erzeugen."
Und mit einem Abo auf der Trainingsfläche erzeugt man Dauerkunden, das ist natürlich was ganz anderes.
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Jytte schrieb:
@mogli123 Wenn die KMT als sprecharme und damit rein passive Therapie angewendet wird, stimme ich dir zu. Aber aus meiner Berufserfahrung berichtet, kaum ein Pat. und auch nicht selten die Therapeuten halten sich an das Kriterium "sprecharm". Nutzt man als Therapeut die KMT hingegen als sinnvolles Kommunikationswerkzeug zur Edukation, als erweiterte Möglichkeit des "aktiven Zuhörens", lenkt die Gesprächsführung auf das Therapieziel, nutzt die kurzzeitige Schmerzlinderung zur Aktivierung der Patienten, setzt eine KMT durchaus an dem Problem an und kann ein wirkungsvoller Türöffner zu mehr Eigenverantwortlichkeit des Pat. sein.
@Akede "...Was man mit KMT super hinbekommt ist Dauerpatienten erzeugen."
Und mit einem Abo auf der Trainingsfläche erzeugt man Dauerkunden, das ist natürlich was ganz anderes.
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FoetorExOre schrieb:
@Jytte die Dauerlösung massage und eine Dauerlösung Gerätetraining so in einen Topf zu werfen klingt nicht klug. Ich nehme dann lieber option 2.
Physiologisch:
Training erzeugt strukturelle Adaptation — Muskelquerschnitt, Sehnensteifigkeit, neuromuskuläre Kontrolle. Woche zwanzig ist etwas anderes als Woche eins. Die dokumentierten Massageeffekte sind kurzfristig und neurophysiologisch, sie hinterlassen nichts, worauf die nächste Behandlung aufbaut. Das eine ist kumulativ, das andere repetitiv.
Zeitlich:
Ein Trainingsprogramm hat eine Dosis-Wirkungs-Kurve mit Plateau. Es gibt einen Punkt, an dem das Ziel erreicht ist und der Zweck von Aufbau auf Erhalt wechselt. Passive Anwendung ohne Adaptationsziel hat diesen Punkt nicht.
Wer die Wirkung trägt:
Beim Training erzeugt der Patient sie selbst, der Therapeut steuert. Bei passiver Behandlung erfährt er sie. Als akute Maßnahme ist das richtig, als Dauerform verschiebt es die Kontrollüberzeugung nach außen.
Ökonomisch:
Ein Abo ist eine Konsumentscheidung, die der Kunde monatlich selbst trifft und bezahlt. Eine Dauerverordnung ist eine Systementscheidung — ausgelöst von jemandem, der nicht zahlt, für jemanden, der nicht zahlt, zulasten Dritter. Deshalb gibt es Wirtschaftlichkeitsgebot und Regress nur auf der einen Seite.
Nachweisbarkeit:
Ein Trainingsverlauf ist messbar. Für die Wiederholung passiver Anwendungen gibt es keine vergleichbare Verlaufsgröße — wo keine Adaptation entsteht, ist nichts zu messen.
Beide erzeugen also Wiederkehr, aber nur eine hat ein definiertes Ende.
Und da schließt sich der Kreis zu deinem eigenen Argument: Wenn die KMT der Türöffner zu mehr Eigenverantwortung ist, muss sie irgendwann eine Tür geöffnet haben.
Woran machst du fest, dass es so weit ist — und was läuft dann stattdessen?
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pm-ps schrieb:
@Jytte Den Punkt zur KMT als Kommunikationswerkzeug finde ich berechtigt. Aber der Vergleich mit dem Trainingsabo trägt aus mehreren Gründen nicht.
Physiologisch:
Training erzeugt strukturelle Adaptation — Muskelquerschnitt, Sehnensteifigkeit, neuromuskuläre Kontrolle. Woche zwanzig ist etwas anderes als Woche eins. Die dokumentierten Massageeffekte sind kurzfristig und neurophysiologisch, sie hinterlassen nichts, worauf die nächste Behandlung aufbaut. Das eine ist kumulativ, das andere repetitiv.
Zeitlich:
Ein Trainingsprogramm hat eine Dosis-Wirkungs-Kurve mit Plateau. Es gibt einen Punkt, an dem das Ziel erreicht ist und der Zweck von Aufbau auf Erhalt wechselt. Passive Anwendung ohne Adaptationsziel hat diesen Punkt nicht.
Wer die Wirkung trägt:
Beim Training erzeugt der Patient sie selbst, der Therapeut steuert. Bei passiver Behandlung erfährt er sie. Als akute Maßnahme ist das richtig, als Dauerform verschiebt es die Kontrollüberzeugung nach außen.
Ökonomisch:
Ein Abo ist eine Konsumentscheidung, die der Kunde monatlich selbst trifft und bezahlt. Eine Dauerverordnung ist eine Systementscheidung — ausgelöst von jemandem, der nicht zahlt, für jemanden, der nicht zahlt, zulasten Dritter. Deshalb gibt es Wirtschaftlichkeitsgebot und Regress nur auf der einen Seite.
Nachweisbarkeit:
Ein Trainingsverlauf ist messbar. Für die Wiederholung passiver Anwendungen gibt es keine vergleichbare Verlaufsgröße — wo keine Adaptation entsteht, ist nichts zu messen.
Beide erzeugen also Wiederkehr, aber nur eine hat ein definiertes Ende.
Und da schließt sich der Kreis zu deinem eigenen Argument: Wenn die KMT der Türöffner zu mehr Eigenverantwortung ist, muss sie irgendwann eine Tür geöffnet haben.
Woran machst du fest, dass es so weit ist — und was läuft dann stattdessen?
unabhängig von der heutigen wissenschaftlichen Einordnung dieser Konzepte wiederholt sich das Muster dieser „scheinbaren Konkurrenzsituation“ bei passiv vs aktiv
Viele Physios neigen dazu das jeweilige Konzept von dem sie überzeugt sind auf einen Sockel zu stellen.
Wenn man sich das ein Berufsleben lang angeschaut hat verliert etwas (wohlgemerkt etwas) die Lust am Disput……
Da bin ich im besten Sinn Agnostiker mit neugierigem Blick nach vorn und freundlichem nach hinten
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mbone schrieb:
Früher war es Bobath vs PNF oder Kaltenborn vs Maitland
unabhängig von der heutigen wissenschaftlichen Einordnung dieser Konzepte wiederholt sich das Muster dieser „scheinbaren Konkurrenzsituation“ bei passiv vs aktiv
Viele Physios neigen dazu das jeweilige Konzept von dem sie überzeugt sind auf einen Sockel zu stellen.
Wenn man sich das ein Berufsleben lang angeschaut hat verliert etwas (wohlgemerkt etwas) die Lust am Disput……
Da bin ich im besten Sinn Agnostiker mit neugierigem Blick nach vorn und freundlichem nach hinten
Ihr Physios, hört doch ENDLICH damit auf den Patienten eine "bessere" Therapie zu geben als wofür ihr bezahlt werdet !
Ich habe überhaupt nichts gegen eine "als sinnvolles Kommunikationswerkzeug zur Edukation, als erweiterte Möglichkeit des "aktiven Zuhörens" - aber dann habt bitte auch das Rückgrat und die Courage und sagt dem Patienten, dass dies KEINE (!) Kassenleistung ist, sondern eine Privatleistung !
Dann ist das völlig OK (sofern ihr natürlich den HP habt).
Und wenn ihr die erforderliche Courage hättet, dann würdet ihr auch sehr schnell erkennen, dass eure ach so geliebten KMT-Patienten überhaupt kein Interesse daran haben für diese Leistung Geld zu zahlen.
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mogli123 schrieb:
@Jytte Die KMT ist aber nun mal eine sprecharme und rein passive Therapie. Dafür erhält der Physiotherapeut 21 € laut Vertrag mit den Kassen !!!
Ihr Physios, hört doch ENDLICH damit auf den Patienten eine "bessere" Therapie zu geben als wofür ihr bezahlt werdet !
Ich habe überhaupt nichts gegen eine "als sinnvolles Kommunikationswerkzeug zur Edukation, als erweiterte Möglichkeit des "aktiven Zuhörens" - aber dann habt bitte auch das Rückgrat und die Courage und sagt dem Patienten, dass dies KEINE (!) Kassenleistung ist, sondern eine Privatleistung !
Dann ist das völlig OK (sofern ihr natürlich den HP habt).
Und wenn ihr die erforderliche Courage hättet, dann würdet ihr auch sehr schnell erkennen, dass eure ach so geliebten KMT-Patienten überhaupt kein Interesse daran haben für diese Leistung Geld zu zahlen.
Du fragtest:" Woran machst du fest, dass es so weit ist — und was läuft dann stattdessen?" Ziemlich genau beim ersten Termin. Dann erfolgt eine leitliniengerechte Physiotherapie.
Gegenfrage: Wann ist denn KGG zu Ende und wann fängt die Selbstzahlerleistung an?
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Jytte schrieb:
@pm-ps Mein Vergleich trägt sehr gut, denn beides sind Selbstzahlerleistungen oder wie du es nennst, Konsumentscheidungen.
Du fragtest:" Woran machst du fest, dass es so weit ist — und was läuft dann stattdessen?" Ziemlich genau beim ersten Termin. Dann erfolgt eine leitliniengerechte Physiotherapie.
Gegenfrage: Wann ist denn KGG zu Ende und wann fängt die Selbstzahlerleistung an?
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Jytte schrieb:
@mogli123 Du bist hier in einem Physio-Forum. Warum bist du hier, wenn du kein Physio bist?
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Jytte schrieb:
@FoetorExOre Ich habe hier nicht von einer Dauerlösung gesprochen, und schon gar nicht zu GKV-Lasten!
Wieso sollte ich denn kein Physiotherapeut sein ?
Weil ich nicht (wie manche Kollegen) unter dem Helfersyndrom leide ?
Ich bin schon seit über 30 Jahren Physiotherapeut(in).
Bei uns bekommen die Patienten die bestmögliche Therapie (die im Rahmen der Verträge möglich ist).
Unser gesamter Berufsstand würde viel besser dastehen, wenn sich alle Physiotherapeuten daran halten würden.
Und mit "Ihr Physios" habe ich natürlich nicht alle Physiotherapeuten gemeint, sondern nur diese ganz speziellen Kollegen...
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mogli123 schrieb:
@Jytte
Wieso sollte ich denn kein Physiotherapeut sein ?
Weil ich nicht (wie manche Kollegen) unter dem Helfersyndrom leide ?
Ich bin schon seit über 30 Jahren Physiotherapeut(in).
Bei uns bekommen die Patienten die bestmögliche Therapie (die im Rahmen der Verträge möglich ist).
Unser gesamter Berufsstand würde viel besser dastehen, wenn sich alle Physiotherapeuten daran halten würden.
Und mit "Ihr Physios" habe ich natürlich nicht alle Physiotherapeuten gemeint, sondern nur diese ganz speziellen Kollegen...
Meine ökonomische Ebene war auf Dauerverordnung zu Kassenlasten gebaut — wenn beides privat bezahlt wird, entscheidet in beiden Fällen derjenige, der zahlt. Die Ebene fällt weg.
Die anderen vier stehen aus meiner Sicht weiter.
Und deine Antwort ist sauber: Ende beim ersten Termin, danach leitliniengerechte Physiotherapie. Damit hast du ein definiertes Ende und ein benennbares Kriterium.
Zu deiner Gegenfrage, ehrlich: KGG ist zu Ende, wenn die Verordnungsmenge aufgebraucht ist. Das ist eine Verwaltungsgrenze, kein klinisches Kriterium — und danach steht derselbe Patient am selben Gerät in derselben Praxis, nur zahlt er jetzt selbst.
Über den Zeitpunkt entscheidet die Heilmittel-Richtlinie, nicht der Befund.
Das ist keine gute Antwort, aber es ist die richtige.
Und ich finde, es ist der interessantere Befund als die Frage, wer mehr Dauerkunden erzeugt.
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pm-ps schrieb:
@Jytte Beim Selbstzahler-Punkt hast du recht.
Meine ökonomische Ebene war auf Dauerverordnung zu Kassenlasten gebaut — wenn beides privat bezahlt wird, entscheidet in beiden Fällen derjenige, der zahlt. Die Ebene fällt weg.
Die anderen vier stehen aus meiner Sicht weiter.
Und deine Antwort ist sauber: Ende beim ersten Termin, danach leitliniengerechte Physiotherapie. Damit hast du ein definiertes Ende und ein benennbares Kriterium.
Zu deiner Gegenfrage, ehrlich: KGG ist zu Ende, wenn die Verordnungsmenge aufgebraucht ist. Das ist eine Verwaltungsgrenze, kein klinisches Kriterium — und danach steht derselbe Patient am selben Gerät in derselben Praxis, nur zahlt er jetzt selbst.
Über den Zeitpunkt entscheidet die Heilmittel-Richtlinie, nicht der Befund.
Das ist keine gute Antwort, aber es ist die richtige.
Und ich finde, es ist der interessantere Befund als die Frage, wer mehr Dauerkunden erzeugt.
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Problem beschreiben
Stefan Arnold schrieb:
Seien wir realistisch, in dem Bereich der gesamten Gesundheitsversorgung brennt gerade die Hütte, und der neue Minister wird zu sehen dass er die größten Feuer irgendwie löschen oder eindämmen kann. Unser Bereich, die Heilmittelerbringer, werden auf seiner Prioritätenliste ganz weit unten stehen.
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Horatio72 schrieb:
halbiert haben uns schon andere. Da war es vollkommen egal welche Partei da das Sagen hatte.
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Problem beschreiben
Papa Alpaka schrieb:
Habt ihr euch den Bundeskanzlerpraktikanten zweiten Wahlgangs und sein Gruselkabinett mal angesehen? Wenn die sich im Gesundheitswesen ansatzweise so anstellen wie bei der Halbierung der Anerkannten Faschisten Deutschlands dann sollen sie bloß die Finger von uns lassen.
Ich frage nicht rhetorisch. Wenn es eine belastbare Berechnung gibt, wäre sie das stärkste Argument, das wir haben, und ich würde sie gern lesen. Bisher habe ich nur plausible Mechanismen gefunden, aber keine Summe.
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Christoph CO schrieb:
Dies ist das Ergebnis wenn man die Ergebnisse der Einzelstudien z.B. Schulzer Op vs. MT, Knie-OP vs MT etc zusammenfasst. Eigentlich ist das bekannt und unstrittig und wird auch von den Kassen nicht bestritten. Solange die Heilmittel hierarchisch der Ärzteschaft nicht gleichgestellt ist, wird sich die Auswahl der Therapie wahrscheinlich nicht ändern.
Nur ergibt das Zusammenfassen solcher Studien noch keine Summe. Dafür bräuchte man zusätzlich Fallzahlen, Substitutionsquoten und Kostensätze. Genau diese Rechnung ist es, nach der ich frage — und ich habe sie für Deutschland bisher nicht gefunden.
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pm-ps schrieb:
Die Einzelstudien kenne ich — bei bestimmten Indikationen ist konservative Therapie der Operation nicht unterlegen, das ist gut belegt.
Nur ergibt das Zusammenfassen solcher Studien noch keine Summe. Dafür bräuchte man zusätzlich Fallzahlen, Substitutionsquoten und Kostensätze. Genau diese Rechnung ist es, nach der ich frage — und ich habe sie für Deutschland bisher nicht gefunden.
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Problem beschreiben
pm-ps schrieb:
„Wer bei der Physiotherapie kürzt, entlastet die Kassen um Nachkommastellen und belastet das Gesamtsystem um Milliarden." — worauf stützt sich das?
Ich frage nicht rhetorisch. Wenn es eine belastbare Berechnung gibt, wäre sie das stärkste Argument, das wir haben, und ich würde sie gern lesen. Bisher habe ich nur plausible Mechanismen gefunden, aber keine Summe.
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