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Bandscheibenvorfall
Nicht nur die Größe zählt
Hängt die Beschwerdeintensität von zervikalen Bandscheibenvorfällen mit dem Ausmaß der Protrusion zusammen?
26.02.2026 • 0 Kommentare
Lizenz: CC-BY •
„Der Bandscheibenvorfall ist so groß, der muss jetzt operiert werden!“ – Wie ein Echo hallt die Beurteilung des Neurochirurgen im Kopf von Frau Meier nach. Jetzt sitzt sie bei der Fachfrau ihres Vertrauens, ihrer Physiotherapeutin, und hofft auf eine seriöse Einschätzung der Situation.

Ist ein großer Bandscheibenvorfall immer ein Grund für eine Operation? Und noch weitergedacht: Muss ein großer Bandscheibenvorfall immer mehr Beschwerden auslösen als eine kleinere Vorwölbung? Auch wenn es PhysiotherapeutInnen rein rechtlich nicht erlaubt ist, Diagnosen zu stellen, sind sie in der Realität in diesen und ähnlichen Situationen oft der erste Ansprechpartner.

Eine Teilantwort auf Frau Meiers Frage liefert nun eine Studie von Gül et al. Die Forschungsgruppe berechnete in einer Sekundäranalyse den Zusammenhang zwischen der Größe zervikaler Bandscheibenvorfälle und den Beschwerden der Betroffenen – mit bemerkenswerten Ergebnissen.

Die Studie
Die analysierten Daten stammen aus der 2019 veröffentlichten NECK-Studie, in der drei verschiedene OP-Techniken (Versteifung mittels „Cage“, Bandscheibenprothese, reine Resektion) miteinander verglichen wurden, sowie der 2025 publizierten CASINO-Studie, die ein konservatives mit einem operativen Vorgehen bei PatientInnen mit einer zervikalen Radikulopathie gegenüberstellte. Die bemerkenswerten Ergebnisse dieser beiden Studien: Kein Vorgehen war hier über- beziehungsweise unterlegen. Wer unter einer zervikalen Radikulopathie litt, zeigte sehr unterschiedliche Verläufe. Ein Teil der PatientInnen konnte von bestimmten OP-Techniken profitieren, andere nicht.

Die MRT-Befunde der insgesamt 206 ProbandInnen wurden nun begutachtet und in große und kleine Bandscheibenvorfälle unterteilt. Anschließend wurde die Beschwerdeintensität mit den Befunden verglichen. Eine wichtige Eingrenzung gibt es dabei: Sowohl in der NECK- als auch in der CASINO-Studie wurden paramedian lokalisierte Bandscheibenvorfälle analysiert. Foraminale und median gelegene Hernien wurden ausgeschlossen.

Ergebnisse
Für die Beschwerden (erfasst als Nackenschmerz, Armschmerz, funktioneller Einschränkung oder subjektivem Gesundheitszustand) war es unerheblich, wie groß der Bandscheibenvorfall der Betroffenen war. Die Annahme, ein operatives Vorgehen könne bei besonders großen Vorfällen auch erfolgreicher sein, konnte in der Analyse nicht bestätigt werden.

„Dieser Befund stärkt die Annahme, dass das Fortschreiten der Symptome in erster Linie durch immunologische Prozesse und nicht durch mechanische Kompression bedingt ist“, konstatieren die ForscherInnen.

Schwere Entscheidung
Bereits die ursprünglichen Studien konnten keine klare Empfehlung für zervikale Bandscheibenvorfälle benennen. Das CASINO-Trial nutzt zur Vergegenwärtigung der Datenlage einen sogenannten „Spaghetti-Plot“, für die Darstellung der individuellen Verläufe. Anstatt einer Reihe Kurven, die mehr oder weniger demselben Trend folgen, zeigen die Verläufe der ProbandInnen ein wirres Durcheinander. Die einen werden erst besser und dann wieder schlechter, bei anderen ist es umgekehrt – egal ob operativ oder konservativ versorgt, anstatt stringenter Verbesserung herrscht in den Daten eher ein Nudelsalat. Wer in der Praxis mit diesen PatientInnen arbeitet, weiß genau was gemeint ist.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es Menschen geben, die klar von einer operativen oder konservativen Versorgung profitieren. Wir wissen allerdings (noch) nicht, ob Frau Meier zur einen oder zur anderen Gruppe gehört. Durch die neue Studie ist nun aber bekannt: Die Größe des Bandscheibenvorfalls hilft bei der Entscheidung offensichtlich nicht weiter.

Daniel Bombien / physio.de

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