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Bei den meisten sportlichen PatientInnen ist das einer der ersten aufkommenden Fragen im Therapiegespräch – die im Falle der Schulter gar nicht so einfach zu beantworten ist. Valide Daten sind hier Mangelware.
Eine Forschungsgruppe aus der Schweiz und Deutschland hat sich nun die Daten von sportlichen Menschen nach einer Naht der Rotatorenmanschette angeschaut und berechnet, welche Faktoren günstig für eine Rückkehr zum Sport sind, aber auch Hindernisse benannt.
Die Studie
Insgesamt 973 PatientInnen aus 18 schweizerischen- und einem deutschen Krankenhaus wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet. So wurde über Fragebögen nach sechs Monaten, einem Jahr und nach zwei Jahren ermittelt, ob die PatientInnen wieder Sport trieben und welche biopsychosozialen Faktoren dazu beitrugen. Die Studien-AutorInnen sahen weitestgehend von Ausschlusskriterien ab, weil sie eine Kohorte bilden wollten, die repräsentativ für den Praxisalltag steht. So betrug die Altersspanne der ProbandInnen, die sowohl degenerative als auch an traumatische Rotatorenmanschettenrupturen erlitten hatte, 21 bis 84 Jahre. Lediglich Personen, die keinen Sport trieben, wurden aus der Studie ausgeschlossen.
Wer kehrt zurück?
Nach den üblichen Drop-Outs (Studienabbrüchen), schlossen am Ende 725 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Studie ab. Knapp die Hälfte (49,5 Prozent) der PatientInnen konnte nach einem Jahr wieder vollumfänglich ihrer sportlichen Tätigkeit nachgehen, nach zwei Jahren stieg die Zahl leicht auf 57,4 Prozent an. Immerhin: 90 Prozent der ProbandInnen konnten immerhin zu einer (aber nicht zu einer weiteren) vorher durchgeführten Sportart zurückkehren. Dabei zeigte die Form der Sportart keine großen Auswirkungen auf die Prognose: Wer Überkopfsport betrieb kehrte mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit wieder zurück zum Sport, Nicht-Überkopfsportarten konnten mit 57-prozentiger Wahrscheinlichkeit wieder betrieben werden.
In der Studie werden die Return-to-Sport-Raten der zehn am häufigsten genannten Sportarten detailliert beschrieben, wobei Mehrfachnennungen möglich waren (zum Beispiel konnte jemand Krafttraining und Wandern als Sportart gleichzeitig angeben). Eine Rückkehr zum Sport gelang beim:
Begünstigende Faktoren• Skifahren zu 75 bis 80 Prozent
• Mountainbiking zu 70 bis 75 Prozent
• Tennis zu 65 bis 70 Prozent
• Radfahren zu 60 bis 70 Prozent
• Krafttraining zu 60 bis 65 Prozent
• Wandern zu 60 bis 65 Prozent
• Schwimmen zu 60 Prozent
• Jogging zu 60 Prozent
• Fitness zu 55 bis 65 Prozent
• Nordic Walking zu 50 bis 55 Prozent
Geringere Schmerzen, eine bessere aktive Beweglichkeit, höhere Kraftwerte und insbesondere eine niedrige Ausprägung von Schultersteifigkeit gingen mit besseren Chancen auf eine Rückkehr zum Sport einher. Dabei zeigte sich jedoch, dass kein einzelner körperlicher Parameter für sich allein den Rehabilitationserfolg erklärte. Aussagekräftiger als die körperlichen Ausgangsbefunde waren vielmehr der funktionelle Verlauf und frühe postoperative Fortschritte, etwa beim Abbau von Steifigkeit und beim Wiedererlangen belastbarer Bewegung. Bemerkenswert ist zudem, dass die strukturelle Sehnenheilung (gemessen im Ultraschall) nur eingeschränkt mit dem subjektiven Return to Sport korrelierte, während wahrgenommene Funktion und Belastbarkeit eine deutlich größere Rolle spielten. Traumatische Risse der Rotatorenmanschette verliefen prognostisch signifikant günstiger als degenerative.
Neben körperlichen Befunden wurden in der Studie auch psychische Faktoren analysiert. Dazu gehörten Anzeichen von Niedergeschlagenheit oder depressiver Stimmung, Gefühle von Angst sowie die Motivation und Zuversicht der ProbandInnen, nach der Operation wieder zum Sport zurückzukehren.
Es zeigte sich, dass PatientInnen mit weniger depressiven Symptomen deutlich häufiger wieder vollständig sportlich aktiv wurden. Umgekehrt reichte bereits eine moderat erhöhte depressive Belastung aus, um die Chancen auf ein erfolgreiches Return to Sport spürbar zu verringern. Erwartungsgemäß korrelierte auch Motivation mit verbesserten Ergebnissen: Wer bereits vor der Operation sehr motiviert war, hatte später deutlich bessere Aussichten, wieder sportlich aktiv zu werden. Angst hatte im Vergleich zu anderen Faktoren keinen eigenständigen Einfluss auf die Rückkehr zum Sport.
Hoffnung, aber kein Versprechen
Wer eine Studie designed, muss sich vorher Gedanken machen, was erhoben werden soll. Daher werden häufig sehr enge Inklusionskriterien gewählt, die zwar statistisch „sauber“ sind, aber oft eine Population repräsentieren, die so in der Praxis nur sehr selten anzutreffen ist (etwa, wenn Menschen mit Nebenerkrankungen ausgeschlossen werden).
Die vorliegende Studie gibt PhysiotherapeutInnen ein Gefühl dafür, was wirklich in der Praxis zu erwarten ist: Eine große Altersspanne und mannigfaltige Aktivitätslevels, sowie diverse bevorzugte Sportarten.
Wer einmal erlebt hat, wie reizarm eine Arthroskopie unmittelbar nach einer Operation bei einer 20-jährigen Patientin aussehen kann und gleichzeitig weiß, wie sehr der Körper mit jedem zugewonnenen Lebensjahrzehnt mit einer Operation zu kämpfen hat, betrachtet die Daten realistisch: Für eine individuelle Prognose eignen sie sich nur bedingt. Am ehesten treffen die Daten aufgrund der Altersverteilung wohl auf Menschen um die 50 Jahre zu.
Schlussendlich lässt sich sagen, dass mehr als die Hälfte der Menschen zwei Jahre nach einer Naht der Rotatorenmanschette ihrer Wunschsportart zurückkehren – allerdings gelingt dies auch vielen Betroffenen nicht. So frustrierend das auch ist, dieser Umstand muss in der Aufklärung benannt werden, um keine falschen Erwartungen zu schüren. Dabei sollte auch darüber aufgeklärt werden, dass eine hohe Motivation statistisch erwiesen zu besseren Ergebnissen führen kann. So könnte noch einmal Schwung in die Rehabilitation kommen, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.
Die Originalstudie finden Sie hier.
Daniel Bombien / physio.de
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