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die Therapeut:innen der Regio Reha
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d...
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Knie: Prognose des Wertes von Meniskus-OP's schwierig
Ärztlicher Münzwurf
Die Prognose bezüglich des Therapieerfolges einer Behandlung von Meniskusrupturen ist ein reines Zufallsprodukt.
02.09.2019 • 1 Kommentar

Die Indikation für eine arthroskopische partielle Meniskektomie (APM) gehört zu den am häufigsten getroffenen Entscheidungen in orthopädischen Praxen. Allerdings ist bei 60 % der asymptomatischen Kniearthrose-Patienten über 50 Jahre eine Meniskusruptur bereits im MRT erkennbar. Meniskusläsionen können somit als Teil der degenerativen Veränderung im Kniegelenk betrachtet werden. Dennoch galt die APM jahrelang nicht nur für traumatische, sondern auch für degenerative Meniskusrupturen als der Goldstandard.

Dr. van de Graaf und sein Team vom Amsterdamer Gelenkforschungsinstitut Joint Research (OLVG) haben nun in einer Studie geprüft, inwieweit es orthopädischen Chirurgen möglich ist vorauszusagen, ob Patienten mit degenerativer Meniskusruptur eher von einer APM oder einer konservativen Bewegungstherapie profitieren würden.

Insgesamt nahmen 194 orthopädische Chirurgen aus den Niederlanden und Australien an dieser Studie teil. Jedem Teilnehmer wurden 20 elektronische Fallvignetten vorgelegt. Diese stammten aus der ESCAPE-Studie, einer randomisierten Multicenterstudie, in welcher bei symptomatischer, degenerativer Meniskusruptur der Effekt einer konservativen Bewegungstherapie mit dem einer partiellen Meniskektomie verglichen worden war.
Um möglichst unstrittige Fälle zu erhalten, haben van de Graaf und sein Team diejenigen Patienten aus der ESCAPE-Studie herausgesucht, die am besten (Responder) und am schlechtesten (Non-Responder) abgeschnitten hatten. Dabei erreichten nach 2 Jahren Laufzeit der Studie die Responder nach einer APM einen IKDC-Score von 64 Punkten (von maximal 100). Die Responder nach konservativer Bewegungstherapie konnten dagegen durchschnittlich nur 54 Punkte erzielen. Die Non-Responder erreichten median 11 (APM) bzw. 13 (Bewegungstherapie) Punkte.

Anhand folgender Patienteninformationen sollten die Orthopäden nun entscheiden, für welche Behandlungsmethode, APM oder konservative Bewegungstherapie, sie sich entscheiden würden:
- Alter (>45 und <70 Jahre)
- orthopädische Informationen über die körperliche Untersuchung
- Schmerz (VAS)
- Kniefunktion (International Knee Documentation Committee (IKDC) Subjective Knee Form)
- Klassifikation MRT (Modified International Cartilage Repair Society classification)
- Arthrosegrad (nach Kellgren-Lawrence)

Anschließend sollten die orthopädischen Chirurgen mit Hilfe der Likert-Skala angeben, welchen Therapieerfolg zu den einzelnen Fallvignetten sie für wahrscheinlich halten.

Jede zweite Prognose der Orthopäden war falsch

Insgesamt wurden von den niederländischen und australischen Orthopäden rund 4.000 Prognosen abgegeben. Dabei lagen sie nur bei ca. 50 % richtig. Dies, so van de Graaf, entspräche dem Zufallsprinzip und wäre mit einem Münzwurf gleichzusetzen.
Bei der Gruppe der Responder lagen die Orthopäden immerhin zu 66 % richtig, bei den Non-Responder nur zu 34 %. Hierbei war es laut Studie irrelevant, ob die Orthopäden erfahrene Experten oder Berufsanfänger waren.

Beachtlich ist auch, dass die Fachärzte bei 22 % der Non-Responder (APM), also der Patienten, die nicht von der Meniskektomie profitiert hatten, die Durchführung genau dieser Operation angenommen hatten.

Auf Grund der Studienergebnisse regten die niederländischen Forscher um van de Graaf an, die Evidenz aktueller Studien hinsichtlich der Notwendigkeit einer APM bei entsprechenden Patienten mittleren Alters zu überdenken. Denn selbst bei Patienten mit obstruktiven Beschwerden habe man zeigen können, dass die Meniskektomie nicht mehr Nutzen habe als ein Schein-Eingriff.

Im Hinblick auf die Aussagekraft der Studie ist allerdings anzumerken, dass die Rücklaufrate der 1.111 angefragten Orthopäden mit 194 bei nur 17 % lag. Zudem kann sicherlich eine elektronische Fallvignette nicht ohne Weiteres mit einer realen Praxissituation verglichen werden.

Schließlich folgern van de Graaf und sein Team aus den Studienergebnissen, dass bei Patienten mittleren Alters mit Meniskusruptur eine konservative Behandlungsmethode als Primärtherapie anzusehen ist. Interessanterweise waren im Rahmen einer Extrabefragung auch immerhin 89 % der Orthopäden nicht der Ansicht, dass es sich bei der partiellen Meniskektomie als Primärtherapie um eine „gute Option“ handle, obgleich sich zahlreiche von ihnen unrichtigerweise für eine APM ausgesprochen hatten.

Laut van de Graaf kommt es zukünftig vor allem darauf an, die Patienten herauszufiltern, die tatsächlich von einer partiellen arthroskopischen Meniskektomie profitieren könnten. Bleibt also abzuwarten, inwiefern es gelingen wird, die konservative Bewegungstherapie als neuen Goldstandard zu etablieren.

Die Originalstudie finden Sie hier.

Franziska Stelljes / physio.de

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StudieMeniskusArztOPkonservative Therapie


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JRK
02.09.2019 12:23
Wenn in einer Studie nur 17% antworten ist es keine Studie. 83% hatten schlichtweg keine Lust auf eine Patientenstudie ohne Patienten zu reagieren und 17% haben aus Pflichtgefühl irgendwo aus Zeitmangel ein Kreuzchen gesetzt. Deshalb kommt auch ein Zufallsergebnis raus.
Solche Studien sollte man nicht auch noch verbreiten, da keinerlei Aussagekraft.
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Wenn in einer Studie nur 17% antworten ist es keine Studie. 83% hatten schlichtweg keine Lust auf eine Patientenstudie ohne Patienten zu reagieren und 17% haben aus Pflichtgefühl irgendwo aus Zeitmangel ein Kreuzchen gesetzt. Deshalb kommt auch ein Zufallsergebnis raus. Solche Studien sollte man nicht auch noch verbreiten, da keinerlei Aussagekraft.
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JRK schrieb:

Wenn in einer Studie nur 17% antworten ist es keine Studie. 83% hatten schlichtweg keine Lust auf eine Patientenstudie ohne Patienten zu reagieren und 17% haben aus Pflichtgefühl irgendwo aus Zeitmangel ein Kreuzchen gesetzt. Deshalb kommt auch ein Zufallsergebnis raus.
Solche Studien sollte man nicht auch noch verbreiten, da keinerlei Aussagekraft.



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