Innovation und Kreativität beim Mitarbeiter fördern

12 Kommentare

Maßnahmen erfolgreich einsetzen


17.05.2019

Die positive Handlungsbereitschaft des Mitarbeiters ist der Wunsch eines jeden Arbeitgebers. Der angestellte Physiotherapeut, der von sich aus flexibel auf Herausforderungen reagiert, einen kreativen Zugang zur Behandlung eines schwierigen Patienten findet, eine Hilfsmittelversorgung pragmatisch löst oder einfach nur durch eine humorvolle Art die Dramatik manches Krankheitsgeschehen neu einordnet, das ist der Traum eines jeden Praxisinhabers, aber auch Patienten. Die International School of Management (ISM) erforscht Maßnahmen, die Mitarbeiter für kreative Prozesse motiviert.

Dass intrinsisch motivierte Menschen kreativer sind, ist schon lange bekannt. Intrinsisch bedeutet, dass die handelnde Person von innen heraus Spaß an ihrer Arbeit hat und sie um ihrer selbst willen ausübt. Aber auch bei extrinsisch motivierten Mitarbeitern ist das Kreativitätspotential abrufbar. Beide Motivationsformen können laut ISM gezielt angesteuert werden. Und zwar in erster Linie durch ein Belohnungssystem. Bewährt haben sich dabei Fortbildungen und Gehaltserhöhungen.

Noch besser aber als diese extrinsischen Mittel sind Lob und Anerkennung. Wer von allen akzeptiert werden will, freut sich besonders über ein Lob vor versammelter Mannschaft. Nicht jeder genießt aber Öffentlichkeit. Persönliche Ansprachen wegen einer konstanten Arbeitsleistung oder eines ungewöhnlich gelösten Falles reicht schon vielen. Ein intrinsisch motivierter Mitarbeiter schießt dabei kreativ förmlich in die Höhe.

Sich mit den eigenen Angestellten und ihrer Stärken zu beschäftigen, lohnt sich und kann zu einer Win-win-Situation führen. Eine weitere Herangehensweise, die Motivation zu beflügeln, zeigt eine Studie der Mannheimer Arbeitspsychologinnen Sabine Sonnentag und Kathrin Eck sowie ihrer Kolleginnen von der Universität Ulm und der Portland State Universtiy, USA. Sie haben zum einen herausgefunden, dass es Arbeitnehmern deutlich besser geht, wenn sie zum Feierabend mental Abstand zu ihrer Arbeit gewinnen. Sie schlafen besser, sind erholter und damit konzentrierter für den Job.

Umgekehrt aber hilft am Morgen, wenn sich die Mitarbeiter geistig auf die kommenden Aufgaben einstimmen. Das Engagement steigert sich, wenn sie sich im Kopf vorab eine „To-do-Liste“ machen. Der Arbeitgeber kann hierfür morgens eine Teamsitzung oder ein Gespräch einrichten. Man kann aber dem angestellten Physiotherapeut auch ein paar Minuten Zeit einräumen, bevor er an den ersten Patienten muss. Auch erstellte Checklisten oder Planungstreffen können helfen. „Das gedankliche Einstimmen auf die Arbeit hängt damit zusammen, dass man am Arbeitsplatz engagierter und mit mehr Energie bei der Sache ist“, sagt Sonnentag. „Konkret haben wir herausgefunden, dass das gedankliche Einstimmen mit dem Aktivieren von arbeitsbezogenen Zielen einhergeht, wodurch der Arbeitstag dann insgesamt positiver verläuft.“

Ul.Ma. / physio.de

  • (14)
    17.05.2019 06:53
    Susulo
    Susulo: 3247 Beiträge, 97% Empfehlungen

    Das "Problem" mangelnder Eigeninitiative und Kreativität sehe ich viel tiefer. Es wird heute bereits unseren Kindern und Schülern ganz schnell abgewöhnt. Damit im Erwachsenenalter dann teure Seminare dazu belegt werden.....
    Beispiele:
    -Kind baut/malt kreativ. Kommt bestimmt ganz schnell ein Erwachsener um die ecke und stellt fest: Bäume sind aber nicht lila, sondern grün. Kühe wohnen aber nicht bei uns im Haus, sondern extra....
    - Kind will sich draußen mit Freunden treffen, hätte Lust am Bach/ im Matsch/ auf der Wiese/ oder auch nur am Spielplatz zu sein. Heutige Probleme dabei: ich kann die Kinder nicht ohne Aufsicht frei spielen lassen. Erwachsene greifen immer ein. Max/Emma/ Anton/ Skeila haben gar keine Zeit, sondern haben Ballett/Fußball/Englisch/Klavier..... in jedem Fall steht immer Programm vor Kreativität. Außerdem könnte beim freien Spielen ja was passieren Du meine Güte!
    - Größere Kinder. Alleine unterwegs. Es kommt was dazwischen, z. B. Fahrradpanne, Bus verpasst, Bienenstich, Schuh kaputt. Einzig mögliche Problemlösungsstrategie: Handy raus, Mana und Papa anrufen. Fertig.
    - Schule: Kind hat ständig neue Ideen, unterbreitet diese und stört (oder bereichert?) damit den Unterricht. Die Folge? Ritalin....
    - Kind stellt was an, dass tatsächlich Folgen haben sollte. Wer wird verantwortlich gemacht? Klar, die Lehrer. Kind wäre ja überfordert, selbst zu reflektieren....
    Die Liste ist endlos - was also erwarten wir von Erwachsenen und Mitarbeitern? Als ich vor 30 Jahren mit Kindern arbeitete war das so: die kamen rein, hatten meist sofort eine Idee, was sie gerne machen wollten und irgendwie haben wir uns auf was geeinigt, das uns beiden gerecht wurde. Heute: Kind kommt rein. Setzt sich hin und fragt mich "was machen wir heute?" Manchmal dreh ich den Spieß um und frage "was würdest du denn gerne tun?" Finde es immer wieder erschreckend, wie oft ein "weiß nicht" oder ein " du musst bestimmen" kommt.

    Finde, dass Kinder heute viel angepasster sind als früher, von Anfang an genormt werddn und bei jeder kleinen Abweichung zur Therapie oder sonstiger Fördeung müssen. Was also erwarten wir ....wehret den Anfängen! Traut den Kindern mehr zu, nenmt den ständigen Angst und Behütungsfaktor weg, lasst sie auch Konsequenezen ihres Handelns spüren und ihr bekommt kreative Erwachsene....

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  • (8)
    17.05.2019 08:08
    tom1350
    tom1350: 4179 Beiträge, 32% Empfehlungen

    Kann mir nicht helfen, aber mich motiviert Geld. Besonders, wenn ich daran vor der Arbeit denke lachen .

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  • 17.05.2019 08:35
    Susulo
    Susulo: 3247 Beiträge, 97% Empfehlungen

    Oh ja, Geld motiviert mich - dass ich pünktlich bin, z.B. Dass ich meine Sachen ordentlich mache. Dass ich nicht unbedingt für jede einzelne Minute auf die Uhr schaue. Auch dass ich mal freundlicher sein kann als mir danach ist, weil ich eben ordentlich bezahlt werde. Geld macht mich aber weder kreativ noch eigenverantwortlich.

    Aber um mich selbst ein bisschen zu hinterfragen .... kam mir so nach dem Senden
    - die von mir so gepriesenen Kids vor 30 Jahren sind ja heute die Leistungsträger .... nun gut.
    - ich will nix pauschalisieren. Hab ja selber zwei junge erwachsene Söhne und kenne dadurch viele junge Leute. Vor vielen ziehe ich den Hut, es gibt einfach auch - wie überall - Menschen, die hoffen lassen, dass die Welt nicht untergeht ;-)
    - Es sind einfach Trends, die ich beobachte. Veränderungen in der Gesellschaft ganz allgemein und an den Kindern oft am besten ablesbar. Heißt nix für den Einzelnen und die Erde wird sich auch so weiterdrehen. Reflektieren ist ja dennoch angesagt.
    - Ganz vorsichtig sehe ich sogar eine Trendwende was das "Helikoptern" angeht. Die Überlegung "Kinder auch wieder Kind sein zu lassen" greift durchaus wieder um sich, was mich freut. Es ist immer so: Dinge werden auf die Spitze getrieben, bis sie nerven und dann gibt es ne Umkehrung. Siehe "sexuelle Revolution" und die heutige teilweise neu beginnende Verklemmtheit und ständiger Angst vor Missbrauch.... Die Mitte, die Balance zwischen allen finden ist die Kunst und nennt sich erwachsen werden. Das gilt auch für Gesellschaften, nicht nur für Individuen....

    Nur so ein Brainstorming....

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    (11)
    17.05.2019 08:57
    Adam Stremel
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    (5)
    17.05.2019 09:00
    tom1350
    tom1350: 4179 Beiträge, 32% Empfehlungen
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    (6)
    17.05.2019 09:59
    Johannes Knahn
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    18.05.2019 07:23
    a schubart
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  • (7)
    18.05.2019 11:44
    Adam Stremel
    Adam Stremel: 35 Beiträge, 59% Empfehlungen

    Die Schafe unter uns, die die geschönten Kriminalitätsstatistiken glauben, jeder Mensch sei gleich und früher gabs das auch schon. Auch die massiven Brennpunkte an Schulen, Burnouts, No-Go Zonen seien alles normale Zustände. Schön alle Floskeln der Herrschenden übernommen, nichts hinterfragen, sonst tanzt man hier aus der Reihe ;)

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    (4)
    18.05.2019 16:37
    Johannes Knahn
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    (2)
    18.05.2019 18:41
    Susulo
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    (3)
    18.05.2019 21:48
    a schubart
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  • (2)
    09.07.2019 21:14
    JRK
    JRK: 898 Beiträge, 47% Empfehlungen

    Durch die Einführung von Kinderkrippen und Kitas in denen freies Spiel und Kreativität von klein auf betrieben wird, sowie durch die heutige Unterrichtsgestaltung, in denen die Kinder neue Sachverhalte nicht einfach vorgesetzt bekommen, sondern selbst erarbeiten sollen, haben wir soviel Freiheit für Kreativität und eigene Ideen wie nie zuvor.
    Das im Artikel beschriebene habe ich in 20 Jahren in keiner Physiopraxis auch nur im Ansatz gesehen. Hinzu kommt die Denke an den Therapieschulen. Von objektiver Wahrheit und Kreativität ist man da ganz weit weg. Da richtet man sich als Schüler vielmehr nach dem was der Lehrer in der Prüfung sehen will. Wer bis dahin halbwegs als kreativer Freigeist erzogen wurde, verliert spätestens in 3 Jahren Therapieschule wieder alles.

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