Hausärztemangel durch Regressverfahren

15 Kommentare

Mediziner aus Hessen fordern die Abschaffung von Regressen und Vergütung der Mehrarbeit durch Überprüfungen der Krankenkassen.


30.04.2019

Regressverfahren zur Überprüfung von Arznei-, Heil- und Hilfsmittelverordnungen sind nicht selten eine existentielle Bedrohung für ambulante Arztpraxen. Wie der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Hessen, Armin Beck, berichtet, beeinträchtige das Risiko eines Regresses nicht nur die Arbeit bereits tätiger Hausärzte, sondern halte auch Berufsanfänger von einer Entscheidung zur Karriere als Allgemeinmediziner ab.

Zwar werden über 90 Prozent der eingeleiteten Regressverfahren nach Angaben des Hausärzteverbandes in Hessen später eingestellt, die dadurch entstehende Mehrarbeit führe allerdings zu einer übermäßigen Beanspruchung der in der Hausarztpraxis ohnehin knappen zeitlichen und personellen Ressourcen. Deshalb fordern die Ärzte nun eine Abschaffung der Regressverfahren in der jetzigen Form. Stattdessen soll bei Verdacht auf unwirtschaftliches Verordnen eine ausführliche Beratung durch die Kassenärztliche Vereinigung stattfinden. Für die entstehende Arbeitszeit durch „Rechtfertigungsarbeit“ für die gesetzlichen Krankenkassen wollen die Hausärzte außerdem eine Vergütung erhalten.

Die Forderung der Ärzte nach Abschaffung bzw. Vergütung der Regressverfahren könnte auch für Therapeuten interessant sein. Die durch die Krankenkassen vorgeschriebene Prüfpflicht ärztlicher Verordnungen und die damit verbundene Mehrarbeit stellt auch in Therapiepraxen ein viel diskutiertes Ärgernis dar. physio.de berichtete daher unlängst von der Aktion der Vereinten Therapeuten "Wie schaffen wir die Prüfpflicht ab?".

Catrin Heinbokel / physio.de

  • 30.04.2019 06:56
    Susulo
    Susulo: 3247 Beiträge, 97% Empfehlungen

    Ein Beispiel aus dem richtigen Leben:

    Backnanger Hausarztpraxis schließt: Ein motivierter Mediziner schmeißt hin - Rems-Murr-Kreis - Stuttgarter Nachrichten

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    30.04.2019 08:32
    RoFo
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    30.04.2019 08:51
    Susulo
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    30.04.2019 08:57
    RoFo
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    30.04.2019 10:14
    Susulo
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    30.04.2019 12:27
    hermi
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    01.05.2019 10:09
    Susulo
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    01.05.2019 14:25
    VAUPE
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    01.05.2019 20:23
    hermi
    hermi: 1529 Beiträge, 85% Empfehlungen
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  • 30.04.2019 20:36
    Philipp Morlock
    Philipp Morlock: 411 Beiträge, 42% Empfehlungen

    Tja, dann muss man sich eben zum Zahnarzt bequemen, statt zum Hausarzt.lachen

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    30.04.2019 20:40
    Philipp Morlock
    Philipp Morlock: 411 Beiträge, 42% Empfehlungen
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  • 01.05.2019 19:54
    a schubart
    a schubart: 1440 Beiträge, 90% Empfehlungen

    Langfristig und kurzfristig müssen sich die Krankenkassen überlegen wie sie mit denen umgehen die für ihre Versicherten Leistung erbringen. Vor allem in Zeiten von Fachkräfte Mangel im Gesundheitswesen.
    Es ist immer ein geben und nehmen....
    Ich würde mich freuen wenn endlich fachübergreifend an den Schrauben gedreht wird . Wenn man sieht was es gebracht hat das sich physios Logos ergos und Polos zusammen getan haben...
    Man stelle sich vor Ärzte / Pflege sanitätshandel etc würden zusammen arbeiten und sich nicht mehr gegeneinander ausspielen lassen...

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  • (1)
    03.05.2019 09:40
    Norbert Meyer
    Norbert Meyer: 875 Beiträge, 74% Empfehlungen

    Der Versicherte als Mitglied seiner Kasse (egal ob GKV/PKV) muss begreifen , das sind seine eingezahlten Gelder, wir Alle erleben doch täglich wie "OTTO Normal" verscheißert wird.
    Wir sind doch nur ein unwichtiger Kostenfaktor, wenige Patienten überhaupt sind willens diese Problematik zu verstehen, hier liegt doch der Hund begraben!

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  • (3)
    03.05.2019 21:19
    Schnorr
    Schnorr: 184 Beiträge, 71% Empfehlungen

    Bei uns hat auch eine engagierte, jüngere Ärztin aufgegeben mit der Begründung, sie hätte zu viele alte Patienten und können ihren Lebensunterhalt damit nicht bestreiten. Zu viele schlecht bezahlte Hausbesuche. der Ort hat ca. 500 Einwohner und im Umkreis von 15 km kein anderer Allgemeinmediziner.
    Sie ist jetzt in einer Praxisgemeinschaft in der Großstadt.

    Ich wundere mich nicht mehr. In Zeiten, wo die Krankenkassen mehr Angestellte haben als früher, obwohl immer mehr digital verarbeitet wird, immer mehr Geld für Werbung ausgegeben wird, um den anderen Kassen die Versicherten abzuluchsen, bleibt der Patient halt im Graben liegen.

    Beispiel Osteopathie: obwohl es mehrere kleine Studien (auch von KK) gibt, die bestätigen, das durch die finazielle Unterstützung von osteopathie die KK Geld sparen können (schnellere Genesung, weniger Medikamente, usw.) fahren die KK die Unterstützung massiv runter. Logisch ist das nicht. Wirtschaftliches Handeln auch nicht. Dann doch lieber eine Fernsehwerbung mehr schalten.

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  • 04.05.2019 11:48
    Niels WendlandNiels Wendland
    Niels WendlandNiels Wendland: 1 Beiträge, 0% Empfehlungen

    Seit diesem Jahr arbeite ich nicht mehr selbständig in einer physiopraxis alleine in einer Kleinstadt, sondern in einer Gemeinschaftspraxis Logo, ergo Physio mit Arzpraxis auf dem Flur und super Zusammenarbeit mit dem benachbarten Orthopäden!
    Das macht Spaß und ist die Zukunft!
    Klar , die Vergütung muss passen und die Bürokratie darf sich reduzieren und sollte bezahlt werden

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