Neue Hoffnung für Lipödem-Patientinnen

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G-BA plant befristete Regelung zur Kostenübernahme der Liposuktion bei schweren Fettverteilungsstörungen.


11.02.2019

Nicht zuletzt durch den Druck von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Ende Januar einen Vorschlag zur Kostenübernahme von Fettabsaugungen für Patienten mit Lipödemen im Stadium drei veröffentlicht. Wie bereits berichtet müssen die meist weiblichen Patienten aktuell die Kosten für das operative Verfahren noch selbst tragen.

Ab Januar 2020 könnte sich dies nun ändern. Der G-BA sieht zunächst eine befristete Kostenerstattung für den Eingriff durch die gesetzlichen Krankenkassen für insgesamt vier Jahre vor. Während dieses Zeitraums findet eine Begleitstudie zum Nutzen-Schaden-Verhältnis des Verfahrens statt. Ob auch Frauen im Stadium eins und zwei der Erkrankung künftig einen Anspruch auf eine Liposuktion haben, entscheidet sich allerdings erst anhand der Studienergebnisse nach der Erprobungsphase.

Gesundheitsminister Spahn zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. Er hatte die gemeinsame Selbstverwaltung des Gesundheitswesens zuletzt häufiger für lange andauernde Entscheidungsprozesse kritisiert. Eine Gesetzesänderung, die es dem Gesundheitsministerium erlauben würde langwierige Bewertungsverfahren zu umgehen, soll heute bei einer Sitzung des Gesundheitsausschusses diskutiert werden.

Catrin Heinbokel / physio.de

  • 11.02.2019 07:19
    Philipp Morlock
    Philipp Morlock: 409 Beiträge, 42% Empfehlungen

    Auch ne Möglichkeit Versuchskaninchen für ne Studie zu Angeln.

    Wobei eigentlich schon anatomisches Wissen reichen kann.

    Ich hoffe ich liege falsch mit der Annahme, das die Absaugung nicht um die Lymphgefäße achtsam herum ausgeführt wird.

    Irgendwie bin ich da ein hoffnungsloser Fall.

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