Yoga in der kardiovaskulären Rehabilitation

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Studie zur Wirksamkeit eines Yoga-Trainingsprogrammes in der Herzinfarkt-Rehabilitation vorgestellt.


30.01.2019

Bei den diesjährigen Scientific Sessions der American Heart Association stellte der Direktor des Centre for Chronic Disease Control in Neu-Delhi (Indien), Prof. Dr. Dorairaj Prabhakaran, erste Ergebnisse der Studie „Yoga-CaRe“ (Yoga-Based Cardiac Rehabilitation) vor. Darin wird ein auf der Yogalehre basierendes Trainingsprogramm mit der Standardbehandlung in der Nachsorge von Herzinfarktpatienten verglichen. Das Ziel der Studie war der Vergleich der beiden Interventionen hinsichtlich des Auftretens von kardiovaskulären Folgeerkrankungen, Sterblichkeit und Lebensqualität.

Insgesamt nahmen 4.014 Probanden an der Studie teil. Nach dem Herzinfarkt wurden die Teilnehmer zufällig in eine Yoga- und eine Standardtherapiegruppe eingeteilt. Inhalte der Interventionen waren:
Yoga-Gruppe
- eine Einheit Lebensstilberatung (Woche 1)
- eine Einheit Meditation und Atemtechniken (Woche 3)
- zehn Einheiten Yoga (Woche 3-13)
- Heimprogramm (ab Woche 14)

Standard-Gruppe
- drei Einheiten Lebensstilberatung (vor Entlassung, Woche 5, Woche 12)
- Informationsmaterial

Bei der Auswertung zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede bezüglich der Sterblichkeit und kardiovaskulärer Folgeerkrankungen zwischen den beiden Gruppen. Die Steigerung der Lebensqualität war bei den Probanden der Yoga-Gruppe allerdings stärker ausgeprägt als bei denen der Standardtherapie-Gruppe.
Da die Durchführung des Yoga-CaRe-Programms kostengünstig und risikoarm ist, sieht Prof. Dr. Dorairaj Prabhakaran in der Intervention ein großes Potential in der zukünftigen Versorgung von Herzinfarkt-Patienten.

Der Titel der bisher unveröffentlichten Studie lautet:
Effectiveness of a Yoga-Based Cardiac Rehabilitation (yoga-care) Program: A Multi-Centre Randomised Controlled Trial of 4,014 Patients With Acute Myocardial Infarction From India

Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie hier.

Catrin Heinbokel / physio.de