Die Krankheitstage der Deutschen

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Osten kränker, Westen gesünder.


23.07.2013

Der neue Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt es deutlich: Frauen hüten bei Krankheit das Bett länger als die Männer. Im Durchschnitt war das weibliche Geschlecht rund 19 Tage krank geschrieben, die Männer hingegen blieben "nur" 14 Tage der Arbeit fern. In Berlin waren es rund 16 Krankheitstage – das sind 16 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt.  Auf Platz eins der "kranken" Bundesbürger kommt das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Brandenburg, und Sachsen-Anhalt. Berlin belegt dabei den vierten Platz.

Dort reichen Frauen öfter den gelben Schein ein, dennoch kann auch das männliche Geschlecht punkten: Die Medikamenteneinnahme ist hier deutlich erhöht. In der Hauptstadt wurden ihnen für 222 Tagesdosen verordnet, die Frauen hingegen brachten es auf 214. Im Durchschnitt lagen die Berliner mit einer Medikamenteneinnahme von 218 Tagen hinter dem Bundesdurchschnitt, der sich auf 223 Tagesdosen erstreckt.

Herz-Kreislauf-Präparate lagen dabei deutlich vorn. Des Weiteren wurden Stoffwechsel-Erkrankungen sowie Erkrankungen des Nervensystems medikamentös behandelt.

Bundesweit bekam die Hälfte aller Männer Herz-Kreislauf-Präparate verschrieben, gefolgt von den besagten Stoffwechsel-Medikamenten. Die Frauen erhielten ebenfalls erforderliche Herz-Kreislauf-Medikamente als auch Hormonpräparate.

Und wie sieht es in Hamburg aus? Die Beschäftigten im Norden reichten im Durchschnitt an 15,3 Tagen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein. Auch hier waren Frauen statistisch gesehen häufiger krank als in Berlin. In der Hansestadt kamen sie auf 17,5 Tage, die Männer hingegen nur auf 13,4 Tage. Auch hatten die Frauen bei der Medikamenteneinnahme leicht die Nase vorn: Sie erhielten für rund 221 Tage erforderliche Medikamente; die Männer hingegen für 217 Tage.



AvB / physio.de