Heilmittelrichtlinien (HMR) |
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Beispiele |
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| Zunächst stellt der Arzt an Hand der geeigneten Diagnoseverfahren fest, welche Störung
vorliegt (z. B. M. Parkinson). Hierbei stellt er auch die Leitsymptomatik fest (z. B.
Koordinationsstörungen, Störungen der Grob- u. Feinmotorik). Auf der Grundlage der
behandlungsbedürftigen Indikation entscheidet er sich für eine Heilmittelverordnung.
Hierfür setzt er ein Behandlungsziel fest (z. B. Koordination fördern, Förderung und
Verbesserung der Grob- u. Feinmotorik). Er wird dann als vorrangiges Heilmittel KG oder KG
n. BOBATH / VOJTA oder PNF verordnen. Er kann dann als ergänzendes Heilmittel Wärme- oder
Kältetherapie verordnen. Die Frequenzempfehlung beträgt 2-4x wöchentlich. Eine Erst-VO
ist bis zu 10x/VO, die 1. Folge-VO: bis zu 10x/VO, die 2. Folge-VO: bis zu 10x/VO.
Außerdem ist dann eine Langfrist-VO möglich.
Nach Aufnahme des Patienten, führen der Therapeut zehn Therapien durch. Danach erstellt der Therapeut für den Arzt eine Kurzmitteilung (Bestandteil des neuen Verordnungsformulars) und teilt ihm das Ergebnis, Besonderheiten und Prognose mit. Es können auch Änderungen des weiteren Therapieverlaufs vorschlagen. Der Arzt kann im Beispielfall dann noch zwei Folgeverordnungen mit jeweils 10 Therapieeinheiten sowie die notwendigen Langfristverordnungen ausstellen. Die Verordnungsmenge der Langfristverordnung entscheidet der Arzt an Hand der prognostischen Einschätzung. Verordnungsbeispiel bei einer Erkrankung mit einer Funktionsstörung Erst-Verordnung: 8 x MT und 8 x Fango, 2 - 4x pro Woche Verordnungsbeispiel bei einer Erkrankung mit zwei Funktionsstörungen Indikation: HWS-Syndrom - Osteochondrose u. Facettenarthrose C4-C7 - mit subakut schmerzhaften Gelenkfunktionsstörungen, Muskelspannungsstörungen mit Störungen der Durchblutung Therapieziel: mobilisierende Facettenlösung und weiche flächige Massagetechniken Erst-VO: 6 x KG, 6 x Massage, 6x Fango, 2 - 4x pro Woche Verordnungsbeispiel bei einer Erkrankung mit einem komplexen Störungsbild Indikation: Z. n. Impl. Knie-TEP re. am 1.2.01 mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung, Muskelspannungsstörung der das Gelenk bewegenden und stabilisierenden Muskulatur und Durchblutungsstörungen, sowie Muskeldysbalance und -insuffizienz. Erst-VO: 10x D1 - KG inkl. KG-Gerät, Massage, Wärme- und Elektrotherapie, 4x pro Woche Verordnungsbeispiel für eine Verordnung "außerhalb des Regelfalles" Indikation: Fibromyalgie mit chronischen Bewegungsstörungen der Wirbelsäule durch bindegewebige und muskuläre Verkürzungen einschl. Muskeldysbalance und - insuffizienz. 2. Folge-VO: 8x KG, 8x Elektroth., 2x pro Woche Verordnungsbeispiel bei einer Erkrankung, bei der das vorrangige Heilmittel aus
patientenbezogenen Gründen nicht einsetzbar ist Indikation: Chron. pseudoradikuläre, schmerzhafte Muskelspannungsstörungen im thorakolumbalen Übergang bei Osteoch. TH9-L1 - Psoriasis - 1. Folge-VO: 8 UWM, 8x Stangerbad, 2-3 pro Woche Verordnungsbeispiel für eine unfallchirurgische konservativ behandelte Erkrankung Indikation: Fersenbeinfraktur re. nach Motorradunfall am 25.1.01, mit Bewegungs- und Belastungseinschränkung d. re. USG u. OSG (fortbestehende Synovialitis) mit Störungen der Muskelfunktionen - Tonus, Kraft, Koordibnation - d. re. Beines 2. Folge-VO: 10x D1, 3,5x pro Woche |