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Thüringen

In unserer Praxis für Osteopathie
& Physiotherapie in Sömmerda steht
die individuelle und ganzheitliche
Betreuung unserer Patienten an
erster Stelle. Wir suchen zum
nächstmöglichen Zeitpunkt
Verstärkung für unser Team.

Dein Profil:
• Abgeschlossene Ausbildung zum
Physiotherapeuten
• Zusatzqualifikation in
Manueller Lymphdrainage (MLD)
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Manueller Therapie (MT)
• Große Freude am Beruf und im
empathischen Umgang mit Menschen
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  1. Neue Beiträge Alle Foren Therapiemethoden Physiotherapie NPP bei 87 jähriger Pat ?

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Neues Thema
NPP bei 87 jähriger Pat ?
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Anonymer Teilnehmer
06.12.2013 18:23
Hallo,
gleich vorne weg..ich weiß das bei Pat in einem bestimmten Alter zwecks Dehydration des Discus ein NPP eigentlich nur noch sehr schwer (unmöglich?) ist. Trotzdem habe ich eine Pat, 87 Jahre, auf die fast alles zu trifft. Plözlicher Schmerz in re Hüfte und entlang des re Tractus, deutliche Fußherschwäche re die sie vorher, lt.eigenen Angaben nicht hatte. Auch spricht sie von Parästesien. Laseque war negativ, Sensi leicht runter gesetzt. Der Orthopäde meinte, es sei ne Coxarthrose (was, etwa in dem Alter ? :wink: ) und ein Tractus Syndrom. Müsste man aber noch nicht operieren. Pat gibt an davor keine Probleme gehabt zu haben. Wärme und Ruhe machen es besser, Bewegung schlechter, Pat ist klar und orientiert. Was ratet ihr? Mal beim Orthopäden vorsprechen? Mich macht u.a. der PLÖTZLICHE Schmerz misstrauisch. Bei ner Coxarthrose müsste sie es doch kennen..



[bearbeitet am 06.12.13 18:28]
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Hallo, gleich vorne weg..ich weiß das bei Pat in einem bestimmten Alter zwecks Dehydration des Discus ein NPP eigentlich nur noch sehr schwer (unmöglich?) ist. Trotzdem habe ich eine Pat, 87 Jahre, auf die fast alles zu trifft. Plözlicher Schmerz in re Hüfte und entlang des re Tractus, deutliche Fußherschwäche re die sie vorher, lt.eigenen Angaben nicht hatte. Auch spricht sie von Parästesien. Laseque war negativ, Sensi leicht runter gesetzt. Der Orthopäde meinte, es sei ne Coxarthrose (was, etwa in dem Alter ? :wink: ) und ein Tractus Syndrom. Müsste man aber noch nicht operieren. Pat gibt an davor keine Probleme gehabt zu haben. Wärme und Ruhe machen es besser, Bewegung schlechter, Pat ist klar und orientiert. Was ratet ihr? Mal beim Orthopäden vorsprechen? Mich macht u.a. der PLÖTZLICHE Schmerz misstrauisch. Bei ner Coxarthrose müsste sie es doch kennen.. [bearbeitet am 06.12.13 18:28]
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Anonymer Teilnehmer schrieb:

Hallo,
gleich vorne weg..ich weiß das bei Pat in einem bestimmten Alter zwecks Dehydration des Discus ein NPP eigentlich nur noch sehr schwer (unmöglich?) ist. Trotzdem habe ich eine Pat, 87 Jahre, auf die fast alles zu trifft. Plözlicher Schmerz in re Hüfte und entlang des re Tractus, deutliche Fußherschwäche re die sie vorher, lt.eigenen Angaben nicht hatte. Auch spricht sie von Parästesien. Laseque war negativ, Sensi leicht runter gesetzt. Der Orthopäde meinte, es sei ne Coxarthrose (was, etwa in dem Alter ? :wink: ) und ein Tractus Syndrom. Müsste man aber noch nicht operieren. Pat gibt an davor keine Probleme gehabt zu haben. Wärme und Ruhe machen es besser, Bewegung schlechter, Pat ist klar und orientiert. Was ratet ihr? Mal beim Orthopäden vorsprechen? Mich macht u.a. der PLÖTZLICHE Schmerz misstrauisch. Bei ner Coxarthrose müsste sie es doch kennen..



[bearbeitet am 06.12.13 18:28]

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hgb
06.12.2013 18:53
neurologisch klären lassen!
Parästhesieen sind auch nicht typisch, Hypästhesie sollte es sein.

mfg hgb :wink:

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neurologisch klären lassen! Parästhesieen sind auch nicht typisch, Hypästhesie sollte es sein. mfg hgb :wink:
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hgb schrieb:

neurologisch klären lassen!
Parästhesieen sind auch nicht typisch, Hypästhesie sollte es sein.

mfg hgb :wink:

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Wolfgang Pokorski
06.12.2013 19:20
Hallo,

hier sollte dringend der behandelnde Arzt über die neurogenen Symptome informiert werden. Der kann dann entw. Neurol. Abklären lassen oder, das wäre hier vermutlich mein Vorschlag an den Arzt, ein MRT/CT veranlassen. Zusätzlich die Pat. Auf weitere Red Flags abklopfen.

Je nach genauem Befund deiner Neuro-Untersuchung kann evtl jetzt schon vorsichtig neural mobilisiert werden.

Klassische Diskusprolapse sind in dem Alter tatsächlich selten, häufig jedoch sind degenerativ bedingte Stenosen, Stenosen nach osteoporotischer
Wirbelfraktur.

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Hallo, hier sollte dringend der behandelnde Arzt über die neurogenen Symptome informiert werden. Der kann dann entw. Neurol. Abklären lassen oder, das wäre hier vermutlich mein Vorschlag an den Arzt, ein MRT/CT veranlassen. Zusätzlich die Pat. Auf weitere Red Flags abklopfen. Je nach genauem Befund deiner Neuro-Untersuchung kann evtl jetzt schon vorsichtig neural mobilisiert werden. Klassische Diskusprolapse sind in dem Alter tatsächlich selten, häufig jedoch sind degenerativ bedingte Stenosen, Stenosen nach osteoporotischer Wirbelfraktur.
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Mario Emmert
06.12.2013 21:57
Alles Wichtige wurde bereits von hgb und Wolfgang gesagt. Abklärung!

Interessant zu wissen ist allerdings, dass z.B. Laut Eyre und Muir eine alte Bandscheibe zentral nur etwa 10% weniger H2O aufweist als eine junge (70% vs. 80%). Die Proteoglykanverteilung ist etwas anders (60% bei der jungen, 30% bei der alten Bandscheibe, zentral).

Soll heißen: NPP sind bis ins hohe/höhere Ater möglich. Sehen wir/ich häufig.
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Alles Wichtige wurde bereits von hgb und Wolfgang gesagt. Abklärung! Interessant zu wissen ist allerdings, dass z.B. Laut Eyre und Muir eine alte Bandscheibe zentral nur etwa 10% weniger H2O aufweist als eine junge (70% vs. 80%). Die Proteoglykanverteilung ist etwas anders (60% bei der jungen, 30% bei der alten Bandscheibe, zentral). Soll heißen: NPP sind bis ins hohe/höhere Ater möglich. Sehen wir/ich häufig.
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Mario Emmert schrieb:

Alles Wichtige wurde bereits von hgb und Wolfgang gesagt. Abklärung!

Interessant zu wissen ist allerdings, dass z.B. Laut Eyre und Muir eine alte Bandscheibe zentral nur etwa 10% weniger H2O aufweist als eine junge (70% vs. 80%). Die Proteoglykanverteilung ist etwas anders (60% bei der jungen, 30% bei der alten Bandscheibe, zentral).

Soll heißen: NPP sind bis ins hohe/höhere Ater möglich. Sehen wir/ich häufig.

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Wolfgang Pokorski schrieb:

Hallo,

hier sollte dringend der behandelnde Arzt über die neurogenen Symptome informiert werden. Der kann dann entw. Neurol. Abklären lassen oder, das wäre hier vermutlich mein Vorschlag an den Arzt, ein MRT/CT veranlassen. Zusätzlich die Pat. Auf weitere Red Flags abklopfen.

Je nach genauem Befund deiner Neuro-Untersuchung kann evtl jetzt schon vorsichtig neural mobilisiert werden.

Klassische Diskusprolapse sind in dem Alter tatsächlich selten, häufig jedoch sind degenerativ bedingte Stenosen, Stenosen nach osteoporotischer
Wirbelfraktur.

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Geert Jeuring
07.12.2013 15:07
Bei ein plötzlicher Schmerz kann man auch noch mal denken an ein Faserriss in die kleine Gluteaen. Strahlt auch aus in den Tractus. Es ist manchmal schwierig zu deuten ob ein Patient wirkliche Parästhesien hat oder was anderes meint. Mit ein "taubes Gefühl" wird in meiner Erfahrung meistens etwas anderes gemeint. Normalerweise müssten bei eine wirkliche Reizung vom N. Ischiadicus der SLR oder Slump positiv sein.

greater trochanteric pain syndrome AND pubmed pmc local[sb] AND loprov - PubMed - NCBI


Viel Erfolg,

Geert

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Bei ein plötzlicher Schmerz kann man auch noch mal denken an ein Faserriss in die kleine Gluteaen. Strahlt auch aus in den Tractus. Es ist manchmal schwierig zu deuten ob ein Patient wirkliche Parästhesien hat oder was anderes meint. Mit ein "taubes Gefühl" wird in meiner Erfahrung meistens etwas anderes gemeint. Normalerweise müssten bei eine wirkliche Reizung vom N. Ischiadicus der SLR oder Slump positiv sein. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=greater%20trochanteric%20pain%20syndrome%20AND%20pubmed%20pmc%20local[sb]%20AND%20loprovpmc[sb] Viel Erfolg, Geert
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ricardo588
07.12.2013 20:36
Hallo Geert

Trifft aber nicht immer zu bzw wird sehr unterschiedlich diskutiert:

The test of Lasègue: systematic review... [Spine (Phila Pa 1976). 2000] - PubMed - NCBI

The inter-observer reproducibility of Lasègue's sign in patients with low back pain in general practice.

Link


Bei einer Ruptur vermisse ich bei der Anamnese den auslösenden Faktor.

Gruß
ricardo588
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Hallo Geert Trifft aber nicht immer zu bzw wird sehr unterschiedlich diskutiert: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10788860 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1239862/ http://www.epistemonikos.org/de/documents/92deec85057b15c7b7136ff0fd29d6889b177f2a Bei einer Ruptur vermisse ich bei der Anamnese den auslösenden Faktor. Gruß ricardo588
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ricardo588 schrieb:

Hallo Geert

Trifft aber nicht immer zu bzw wird sehr unterschiedlich diskutiert:

The test of Lasègue: systematic review... [Spine (Phila Pa 1976). 2000] - PubMed - NCBI

The inter-observer reproducibility of Lasègue's sign in patients with low back pain in general practice.

Link


Bei einer Ruptur vermisse ich bei der Anamnese den auslösenden Faktor.

Gruß
ricardo588

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hgb
07.12.2013 22:21
..auslösender Faktor bei Degeneration ?

mfg hgb :hushed:

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..auslösender Faktor bei Degeneration ? mfg hgb :hushed:
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hgb schrieb:

..auslösender Faktor bei Degeneration ?

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Geert Jeuring
08.12.2013 08:17
Hallo Ricardo, die Aussagen über die Sensivität und Spezifität des SLR sind mir bekannt, aber die beziehen sich in der Regel (wie auch die erste Studie die du angibst) auf das beweisen eines Bandscheibenvorfalles. Mir geht es allererst um den Nachweis einer Nervenirritation, welche dann allerdings meistens von einen BSV verursacht wird. Es gibt aber sehr viele asymptomatische BSV´s oder BSV´s ohne Ausstrahlung. Mir ist bis jetzt nur einmal einen Patient begegnet mit eine deutliche Nervenirritation und ein negativen SLR. Dafür war aber der Slump deutlich positiv.

Ein diagnostischer TEst steht auch nie alleine im Raum, es wird die ganze Geschichte beurteilt, zum Beispiel das dieser Patient schon 87 ist.


Was ein Riss in der kleine Gluteaen betrifft: diese haben eine große Rolle in Alltagsbewegungen wie bücken und aufstehen von einen tieferen Sessel. Gerade letzteres wird gerne in der Altersklasse mit einen kleineren Anlauf gemacht und wird so zu eine fast plyometrische Bewegung.


Schönen 2. Advent


Geert

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Hallo Ricardo, die Aussagen über die Sensivität und Spezifität des SLR sind mir bekannt, aber die beziehen sich in der Regel (wie auch die erste Studie die du angibst) auf das beweisen eines Bandscheibenvorfalles. Mir geht es allererst um den Nachweis einer Nervenirritation, welche dann allerdings meistens von einen BSV verursacht wird. Es gibt aber sehr viele asymptomatische BSV´s oder BSV´s ohne Ausstrahlung. Mir ist bis jetzt nur einmal einen Patient begegnet mit eine deutliche Nervenirritation und ein negativen SLR. Dafür war aber der Slump deutlich positiv. Ein diagnostischer TEst steht auch nie alleine im Raum, es wird die ganze Geschichte beurteilt, zum Beispiel das dieser Patient schon 87 ist. Was ein Riss in der kleine Gluteaen betrifft: diese haben eine große Rolle in Alltagsbewegungen wie bücken und aufstehen von einen tieferen Sessel. Gerade letzteres wird gerne in der Altersklasse mit einen kleineren Anlauf gemacht und wird so zu eine fast plyometrische Bewegung. Schönen 2. Advent Geert
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Geert Jeuring schrieb:

Hallo Ricardo, die Aussagen über die Sensivität und Spezifität des SLR sind mir bekannt, aber die beziehen sich in der Regel (wie auch die erste Studie die du angibst) auf das beweisen eines Bandscheibenvorfalles. Mir geht es allererst um den Nachweis einer Nervenirritation, welche dann allerdings meistens von einen BSV verursacht wird. Es gibt aber sehr viele asymptomatische BSV´s oder BSV´s ohne Ausstrahlung. Mir ist bis jetzt nur einmal einen Patient begegnet mit eine deutliche Nervenirritation und ein negativen SLR. Dafür war aber der Slump deutlich positiv.

Ein diagnostischer TEst steht auch nie alleine im Raum, es wird die ganze Geschichte beurteilt, zum Beispiel das dieser Patient schon 87 ist.


Was ein Riss in der kleine Gluteaen betrifft: diese haben eine große Rolle in Alltagsbewegungen wie bücken und aufstehen von einen tieferen Sessel. Gerade letzteres wird gerne in der Altersklasse mit einen kleineren Anlauf gemacht und wird so zu eine fast plyometrische Bewegung.


Schönen 2. Advent


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Geert Jeuring schrieb:

Bei ein plötzlicher Schmerz kann man auch noch mal denken an ein Faserriss in die kleine Gluteaen. Strahlt auch aus in den Tractus. Es ist manchmal schwierig zu deuten ob ein Patient wirkliche Parästhesien hat oder was anderes meint. Mit ein "taubes Gefühl" wird in meiner Erfahrung meistens etwas anderes gemeint. Normalerweise müssten bei eine wirkliche Reizung vom N. Ischiadicus der SLR oder Slump positiv sein.

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