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  1. Neue Beiträge Alle Foren Therapiemethoden Physiotherapie Manual-Therapeuten gefragt: (HWS) WS - Steilstellung

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Neues Thema
Manual-Therapeuten gefragt: (HWS) WS - Steilstellung
Es gibt 5 Beiträge
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anke123
30.04.2018 11:11
Hallo liebe Kolleginnen/en,

ich stehe auf dem Schlauch! Ihr habt sicher genauso wie ich des öfteren die Patienten mit HWS (LWS) - Beschwerden!
Wenn nun es nicht schon auf der VO steht, sehen wir es spätestens bei der mitgebrachten MRT des Patienten:
"Steilstellung" der HWS und oder LWS, Verlust der physiologischen Lordose.
Was hat es eigentlich damit auf sich? Grundsätzlich lässt sich ja oft sagen, gerade im Bereich der HWS, das die meisten Patienten im Bereich der anterioren Muskulatur eher "abgeschwächt" und im dorsalen Bereich hyperton/verkürzt sind, oder?

-Wie entsteht dann diese Steilstellung?
-Welche anatomischen Strukturen macht diese Stellung aus?
-Ist diese Position, tatsächlich dann immer "Problembedingt", oder kann es auch nicht so sein, das diese Position, die ist, die der Patient schon ewig hat.
-Wie therapiert Ihr diese Situation (welche Reize, bei welchen Strukturen?) ?

Für zahlreiche Antworten bedanke ich mich im voraus :wink:

LG

Anke
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Hallo liebe Kolleginnen/en, ich stehe auf dem Schlauch! Ihr habt sicher genauso wie ich des öfteren die Patienten mit HWS (LWS) - Beschwerden! Wenn nun es nicht schon auf der VO steht, sehen wir es spätestens bei der mitgebrachten MRT des Patienten: "Steilstellung" der HWS und oder LWS, Verlust der physiologischen Lordose. Was hat es eigentlich damit auf sich? Grundsätzlich lässt sich ja oft sagen, gerade im Bereich der HWS, das die meisten Patienten im Bereich der anterioren Muskulatur eher "abgeschwächt" und im dorsalen Bereich hyperton/verkürzt sind, oder? -Wie entsteht dann diese Steilstellung? -Welche anatomischen Strukturen macht diese Stellung aus? -Ist diese Position, tatsächlich dann immer "Problembedingt", oder kann es auch nicht so sein, das diese Position, die ist, die der Patient schon ewig hat. -Wie therapiert Ihr diese Situation (welche Reize, bei welchen Strukturen?) ? Für zahlreiche Antworten bedanke ich mich im voraus :wink: LG Anke
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anke123 schrieb:

Hallo liebe Kolleginnen/en,

ich stehe auf dem Schlauch! Ihr habt sicher genauso wie ich des öfteren die Patienten mit HWS (LWS) - Beschwerden!
Wenn nun es nicht schon auf der VO steht, sehen wir es spätestens bei der mitgebrachten MRT des Patienten:
"Steilstellung" der HWS und oder LWS, Verlust der physiologischen Lordose.
Was hat es eigentlich damit auf sich? Grundsätzlich lässt sich ja oft sagen, gerade im Bereich der HWS, das die meisten Patienten im Bereich der anterioren Muskulatur eher "abgeschwächt" und im dorsalen Bereich hyperton/verkürzt sind, oder?

-Wie entsteht dann diese Steilstellung?
-Welche anatomischen Strukturen macht diese Stellung aus?
-Ist diese Position, tatsächlich dann immer "Problembedingt", oder kann es auch nicht so sein, das diese Position, die ist, die der Patient schon ewig hat.
-Wie therapiert Ihr diese Situation (welche Reize, bei welchen Strukturen?) ?

Für zahlreiche Antworten bedanke ich mich im voraus :wink:

LG

Anke

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kroetzi
01.05.2018 13:15
Hallo Anke,
Meiner Meinung nach sind viele Steilstellungen in HWS und LWS oder ein Flachrücken meist schon ein Mitbringsel aus der Kindheit. Aus meiner Zeit in einer orthopädischen Kinderrehaklinik sind mir viele solche Fälle in Erinnerung. Oft kombiniert mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Skoliose oder skoliotischer Fehlhaltung und einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Haltungsschwäche. Dies wird ja in der modernen Zeit alles nicht besser. Viel rumsitzen, wenig Sport, sitzende Berufe all das lässt auch ein Gefühl für Haltung gar nicht erst entstehen. Dann gibt es später die Beschwerden die sich aufgrund dieser genannten Faktoren zeigen.
Mir ist dann immer wichtig die Leute vor allem aufzuklären über Ursache, Wirkung,Folgen. Meist liegen ja auch Bewegungseinschränkungen in der WS vor und die Muskulatur ist oft schwach. Im Schmerzfall helfen dann kurzfristig symptomlindernde Massnahmen aber auf lange Sicht sollten die Leute ihre Gesundheit in die eigenen Hände nehmen und ein Körpergefühl entwickeln das ihnen dabei hilft die Warnsignale und Fehlhaltungen (abrutschen des Kopfes in die Reklination z.B.)frühzeitig zu erkennen und wieder mehr Ausgleichsbewegungen/Sport/Physiotherapie/Fitnesstraining etc. zu betreiben.
Die Steilstellung wird sich oft nicht mehr beheben lassen man kann nur die Auswirkungen und Einschränkungen beeinflussen.
Sitzhaltung ist oft eins der Hauptprobleme. "Schreibtischtäter" haben ja oft beides, LWS und HWS- beschweden.
Manuelle Therapie kann ein Anfang sein, dann muss derjenige aber schnellstens selbst aktiv werden. Und die meisten wissen es ja auch und rennen trotzdem viel lieber zur Massage. Leider.
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Hallo Anke, Meiner Meinung nach sind viele Steilstellungen in HWS und LWS oder ein Flachrücken meist schon ein Mitbringsel aus der Kindheit. Aus meiner Zeit in einer orthopädischen Kinderrehaklinik sind mir viele solche Fälle in Erinnerung. Oft kombiniert mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Skoliose oder skoliotischer Fehlhaltung und einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Haltungsschwäche. Dies wird ja in der modernen Zeit alles nicht besser. Viel rumsitzen, wenig Sport, sitzende Berufe all das lässt auch ein Gefühl für Haltung gar nicht erst entstehen. Dann gibt es später die Beschwerden die sich aufgrund dieser genannten Faktoren zeigen. Mir ist dann immer wichtig die Leute vor allem aufzuklären über Ursache, Wirkung,Folgen. Meist liegen ja auch Bewegungseinschränkungen in der WS vor und die Muskulatur ist oft schwach. Im Schmerzfall helfen dann kurzfristig symptomlindernde Massnahmen aber auf lange Sicht sollten die Leute ihre Gesundheit in die eigenen Hände nehmen und ein Körpergefühl entwickeln das ihnen dabei hilft die Warnsignale und Fehlhaltungen (abrutschen des Kopfes in die Reklination z.B.)frühzeitig zu erkennen und wieder mehr Ausgleichsbewegungen/Sport/Physiotherapie/Fitnesstraining etc. zu betreiben. Die Steilstellung wird sich oft nicht mehr beheben lassen man kann nur die Auswirkungen und Einschränkungen beeinflussen. Sitzhaltung ist oft eins der Hauptprobleme. "Schreibtischtäter" haben ja oft beides, LWS und HWS- beschweden. Manuelle Therapie kann ein Anfang sein, dann muss derjenige aber schnellstens selbst aktiv werden. Und die meisten wissen es ja auch und rennen trotzdem viel lieber zur Massage. Leider.
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mbone
01.05.2018 16:43
Bekomme ich eine Verordnung auf der eine Steilstellung diagnostiziert ist hab ich von ärztlicher Seite zumindest einen Anhaltspunkt dafür wo die Beschwerden wahrscheinlich lokalisiert sein sollten. :wink:

Dann kommt mein Funktionsbefund der für mich zusammen mit dem Beschwerdebild des Patienten meine Behandlungsgrundlage bildet.

Die "Diagnose" Steilstellung ist pseudodiagnostisches Wischiwaschi genauso wie die Diagnosen aus dem Phrasendrescher der Arztsoftware
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Bekomme ich eine Verordnung auf der eine Steilstellung diagnostiziert ist hab ich von ärztlicher Seite zumindest einen Anhaltspunkt dafür wo die Beschwerden wahrscheinlich lokalisiert sein sollten. :wink: Dann kommt mein Funktionsbefund der für mich zusammen mit dem Beschwerdebild des Patienten meine Behandlungsgrundlage bildet. Die "Diagnose" Steilstellung ist pseudodiagnostisches Wischiwaschi genauso wie die Diagnosen aus dem Phrasendrescher der Arztsoftware
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mbone schrieb:

Bekomme ich eine Verordnung auf der eine Steilstellung diagnostiziert ist hab ich von ärztlicher Seite zumindest einen Anhaltspunkt dafür wo die Beschwerden wahrscheinlich lokalisiert sein sollten. :wink:

Dann kommt mein Funktionsbefund der für mich zusammen mit dem Beschwerdebild des Patienten meine Behandlungsgrundlage bildet.

Die "Diagnose" Steilstellung ist pseudodiagnostisches Wischiwaschi genauso wie die Diagnosen aus dem Phrasendrescher der Arztsoftware

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kroetzi schrieb:

Hallo Anke,
Meiner Meinung nach sind viele Steilstellungen in HWS und LWS oder ein Flachrücken meist schon ein Mitbringsel aus der Kindheit. Aus meiner Zeit in einer orthopädischen Kinderrehaklinik sind mir viele solche Fälle in Erinnerung. Oft kombiniert mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Skoliose oder skoliotischer Fehlhaltung und einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Haltungsschwäche. Dies wird ja in der modernen Zeit alles nicht besser. Viel rumsitzen, wenig Sport, sitzende Berufe all das lässt auch ein Gefühl für Haltung gar nicht erst entstehen. Dann gibt es später die Beschwerden die sich aufgrund dieser genannten Faktoren zeigen.
Mir ist dann immer wichtig die Leute vor allem aufzuklären über Ursache, Wirkung,Folgen. Meist liegen ja auch Bewegungseinschränkungen in der WS vor und die Muskulatur ist oft schwach. Im Schmerzfall helfen dann kurzfristig symptomlindernde Massnahmen aber auf lange Sicht sollten die Leute ihre Gesundheit in die eigenen Hände nehmen und ein Körpergefühl entwickeln das ihnen dabei hilft die Warnsignale und Fehlhaltungen (abrutschen des Kopfes in die Reklination z.B.)frühzeitig zu erkennen und wieder mehr Ausgleichsbewegungen/Sport/Physiotherapie/Fitnesstraining etc. zu betreiben.
Die Steilstellung wird sich oft nicht mehr beheben lassen man kann nur die Auswirkungen und Einschränkungen beeinflussen.
Sitzhaltung ist oft eins der Hauptprobleme. "Schreibtischtäter" haben ja oft beides, LWS und HWS- beschweden.
Manuelle Therapie kann ein Anfang sein, dann muss derjenige aber schnellstens selbst aktiv werden. Und die meisten wissen es ja auch und rennen trotzdem viel lieber zur Massage. Leider.

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Alyte
01.05.2018 14:28
"Die" Ursache gibt es, wie so oft, nicht. Ich hatte oft Befunde mit hohen neurologischen Spannungen, sprich positven Slump.

Gruß, A.
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"Die" Ursache gibt es, wie so oft, nicht. Ich hatte oft Befunde mit hohen neurologischen Spannungen, sprich positven Slump. Gruß, A.
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Alyte schrieb:

"Die" Ursache gibt es, wie so oft, nicht. Ich hatte oft Befunde mit hohen neurologischen Spannungen, sprich positven Slump.

Gruß, A.

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hgb
01.05.2018 19:33
Hallo Anke,

Du mußt zunächst die Steilestellung in Deinem klinischen Befund von der auf MRT-Bildern unterscheiden. CT und MRT werden im Liegen gefertigt, Duch Kissenunterlagerung werden die vorhandenen Lordosen nach Möglichkeit verringert, um die Schniite bei diesen techn. Untersucnungen in eine Richtung zu bekommen. Eine klinische oder fuktionelle Bewertung sollte aus diesen Bildern nicht hergeleitet werden. Gleiches gilt für Röntgenbilder, wobei bei Orthopäden eigentlich WS-Bilder aller Abschnitte nicht im Liegen gemacht werden, außer bei best. Fragestellungen wie einer Spondylarthrose z. B.

Die klinische Steilstellung im PT-Befund resultiert häufig aus dem Schmerz. Flachrücken als primäre Veränderungen oder bei idiopathischen Skolkiosen sind dagegen eher selten. In 40 J. habe ich auch eine BWS-Lordose gesehen, die wohl auf dem Boden einer ThLÜ-Kyphose entstanden war, die Rö-Bilder dazu gabe es leider nicht und der jg. Mann war nur 1 x da.
Manualmedizinisch kann man natürlich Segment für Segment die WS untersuchen und wird bei anhaltenden Steilstellungen / Flachrücken auch eine diskrete Minderbeweglichkeit finden, die idiopathischen Skoliosen und deren Frühformen auch die Anteflexionseinschränkung, die DFS kommen bei Flexion nicht dorsal gleichmäßig heraus. Ein solcher Befund ist man-th. kaum therapierbar.

mfg hgb :wink:
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Hallo Anke, Du mußt zunächst die Steilestellung in Deinem klinischen Befund von der auf MRT-Bildern unterscheiden. CT und MRT werden im Liegen gefertigt, Duch Kissenunterlagerung werden die vorhandenen Lordosen nach Möglichkeit verringert, um die Schniite bei diesen techn. Untersucnungen in eine Richtung zu bekommen. Eine klinische oder fuktionelle Bewertung sollte aus diesen Bildern nicht hergeleitet werden. Gleiches gilt für Röntgenbilder, wobei bei Orthopäden eigentlich WS-Bilder aller Abschnitte nicht im Liegen gemacht werden, außer bei best. Fragestellungen wie einer Spondylarthrose z. B. Die klinische Steilstellung im PT-Befund resultiert häufig aus dem Schmerz. Flachrücken als primäre Veränderungen oder bei idiopathischen Skolkiosen sind dagegen eher selten. In 40 J. habe ich auch eine BWS-Lordose gesehen, die wohl auf dem Boden einer ThLÜ-Kyphose entstanden war, die Rö-Bilder dazu gabe es leider nicht und der jg. Mann war nur 1 x da. Manualmedizinisch kann man natürlich Segment für Segment die WS untersuchen und wird bei anhaltenden Steilstellungen / Flachrücken auch eine diskrete Minderbeweglichkeit finden, die idiopathischen Skoliosen und deren Frühformen auch die Anteflexionseinschränkung, die DFS kommen bei Flexion nicht dorsal gleichmäßig heraus. Ein solcher Befund ist man-th. kaum therapierbar. mfg hgb :wink:
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hgb schrieb:

Hallo Anke,

Du mußt zunächst die Steilestellung in Deinem klinischen Befund von der auf MRT-Bildern unterscheiden. CT und MRT werden im Liegen gefertigt, Duch Kissenunterlagerung werden die vorhandenen Lordosen nach Möglichkeit verringert, um die Schniite bei diesen techn. Untersucnungen in eine Richtung zu bekommen. Eine klinische oder fuktionelle Bewertung sollte aus diesen Bildern nicht hergeleitet werden. Gleiches gilt für Röntgenbilder, wobei bei Orthopäden eigentlich WS-Bilder aller Abschnitte nicht im Liegen gemacht werden, außer bei best. Fragestellungen wie einer Spondylarthrose z. B.

Die klinische Steilstellung im PT-Befund resultiert häufig aus dem Schmerz. Flachrücken als primäre Veränderungen oder bei idiopathischen Skolkiosen sind dagegen eher selten. In 40 J. habe ich auch eine BWS-Lordose gesehen, die wohl auf dem Boden einer ThLÜ-Kyphose entstanden war, die Rö-Bilder dazu gabe es leider nicht und der jg. Mann war nur 1 x da.
Manualmedizinisch kann man natürlich Segment für Segment die WS untersuchen und wird bei anhaltenden Steilstellungen / Flachrücken auch eine diskrete Minderbeweglichkeit finden, die idiopathischen Skoliosen und deren Frühformen auch die Anteflexionseinschränkung, die DFS kommen bei Flexion nicht dorsal gleichmäßig heraus. Ein solcher Befund ist man-th. kaum therapierbar.

mfg hgb :wink:



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