bin keine Physio, sondern Logo. Mein Mann hat sich vor 4 Tagen bei einem Sturz die Schulter ausgekugelt. Sie konnte relativ schnell wieder eingerenkt werden. Das KKH sagte, die Schlinge, um den Arm ruhig zu stellen, müsse er 6 Wochen tragen. Der niedergelassene Ortho meinte am nächsten Tag, er müsse sie nur 3 Tage tragen. Mit Physio fängt er erst am Montag an, also die Meinung steht noch aus.
Könnt ihr mir sagen, was nun gilt? Wie lange wird es dauern, bis das wieder in Ordnung ist?
Er wurde nicht operiert, er ist 45 Jahre alt. Das MRT ist erst in 2 Wochen.
Wie sind eure Erfahrungen? Freue mich über jede Antwort. danke!!
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Liebe Kollegen,
bin keine Physio, sondern Logo. Mein Mann hat sich vor 4 Tagen bei einem Sturz die Schulter ausgekugelt. Sie konnte relativ schnell wieder eingerenkt werden. Das KKH sagte, die Schlinge, um den Arm ruhig zu stellen, müsse er 6 Wochen tragen. Der niedergelassene Ortho meinte am nächsten Tag, er müsse sie nur 3 Tage tragen. Mit Physio fängt er erst am Montag an, also die Meinung steht noch aus.
Könnt ihr mir sagen, was nun gilt? Wie lange wird es dauern, bis das wieder in Ordnung ist?
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PeggySueParker schrieb:
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Könnt ihr mir sagen, was nun gilt? Wie lange wird es dauern, bis das wieder in Ordnung ist?
Er wurde nicht operiert, er ist 45 Jahre alt. Das MRT ist erst in 2 Wochen.
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Dazu sollte man in der frühen Phase raten, abzuwarten wie der Befund der klinischen Untersuchung des PT am Montag sein wird. Natürlich bezogen auf die Akutphase, wo noch keine Stabilisationstests durchgeführt werden können.
Nur soviel, bei einer Luxation kann es evtl. zu einer Labruumverletzung kommen, die jedoch untersuchungstechnisch besser klinische Aussagen machen kann als per MRT. Daher ist die Wartezeit noch völlig ok.
Ein MRT erreicht eine Sensitivität von 59% und eine Spezifität von 85% bei Verletzungen des Labruums. Eine klinische Untersuchung (von einem erfahrenen PT oder Arzt) erreicht eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 85%. Ein MRT bietet sich nach einem Trauma jedoch immer an, da auch andere Strukturen Verletzungen aufweisen können. Eine MRT Arthrographie ist in 96% der Fälle aussagekräftig, bei Labruumverletzungen.
Oft kommen eben bei Traumatas wie der Luxation Begleitverletzungen vor (ligamentär, kapsulär, neurodynamisch), die erst nach entsprechenden Untersuchungen und den entsprechenden Zeit-warte-Intervallen erste Aussagen machen können.
Daher kann für die Akutphase zunächst mal eine entsprechende Akutbehandlung durchgeführt werden durch den PT, natürlich gepaart mit ärztlicher medikamentöser Therapie.
Wegen der Immobilisationszeit würde ich mich in enger Absprache Arzt/Therapeut dann entscheiden.
Sobald klinische Befunde durchgeführt werden können, informiere uns dann nochmals über das Outcome der Befunde, dann können wir mehr darüber sagen.
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• kern jürgen
• anna fleck
Dazu sollte man in der frühen Phase raten, abzuwarten wie der Befund der klinischen Untersuchung des PT am Montag sein wird. Natürlich bezogen auf die Akutphase, wo noch keine Stabilisationstests durchgeführt werden können.
Nur soviel, bei einer Luxation kann es evtl. zu einer Labruumverletzung kommen, die jedoch untersuchungstechnisch besser klinische Aussagen machen kann als per MRT. Daher ist die Wartezeit noch völlig ok.
Ein MRT erreicht eine Sensitivität von 59% und eine Spezifität von 85% bei Verletzungen des Labruums. Eine klinische Untersuchung (von einem erfahrenen PT oder Arzt) erreicht eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 85%. Ein MRT bietet sich nach einem Trauma jedoch immer an, da auch andere Strukturen Verletzungen aufweisen können. Eine MRT Arthrographie ist in 96% der Fälle aussagekräftig, bei Labruumverletzungen.
Oft kommen eben bei Traumatas wie der Luxation Begleitverletzungen vor (ligamentär, kapsulär, neurodynamisch), die erst nach entsprechenden Untersuchungen und den entsprechenden Zeit-warte-Intervallen erste Aussagen machen können.
Daher kann für die Akutphase zunächst mal eine entsprechende Akutbehandlung durchgeführt werden durch den PT, natürlich gepaart mit ärztlicher medikamentöser Therapie.
Wegen der Immobilisationszeit würde ich mich in enger Absprache Arzt/Therapeut dann entscheiden.
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Die PT meinte heute, sie würde sofort sehen, dass noch mehr Verletzungen vorliegen würden. Sie wolle deshalb auch noch nicht so sehr mit Übungen ran gehen, und erst das MRT abwarten. Sie war auch erstaunt, dass mein Mann so früh nach dem Ereignis schon mit PT beginnen solle...(heute 6. Tag nach dem Sturz)
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Die PT meinte heute, sie würde sofort sehen, dass noch mehr Verletzungen vorliegen würden. Sie wolle deshalb auch noch nicht so sehr mit Übungen ran gehen, und erst das MRT abwarten. Sie war auch erstaunt, dass mein Mann so früh nach dem Ereignis schon mit PT beginnen solle...(heute 6. Tag nach dem Sturz)
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PeggySueParker schrieb:
Die PT meinte heute, sie würde sofort sehen, dass noch mehr Verletzungen vorliegen würden. Sie wolle deshalb auch noch nicht so sehr mit Übungen ran gehen, und erst das MRT abwarten. Sie war auch erstaunt, dass mein Mann so früh nach dem Ereignis schon mit PT beginnen solle...(heute 6. Tag nach dem Sturz)
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Hey!
Die letzte Meinung zaehlt und der Orthopäde ist der behandelnde Arzt,nicht das KKH und trägt damit die verantwortung!Physio so früh wie möglich ist gut und meiner Meinung nach die beste Lösung;Physio bedeutet ja nicht nur Übungen am Patienten,sondern beinhaltet viele Techniken je nach Befund des behandelnden Therapeuten!Und eine Schulter 6 Wochen ruhig stellen,nein danke,bei dem Gelenk sind die Langzeitprobleme dann vorprogrammiert!
Gruß Schippi
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Die letzte Meinung zaehlt und der Orthopäde ist der behandelnde Arzt,nicht das KKH und trägt damit die verantwortung!Physio so früh wie möglich ist gut und meiner Meinung nach die beste Lösung;Physio bedeutet ja nicht nur Übungen am Patienten,sondern beinhaltet viele Techniken je nach Befund des behandelnden Therapeuten!Und eine Schulter 6 Wochen ruhig stellen,nein danke,bei dem Gelenk sind die Langzeitprobleme dann vorprogrammiert!
Gruß Schippi
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Schippi schrieb:
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Die letzte Meinung zaehlt und der Orthopäde ist der behandelnde Arzt,nicht das KKH und trägt damit die verantwortung!Physio so früh wie möglich ist gut und meiner Meinung nach die beste Lösung;Physio bedeutet ja nicht nur Übungen am Patienten,sondern beinhaltet viele Techniken je nach Befund des behandelnden Therapeuten!Und eine Schulter 6 Wochen ruhig stellen,nein danke,bei dem Gelenk sind die Langzeitprobleme dann vorprogrammiert!
Gruß Schippi
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Ich würde das MRT mit Kontrastmittel abwarten, vorher lässt sich nur spekulieren.
Vorab kann sicherlich eine adäquate "Schmerz"-Physiotherapie angebracht sein, wissend dem Trauma und wissend der noch nicht gelaufenen MRT Untersuchung.
Anmerkung meinerseits: Ein MRT mit Kontrastmittel sollte eigentlich schon unmittelbar nach dem Trauma erfolgen, nicht erst 2 Woche danach.
Wenn nämlich keine Weichteilrupturen oder Labruumverletzungen vorliegen, kann man schon sehr früh funktionell traumaorientiert behandeln, was der Kapsel im nachhinein zugute kommen würde und somit auch dem Patienten...
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Ich würde das MRT mit Kontrastmittel abwarten, vorher lässt sich nur spekulieren.
Vorab kann sicherlich eine adäquate "Schmerz"-Physiotherapie angebracht sein, wissend dem Trauma und wissend der noch nicht gelaufenen MRT Untersuchung.
Anmerkung meinerseits: Ein MRT mit Kontrastmittel sollte eigentlich schon unmittelbar nach dem Trauma erfolgen, nicht erst 2 Woche danach.
Wenn nämlich keine Weichteilrupturen oder Labruumverletzungen vorliegen, kann man schon sehr früh funktionell traumaorientiert behandeln, was der Kapsel im nachhinein zugute kommen würde und somit auch dem Patienten...
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stefan 302 schrieb:
Ich würde das MRT mit Kontrastmittel abwarten, vorher lässt sich nur spekulieren.
Vorab kann sicherlich eine adäquate "Schmerz"-Physiotherapie angebracht sein, wissend dem Trauma und wissend der noch nicht gelaufenen MRT Untersuchung.
Anmerkung meinerseits: Ein MRT mit Kontrastmittel sollte eigentlich schon unmittelbar nach dem Trauma erfolgen, nicht erst 2 Woche danach.
Wenn nämlich keine Weichteilrupturen oder Labruumverletzungen vorliegen, kann man schon sehr früh funktionell traumaorientiert behandeln, was der Kapsel im nachhinein zugute kommen würde und somit auch dem Patienten...
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stefan 302 schrieb:
Dazu sollte man in der frühen Phase raten, abzuwarten wie der Befund der klinischen Untersuchung des PT am Montag sein wird. Natürlich bezogen auf die Akutphase, wo noch keine Stabilisationstests durchgeführt werden können.
Nur soviel, bei einer Luxation kann es evtl. zu einer Labruumverletzung kommen, die jedoch untersuchungstechnisch besser klinische Aussagen machen kann als per MRT. Daher ist die Wartezeit noch völlig ok.
Ein MRT erreicht eine Sensitivität von 59% und eine Spezifität von 85% bei Verletzungen des Labruums. Eine klinische Untersuchung (von einem erfahrenen PT oder Arzt) erreicht eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 85%. Ein MRT bietet sich nach einem Trauma jedoch immer an, da auch andere Strukturen Verletzungen aufweisen können. Eine MRT Arthrographie ist in 96% der Fälle aussagekräftig, bei Labruumverletzungen.
Oft kommen eben bei Traumatas wie der Luxation Begleitverletzungen vor (ligamentär, kapsulär, neurodynamisch), die erst nach entsprechenden Untersuchungen und den entsprechenden Zeit-warte-Intervallen erste Aussagen machen können.
Daher kann für die Akutphase zunächst mal eine entsprechende Akutbehandlung durchgeführt werden durch den PT, natürlich gepaart mit ärztlicher medikamentöser Therapie.
Wegen der Immobilisationszeit würde ich mich in enger Absprache Arzt/Therapeut dann entscheiden.
Sobald klinische Befunde durchgeführt werden können, informiere uns dann nochmals über das Outcome der Befunde, dann können wir mehr darüber sagen.
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danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
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Hallo liebe Kollegen,
danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
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PeggySueParker schrieb am 30.3.17 22:16:
Hallo liebe Kollegen,
danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
Mit dem Befund würde ich einen erfahrenen Schulterchirurgen befragen, der (s-)eine Vorgehensweise bei der komplexen Verletzung aufzeigt und dann seine Meinung über konservative bzw. operative Vorgehensweise abgibt.
Eine globale Aussage hier ohne komplette Untersuchung würde ich mir jetzt hier nicht zutrauen, hier kann wirklich ein Chirurg mit beiden offenen Sichtweisen mehr beitragen.
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• ali
[zitat]PeggySueParker schrieb am 30.3.17 22:16:
Hallo liebe Kollegen,
danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.[/zitat]
Mit dem Befund würde ich einen erfahrenen Schulterchirurgen befragen, der (s-)eine Vorgehensweise bei der komplexen Verletzung aufzeigt und dann seine Meinung über konservative bzw. operative Vorgehensweise abgibt.
Eine globale Aussage hier ohne komplette Untersuchung würde ich mir jetzt hier nicht zutrauen, hier kann wirklich ein Chirurg mit beiden offenen Sichtweisen mehr beitragen.
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stefan 302 schrieb:
PeggySueParker schrieb am 30.3.17 22:16:
Hallo liebe Kollegen,
danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
Mit dem Befund würde ich einen erfahrenen Schulterchirurgen befragen, der (s-)eine Vorgehensweise bei der komplexen Verletzung aufzeigt und dann seine Meinung über konservative bzw. operative Vorgehensweise abgibt.
Eine globale Aussage hier ohne komplette Untersuchung würde ich mir jetzt hier nicht zutrauen, hier kann wirklich ein Chirurg mit beiden offenen Sichtweisen mehr beitragen.
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PeggySueParker schrieb:
Hallo liebe Kollegen,
danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
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Könnt ihr mir sagen, was nun gilt? Wie lange wird es dauern, bis das wieder in Ordnung ist?
Er wurde nicht operiert, er ist 45 Jahre alt. Das MRT ist erst in 2 Wochen.
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bin keine Physio, sondern Logo. Mein Mann hat sich vor 4 Tagen bei einem Sturz die Schulter ausgekugelt. Sie konnte relativ schnell wieder eingerenkt werden. Das KKH sagte, die Schlinge, um den Arm ruhig zu stellen, müsse er 6 Wochen tragen. Der niedergelassene Ortho meinte am nächsten Tag, er müsse sie nur 3 Tage tragen. Mit Physio fängt er erst am Montag an, also die Meinung steht noch aus.
Könnt ihr mir sagen, was nun gilt? Wie lange wird es dauern, bis das wieder in Ordnung ist?
Er wurde nicht operiert, er ist 45 Jahre alt. Das MRT ist erst in 2 Wochen.
Wie sind eure Erfahrungen? Freue mich über jede Antwort. danke!!
Nur soviel, bei einer Luxation kann es evtl. zu einer Labruumverletzung kommen, die jedoch untersuchungstechnisch besser klinische Aussagen machen kann als per MRT. Daher ist die Wartezeit noch völlig ok.
Ein MRT erreicht eine Sensitivität von 59% und eine Spezifität von 85% bei Verletzungen des Labruums. Eine klinische Untersuchung (von einem erfahrenen PT oder Arzt) erreicht eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 85%. Ein MRT bietet sich nach einem Trauma jedoch immer an, da auch andere Strukturen Verletzungen aufweisen können. Eine MRT Arthrographie ist in 96% der Fälle aussagekräftig, bei Labruumverletzungen.
Oft kommen eben bei Traumatas wie der Luxation Begleitverletzungen vor (ligamentär, kapsulär, neurodynamisch), die erst nach entsprechenden Untersuchungen und den entsprechenden Zeit-warte-Intervallen erste Aussagen machen können.
Daher kann für die Akutphase zunächst mal eine entsprechende Akutbehandlung durchgeführt werden durch den PT, natürlich gepaart mit ärztlicher medikamentöser Therapie.
Wegen der Immobilisationszeit würde ich mich in enger Absprache Arzt/Therapeut dann entscheiden.
Sobald klinische Befunde durchgeführt werden können, informiere uns dann nochmals über das Outcome der Befunde, dann können wir mehr darüber sagen.
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HG Anja
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PeggySueParker schrieb:
Vielen, vielen Dank erstmal für deine ausführliche Antwort. Ja, ich informiere weiter, sobald es etwas neues gibt.
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PeggySueParker schrieb:
Die PT meinte heute, sie würde sofort sehen, dass noch mehr Verletzungen vorliegen würden. Sie wolle deshalb auch noch nicht so sehr mit Übungen ran gehen, und erst das MRT abwarten. Sie war auch erstaunt, dass mein Mann so früh nach dem Ereignis schon mit PT beginnen solle...(heute 6. Tag nach dem Sturz)
Die letzte Meinung zaehlt und der Orthopäde ist der behandelnde Arzt,nicht das KKH und trägt damit die verantwortung!Physio so früh wie möglich ist gut und meiner Meinung nach die beste Lösung;Physio bedeutet ja nicht nur Übungen am Patienten,sondern beinhaltet viele Techniken je nach Befund des behandelnden Therapeuten!Und eine Schulter 6 Wochen ruhig stellen,nein danke,bei dem Gelenk sind die Langzeitprobleme dann vorprogrammiert!
Gruß Schippi
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Schippi schrieb:
Hey!
Die letzte Meinung zaehlt und der Orthopäde ist der behandelnde Arzt,nicht das KKH und trägt damit die verantwortung!Physio so früh wie möglich ist gut und meiner Meinung nach die beste Lösung;Physio bedeutet ja nicht nur Übungen am Patienten,sondern beinhaltet viele Techniken je nach Befund des behandelnden Therapeuten!Und eine Schulter 6 Wochen ruhig stellen,nein danke,bei dem Gelenk sind die Langzeitprobleme dann vorprogrammiert!
Gruß Schippi
Vorab kann sicherlich eine adäquate "Schmerz"-Physiotherapie angebracht sein, wissend dem Trauma und wissend der noch nicht gelaufenen MRT Untersuchung.
Anmerkung meinerseits: Ein MRT mit Kontrastmittel sollte eigentlich schon unmittelbar nach dem Trauma erfolgen, nicht erst 2 Woche danach.
Wenn nämlich keine Weichteilrupturen oder Labruumverletzungen vorliegen, kann man schon sehr früh funktionell traumaorientiert behandeln, was der Kapsel im nachhinein zugute kommen würde und somit auch dem Patienten...
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stefan 302 schrieb:
Ich würde das MRT mit Kontrastmittel abwarten, vorher lässt sich nur spekulieren.
Vorab kann sicherlich eine adäquate "Schmerz"-Physiotherapie angebracht sein, wissend dem Trauma und wissend der noch nicht gelaufenen MRT Untersuchung.
Anmerkung meinerseits: Ein MRT mit Kontrastmittel sollte eigentlich schon unmittelbar nach dem Trauma erfolgen, nicht erst 2 Woche danach.
Wenn nämlich keine Weichteilrupturen oder Labruumverletzungen vorliegen, kann man schon sehr früh funktionell traumaorientiert behandeln, was der Kapsel im nachhinein zugute kommen würde und somit auch dem Patienten...
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stefan 302 schrieb:
Dazu sollte man in der frühen Phase raten, abzuwarten wie der Befund der klinischen Untersuchung des PT am Montag sein wird. Natürlich bezogen auf die Akutphase, wo noch keine Stabilisationstests durchgeführt werden können.
Nur soviel, bei einer Luxation kann es evtl. zu einer Labruumverletzung kommen, die jedoch untersuchungstechnisch besser klinische Aussagen machen kann als per MRT. Daher ist die Wartezeit noch völlig ok.
Ein MRT erreicht eine Sensitivität von 59% und eine Spezifität von 85% bei Verletzungen des Labruums. Eine klinische Untersuchung (von einem erfahrenen PT oder Arzt) erreicht eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 85%. Ein MRT bietet sich nach einem Trauma jedoch immer an, da auch andere Strukturen Verletzungen aufweisen können. Eine MRT Arthrographie ist in 96% der Fälle aussagekräftig, bei Labruumverletzungen.
Oft kommen eben bei Traumatas wie der Luxation Begleitverletzungen vor (ligamentär, kapsulär, neurodynamisch), die erst nach entsprechenden Untersuchungen und den entsprechenden Zeit-warte-Intervallen erste Aussagen machen können.
Daher kann für die Akutphase zunächst mal eine entsprechende Akutbehandlung durchgeführt werden durch den PT, natürlich gepaart mit ärztlicher medikamentöser Therapie.
Wegen der Immobilisationszeit würde ich mich in enger Absprache Arzt/Therapeut dann entscheiden.
Sobald klinische Befunde durchgeführt werden können, informiere uns dann nochmals über das Outcome der Befunde, dann können wir mehr darüber sagen.
danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
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danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
Mit dem Befund würde ich einen erfahrenen Schulterchirurgen befragen, der (s-)eine Vorgehensweise bei der komplexen Verletzung aufzeigt und dann seine Meinung über konservative bzw. operative Vorgehensweise abgibt.
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stefan 302 schrieb:
PeggySueParker schrieb am 30.3.17 22:16:
Hallo liebe Kollegen,
danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
Mit dem Befund würde ich einen erfahrenen Schulterchirurgen befragen, der (s-)eine Vorgehensweise bei der komplexen Verletzung aufzeigt und dann seine Meinung über konservative bzw. operative Vorgehensweise abgibt.
Eine globale Aussage hier ohne komplette Untersuchung würde ich mir jetzt hier nicht zutrauen, hier kann wirklich ein Chirurg mit beiden offenen Sichtweisen mehr beitragen.
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danke für alle Beiträge. Endlich!!! haben wir mal die Ergebnisse des MRT erhalten. Ja, so lange dauert das... 4 Wochen.
Befund: Hill Sachs Läsion in loco typico. Signalverändertes inferiores Labrum mit diskret auch ossären Strukturveränderungen. Reizzustand im Rotatorenintervall. Tendinitis der Bizepssehne. Kleiner Einriss der Supraspinatussehne artikularseitig oberhalb des Ansatzes am Tuberculum majus. Einzelne Zyste innerhalb des Tuberculum majus. AC-Gelenksarthrose mit Impingement und Reizzustand. Bursitis subacromialis et subdeltoidea.
Beurteilung: AC-Gelenksarthrose mit Impingement. Bursitis. Hill Sachs-Läsion. Bankart-Läsion. Partialruptur der Supraspinatussehne (Grad 1). Tendinitis.
Was sagt ihr dazu? Dass die Genesung länger dauert, haben wir auch schon festgestellt. Er kann den Arm nur auf 45 Grad heben. Dann hat er stärkere Schmerzen. Schmerzen hat er ohne Bewegung auch.
Bin um eure Beurteilung und Rat dankbar.
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