Servus Bewerber/in!
In der Physiotherapie behandeln wir
von jung bis reif, von Orthopädie
bis Neurologie und immer mit
fachlicher Kompetenz und
Leidenschaft für die Gesundheit.
Fortbildungen sind von Vorteil aber
keine Voraussetzung, um bei uns zu
starten.
Die Praxis befindet sich im Herzen
Moosachs, einem sehr gemütlichen
Stadtteil Münchens mit
"Dorfcharakter", nur 15
Minuten vom Münchener Stadtzentrum
entfernt.
Die Räumlichkeiten von fast 300m"²
mit moderner Ausstattu...
In der Physiotherapie behandeln wir
von jung bis reif, von Orthopädie
bis Neurologie und immer mit
fachlicher Kompetenz und
Leidenschaft für die Gesundheit.
Fortbildungen sind von Vorteil aber
keine Voraussetzung, um bei uns zu
starten.
Die Praxis befindet sich im Herzen
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Minuten vom Münchener Stadtzentrum
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gibt es hier Therapeuten, die sich mit dem Krankheitsbild der Myalgischen Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome auskennen? Da es (noch) keine hilfreiche Therapie für diese Patienten gibt scheint meine Frage sehr schwierig. Dennoch suche ich nach Austausch, nach Ansatzpunkten und Ideen... vielleicht kennt auch jemand einen Facharzt, der sich mit dem Thema beschäftigt?
Bin über jeden Hinweis dankbar!
Viele Grüße,
Gabi
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Danke, dass du dich mit diesem Thema befasst!
Am ALLERWICHTIGSTEN ist dass der Pat. lernt seine/ihre noch vorhandenen Energie gut einzuteilen und sich nicht zur Belastung (und das kann nur eine einfache Tätigkeit sein) zwingt. Das ist äußerst schwierig, da der "Crash" oft erst bis zu 2 Tage nach einer zu großen Anstrengung kommt.
Im Klartext: NICHT an die Belastungsgrenze gehen und immer wieder Ruhepausen, hinlegen, usw je nach Schwere der ME-CFS. Leider wird diesen Menschen immer wieder gesagt sie sollen sich anstrengen, das macht aber die Symptomatik nur noch schlimmer.
Meiner Erfahrung nach sind sanfte Techniken zur Schmerzlinderung wirkungsvoll, manchmal reicht es nur wenn das entsprechende inervierende Segment behandelt wird.
Auf jeden Fall ist weniger mehr, um keine Gegenreaktion auszulösen.
Die Patienten die ich behandle sprechen relativ gut an auf sanfte Osteopathie und Naturheilverfahren wie Akupunktur, bei Globuli usw muss man vorsichtig sein und es langsamer angehen lassen, wirkt aber auch unterstützend gut.
Evtl kann ein Facharzt für Umweltmedizin und/oder Naturheilverfahren eine Unterstützung geben.
Es gibt seit vielen vielen Jahren schon eine hohe Dunkelziffer bei dieser Krankheit....
Wer sich dafür interessiert, kann sich den Film "Unrest" von Jennifer Brea anschauen, da bekommt man einen kleinen Einblick in diese Krankheit und was diese Menschen durchmachen.
Ich wünsche deinen Patienten alles Gute!
Grüße aus der Oberpfalz
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Spock schrieb:
Hallo Gabi,
Danke, dass du dich mit diesem Thema befasst!
Am ALLERWICHTIGSTEN ist dass der Pat. lernt seine/ihre noch vorhandenen Energie gut einzuteilen und sich nicht zur Belastung (und das kann nur eine einfache Tätigkeit sein) zwingt. Das ist äußerst schwierig, da der "Crash" oft erst bis zu 2 Tage nach einer zu großen Anstrengung kommt.
Im Klartext: NICHT an die Belastungsgrenze gehen und immer wieder Ruhepausen, hinlegen, usw je nach Schwere der ME-CFS. Leider wird diesen Menschen immer wieder gesagt sie sollen sich anstrengen, das macht aber die Symptomatik nur noch schlimmer.
Meiner Erfahrung nach sind sanfte Techniken zur Schmerzlinderung wirkungsvoll, manchmal reicht es nur wenn das entsprechende inervierende Segment behandelt wird.
Auf jeden Fall ist weniger mehr, um keine Gegenreaktion auszulösen.
Die Patienten die ich behandle sprechen relativ gut an auf sanfte Osteopathie und Naturheilverfahren wie Akupunktur, bei Globuli usw muss man vorsichtig sein und es langsamer angehen lassen, wirkt aber auch unterstützend gut.
Evtl kann ein Facharzt für Umweltmedizin und/oder Naturheilverfahren eine Unterstützung geben.
Es gibt seit vielen vielen Jahren schon eine hohe Dunkelziffer bei dieser Krankheit....
Wer sich dafür interessiert, kann sich den Film "Unrest" von Jennifer Brea anschauen, da bekommt man einen kleinen Einblick in diese Krankheit und was diese Menschen durchmachen.
Ich wünsche deinen Patienten alles Gute!
Grüße aus der Oberpfalz
Danke für deine ausführliche Antwort!
Die Thematik der Crashs aufgrund der PEM ist mir bekannt, und beiden Patienten hilft Pacing irgendwie durch den Tag zu kommen - der jedoch in keiner Weise einem gewöhnlichen Alltag gleicht.
Es ist so frustrierend nicht weiter helfen zu können. Und regional gibt es bei uns auch keine spezifischen Anlaufstellen außer einer Selbsthilfegruppe, bei der es jedoch um betroffene Familien mit erkrankten Kindern geht.
Den Filmtipp werde ich mir auf alle Fälle merken! Vielen Dank dafür 😊
Viele Grüße aus der Ortenau
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gabi1610 schrieb:
@Spock
Danke für deine ausführliche Antwort!
Die Thematik der Crashs aufgrund der PEM ist mir bekannt, und beiden Patienten hilft Pacing irgendwie durch den Tag zu kommen - der jedoch in keiner Weise einem gewöhnlichen Alltag gleicht.
Es ist so frustrierend nicht weiter helfen zu können. Und regional gibt es bei uns auch keine spezifischen Anlaufstellen außer einer Selbsthilfegruppe, bei der es jedoch um betroffene Familien mit erkrankten Kindern geht.
Den Filmtipp werde ich mir auf alle Fälle merken! Vielen Dank dafür 😊
Viele Grüße aus der Ortenau
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gabi1610 schrieb:
Hallo Kollegen,
gibt es hier Therapeuten, die sich mit dem Krankheitsbild der Myalgischen Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome auskennen? Da es (noch) keine hilfreiche Therapie für diese Patienten gibt scheint meine Frage sehr schwierig. Dennoch suche ich nach Austausch, nach Ansatzpunkten und Ideen... vielleicht kennt auch jemand einen Facharzt, der sich mit dem Thema beschäftigt?
Bin über jeden Hinweis dankbar!
Viele Grüße,
Gabi
es gibt eine ME/CFS-Fachfrau in D - Frau Prof.Dr.med.Scheibenbogen von der Charité:
Charité Fatigue Centrum - Charité – Universitätsmedizin Berlin
Unsere therapeutische Relevanz als PT wird in diesem Fall untergeordnet sein und sich auf die symptomatische Behandlung der Myalgien sowie ggf. vegetativ dämpfende Maßnahmen beschränken.
Seit Long Covid/ Post Vac hat wohl jede/r von uns mehr oder minder stark betroffene Patienten kennengelernt. Leider hält sich der physiotherapeutische Behandlungserfolg in Grenzen.
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PT-Surferin schrieb:
Moin Gabi,
es gibt eine ME/CFS-Fachfrau in D - Frau Prof.Dr.med.Scheibenbogen von der Charité:
Charité Fatigue Centrum - Charité – Universitätsmedizin Berlin
Unsere therapeutische Relevanz als PT wird in diesem Fall untergeordnet sein und sich auf die symptomatische Behandlung der Myalgien sowie ggf. vegetativ dämpfende Maßnahmen beschränken.
Seit Long Covid/ Post Vac hat wohl jede/r von uns mehr oder minder stark betroffene Patienten kennengelernt. Leider hält sich der physiotherapeutische Behandlungserfolg in Grenzen.
Ja die Arbeit von Prof.Dr.med.Scheibenbogen ist mir bekannt und ich schätze ihr Engagement bzgl der Notwendigkeit dieses Krankheitsbild weiter zu erforschen.
Ich habe sowohl einen Patienten als auch einen sehr stark Betroffenen im Bekanntenkreis und wir leben weit weg von Berlin. Eine Reise dorthin ist für beide Patienten undenkbar. Bei uns gibt es erschreckend viele Ärzte, die noch nie von ME-CFS gehört haben. Darum hoffe ich auf Kontakte im süddeutschen Raum, von denen wir bisher nichts wussten.
Klar sind unsere therapeutischen Möglichkeiten sehr begrenzt... das ist bei aktuellem Forschungsstand leider die Realität.
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gabi1610 schrieb:
Danke für deine Antwort!
Ja die Arbeit von Prof.Dr.med.Scheibenbogen ist mir bekannt und ich schätze ihr Engagement bzgl der Notwendigkeit dieses Krankheitsbild weiter zu erforschen.
Ich habe sowohl einen Patienten als auch einen sehr stark Betroffenen im Bekanntenkreis und wir leben weit weg von Berlin. Eine Reise dorthin ist für beide Patienten undenkbar. Bei uns gibt es erschreckend viele Ärzte, die noch nie von ME-CFS gehört haben. Darum hoffe ich auf Kontakte im süddeutschen Raum, von denen wir bisher nichts wussten.
Klar sind unsere therapeutischen Möglichkeiten sehr begrenzt... das ist bei aktuellem Forschungsstand leider die Realität.
CFS-Patienten sind, insbesondere bei stärker ausgeprägter Symptomatik, bei einem Osteopathen deutlich besser aufgehoben.
Prinzipiell wäre natürlich MTT denkbar, allerdings werden viele Pat. die Belastung nicht durchhalten.
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Felix Z. schrieb:
Physiotherapie kann bei dem Krankheitsbild nur in sehr begrenztem Maß helfen.
CFS-Patienten sind, insbesondere bei stärker ausgeprägter Symptomatik, bei einem Osteopathen deutlich besser aufgehoben.
Prinzipiell wäre natürlich MTT denkbar, allerdings werden viele Pat. die Belastung nicht durchhalten.
Ich war im Rahmen einer Neuroborreliose mit Co-Erregern selber betroffen und habe mich über 4-6 Jahre ins Leben zurückgekämpft. Aber ich laboriere heute noch nach über 10 Jahren damit immer wieder rum.
Ein Patentrezept gibt es nicht. Jeder Patient ist individuell.
Wenn man sich mit dem Thema CFS beschäftigen möchte, dann muss man sich mit Mitochondriopathie auseinandersetzen.
Eine Therapie ist über Nahrungsergänzungsmittel und "Entgiftung" (je nach Ursache) usw. möglich. ABER man muss sich das ganze auch LEISTEN können, weil es keine Krankenleistung ist.
Desweiteren leiden viele CFS-Patienten an einem versteckten MCAS = Mastzellaktivierungssyndrom oder an einer Histaminintoleranz.
Kaum ein Hausarzt hat davon gehört.
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Auffällig finde ich auch, dass beide Patienten hochsensibel sind. Ich sehe da noch enorm viel Forschungsbedarf... aber warum geschieht da so wenig? Gerade jetzt, wo es Covid-bedingt immer mehr Patienten gibt...und sicher eine hohe Dunkelziffer mangels schwieriger Diagnosestellung.
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gabi1610 schrieb:
Interessant - mein betroffener Bekannter hatte die Histaminintoleranz bereits vorher! Wo ist da der Zusammenhang???
Auffällig finde ich auch, dass beide Patienten hochsensibel sind. Ich sehe da noch enorm viel Forschungsbedarf... aber warum geschieht da so wenig? Gerade jetzt, wo es Covid-bedingt immer mehr Patienten gibt...und sicher eine hohe Dunkelziffer mangels schwieriger Diagnosestellung.
Geforscht wird da gerade durchaus, nachdem was ich gelesen habe.
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pt ani schrieb:
@gabi1610 Histaminintoleranz kann auch auch als Symptom einer Stoffwechselfehlfunktion auftreten. Ich weiß nicht mehr, wie das genau war, Mitochondrien waren aber auch im Spiel, meine ich. Vielleicht erhöht das wiederum die Anfälligkeit für bestimmte Störungen.
Geforscht wird da gerade durchaus, nachdem was ich gelesen habe.
Vielleicht auch ein lohnender therapeutischer Ansatz.
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Stefan Preißler schrieb:
Mikrostrom-Elektrotherapie soll stimulierend auf die Mitochondrien wirken.
Vielleicht auch ein lohnender therapeutischer Ansatz.
Dankeschön für den Hinweis, werde ich mich mal mit befassen!
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gabi1610 schrieb:
@Stefan Preißler
Dankeschön für den Hinweis, werde ich mich mal mit befassen!
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santica schrieb:
CFS ist nur eine Symptombeschreibung. "Pacing" steht im Vordergrund.
Ich war im Rahmen einer Neuroborreliose mit Co-Erregern selber betroffen und habe mich über 4-6 Jahre ins Leben zurückgekämpft. Aber ich laboriere heute noch nach über 10 Jahren damit immer wieder rum.
Ein Patentrezept gibt es nicht. Jeder Patient ist individuell.
Wenn man sich mit dem Thema CFS beschäftigen möchte, dann muss man sich mit Mitochondriopathie auseinandersetzen.
Eine Therapie ist über Nahrungsergänzungsmittel und "Entgiftung" (je nach Ursache) usw. möglich. ABER man muss sich das ganze auch LEISTEN können, weil es keine Krankenleistung ist.
Desweiteren leiden viele CFS-Patienten an einem versteckten MCAS = Mastzellaktivierungssyndrom oder an einer Histaminintoleranz.
Kaum ein Hausarzt hat davon gehört.
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