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Wundliegen: Ursache oft Mangelernährung
21.03.2000 • 0 Kommentare

5 bis 10 Prozent aller über 65-jährigen Patienten in Kliniken und rund 30 Prozent in Pflegeeinrichtungen leiden nach Angaben des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik ((D.I.E.T.) an Dekubitusgeschwüren. Die schmerzhaften Symptome, die Menschen bekommen, die lange liegen müssen, wird im Volksmund auch Wundliegen genannt. Neben der lokalen Druckentlastung und einer guten Wundbehandlung kann man dem Leiden auch mit einer
angemessenen Ernährung beikommen. Bei einem guten
Ernährungszustand, so die D.I.E.T.-Experten, besteht nur ein
geringes Risiko der Dekubitisentwicklung.



Die Fachleute verweisen auf Studien, nach denen bei einer
energetischen Unterversorgung die Häufigkeit eines Dekubitus bei 60 Prozent lag. Bei ausreichender Energiezufuhr betrug die Häufigkeit nur fünf Prozent.



Die Energiezufuhr über 65-Jähriger liegt dem Institut zufolge mit 1.700 bis 1.900 Kilokalorien um 300 bis 500 Kilokalorien unter der Energiezufuhrempfehlung für die Gruppe der Menschen unter 65 Jahre. Begründet wird das mit nachlassender Mobilität und dem altersbedingt leicht reduzierten Energiebedarf. Für ältere Menschen mit
chronischen Läsionen (Organstörungen oder Verletzungen) ist nach Expertenempfehlung eine erhöhte Energiezufuhr von 35 bis 40 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht erstrebenswert. Ein Beispiel: Ein 67-jähriger Mann mit einer Körpergröße von 170 Zentimeter und einem Gewicht von 50 Kilogramm benötigt eine Energiezufuhr von 2.000 bis 2.500 Kilokalorien pro Tag.



Quelle: Aachen (ADN)

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