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Physiotherapeut*in mit Herz und
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Gehtraining
Hochintensives Gangtraining auf dem Boden oder auf Laufbändern erwies sich bisher als das Mittel der Wahl zur Verbesserung der Gang- und Gehfähigkeit. Technologische Innovationen wie Exoskelett-Trainer sind ebenfalls wirksam, aber nicht effektiver als ein Laufband und verursachen gleichzeitig höhere Kosten durch größeren Material- und Personalaufwand (siehe aktuelle Leitlinie).
Methodik
In die Übersichtsarbeit konnten elf Primärstudien mit durchschnittlich moderater Qualität eingeschlossen werden. Bei zwei Arbeiten handelte es sich um sekundäre Auswertungen des gleichen Datensatzes früherer Veröffentlichungen mit anderen Endpunkten. Daher waren letztlich zehn Gegenüberstellungen zur Gehgeschwindigkeit und jeweils acht zur Schrittzahl und -länge möglich.
Üblicherweise führten die ProbandInnen der Interventionsgruppe ein kombiniertes Übungsprogramm aus Vor- und Rückwärtsgehen durch. Die Kontrollgruppen absolvierten (außer in zwei Studien – später dazu mehr) ein reines Vorwärtsgehtraining im selben Umfang. Das typische Protokoll umfasste drei bis sechs 30- bis 40-minütige Einheiten pro Woche für drei bis vier Wochen.
Die Mehrheit der Studien betrachtete PatientInnen in der Spätphase (mehr als sechs Monate bis teilweise sieben Jahre) nach ihrem Insult.
Ergebnisse
Insgesamt zeigen sich kaum signifikante – geschweige denn klinisch relevante – Effekte durch das Rückwärtsgehen. Bei der Meta-Analyse der Gehgeschwindigkeit direkt nach der Interventionsphase konnte eine Verbesserung um 0,16 Meter pro Sekunde, also 0,58 Kilometer pro Stunde ermittelt werden. Diese entspräche nach gängiger Definition einer statistisch signifikanten und potenziell klinisch relevanten Veränderung.
Allerdings verzerren hierbei zwei Studien besonders stark das Ergebnis. Eine davon gehört zu den oben erwähnten Untersuchungen mit abweichendem Umfang zwischen Interventions- und Kontrollgruppe. Das Volumen war hierbei in der Interventionsgruppe dreimal so hoch. Außerdem zählte sie zu den Arbeiten mit geringer methodischer Qualität. Die zweite Studie, die an dieser Stelle abweichende Ergebnisse aufwies, war mit nur 18 TeilnehmerInnen die kleinste aller eingeschlossenen Untersuchungen.
Zur Schrittzahl und -länge sind die Ergebnisse eindeutiger. So konnte zu keinem der beiden Endpunkte – direkt nach und im späten Follow-up – ein statistisch signifikanter Effekt ermittelt werden.
Fazit
Das Rückwärtsgehen als Teil des Gangtrainings zu verwenden hat keinen Einfluss auf die Gehgeschwindigkeit, Schrittzahl und -länge. Auch als Add-on – also zusätzliche Trainingszeit – sind die Effekte so gering, dass man diesen Mehraufwand lieber direkt für das Vorwärtsgehen nutzen sollte. Die Autoren weisen dabei besonders deutlich darauf hin, dass – im Gegensatz zum Vorwärtsgehen – für das Rückwärtsgehen immer eine direkte Supervision erforderlich ist.
Martin Römhild B.Sc. / physio.de
ApoplexGehenTrainingExoskelettLeitlinieStudie
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TOP-PRAXIS schrieb:
So gehen Studien, bei denen Grundsätze der Neurophysiotherapie nicht beachtet werden. Wenn man das Vorwärtsgehen üben will, muss man Vorwärtsgehen. Wenn ich Rückwärtsgehen übe, habe ich ein anderes Ziel, nämlich eine bessere Koordination, Raumwahrnehmung und Orientierung. Ein weiteres Ziel ist die Sturzprävention. Wenn ich nun messe, wie das Vorwärtsgehen sich durch das Rückwärtsgehen verbessert, ist die Studie methodisch zu kritisieren.
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Solli schrieb:
Allein schon die Meta-Analyse auf die Effekte eines interventionellen Rückwärtsgehens, allein schon der Gedanke zu so einen Analysansatz zeigt mir auf , dass da null!!!! verständnis von neurophysiologie vorliegt, das tut weh... klarar appell daran, dass nur neurophysiologisch ausgebildete Therapeuten mit solchen Patienten arbeiten sollten, allein um schon mehr Qualität zu haben.
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hgb schrieb:
.. das Problem ist die undifferenzierte Darstellung hier. Wo fängt die Wissenschaft an?? mfg hgbthinking_face
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