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Dekubitus: Prophylaxe durch intelligente Matratze
Wie auf Wasser gebettet
Ein smartes System soll Dekubitus verhindern und das Umlagern von Patienten ersetzen.
27.01.2017 • 0 Kommentare

Langes Liegen macht auf Dauer nicht nur träge, sondern ist auch gefährlich. Besonders Patienten in Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen liegen sich wund - mit fatalen Folgen: 400.000 schmerzhafte Dekubiti erschweren jährlich eine Genesung der Bettlägerigen. "Viele Dekubitus-Matratzen, die sich aktuell auf dem Markt befinden, sind laut und zudem unbequem. Zudem verlieren die Patienten durch die Luftkissen mit der Zeit ihr Körpergefühl", weiß Karin Ihli Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Baden-Baden.

Damit soll jetzt Schluss sein, wenn es nach den Experten vom Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen geht: Die Forscher haben zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und einem Team rund um Karin Ihli ein intelligentes Bettsystem entwickelt, das die aktuelle Lage des Patienten im Bett erkennt, entlastende Positionen empfiehlt und gar selbst anwendet. "Dadurch kann Dekubitus verhindert und auch behandelt werden", verspricht Christian Sauter vom Bereich Bildverarbeitung und Medizintechnik am Fraunhofer IIS. "Die Liegefläche besteht aus 136 Aktor-Sensor-Blöcken", erklärt Sauters Kollege, der Informatiker Robert Koch das smarte System, "bestimmte Algorithmen, Computerprogramme also, steuern die Bewegung jedes einzelnen Aktors."

Tatsächlich sind die Bewegungen der Matratze des neuen fast 300 kg schweren Betts kaum zu hören. "Wenn man auf der Matratze liegt, fühlt sich das an wie auf einem Wasserbett", berichtet Informatiker Koch. Der Grund dafür ist simpel: Die Blöcke der Spezialmatratze sind mit einem Sensor ausgestattet, der den Auflagedruck des Patienten in einer bestimmten Lage - wie auf dem Rücken - misst. In den einzelnen Blöcken befinden sich ferner Aktoren, die den Druck im jeweiligen Quadrat beeinflussen und so den Patienten umlagern können.

"Die Aktoren sind, genau wie die Sensoren zur Erfassung der Druckverteilung, direkt in die Matratze integriert", sagt der Techniker und ergänzt: "Gesunde Menschen machen diese Mikrolagerungen im Schlaf automatisch." Das smarte System erleichtere die Arbeit von Pflegekräften erheblich, ist Koch überzeugt, etwa ein Kissen unter die Füße eines Patienten legen zu müssen, der sich nicht von alleine im Schlaf bewegt. Angaben zur Umlagerung sowie zur neuen Druckverteilung werden anschließend in einem Bildschirm am Bettende angezeigt, was der Pflegedokumentation entgegenkomme.

Das intelligente Bett komme bei den Pflegediensten sehr gut an, so die Erfahrungen der Entwickler nach drei Tagen medica.

Die Funktion und Leistungsfähigkeit des Prototypes namens "INSYDE" wurde in ersten Messreihen bereits in stationären Einrichtungen erprobt. "Die ersten Tests zeigen, dass das neue Pflegebett genau das bietet, was wir brauchen", so Ihli und fügt hinzu: "Wir sind stolz und guter Hoffnung, dass wir aus dem Prototypen schnell ein System entwickeln, das in Serie produziert wird." Was dem Bett allerdings noch fehlt, ist ein Praxistest am Patienten.

So viel Hightech hat ihren Preis: Sauter schätzt die Kosten für ein intelligentes Bett in Serie auf eine mittlere fünfstellige Summe. Das entspricht etwa den rund 50.000 Euro, die für eine Dekubitus-Therapie ausgegeben werden. Die Prävention durch die Spezialmatratze macht sich laut dem Forscher also in jedem Fall bezahlt.

NUR / physio.de

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