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TVöD statt BAT
Neuer Tarifvertrag im öffentlichen Dienst. Leistungsgerechte Bezahlung und längere Arbeitszeiten.
01.10.2005 • 0 Kommentare

Leistungsgerechte Bezahlung im öffentlichen Dienst? Es ist noch nicht lange her, da hätte solch ein Ansinnen wohl zur offenen Rebellion in deutschen Amtsstuben geführt. Von heute an aber müssen sich die 2,3 Millionen Beschäftigten in Verwaltungen und Krankenhäusern an den Gedanken gewöhnen. Vorbei die Zeiten, in denen es ausreichte einfach älter zu werden, um ein höheres Gehalt zu bekommen. Die Berufserfahrung ist jetzt Grundlage für eine Höhergruppierung. Wer deutlich unterdurchschnittliche Arbeitsergebnisse abliefert, muss länger auf eine Gehaltserhöhung warten, wer sich anstrengt kann schneller aufsteigen. Außerdem können die öffentlichen Arbeitgeber bis zu acht Prozent der Entgeltsumme aller Beschäftigen an besonders leistungsbereite Mitarbeiter ausschütten. Um die Arbeitnehmer jedoch nicht allzu sehr zu erschrecken, wird das Prämienmodell erst im Januar 2007 mit zunächst einem Prozent der Summen aller Gehälter umgesetzt. Der jetzt in Kraft tretende „Tarifvertrag öffentlicher Dienst“ (TVöD) löst den bisherigen Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) ab.

Auch die 38,5-Stunden-Woche gehört ab heute der Vergangenheit an. 39 Stunden müssen nun jede Woche gearbeitet werden, kommunale Arbeitgeber dürfen die Arbeitszeit sogar auf 40 Stunden erhöhen.

Physiotherapeuten im öffentlichen Dienst wurden bisher den BAT-Gruppen VII bis IVa zugeordnet. Im neuen TVöD finden sie sich in den Entgeltgruppen 5 bis 10. Zulagen, wie den Ortszuschlag für Verheiratete oder Beschäftigte mit Kindern, gibt es nicht mehr.

Beispiele:

Physiotherapeutin, 25 Jahre alt, nicht verheiratet
alt: BAT VIb – 1.932,80 Euro
neu: TVöD Entgeltgruppe 6, ein Jahr Berufserfahrung – 1.960 Euro

Physiotherapeutin, 32 Jahre alt, verheiratet, ein Kind
alt: BAT Vc – 2.377,07 Euro
neu: TVöD Entgeltgruppe 8, 10 Jahre Berufserfahrung – 2.430 Euro

Physiotherapeutin, 44 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder
alt: BAT Vb – 2.986,60 Euro
neu: TVöD Entgeltgruppe 9, 15 Jahre Berufserfahrung – 3.180 Euro

Nicht alle werden sich über Gehaltserhöhungen freuen können. Besonders Therapeuten mit Kindern müssen mit Abschlägen rechnen. In Einzelfällen könnte es sich deshalb lohnen, auf der alten BAT-Regelung zu bestehen. Für Betroffene empfiehlt es sich, einen tarifvertragsrechtlich versierten Anwalt zu konsultieren.

Beispiel:

Physiotherapeutin, 25 Jahre alt, verheiratet, ein Kind
alt: BAT VIb – 2,124,97 Euro
neu: TVöD Entgeltgruppe 6, ein Jahr Berufserfahrung – 1.960 Euro

Die Beschäftigten in den östlichen Bundesländern bekommen, wie bisher, 92,5 Prozent der West-Sätze.

In diesem und den nächsten beiden Jahren erhalten alle Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst Einmalzahlungen von jeweils 300 Euro. Die Ost-Angestellten müssen darauf verzichten. Dafür wird ihr Gehalt bis zum Jahr 2007 um jährlich 1,5 Prozentpunkte weiter an die Westsätze angepasst. „Jahressonderzahlungen“, wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, werden 2005 und 2006 in der bisherigen Höhe weiter bezahlt. Ab 2007 reduzieren dich diese Zahlungen auf 90 Prozent für die Entgeltgruppe 1 bis 8 und auf 80 Prozent für die Gruppen 9 bis 12.

Der neue Tarifvertrag gilt für alle, die in den Diensten des Bundes und der Kommunen stehen. Die Länder konnten mit der Gewerkschaft ver.di keine Einigung erzielen. Für Therapeuten, die in landeseigenen Krankenhäusern oder anderen Einrichtungen arbeiten, gibt es erst einmal keine Veränderungen, der BAT bleibt gültig.

Der Marburger Bund (mb), die Gewerkschaft der Krankenhausärzte, hat die Tarifgemeinschaft mit ver.di gekündigt. Für ihre Mitglieder gilt der TVöD demnach nicht. 98 Prozent der Klinikärzte hätten nach dem neuen Tarifmodell erhebliche Einbußen hinnehmen müssen, erklärte mb-Vorsitzender Frank Ulrich Montgomery. Die Ärztegewerkschaft führt jetzt eigene Verhandlungen mit den öffentlichen Arbeitgebern. BAT-Sätze und 30 Prozent mehr wollen die Krankenhausmediziner durchsetzen.


Peter Appuhn
physio.de




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