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Lieb und teuer - das Krankenhaus
Statistisches Bundesamt: Kosten steigen um 4,1 Prozent.
11.11.2015 • 0 Kommentare

Die Funktionäre der Deutschen Krankenhausgesellschaft haben das Trommeln gelernt. Aller Welt werden ein ums andere Mal rote Zahlen und schwarze Löcher eingehämmert, wenn es um die Finanzlage der Bettenhäuser geht. Doch der auf den bevorstehenden Untergang der Krankenhäuser eingeschworene Beobachter nimmt es recht gelassen, wenn das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die jährliche Abrechnung präsentiert. Kein Finanzkollaps weit und breit, tragen doch Krankenkassen und Kommunen die ökonomischen Lasten der Kliniken.

Die Kosten der stationären Versorgung kletterten 2014 auf rund 81,2 Milliarden Euro. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. 19,1 Millionen Patienten schlugen mit 4.239 Euro je Fall zu Buche. So stieg der fallbezogene Umsatz um 2,1 Prozent. Werden die Aufwendungen für die ambulanten Leistungen in den Krankenhäusern und die Kosten für Forschung und Lehre hinzugerechnet, summieren sich die Gesamtkosten auf 93,7 Millarden Euro. Personal gefolgt von Sachkosten, Zeiten produzierten den größten Kostenblock.

Regionale Unterschiede sind gleichfalls zu beobachten. Ob sie gesünder sind, die Sachsen-Anhaltiner oder das Krankenhauspersonal zu knapp entlohnen - wie auch immer, die stationären Kosten je Fall waren in dem östlichen Bundesland mit 3.808 Euro am niedrigsten. Gute 1.000 Euro mehr kostete Versorgung und Aufenthalt im Stadtstaat Hamburg. Die höchste Steigerungsrate verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern mit 4,5 Prozent. Ausgabenspitzenreiter Hamburg bewegte sich mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent sehr moderat nach oben.


Peter Appuhn
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