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Kassen-Gesellschaft
Heilmittel weiter auf Wachstumskurs
04.07.2015 • 0 Kommentare

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist mit einem Defizit von 170 Millionen Euro in das Jahr 2015 gestartet. In der regelmäßigen Berichterstattung des Bundesministeriums für Gesundheit werden für das erste Quartal dieses Jahres Einnahmen in Höhe von rund 53,08 Milliarden Euro ausgewiesen, denen jedoch Ausgaben von rund 53,25 Milliarden Euro gegenüberstehen. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sprach von einer "soliden Grundlage" für die weitere Finanzentwicklung. Indes weist der Gesundheitsfonds einen Ausgabenüberhang von rund 2,68 Milliarden Euro aus, der - zumindest zum Teil - saisonbedingt erklärt werden kann. Trotz dieses anhaltenden Negativtrends verbleiben der GKV Finanzreserven von insgesamt rund 25,3 Milliarden Euro.

Stabil ist dagegen die Entwicklung der Ausgaben, die für Heilmittel aufgewendet werden und die für das erste Quartal 2015 mit 8,7 Prozent über den Werten des Vorjahres liegen. Der Anteil der Heilmittel an den GKV-Gesamtausgaben steht festgemauert seit Jahren bei knapp drei Prozent.

Betrachtet man das Ergebnis nach Kassenarten, bestehen deutliche Unterschiede, die wiederholt kritisiert wurden: Während das AOK-System einen Überschuss von 36 Millionen verbuchte, kam die Knappschaft auf nur 17 Millionen Euro. Bei den Ersatzkassen ergab sich dagegen ein Defizit von 101 Millionen, bei den Betriebskrankenkassen von 65 Millionen und bei den Innungskrankenkassen von 57 Millionen Euro. Bei den Arzneimittelausgaben nahm der Zuwachs pro Versichertem im ersten Quartal dieses Jahres um fünf Prozent zu. Im Gesamtjahr 2014 lag er bei 9,4 Prozent.

NUR / physio.de

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