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Exoskeleton-Roboter für Schlaganfallpatienten
High-Tech-Gerät unterstützt die Diagnose bei Störungen der Bewegungskontrolle.
29.02.2016 • 0 Kommentare

Es erinnert an einen Butterfly im Fitness-Studio, das Exoskelett für ein Diagnoseverfahren bei Schlaganfall. Nur die Armhebel sind horizontal gestellt. Es misst exakt Abweichungen in der Bewegungskontrolle und ermöglicht somit eine bessere Abstimmung der Folgetherapien.

Die Tagesklinik für kognitive Neurologie am Uniklinikum Leipzig (UKL) hat dieses Gerät nun in Betrieb genommen, um ihren Patienten einen individuellen Therapieplan zusammenzustellen. Die dauerhafte Störung der Bewegungskontrolle einer Körperseite, die nach einem Schlaganfall auftritt, ist das häufigste Problem nach einem Insult.

"Der neue Exoskeleton-Roboter hilft uns exakt zu testen, was genau die Ursachen für die Einschränkung beim einzelnen Patienten sind", erläutert der Arzt und Wissenschaftler Dr. Bernhard Sehm vom UKL." So kann z.B. bei einem Patienten vor allem der Lagesinn beeinträchtigt sein, während bei einem anderen eher die direkte Muskelansteuerung betroffen ist. Die Tests ermöglichen uns sehr differenzierte Rückschlüsse und damit wissenschaftliche Erkenntnisse zu den grundlegenden Beeinträchtigungen im Gehirn."

Der Roboter verfügt über eine zweidimensionale Bewegungsanalyse für die Motorik beider Arme. Sobald der Patient auf dem Roboter Platz genommen hat, werden die Arme auf Schienen fixiert. Nun erscheinen auf einem Display Leuchtpunkte, die der Patient mit den Armen ansteuern soll. Dabei kann der Sitzende wählen, ob er die Bewegungen passiv oder aktiv macht. Der Computer zeichnet Daten wie Geschwindigkeit und Abweichungen von der korrekten Bewegungsrichtung auf.

Dr. Sehm erhofft sich durch die gezieltere Therapie in Zukunft bessere Langzeiterfolge. "Auch während der laufenden Therapien kommt der Roboter dann wieder zum Einsatz, um die Fortschritte genau zu dokumentieren und ggf. Anpassungen im Therapieplan vornehmen zu können."

Ul.Ma / physio.de

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