Degenerative Veränderungen zwischen dem Os Trapezium und dem Os Metacarpale I sind eine im Alter häufig vorkommende Erkrankung. Vor allem Frauen sind von der sogenannten Daumensattelgelenksarthrose betroffen. Symptome sind insbesondere anhaltende Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und der Verlust von Muskelkraft. Da das Gelenk bei nahezu allen Handfunktionen beteiligt ist, stellt die Erkrankung eine starke Beeinträchtigung für Aktivitäten des täglichen Lebens und damit auch der Lebensqualität dar. Auf dem diesjährigen DKOU in Berlin stellten Experten aus dem Bereich Orthopädie und Handchirurgie die aktuell vielversprechendsten Ansätze für die Behandlung der Rhizarthrose vor.
Neben der medikamentösen Therapie zur Linderung von entzündlichen Vorgängen nehmen Ergo- und Physiotherapie eine bedeutende Rolle in der konservativen Versorgung der Betroffenen ein. Die Vortragende, Natascha Weihs von der Klinik für Handchirurgie in Bad Neustadt, empfiehlt in diesem Zusammenhang folgende Maßnahmen:
• Schienenversorgung
• thermische Anwendung
• Gelenkmobilisierung
• Detonisierung verspannter Muskeln
• Kräftigung der intrinsischen und extrinsischen Muskulatur[1]
• Schulung im Hilfsmittelgebrauch
Erst wenn trotz regelmäßiger und konstanter Anwendung konservativer Therapien weiterhin starke Einschränkungen in der Lebensqualität der Betroffenen bestehen bleiben, sollten operative Behandlungsverfahren in Betracht gezogen werden. Die Methode mit den aktuell besten Ergebnissen ist die Resektion des Os Trapezium. Sie wird allerdings erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung empfohlen. Von Gelenkinjektionen raten die Experten auf dem DKOU generell ab.
Mehr Informationen zu den Vorträgen auf dem DKOU finden Sie hier.
Catrin Heinbokel / physio.de
1) Unter intrinsisch versteht man in diesem Falle Muskeln, die ihren Ursprung und Ansatz in der Hand selbst (also nicht proximaler als die Carpalknochen) haben. Im Gegensatz zu: Extensor digitorum (communis), Flexor digitorum profundus und superficialis und Extensor capri radialis longus und brevis. Diese werden an der Hand als extrinsische Muskeln bezeichnet.
Neben der medikamentösen Therapie zur Linderung von entzündlichen Vorgängen nehmen Ergo- und Physiotherapie eine bedeutende Rolle in der konservativen Versorgung der Betroffenen ein. Die Vortragende, Natascha Weihs von der Klinik für Handchirurgie in Bad Neustadt, empfiehlt in diesem Zusammenhang folgende Maßnahmen:
- • Schienenversorgung
- • thermische Anwendung
- • Gelenkmobilisierung
- • Detonisierung verspannter Muskeln
- • Kräftigung der intrinsischen und extrinsischen Muskulatur[1]
- • Schulung im Hilfsmittelgebrauch
Erst wenn trotz regelmäßiger und konstanter Anwendung konservativer Therapien weiterhin starke Einschränkungen in der Lebensqualität der Betroffenen bestehen bleiben, sollten operative Behandlungsverfahren in Betracht gezogen werden. Die Methode mit den aktuell besten Ergebnissen ist die Resektion des Os Trapezium. Sie wird allerdings erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung empfohlen. Von Gelenkinjektionen raten die Experten auf dem DKOU generell ab.Mehr Informationen zu den Vorträgen auf dem DKOU finden Sie hier.
Catrin Heinbokel / physio.de
1) Unter intrinsisch versteht man in diesem Falle Muskeln, die ihren Ursprung und Ansatz in der Hand selbst (also nicht proximaler als die Carpalknochen) haben. Im Gegensatz zu: Extensor digitorum (communis), Flexor digitorum profundus und superficialis und Extensor capri radialis longus und brevis. Diese werden an der Hand als extrinsische Muskeln bezeichnet.
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