Schätzungen zufolge haben ca. 80 Prozent aller Patienten mit einer Gonarthrose eine Meniskusläsion als Begleiterkrankung. Sowohl die Meniskusverletzung als auch die operative Teilresektion der Struktur stellen Risikofaktoren für die Verschlechterung der Kniearthrose dar. Ein Team von Wissenschaftlern aus den USA hat nun eine Studie durchgeführt, die den Verlauf der Gonarthrose bei Patienten mit einem Meniskusriss bei operativer und konservativer Therapie beobachtet hat.
Dafür nutzten die Forscher Daten von 225 Patienten aus einer großen Studienpopulation (Meniscal Tear in Osteoarthritis Research (MeTeOR)-Studie). Bei einer Probandengruppe wurde dabei zu Beginn eine arthroskopische Meniskusteilresektion durchgeführt. Beide Gruppen absolvierten eine standardisierte physiotherapeutische Behandlung, bestehend aus Kraft-, Beweglichkeits-, Gleichgewichts- und Ausdauertraining.
Beim Vergleich der MRT-Aufnahmen nach 18 Monaten mithilfe eines Scores (MRT Osteoarthritis Knee Score) zeigte sich, dass die Patienten, die sich einem arthroskopischen Eingriff unterzogen hatten, bezüglich mehrerer röntgenologischer Parameter schlechter abschnitten (Osteophyten, Schäden der Knorpeloberfläche, Gelenkerguss). Bei der Knorpeldicke, Knochenmarkläsionen sowie dem Vorkommen des Hoffa-Syndroms zeigten sich keine Unterschiede zwischen den beiden Probandengruppen.
Laut den Autoren handelt es sich bei dieser Studie um die erste Analyse von Daten einer randomisierten kontrollierten Studie zum Vergleich von konservativer und operativer Therapie bei Gonarthrosepatienten mit Meniskiusläsion. Die Ergebnisse sollen als Basis für weitere Untersuchungen dienen, sowie Ärzten und Patienten bei der Entscheidungsfindung für oder gegen eine Arthroskopie helfen.
Anmerkung der Autorin:
Die hier vorgestellte Studie von Collins et al. gibt lediglich Aufschluss über den röntgenologischen Verlauf der Gonarthrose. Daten zu Patientenzufriedenheit, Schmerzen und Lebensqualität der Patienten wurden nicht berücksichtigt. In der MeTeOR-Studie, aus der die Daten dieser Untersuchung stammen, wurden mithilfe der Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC) auch patientenzentrierte Outcomes erhoben. Die Endergebnisse der MeTeOR-Studie sind bisher noch nicht veröffentlicht. Ein Zwischenbericht nach sechs Monaten zeigte allerdings keine klinisch relevanten Unterschiede zwischen konservativer und operativer Therapie.
Aus meiner bescheidenen Sicht ist das aber kein Vergleich zw konservativ und operativ.
Für mich ist das ein Vergleich zw operativ und konservativ vs. ausschließlich konservativ.
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• anke430
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RoFo schrieb:
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Dafür nutzten die Forscher Daten von 225 Patienten aus einer großen Studienpopulation (Meniscal Tear in Osteoarthritis Research (MeTeOR)-Studie). Bei einer Probandengruppe wurde dabei zu Beginn eine arthroskopische Meniskusteilresektion durchgeführt. Beide Gruppen absolvierten eine standardisierte physiotherapeutische Behandlung, bestehend aus Kraft-, Beweglichkeits-, Gleichgewichts- und Ausdauertraining.
Beim Vergleich der MRT-Aufnahmen nach 18 Monaten mithilfe eines Scores (MRT Osteoarthritis Knee Score) zeigte sich, dass die Patienten, die sich einem arthroskopischen Eingriff unterzogen hatten, bezüglich mehrerer röntgenologischer Parameter schlechter abschnitten (Osteophyten, Schäden der Knorpeloberfläche, Gelenkerguss). Bei der Knorpeldicke, Knochenmarkläsionen sowie dem Vorkommen des Hoffa-Syndroms zeigten sich keine Unterschiede zwischen den beiden Probandengruppen.
Laut den Autoren handelt es sich bei dieser Studie um die erste Analyse von Daten einer randomisierten kontrollierten Studie zum Vergleich von konservativer und operativer Therapie bei Gonarthrosepatienten mit Meniskiusläsion. Die Ergebnisse sollen als Basis für weitere Untersuchungen dienen, sowie Ärzten und Patienten bei der Entscheidungsfindung für oder gegen eine Arthroskopie helfen.
Anmerkung der Autorin:
Die hier vorgestellte Studie von Collins et al. gibt lediglich Aufschluss über den röntgenologischen Verlauf der Gonarthrose. Daten zu Patientenzufriedenheit, Schmerzen und Lebensqualität der Patienten wurden nicht berücksichtigt. In der MeTeOR-Studie, aus der die Daten dieser Untersuchung stammen, wurden mithilfe der Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC) auch patientenzentrierte Outcomes erhoben. Die Endergebnisse der MeTeOR-Studie sind bisher noch nicht veröffentlicht. Ein Zwischenbericht nach sechs Monaten zeigte allerdings keine klinisch relevanten Unterschiede zwischen konservativer und operativer Therapie.
Catrin Heinbokel / physio.de
StudieMeniskusArthroseArthroskopiePhysiotherapie
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RoFo schrieb:
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