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Thrombose: neue Erkenntnisse zur Prophylaxe
Thromboseprophylaxe - Neu betrachtet
Genereller Einsatz von Heparin bei Kniearthroskopie unnötig.
08.02.2017 • 1 Kommentar

Gleich zwei aktuelle Studien hinterfragen die ohnehin schwache Faktenlage rund um Thromboseprophylaxe mittels Heparin an der unteren Extremität. Das Fazit: Routinemäßiger Einsatz von Heparin zur Thrombosevermeidung bei Immobilisationen oder chirurgischen Eingriffen an der unteren Extremität konnte nicht als wirksam nachgewiesen werden. Vielmehr sollten individuell Hochrisikopatienten identifiziert werden, sowie Nutzen und Risiko sorgfältiger abgewogen werden.

Der Leiter der Hämostaseologie am Universitätsklinikum München, Prof. Dr. Michael Spannagl, erklärte, die medizinische Fachschaft habe sich auf keine einheitliche Vorgehensweise einigen können. Die wissenschaftliche Evidenz zu dem Thema sei bisher dürftig gewesen.

POT-CAST und POT-KAST:
Prof. Dr. Suzanne Cannegieter von der Universität Leiden gehört der Autorengruppe an, die die beiden Studien POT-KAST (Prevention of Thrombosis after Knee Arthroscopy) und POT-CAST (Prevention of Thrombosis after Lower Leg Plaster Cast) ins Leben gerufen haben. Untersucht wurde der prophylaktische Einfluss von niedermolekularem Heparin über 8 Tage im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe.

Bei den jeweils über 700 Patienten in der Intention-to-Treat-Gruppe und in der Kontrollgruppe lag das durchschnittliche Alter bei 46-48 Jahren, die in 8 Zentren in den Niederlanden behandelt wurden.
POT-KAST ergab, dass 0,7% der Patienten nach Kniearthroskopie, die 8 Tage mit Heparin behandelt wurden, eine venöse Thrombose entwickelten. In der Kontrollgruppe trat innerhalb von 3 Monaten bei 0,4% eine Thrombose auf.
Die Patienten der POT- CAST-Studie wurden vorwiegend nach Knochenbrüchen immobilisiert. In der Behandlungsgruppe entwickelten 1,4 % eine venöse Thromboembolie, in der Kontrollgruppe 1,8%.

Was die Studien auszeichnet, ist die pragmatische, alltagsnahe, multizentrische und randomisierte Durchführung. Die Ergebnisse wurden nicht durch die Autoren selbst begutachtet, sondern durch ein unabhängiges Komitee. Cannegieters Schlussfolgerung, Thromboseprophylaxe sei nach Kniearthroskopie und bei Unterschenkelgips nicht wirksam, wurde im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht.

Laut den Autoren sei bei einer Hochrisikogruppe möglicherweise eine höher und/oder länger dosierte Anwendung sinnvoll, entsprechende Studien hierzu sollen folgen.

Zur Studie im Original gelangen Sie hier.

Daniela Pfleger / physio.de

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ThromboseProphylaxeStudie


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Achilles2
08.02.2017 22:45
Ich hatte bisher 2 Patienten, einen Marathonläufer, ca. 40 Jahre alt und eine ebenfalls sportliche Frau auch um die 40 Jahre alt, die beide eine Kniearthroskopie hatten und auf der Intensivstation gelandet sind, wegen Thrombose..

Beide hatten keinerlei Risikofaktoren und bekamen trotzdem eine Thrombose. Beide wurden nicht mit Heparin versorgt.
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Ich hatte bisher 2 Patienten, einen Marathonläufer, ca. 40 Jahre alt und eine ebenfalls sportliche Frau auch um die 40 Jahre alt, die beide eine Kniearthroskopie hatten und auf der Intensivstation gelandet sind, wegen Thrombose.. Beide hatten keinerlei Risikofaktoren und bekamen trotzdem eine Thrombose. Beide wurden nicht mit Heparin versorgt.
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Achilles2 schrieb:

Ich hatte bisher 2 Patienten, einen Marathonläufer, ca. 40 Jahre alt und eine ebenfalls sportliche Frau auch um die 40 Jahre alt, die beide eine Kniearthroskopie hatten und auf der Intensivstation gelandet sind, wegen Thrombose..

Beide hatten keinerlei Risikofaktoren und bekamen trotzdem eine Thrombose. Beide wurden nicht mit Heparin versorgt.



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