physio.dephysio.de
  • Jobs
  • Kleinanzeigen
  • Ausbildung
    • Ausbildung
    • Schulen
    • Studium
    • Skripte
  • Selbstständig
    • Preislisten
    • Fortbildungen
    • Terminplan
    • Firmen und Produkte
    • Praxisbörse
  • Infothek
    • Infothek
    • Datenschutz (DSGVO)
    • News
    • Heilmittelrichtlinie
    • Skripte
    • Bücher
    • Praxisverzeichnis
  • Foren
    • Neue Beiträge
    • Physiotherapie
    • Blankoverordnung
    • Heilmittelrichtlinie
    • Selbstständig
    • Ergotherapie
    • Logopädie
    • Arbeit
    • Schüler
    • Therapiemethoden
    • Freie Mitarbeit
    • Recht & Steuern
    • Sonstiges
  • Anmelden

NRW, Recklinghausen, Herten

Wir suchen Physiotherapeut / Innen
M/W/D in Vollzeit, Teilzeit oder
als Aushilfe, Berufseinsteiger oder
Wiedereinsteiger, alles ist
möglich.
Wir bieten übertarifliche
Bezahlung.
Bewerbungen bitte an
info@physio-energetics.de
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
0
Rückenschulstudien: Von Äpfel und Birnen
Metaanalyse nach fast 50 Jahren Rückenschule findet weiterhin keine Evidenz für Wirksamkeit.
17.10.2016 • 1 Kommentar

1969 entstand das weltweit erste Rückenschulprogramm in Schweden. Jetzt hat ein deutsch-kanadisches Team eine Übersichtsarbeit veröffentlicht, deren Ergebnis gelinde gesagt unbefriedigend ist: Kann sein, dass die Rückenschulen wirksam sind, aber bewiesen ist es nicht. Von Krankenkassen bezahlt, eingesetzt in Reha-Kliniken, Betrieben und Volkshochschulen zeigt sich ein buntes Angebot, das denselben Namen trägt und doch so unterschiedlich sein kann.

31 randomisierte, kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von Rückenschulprogrammen bei chronischem Schmerz im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule haben die Forscher untersucht und gingen dabei zurück bis in die 80er Jahre. Sebastian Straube von der Abteilung Preventive Medicine an der University of Alberta und sein Team konnten dabei keine klaren Schlussfolgerungen ableiten. Zu heterogen seien die Studien gewesen, Rückläufer-Fragebögen unzureichend erhoben, arbeitsbezogene Effekte waren mit zu großer Variabilität erfasst und die Dokumentation unerwünschter Ereignisse schlecht.

Was aber jeder Sporttherapeut den Wissenschaftlern hätte sagen können: Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Schon allein die biomedizinischen Denkansätze der 80er-Jahre wurden in der modernen Rückenschule durch biopsychosoziale Ansätze abgelöst. Die Vielfalt der Maßnahmen der einzelnen Schulen ist, auch nach Ansicht der Studienleiter, ebenso unüberschaubar wie deren Träger, Trainer, Teilnehmer und Lehrer.

Auch deshalb ergaben die Studien selbst kein einheitliches Bild und kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Straube und Team führten im Nachhinein eine Analyse der VAS-Schmerz-Scores (0-10) bei behandelten Patienten durch. Dabei ergab sich ein deutlicher Nutzen der Rückenschule nach ein bis zwei Monaten. Leider war dieser Effekt nach vier bis sechs Monaten nicht mehr signifikant. Dasselbe Ergebnis ergab sich in den Studien bei der Untersuchung der Roland Morris Disabilty Questionaire: signifikant nach zwei, nicht mehr signifikant nach vier bis sechs Monaten.

Mehrere Phänomene könnten nach Straube die Studien verfälscht haben. Zum einen könne er sich vorstellen, dass Rückenschulen Placeboeffekte auslösen. Zum anderen könnten sich die Teilnehmer nach Abschluss der Rückenschule auch über Gebühr gewappnet fühlen und dadurch zum Beispiel größere Lasten heben als vorher.

Straube weist auf andere Methoden hin, die bei Studien für Rückenschmerzen eine klare Wirksamkeit zeigten: Training, Wirbelsäulenmanipulation und eine interdisziplinäre Rehabilitation.

Stefan Peters vom Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie hat nach Analyse der Rückenschulstudie weitere Schlüsse gezogen. Er fordert bessere Studien und verweist auf modernere Untersuchungen. Rückenschule sei eben nicht gleich Rückenschule.

Ul.Ma. / physo.de

Mehr Lesen über

RückenschuleStudieEvidenz


Es gibt 1 Beitrag
abonnieren
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
profilbild
Norbert Meyer
20.10.2016 08:47
Warum immer so hoch wissenschaftlich, die tägliche Erfahrungen in der Praxis zeigt doch das Ergebnis über Jahrzehnte, viel Lärm um wenig!
Solange nicht hauptsächlich auf die muskulären Dysbalancen eingegangen wird und das geht nicht mit dem Peziball und Bodenmatte und der allgemeinen K G ,dafür sind die einfachen Bewegungsprogramme nicht ausreichend und ergiebig wirksam.
Weniger Lobbyarbeit !
Fortlaufende Rückenstudien von fachkompetenter Seite laufen anscheinend ins Leere,
Na dann weiter so.
Wirtschaftliche Berechnungen bleiben wo bitte ?, Sinn und Zweck Hinterfragungen.oder liegt es am Ausbildungslevel.
Zu meiner Ausbildungszeit 1961- 64 Berlin- Charite hatten wir eine Medizinpädagogin für Massage, Sie selbst war durch Sehnenscheidenentzündung berufsunfähig und umgeschult, viel mehr aber haben wir vermittelt bekommen in " Vertretungsstunden" über Frau Strahl 80 Jahre mit gebeugten Altersrücken!!!

:_|
1

Gefällt mir

Warum immer so hoch wissenschaftlich, die tägliche Erfahrungen in der Praxis zeigt doch das Ergebnis über Jahrzehnte, viel Lärm um wenig! Solange nicht hauptsächlich auf die muskulären Dysbalancen eingegangen wird und das geht nicht mit dem Peziball und Bodenmatte und der allgemeinen K G ,dafür sind die einfachen Bewegungsprogramme nicht ausreichend und ergiebig wirksam. Weniger Lobbyarbeit ! Fortlaufende Rückenstudien von fachkompetenter Seite laufen anscheinend ins Leere, Na dann weiter so. Wirtschaftliche Berechnungen bleiben wo bitte ?, Sinn und Zweck Hinterfragungen.oder liegt es am Ausbildungslevel. Zu meiner Ausbildungszeit 1961- 64 Berlin- Charite hatten wir eine Medizinpädagogin für Massage, Sie selbst war durch Sehnenscheidenentzündung berufsunfähig und umgeschult, viel mehr aber haben wir vermittelt bekommen in " Vertretungsstunden" über Frau Strahl 80 Jahre mit gebeugten Altersrücken!!! :_|
Gefällt mir

Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?

Problem beschreiben

Norbert Meyer schrieb:

Warum immer so hoch wissenschaftlich, die tägliche Erfahrungen in der Praxis zeigt doch das Ergebnis über Jahrzehnte, viel Lärm um wenig!
Solange nicht hauptsächlich auf die muskulären Dysbalancen eingegangen wird und das geht nicht mit dem Peziball und Bodenmatte und der allgemeinen K G ,dafür sind die einfachen Bewegungsprogramme nicht ausreichend und ergiebig wirksam.
Weniger Lobbyarbeit !
Fortlaufende Rückenstudien von fachkompetenter Seite laufen anscheinend ins Leere,
Na dann weiter so.
Wirtschaftliche Berechnungen bleiben wo bitte ?, Sinn und Zweck Hinterfragungen.oder liegt es am Ausbildungslevel.
Zu meiner Ausbildungszeit 1961- 64 Berlin- Charite hatten wir eine Medizinpädagogin für Massage, Sie selbst war durch Sehnenscheidenentzündung berufsunfähig und umgeschult, viel mehr aber haben wir vermittelt bekommen in " Vertretungsstunden" über Frau Strahl 80 Jahre mit gebeugten Altersrücken!!!

:_|



    Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.

Mein Profilbild bearbeiten

Das könnte Sie auch interessieren

Buchbesprechung
Rückenstärkung ohne Gymnastik
Ratgeber für wirbelsäulengeplagte Sportmuffel
21.03.2022 • Von Ul.Ma.
Richtiges Heben
(Ein)drücke in und aus der Wirbelsäule
Welche Hebevariante ist belastungsärmer?
16.02.2021 • Von D. Bombien
Studie
Rückenschulen auf dem Prüfstand
Schaden Präventionsprogramme eventuell mehr als sie nutzen?
20.11.2020 • Von D. Bombien
Alle Artikel zum Thema

© 2026 physio.de - Physiotherapie in Deutschland  Impressum - Datenschutz - AGB - Diese Seite weiter empfehlen - Ihre E-Mail an uns