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Frühe Kreuzband-OP empfohlen
Schnelle Rekonstruktion nach Ruptur macht Sekundärschäden seltener.
21.06.2016 • 1 Kommentar

Das vordere Kreuzband ist einer der wichtigsten Stabilisatoren im Kniegelenk. Bei einer Ruptur ist die reibungslose Gelenkkinematik erst einmal gestört. Dann muss sich der Patient entscheiden, ob er sich auf den OP-Tisch legt oder konservativ behandeln lässt. Denn auch durch konsequentes Training kann eine alltagstaugliche Stabilität erlangt werden.

Eine Studie der Mayo Clinic in Rochester/Minnesota unter Dr. Thomas Sanders hat ergeben: Eine schnelle Operation kann Langzeitschäden nach Kreuzbandriss, vor allem Arthrose und Meniskusverletzungen, deutlich abmildern oder ganz verhindern. Allerdings kommt auch eine Rekonstruktion nicht an die Stabilität des Originals heran.

964 Patienten mit gerissenem Kreuzband und 964 Personen ohne Verletzung standen 14 Jahre unter Beobachtung. Bei 509 wurde relativ früh operiert, während bei 91 erst nach einem Jahr oder später eine Rekonstruktion stattfand. 364 Patienten wiederum behandelten die Ruptur konservativ. Die Teilnehmer der Studie waren im Durchschnitt 28 Jahre alt.

In den 14 Jahren Nachbeobachtung kam es bei 37,4 Prozent der "Konservativen" zu einer sekundären Meniskusverletzung, während es bei den Operierten nur 8,2 Prozent waren. Das Risiko für diese Sekundärfolge liegt also bei den Nichtoperierten um das 5,4-fache höher. Auch entwickelten 31,6 Prozent dieser Gruppe eine symptomatische Arthrose. Im Vergleich lagen die "Rekonstruierten" mit 8,5 Prozent deutlich darunter.

Und je früher der Eingriff, desto besser für das Gelenk. Wer sich erst ein Jahr später operieren ließ, hatte in der Arthrose-Entwicklung die gleiche Wahrscheinlichkeit wie nicht Operierte und auch Meniskusschäden traten vier Mal häufiger auf als bei Frühoperierten. Die Raten betrugen 19,8 Prozent versus 6,1 Prozent bei Meniskusläsion und 22 Prozent versus 4,5 Prozent bei Arthrose.

Aber auch bei Patienten, die sich für eine frühe Operation entschieden hatten, lag im Vergleich zur Kontrollgruppe das Risiko, eine Arthrose zu entwickeln um das 4,9-fache höher, nämlich 4,5 Prozent zu 1,2 Prozent. Das Arthrose-Risiko stieg insbesondere bei Patienten über 21 Jahre.

Laut den Wissenschaftlern lohnt es sich nach einer Kreuzbandruptur also früh zu operieren, wenn man einen gelenkschonenden Effekt erzielen will.

Ul.Ma. / physio.de

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StudieKreuzbandRuptur


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hgb
21.06.2016 13:46
.. allerdings sollte das akute Trauma vor OP vollständig abgeklungen sein, sonst droht eher eine Arthtrofibrose!! Auch das ist untersucht, allerdings nicht mit dem langen Verlauf.

mfg hgb:-)
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• Heike Nissel
.. allerdings sollte das akute Trauma vor OP vollständig abgeklungen sein, sonst droht eher eine Arthtrofibrose!! Auch das ist untersucht, allerdings nicht mit dem langen Verlauf. mfg hgb:-)
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hgb schrieb:

.. allerdings sollte das akute Trauma vor OP vollständig abgeklungen sein, sonst droht eher eine Arthtrofibrose!! Auch das ist untersucht, allerdings nicht mit dem langen Verlauf.

mfg hgb:-)



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