Für unsere moderne
physiotherapeutische Praxis in
Horhausen (Kreis Neuwied, mit guter
Anbindung an die A3) suchen wir zum
nächstmöglichen Zeitpunkt:
Physiotherapeut/in (m/w/d) in
Vollzeit (38 Std.) oder Teilzeit
(ca. 20 Std.)
Masseur/in und medizinische/r
Bademeister/in (m/w/d) mit MLD
(manuelle Lymphdrainage), gerne
auch Berufseinsteiger/innen
Die Anstellung ist sowohl befristet
als auch unbefristet möglich.
Das bieten wir Ihnen:
Eine moderne Praxis mit großem
Trainingsraum
E...
physiotherapeutische Praxis in
Horhausen (Kreis Neuwied, mit guter
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Warum?
Seit vielen Jahren bemängeln die PhysiotherapeutInnen unseres Nachbarlandes die schlechte Vergütung für ihre Leistungen. Nun wird man sich als deutsche/r TherapeutIn angesichts der rund 100 bis 150 € pro Zeitstunde in der Einzeltherapie fragen, wie man sich darüber beschweren kann. Das ist immerhin das 1,5- bis 2-fache der deutschen Vergütung. Doch stellt man die Lebenshaltungskosten gegenüber, fällt auf, dass diese in der Schweiz im Schnitt mehr als doppelt so hoch sind.
Und nach der neuen Tarifverhandlung zwischen Physioswiss, dem bisher einzigen Berufsverband und den Kostenträgern könnte die Vergütung zukünftig den – auch in der Schweiz steigenden – Ausgaben nicht mehr adäquat entgegenstehen. Dies befürchten zumindest vor allem die Großpraxen. Aus diesem Grund haben viele Physiowiss-Mitglieder – darunter in der Mehrzahl eben jene TherapiezentrumsbesitzerInnen – dem Verband den Rücken gekehrt und PROphysio gegründet.
Unterschiedliche Interessen
Bisher wurde Physiotherapie in der Schweiz – dem deutschen Modell ähnlich – mit pauschalen Preisen für eine Behandlungseinheit abgerechnet. Im neuen Tarif wird nun aber zeitbasiert vergütet. Dies beunruhigt vor allem große Therapiezentren. Sie befürchten dadurch ihre umfangreiche Infrastruktur und den Administrationsapparat nicht mehr finanzieren zu können. Sie sehen im neuen Tarif ausschließlich Vorteile für kleine Einzelpraxen. Physioswiss versuchte dies noch gemeinsam mit den Krankenkassen und Spitälern unter dem Titel „Die Tarifpartner stellen die Fakten klar“ zu entkräften. Doch dies brachte nicht die gewünschte Einigung.
Fahrplan
PROphysio hat seinen Sitz in Bern. Auf der aktuellen Agenda stehen neben der Niederschrift der eigenen Positionen der „Aufbau der Beziehungen zu den Akteuren des Gesundheitswesens“. Der „operative Vollbetrieb“ ist für Januar 2027 geplant. Noch ist der Verband klein und wird daher wahrscheinlich aktuell keine Stimme in den entsprechenden Ausschüssen besitzen. Ob und wie PROphysio in den entscheidungstragenden Runden aufgenommen wird, ist bislang auch nicht absehbar.
Martin Römhild B.Sc. / physio.de
SchweizAuslandBerufsverbände
Nochmals: wer den Bachelor machen will, kann dies bereits tun, ich sehe daran eine -eventuelle- qualitative Verbesserung der Fachlichkeit (unsere Erfahrungen zeigen dies allerdings auch nur bedingt) und eine Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. Punkt!
Eine Vollakademisierung wird die Gesamtsituation nicht ändern, dies zeigt die Schweiz ein ums andere Mal grandios auf.
Rahmenbedingungen schaffen, Leistungskatalog zeitgemäß überarbeiten, Zertifikate-Prinzip in die Tonne, Vergütungskonzept definitiv ändern usw...
Alles andere ist Träumerei in meinen Augen, wird das Interesse und die Zufriedenheit aber nicht im geringsten ändern.
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Deutschland ist das letzte westliche Land ohne grundständiges Studium als Regelweg. Das ist keine Randnotiz, das ist der Hebel für internationale Anschlussfähigkeit, wissenschaftliche Reputation und – langfristig – Verhandlungsmacht gegenüber GKV und Kassenärzten bei Direktzugang.
Warum es stockt, laut CHE: nicht weil's nichts bringt, sondern aus finanziellen Gründen – Ausbildungskosten würden vom Gesundheitssektor auf die Länder (Hochschulträger) verlagert, plus steigende Gehälter bei akademischem Abschluss werden als Kostentreiber gefürchtet. Das ist ein Verteilungskonflikt, keine fachliche Widerlegung.
"Rahmenbedingungen schaffen, Katalog reformieren, Zertifikate weg" – ja, genau das braucht's zusätzlich. Aber "eventuelle" Fachlichkeitsverbesserung + Reformen OHNE akademische Basis ist genau die Zwischenposition, die laut CHE seit 15 Jahren nirgendwohin führt.
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FoetorExOre schrieb:
Die Schweiz hat fast 20 Jahre gebraucht, aber laut CHE-Analyse (Nickel/Thiele, DUZ Spotlight 2023) ist die Vollakademisierung dort gelungen, weil klarer politischer Wille zur Ausbildungsreform da war. Die "gleichen Probleme" bleiben nicht wegen der Akademisierung, sondern weil in D die halbherzige Umsetzung (Modellstudiengänge, Teilakademisierung seit 15 Jahren) die strukturellen Reformen – Direktzugang, Vergütung, Heilmittelkatalog – gerade nicht erzwingt. Halbe Sachen bringen halbe Ergebnisse, das ist kein Gegenbeweis.
Deutschland ist das letzte westliche Land ohne grundständiges Studium als Regelweg. Das ist keine Randnotiz, das ist der Hebel für internationale Anschlussfähigkeit, wissenschaftliche Reputation und – langfristig – Verhandlungsmacht gegenüber GKV und Kassenärzten bei Direktzugang.
Warum es stockt, laut CHE: nicht weil's nichts bringt, sondern aus finanziellen Gründen – Ausbildungskosten würden vom Gesundheitssektor auf die Länder (Hochschulträger) verlagert, plus steigende Gehälter bei akademischem Abschluss werden als Kostentreiber gefürchtet. Das ist ein Verteilungskonflikt, keine fachliche Widerlegung.
"Rahmenbedingungen schaffen, Katalog reformieren, Zertifikate weg" – ja, genau das braucht's zusätzlich. Aber "eventuelle" Fachlichkeitsverbesserung + Reformen OHNE akademische Basis ist genau die Zwischenposition, die laut CHE seit 15 Jahren nirgendwohin führt.
Die internationale Anschlussfähigkeit ist für mich auch rätselhaft, ich möchte hier gute Behandlungsergebnisse, Punkt. Die bei uns beschäftigten studierten Physios machen nach meinem Dafürhalten einen guten, aber eben keinen besseren Job als diejenigen mit Ausbildung.
Da sich reichlich ausländisches (studiertes) Fachpersonal bei uns eingefunden hat, ist hier auch ein internationaler Vergleich möglich, wie ich sagte: Gut, aber nicht besser.
Von daher: Lasst den Dachdecker keinen Doktor machen und den Physio eine Ausbildung, die Anschlussfähigkeit bemisst sich an ganz anderen Faktoren: Steuer- und Sozialsystem, Wohnraumsituation, Vergütung usw...
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Dorsovolar schrieb:
@FoetorExOre Wir sind hier nicht einer Meinung, ich glaube kaum, dass die Akademisierung uns in der Verhandlung mit der GKV mehr Macht verleiht. Und nochmals: die Schweiz hat es geschafft, nur die Vorteile sehe ich noch nicht.
Die internationale Anschlussfähigkeit ist für mich auch rätselhaft, ich möchte hier gute Behandlungsergebnisse, Punkt. Die bei uns beschäftigten studierten Physios machen nach meinem Dafürhalten einen guten, aber eben keinen besseren Job als diejenigen mit Ausbildung.
Da sich reichlich ausländisches (studiertes) Fachpersonal bei uns eingefunden hat, ist hier auch ein internationaler Vergleich möglich, wie ich sagte: Gut, aber nicht besser.
Von daher: Lasst den Dachdecker keinen Doktor machen und den Physio eine Ausbildung, die Anschlussfähigkeit bemisst sich an ganz anderen Faktoren: Steuer- und Sozialsystem, Wohnraumsituation, Vergütung usw...
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Dorsovolar schrieb:
Ich verweise in den Diskussionen über das Allheilmittel Akademisierung immer wieder gern auf die Schweiz. Und was soll ich sagen: Die Probleme sind am Ende stets die gleichen: Sorgen um Wirtschaftlichkeit und das Heranziehen von Vergleichswerten.
Nochmals: wer den Bachelor machen will, kann dies bereits tun, ich sehe daran eine -eventuelle- qualitative Verbesserung der Fachlichkeit (unsere Erfahrungen zeigen dies allerdings auch nur bedingt) und eine Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. Punkt!
Eine Vollakademisierung wird die Gesamtsituation nicht ändern, dies zeigt die Schweiz ein ums andere Mal grandios auf.
Rahmenbedingungen schaffen, Leistungskatalog zeitgemäß überarbeiten, Zertifikate-Prinzip in die Tonne, Vergütungskonzept definitiv ändern usw...
Alles andere ist Träumerei in meinen Augen, wird das Interesse und die Zufriedenheit aber nicht im geringsten ändern.
Ich höre dies im Übrigen nur im unserem Sektor. Ich habe noch nie zu meinem Bäcker gesagt, du musst deine Fachlichkeit verbessern.
Aber was bedeutet das überhaupt? Bin ich nicht schon vom Niveau auf dem Stand der Krankenkassenmitarbeiter? Habe ich nicht schon genug Niveau um Ärzte den Sachverhalt zu erklären (Therapiebericht ist vielen Ärzten zu schwierig formuliert)
Mein Niveau ein Rezept richtig zu bearbeiten habe ich auch. Wo bitte ist die Fachlichkeitsdebatte? Die Kassen wollen nur den Rotstift ansetzen. Der Ausbildungsrahmen muss verändert werden. Schlingentisch, Elektro, Stangerbad, Mssage.............. (all das ist schon etwas in die Jahre gekommen)
Der Umgang mit uns Therapeuten muss verändert werden.
Da hilft auch das Studium nicht. Und wenn man auf die Schweiz blickt, so sind 100€ pro Stunde nichts und dafür würde hier ein Studierter Mensch nicht mal aufstehen.
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Andreas Bock schrieb:
Ich höre immer man muss nun die fachlichkeit verbessern.
Ich höre dies im Übrigen nur im unserem Sektor. Ich habe noch nie zu meinem Bäcker gesagt, du musst deine Fachlichkeit verbessern.
Aber was bedeutet das überhaupt? Bin ich nicht schon vom Niveau auf dem Stand der Krankenkassenmitarbeiter? Habe ich nicht schon genug Niveau um Ärzte den Sachverhalt zu erklären (Therapiebericht ist vielen Ärzten zu schwierig formuliert)
Mein Niveau ein Rezept richtig zu bearbeiten habe ich auch. Wo bitte ist die Fachlichkeitsdebatte? Die Kassen wollen nur den Rotstift ansetzen. Der Ausbildungsrahmen muss verändert werden. Schlingentisch, Elektro, Stangerbad, Mssage.............. (all das ist schon etwas in die Jahre gekommen)
Der Umgang mit uns Therapeuten muss verändert werden.
Da hilft auch das Studium nicht. Und wenn man auf die Schweiz blickt, so sind 100€ pro Stunde nichts und dafür würde hier ein Studierter Mensch nicht mal aufstehen.
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