Die Europäische Kommission plant einen europaweit einheitlichen Ausbildungsrahmen für die Physiotherapie. Während viele EU-Staaten längst auf eine hochschulische Ausbildung setzen, hält Deutschland ohne inhaltliche Gründe überwiegend am fachschulischen Modell fest. Dieser Ausbildungsweg droht, europäisch abgewertet zu werden, die Politik muss handeln.
Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an einem sogenannten Common Training Framework (CTF) zur Einführung eines europaweit einheitlichen Ausbildungsrahmens in der Physiotherapie. Ziel ist es, Qualitätsstandards innerhalb der Ausbildung zu vereinheitlichen und die automatische Anerkennung von Berufsabschlüssen innerhalb der EU zu erleichtern.
Im Zuge dieses Prozesses zeichnet sich ab: Die in Deutschland vorherrschende berufsfachschulische Ausbildung dürfte den künftig definierten europäischen Standards nicht entsprechen. Während viele weitere europäische Staaten die Physiotherapieausbildung bereits vollständig akademisiert haben, werden Physiotherapeuten in Deutschland zu 94 % fachschulisch ausgebildet. Der Anteil von Therapeuten mit akademischem Abschluss liegt insgesamt bei unter 5 % und wird auch in den nächsten Jahren nicht nennenswert steigen. Diese Tatsache ist politisch gewollt.
Gefahr mangelnder Anerkennung im europäischen Ausland
Wenn der geplante Ausbildungsrahmen in der derzeit diskutierten Form umgesetzt wird, können deutsche Abschlüsse künftig nicht automatisch in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt werden. Fachschulisch ausgebildete Therapeuten aus Deutschland werden damit im europäischen Wettbewerb erheblich benachteiligt. Obwohl die akademische Ausbildung international der überwiegende Standard ist, hält die Politik hierzulande am deutschen Sonderweg fest. Dieser Sonderweg könnte nun dazu führen, dass die deutsche Physiotherapie ein Schlusslicht in Europa bildet.
Weitere strukturelle Nachteile für das deutsche Gesundheitssystem drohen dann auch dadurch, dass die fachschulische Ausbildung unattraktiver wird, noch weniger junge Menschen sich für den Beruf entscheiden und sich damit der Fachkräftemangel noch weiter zuspitzt. Schon heute führt die Physiotherapie laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) die Statistik der Mangelberufe auf Platz 1 an.
Für den Gesundheitsstandort Deutschland hätte ein weiterer Rückgang der Ausbildungszahlen dramatische Folgen für die Versorgungssicherheit hunderttausender Patienten. Bereits heute warten Patienten mit akuten Beschwerden teils wochenlang auf einen Termin.
Bundesregierung gefordert – bislang nur Verweigerungshaltung
Vor diesem Hintergrund wächst der Handlungsdruck auf die Bundesregierung. Der IFK fordert seit Jahren die vollständige Akademisierung der Physiotherapieausbildung in Deutschland, um internationale Vergleichbarkeit, bessere Versorgungsqualität und den langfristigen Fachkräftebedarf zu sichern.
Eine klare Positionierung der aktuellen Bundesregierung bleibt bislang jedoch aus. Als zentrales Hemmnis für eine Vollakademisierung galten in der letzten Legislaturperiode vor allem Kostenfragen. Insbesondere die Bundesländer, die für Bildungsangelegenheiten zuständig sind, lehnten bestehende Vorschläge hin zu einer stärkeren Akademisierung in Deutschland im Hinblick auf die finanzielle Mehrbelastung ab.
Zukunftsfähigkeit des Berufsstands sichern
Die Einführung eines geplanten europäischen Ausbildungsrahmens macht deutlich: Es geht nicht um bildungs- oder finanzpolitische Detailfragen, sondern um die Zukunftsfähigkeit der Physiotherapie. Deutschen Abschlüssen droht im europäischen Ausland ein erheblicher Reputationsverlust.
Ohne zeitnahe politische Entscheidungen wird Deutschland den Anschluss an internationale Standards verlieren – mit unmittelbaren Folgen für Berufsangehörige, Patienten sowie die Attraktivität des Gesundheitsstandortes Deutschland. Wenn die Politik weiterhin zögert, werden hierzulande nicht nur europäische Standards verpasst – sondern auch dringend benötigte junge Fachkräfte aus dem europäischen Ausland abgeschreckt, weil in anderen Ländern auf höherem Niveau gearbeitet werden kann.
„Ein einheitlicher Ausbildungsrahmen ist ein wichtiger Schritt, um das Niveau der Physiotherapie in Europa anzugleichen. Er schafft Transparenz zwischen den unterschiedlichen Ausbildungssystemen und erleichtert die gegenseitige Anerkennung“, sagt Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK). „Deutschland darf jetzt nicht den Anschluss verlieren. Seit Jahren liegt der Reformbedarf auf dem Tisch – und ebenso lange verweigert die Politik eine verbindliche politische Entscheidung. Statt zu handeln, wird die Verantwortung wie ein schwarzer Peter zwischen Bund und Ländern hin- und hergeschoben. Dieses Zögern gefährdet nicht nur die internationale Anerkennung unserer Abschlüsse, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unseres Berufs und in Konsequenz die Versorgungsicherheit der Patienten. Wenn die Politik weiterhin blockiert und deutsche Sonderwege favorisiert, nimmt sie strukturelle Nachteile für eine ganze Generation von Physiotherapeuten und Patienten billigend in Kauf. Und ganz nebenbei kann man nicht mehr davon sprechen, dass Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme hat, wenn im Rest Europas insgesamt auf höherem Niveau ausgebildet und gearbeitet wird. Der ganze Prozess zeigt, dass die deutsche Gesundheitspolitik jetzt die Ausbildung auf ein europäisches Niveau anheben muss, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit und das hohe Niveau des Gesundheitsstandorts wahren will.“
Pressemitteilung des Bundesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V. vom 23. Februar 2026
Über den IFK:
Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten - IFK e. V. vertritt seit 1981 die Interessen der selbstständigen Physiotherapeuten im deutschen Gesundheitswesen. Als maßgebliche Spitzenorganisation der Heilmittelerbringer setzen wir uns dafür ein, die Arbeitsbedingungen in der Physiotherapie stetig zu verbessern. Um die Interessen selbstständiger Physiotherapeuten erfolgreich zu vertreten, engagiert sich der IFK gegenüber Politik, Krankenkassen, Ärzteschaft und anderen Institutionen im deutschen Gesundheitswesen. Mit innovativen Projekten und vielseitigen Serviceleistungen steht der IFK seinen Mitgliedern in vielen Bereichen der Praxisführung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite.
Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V.
Gesundheitscampus-Süd 33 │ 44801 Bochum
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartnerin: Katharina Thiemann │E-Mail: presse@ifk.de
Seit 27 Jahren fordert der IFK eine Vollakademisierung und den Direktzugang.
Erreicht haben sie nichts, weil die Argumente überhaupt nicht mit der Versorgungsrealität in Einklang zu bringen sind.
99,99% der Therapierenden werden nie im Ausland arbeiten und Patienten haben sich in München noch nie darüber beschwert, dass sie aber in Holland viel qualifizierter behandelt würden.
Auch der Zugang von ausländischen Therapeuten ist kein Argument, so lange unser Hauptproblem die Berufsflucht ist.
Ausserdem könnten in D 3-4x mehr ausgebildet werden, wenn es die Kapazitäten und Rahmenbedingungen dafür gäbe.
Die Probleme in der PT in D sind komplett hausgemacht.
Man muss zunächst die Rahmenbedingungen ändern, damit Leute im Beruf verbleiben und und nicht einfach mehr Akademiker oben in den Trichter reinwerfen.
Die Kassen haben bereits deutlich gemacht, dass sie KEINE andere Bezahlung für akademisierte Therapeuten unterstützen werden.
Damit würden wir dann Menschen deutlich besser auf ihre Kosten (Studium!) qualifizieren, um sie danach genau so beschissen zu bezahlen, wie ihre Kollegen mit Ausbildung und sie den gleichen HMK-Mist machen lassen.
Und das ist dann die Lösung?
Wir müssen die Ausbildung dringend verbessern aber noch dringender die Rahmenbedingungen.
So lange die Rahmenbedingungen sind wie sie sind, geht jede Ausbildungsreform (oder Akademisierung) am Ziel vorbei.
25
Gefällt mir
• MikeL
• JayBee
• SiegesgöttinXX
• Dorsovolar
• saarländer
• limone
• Gebra
• Stefan Preißler
• bh
• Triggerfrau
• gabi66
• Oliver Henn
• logofox
• spartaner
• nele69
• Achilles2
• andreas696
• urselundtraudel
• Horatio72
• Dennis Kraus
• Adam Stremel
• Stefan Arnold
• Sarah Gerbert
• Gernot Wiedemann
• PT-Nik
Seit 27 Jahren fordert der IFK eine Vollakademisierung und den Direktzugang.
Erreicht haben sie nichts, weil die Argumente überhaupt nicht mit der Versorgungsrealität in Einklang zu bringen sind.
99,99% der Therapierenden werden nie im Ausland arbeiten und Patienten haben sich in München noch nie darüber beschwert, dass sie aber in Holland viel qualifizierter behandelt würden.
Auch der Zugang von ausländischen Therapeuten ist kein Argument, so lange unser Hauptproblem die Berufsflucht ist.
Ausserdem könnten in D 3-4x mehr ausgebildet werden, wenn es die Kapazitäten und Rahmenbedingungen dafür gäbe.
Die Probleme in der PT in D sind komplett hausgemacht.
Man muss zunächst die Rahmenbedingungen ändern, damit Leute im Beruf verbleiben und und nicht einfach mehr Akademiker oben in den Trichter reinwerfen.
Die Kassen haben bereits deutlich gemacht, dass sie KEINE andere Bezahlung für akademisierte Therapeuten unterstützen werden.
Damit würden wir dann Menschen deutlich besser auf ihre Kosten (Studium!) qualifizieren, um sie danach genau so beschissen zu bezahlen, wie ihre Kollegen mit Ausbildung und sie den gleichen HMK-Mist machen lassen.
Und das ist dann die Lösung?
Wir müssen die Ausbildung dringend verbessern aber noch dringender die Rahmenbedingungen.
So lange die Rahmenbedingungen sind wie sie sind, geht jede Ausbildungsreform (oder Akademisierung) am Ziel vorbei.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Ich habe 2017-18 in der Schweiz gearbeitet als einzigster Nichtakademiker.
Es wurde therapiert so wie ich es aus Deutschland kenne.
Wie immer konnte jeder von jedem was mitnehmen.
Ich will einfach nicht glauben, daß in Deutschland ausgebildete Phyisotherapeuten so viel schlechter therapieren wie der Rest der Welt!
Natürlich spielen die Rahmenbedingungen bei uns eine wichtige Rolle. Die Schweiz hatte damals schon die Blankoverordnung ohne Diagnoseeinschränkung.
Mann könnte auch die Ausbildung der Ärzte reformieren, dann würden automatisch weniger Physio-Verordnungen anfallen!
Machen wir uns nichts vor; hier wird sich so bald nichts verändern. Es fehlt der Wille und die Knete!
10
Gefällt mir
• asima
• Gebra
• bh
• Triggerfrau
• Achilles2
• springlukas
• Dennis Kraus
• ella426
• Stefan Arnold
• PT-Nik
Ich habe 2017-18 in der Schweiz gearbeitet als einzigster Nichtakademiker.
Es wurde therapiert so wie ich es aus Deutschland kenne.
Wie immer konnte jeder von jedem was mitnehmen.
Ich will einfach nicht glauben, daß in Deutschland ausgebildete Phyisotherapeuten so viel schlechter therapieren wie der Rest der Welt!
Natürlich spielen die Rahmenbedingungen bei uns eine wichtige Rolle. Die Schweiz hatte damals schon die Blankoverordnung ohne Diagnoseeinschränkung.
Mann könnte auch die Ausbildung der Ärzte reformieren, dann würden automatisch weniger Physio-Verordnungen anfallen!
Machen wir uns nichts vor; hier wird sich so bald nichts verändern. Es fehlt der Wille und die Knete!
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Preißler schrieb:
Ich habe 2017-18 in der Schweiz gearbeitet als einzigster Nichtakademiker.
Es wurde therapiert so wie ich es aus Deutschland kenne.
Wie immer konnte jeder von jedem was mitnehmen.
Ich will einfach nicht glauben, daß in Deutschland ausgebildete Phyisotherapeuten so viel schlechter therapieren wie der Rest der Welt!
Natürlich spielen die Rahmenbedingungen bei uns eine wichtige Rolle. Die Schweiz hatte damals schon die Blankoverordnung ohne Diagnoseeinschränkung.
Mann könnte auch die Ausbildung der Ärzte reformieren, dann würden automatisch weniger Physio-Verordnungen anfallen!
Machen wir uns nichts vor; hier wird sich so bald nichts verändern. Es fehlt der Wille und die Knete!
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Stefan Preißler Das kann ich nur bestätigen. Habe eine Bekannte in Den Haag, die regelmäßig Physiotherapie bekommen hat, der holländische Kollege hat „auch nur mit Wasser gekocht“, es wirklich keine bessere Therapie als von einem qualifizierten Physio in Deutschland,
3
Gefällt mir
• limone
• Gebra
• stefann34
[mention]Stefan Preißler[/mention] Das kann ich nur bestätigen. Habe eine Bekannte in Den Haag, die regelmäßig Physiotherapie bekommen hat, der holländische Kollege hat „auch nur mit Wasser gekocht“, es wirklich keine bessere Therapie als von einem qualifizierten Physio in Deutschland,
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
ella426 schrieb:
@Stefan Preißler Das kann ich nur bestätigen. Habe eine Bekannte in Den Haag, die regelmäßig Physiotherapie bekommen hat, der holländische Kollege hat „auch nur mit Wasser gekocht“, es wirklich keine bessere Therapie als von einem qualifizierten Physio in Deutschland,
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Jens Uhlhorn schrieb:
Seit 27 Jahren fordert der IFK eine Vollakademisierung und den Direktzugang.
Erreicht haben sie nichts, weil die Argumente überhaupt nicht mit der Versorgungsrealität in Einklang zu bringen sind.
99,99% der Therapierenden werden nie im Ausland arbeiten und Patienten haben sich in München noch nie darüber beschwert, dass sie aber in Holland viel qualifizierter behandelt würden.
Auch der Zugang von ausländischen Therapeuten ist kein Argument, so lange unser Hauptproblem die Berufsflucht ist.
Ausserdem könnten in D 3-4x mehr ausgebildet werden, wenn es die Kapazitäten und Rahmenbedingungen dafür gäbe.
Die Probleme in der PT in D sind komplett hausgemacht.
Man muss zunächst die Rahmenbedingungen ändern, damit Leute im Beruf verbleiben und und nicht einfach mehr Akademiker oben in den Trichter reinwerfen.
Die Kassen haben bereits deutlich gemacht, dass sie KEINE andere Bezahlung für akademisierte Therapeuten unterstützen werden.
Damit würden wir dann Menschen deutlich besser auf ihre Kosten (Studium!) qualifizieren, um sie danach genau so beschissen zu bezahlen, wie ihre Kollegen mit Ausbildung und sie den gleichen HMK-Mist machen lassen.
Und das ist dann die Lösung?
Wir müssen die Ausbildung dringend verbessern aber noch dringender die Rahmenbedingungen.
So lange die Rahmenbedingungen sind wie sie sind, geht jede Ausbildungsreform (oder Akademisierung) am Ziel vorbei.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg sollen also einem Entwurf zustimmen, welcher dazu führen wird, dass ein weiterer Beruf nur noch an der Uni gelernt werden kann. Schon jetzt ist es absurd schwer, als junger Erwachsener in einer ostdeutschen Kleinstadt eine Berufsschule zu finden - die Schule sind nämlich fast alle in die großen Städte gezogen. Sobald ein junger Mensch einmal in der großen Stadt ist zieht er doch nicht mehr zurück auf´s Land.
Folge: In Leipzig, Halle, Schwerin, Erfurt, Jena wird Links-Liberal gewählt und im Rest der Bundesländer Konservativ-Rechts.
Die Akademisierung wird nicht von einer Konservativ-Rechten Mehrheit im Parlament getragen werden. Sie sollen:
A) Mehr zahlen dafür, dass sie
B) Ihre Kleinstädte sterben lassen.
1
Gefällt mir
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg sollen also einem Entwurf zustimmen, welcher dazu führen wird, dass ein weiterer Beruf nur noch an der Uni gelernt werden kann. Schon jetzt ist es absurd schwer, als junger Erwachsener in einer ostdeutschen Kleinstadt eine Berufsschule zu finden - die Schule sind nämlich fast alle in die großen Städte gezogen. Sobald ein junger Mensch einmal in der großen Stadt ist zieht er doch nicht mehr zurück auf´s Land.
Folge: In Leipzig, Halle, Schwerin, Erfurt, Jena wird Links-Liberal gewählt und im Rest der Bundesländer Konservativ-Rechts.
Die Akademisierung wird nicht von einer Konservativ-Rechten Mehrheit im Parlament getragen werden. Sie sollen:
A) Mehr zahlen dafür, dass sie
B) Ihre Kleinstädte sterben lassen.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Halbtitan schrieb:
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg sollen also einem Entwurf zustimmen, welcher dazu führen wird, dass ein weiterer Beruf nur noch an der Uni gelernt werden kann. Schon jetzt ist es absurd schwer, als junger Erwachsener in einer ostdeutschen Kleinstadt eine Berufsschule zu finden - die Schule sind nämlich fast alle in die großen Städte gezogen. Sobald ein junger Mensch einmal in der großen Stadt ist zieht er doch nicht mehr zurück auf´s Land.
Folge: In Leipzig, Halle, Schwerin, Erfurt, Jena wird Links-Liberal gewählt und im Rest der Bundesländer Konservativ-Rechts.
Die Akademisierung wird nicht von einer Konservativ-Rechten Mehrheit im Parlament getragen werden. Sie sollen:
A) Mehr zahlen dafür, dass sie
B) Ihre Kleinstädte sterben lassen.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Ich werde ja oft als Gegner der Akademisierung hier beschimpft, gern Feuer frei. In der Tat verstehe ich immer noch nicht unser Ansinnen in der Diskussion, Therapeuten es zu erleichtern, unser Land zu verlassen, beklagen wir doch permanent den Personalmangel vor Ort. Vernünftige Prioritätensetzung sieht m.E. anders aus.
Gleichwohl beschäftigen wir studierte Mitarbeiter aus dem Ausland als auch aus Deutschland bei uns. Einen qualitativen Unterschied in der Behandlung (hier sollte der Schwerpunkt der Bewertung liegen) können weder wir noch die Patienten ausmachen, die Neigung zur Dokumentation ist allerdings ausgeprägter bei unseren studierten Mitarbeitern, dies geben Studien diesbezüglich ja auch zu verstehen.
Hier ist eigentlich tatsächlich nichts zu diskutieren als vorrangig die Rahmenbedingungen für unsere Ausbildung als auch die hinterwäldlerischen Inhalte des Heilmittelkataloges aufzuarbeiten. Ich plädiere nach wie vor für einheitliche Minutensätze (zu differenzieren wäre, ob mit oder ohne Geräteeinsatz agiert wird) für alle Leistungen, Zertifikatsirrsinn weg, damit den Markt sich regulieren lassen über Qualität, Zulassung technischer Geräte wie Lymphomaten oder Vacumed...
Hier ist viel drin, bevor das nicht steht, braucht doch kein Mensch von Akademisierung oder europäischen Wettbewerb (wozu auch???) träumen...
4
Gefällt mir
• limone
• Gebra
• Stefan Preißler
• PT-Nik
Ich werde ja oft als Gegner der Akademisierung hier beschimpft, gern Feuer frei. In der Tat verstehe ich immer noch nicht unser Ansinnen in der Diskussion, Therapeuten es zu erleichtern, unser Land zu verlassen, beklagen wir doch permanent den Personalmangel vor Ort. Vernünftige Prioritätensetzung sieht m.E. anders aus.
Gleichwohl beschäftigen wir studierte Mitarbeiter aus dem Ausland als auch aus Deutschland bei uns. Einen qualitativen Unterschied in der Behandlung (hier sollte der Schwerpunkt der Bewertung liegen) können weder wir noch die Patienten ausmachen, die Neigung zur Dokumentation ist allerdings ausgeprägter bei unseren studierten Mitarbeitern, dies geben Studien diesbezüglich ja auch zu verstehen.
Hier ist eigentlich tatsächlich nichts zu diskutieren als vorrangig die Rahmenbedingungen für unsere Ausbildung als auch die hinterwäldlerischen Inhalte des Heilmittelkataloges aufzuarbeiten. Ich plädiere nach wie vor für einheitliche Minutensätze (zu differenzieren wäre, ob mit oder ohne Geräteeinsatz agiert wird) für alle Leistungen, Zertifikatsirrsinn weg, damit den Markt sich regulieren lassen über Qualität, Zulassung technischer Geräte wie Lymphomaten oder Vacumed...
Hier ist viel drin, bevor das nicht steht, braucht doch kein Mensch von Akademisierung oder europäischen Wettbewerb (wozu auch???) träumen...
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Das Argument ist ja, dass wir im europäischen Vergleich abgehängt werden.
Das halte ich allerdings für nicht stichhaltig, weil wir bereits ohne den europäischen Vergleich unser System als mittelalterlich einstufen müssen.
Die Preisfrage ist doch, welches unser drängendsten Probleme wird durch eine Vollakademisierung behoben? Bezahlung? Bürokratie? Mehr Autonomie?
Ich bin überhaupt nicht gegen eine Vollakademisierung aber halte die Argumente dafür in keiner Weise für hilfreich oder zielführend.
Außerdem ist die Reihenfolge falsch. Wir müssen erst die Rahmenbedingungen ändern, damit uns die Leute nicht mehr abhauen. (egal ob Ausbildung oder Studium)
6
Gefällt mir
• Dorsovolar
• limone
• Gebra
• Achilles2
• Dennis Kraus
• Adam Stremel
Das Argument ist ja, dass wir im europäischen Vergleich abgehängt werden.
Das halte ich allerdings für nicht stichhaltig, weil wir bereits ohne den europäischen Vergleich unser System als mittelalterlich einstufen müssen.
Die Preisfrage ist doch, welches unser drängendsten Probleme wird durch eine Vollakademisierung behoben? Bezahlung? Bürokratie? Mehr Autonomie?
Ich bin überhaupt nicht gegen eine Vollakademisierung aber halte die Argumente dafür in keiner Weise für hilfreich oder zielführend.
Außerdem ist die Reihenfolge falsch. Wir müssen erst die Rahmenbedingungen ändern, damit uns die Leute nicht mehr abhauen. (egal ob Ausbildung oder Studium)
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Jens Uhlhorn schrieb:
Das Argument ist ja, dass wir im europäischen Vergleich abgehängt werden.
Das halte ich allerdings für nicht stichhaltig, weil wir bereits ohne den europäischen Vergleich unser System als mittelalterlich einstufen müssen.
Die Preisfrage ist doch, welches unser drängendsten Probleme wird durch eine Vollakademisierung behoben? Bezahlung? Bürokratie? Mehr Autonomie?
Ich bin überhaupt nicht gegen eine Vollakademisierung aber halte die Argumente dafür in keiner Weise für hilfreich oder zielführend.
Außerdem ist die Reihenfolge falsch. Wir müssen erst die Rahmenbedingungen ändern, damit uns die Leute nicht mehr abhauen. (egal ob Ausbildung oder Studium)
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Jens Uhlhorn In vielem sind wir einig, ich selber bin allerdings für eine Teilakademisierung. Allerdings, und da sind wir zweifelsfrei einig, sollte man diese Diskussion erst dann führen, wenn unser IST-Zustand massiv verbessert wurde, sowohl in Hinblick auf Ausbildungsstandards als auch auf die Rahmenbedingungen.
Ich diskutiere nicht die Farbe des Daches, wenn das Fundament noch nicht gegossen ist...
3
Gefällt mir
• Jens Uhlhorn
• Evemarie Kaiser
• PT-Nik
[mention]Jens Uhlhorn[/mention] In vielem sind wir einig, ich selber bin allerdings für eine Teilakademisierung. Allerdings, und da sind wir zweifelsfrei einig, sollte man diese Diskussion erst dann führen, wenn unser IST-Zustand massiv verbessert wurde, sowohl in Hinblick auf Ausbildungsstandards als auch auf die Rahmenbedingungen.
Ich diskutiere nicht die Farbe des Daches, wenn das Fundament noch nicht gegossen ist...
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@Jens Uhlhorn In vielem sind wir einig, ich selber bin allerdings für eine Teilakademisierung. Allerdings, und da sind wir zweifelsfrei einig, sollte man diese Diskussion erst dann führen, wenn unser IST-Zustand massiv verbessert wurde, sowohl in Hinblick auf Ausbildungsstandards als auch auf die Rahmenbedingungen.
Ich diskutiere nicht die Farbe des Daches, wenn das Fundament noch nicht gegossen ist...
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Dorsovolar schrieb:
Ich werde ja oft als Gegner der Akademisierung hier beschimpft, gern Feuer frei. In der Tat verstehe ich immer noch nicht unser Ansinnen in der Diskussion, Therapeuten es zu erleichtern, unser Land zu verlassen, beklagen wir doch permanent den Personalmangel vor Ort. Vernünftige Prioritätensetzung sieht m.E. anders aus.
Gleichwohl beschäftigen wir studierte Mitarbeiter aus dem Ausland als auch aus Deutschland bei uns. Einen qualitativen Unterschied in der Behandlung (hier sollte der Schwerpunkt der Bewertung liegen) können weder wir noch die Patienten ausmachen, die Neigung zur Dokumentation ist allerdings ausgeprägter bei unseren studierten Mitarbeitern, dies geben Studien diesbezüglich ja auch zu verstehen.
Hier ist eigentlich tatsächlich nichts zu diskutieren als vorrangig die Rahmenbedingungen für unsere Ausbildung als auch die hinterwäldlerischen Inhalte des Heilmittelkataloges aufzuarbeiten. Ich plädiere nach wie vor für einheitliche Minutensätze (zu differenzieren wäre, ob mit oder ohne Geräteeinsatz agiert wird) für alle Leistungen, Zertifikatsirrsinn weg, damit den Markt sich regulieren lassen über Qualität, Zulassung technischer Geräte wie Lymphomaten oder Vacumed...
Hier ist viel drin, bevor das nicht steht, braucht doch kein Mensch von Akademisierung oder europäischen Wettbewerb (wozu auch???) träumen...
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Die Physiotherapie in Deutschland ist bereits heute auf einem vergleichbaren europäischen Hochschulniveau. Aber was nützt dies, wenn die Therapeuten keinen akademischen Abschluss haben? Die Diskussion innerhalb der Berufsgemeinde streitet vor allem darum, weil sich die nichtakademischen Therapeuten nicht genug wertgeschätzt empfinden. Und das zurecht! Ich würde den österreichischen Weg empfehlen. Dort hat man zwischen 2003 und 2006 einfach alle sog. Akademien mit der Fachschulausbildung in die Hochschulen überführt und alle zuvor nachakademischen Therapeuten erhielten die Möglichkeit, sich entsprechend anerkennen zu lassen. Das klingt einfach. Das wäre auch in Deutschland möglich, wenn es nicht so viele private Schulen gäbe. Diese in den 90iger Jahren einzuführen war ein großer Fehler. So braucht es in Deutschland also nicht nur die Mitwirkung von Kassen- und Ärzteverbände, sondern auch von der Lobby der privaten Schulen. Und zusammenfassend: Die Physiotherapeuten behandeln in Deutschland auf einem höchsten Niveau (ich weiß wovon ich spreche, ich habe selbst in verschiedenen Ländern in Europa in leitender Funktion gearbeitet), jetzt muss "nur" noch die Bezahlung für die Therapie stimmen und es muss unsere Diagnostik, die Dokumentation standardisiert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit bezahlt werden, dann regelt sich auch der Mangel an Fachkräften. Die akademische Anerkennung der Therapeuten, die bereits einen anerkannten Abschluss haben, wäre ja ein leichter Schritt.
7
Gefällt mir
• Gebra
• Stefan Preißler
• anika666
• Honey-D
• ulf361
• Jessica Lenz
• sam98
Die Physiotherapie in Deutschland ist bereits heute auf einem vergleichbaren europäischen Hochschulniveau. Aber was nützt dies, wenn die Therapeuten keinen akademischen Abschluss haben? Die Diskussion innerhalb der Berufsgemeinde streitet vor allem darum, weil sich die nichtakademischen Therapeuten nicht genug wertgeschätzt empfinden. Und das zurecht! Ich würde den österreichischen Weg empfehlen. Dort hat man zwischen 2003 und 2006 einfach alle sog. Akademien mit der Fachschulausbildung in die Hochschulen überführt und alle zuvor nachakademischen Therapeuten erhielten die Möglichkeit, sich entsprechend anerkennen zu lassen. Das klingt einfach. Das wäre auch in Deutschland möglich, wenn es nicht so viele private Schulen gäbe. Diese in den 90iger Jahren einzuführen war ein großer Fehler. So braucht es in Deutschland also nicht nur die Mitwirkung von Kassen- und Ärzteverbände, sondern auch von der Lobby der privaten Schulen. Und zusammenfassend: Die Physiotherapeuten behandeln in Deutschland auf einem höchsten Niveau (ich weiß wovon ich spreche, ich habe selbst in verschiedenen Ländern in Europa in leitender Funktion gearbeitet), jetzt muss "nur" noch die Bezahlung für die Therapie stimmen und es muss unsere Diagnostik, die Dokumentation standardisiert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit bezahlt werden, dann regelt sich auch der Mangel an Fachkräften. Die akademische Anerkennung der Therapeuten, die bereits einen anerkannten Abschluss haben, wäre ja ein leichter Schritt.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
TOP-PRAXIS schrieb:
Die Physiotherapie in Deutschland ist bereits heute auf einem vergleichbaren europäischen Hochschulniveau. Aber was nützt dies, wenn die Therapeuten keinen akademischen Abschluss haben? Die Diskussion innerhalb der Berufsgemeinde streitet vor allem darum, weil sich die nichtakademischen Therapeuten nicht genug wertgeschätzt empfinden. Und das zurecht! Ich würde den österreichischen Weg empfehlen. Dort hat man zwischen 2003 und 2006 einfach alle sog. Akademien mit der Fachschulausbildung in die Hochschulen überführt und alle zuvor nachakademischen Therapeuten erhielten die Möglichkeit, sich entsprechend anerkennen zu lassen. Das klingt einfach. Das wäre auch in Deutschland möglich, wenn es nicht so viele private Schulen gäbe. Diese in den 90iger Jahren einzuführen war ein großer Fehler. So braucht es in Deutschland also nicht nur die Mitwirkung von Kassen- und Ärzteverbände, sondern auch von der Lobby der privaten Schulen. Und zusammenfassend: Die Physiotherapeuten behandeln in Deutschland auf einem höchsten Niveau (ich weiß wovon ich spreche, ich habe selbst in verschiedenen Ländern in Europa in leitender Funktion gearbeitet), jetzt muss "nur" noch die Bezahlung für die Therapie stimmen und es muss unsere Diagnostik, die Dokumentation standardisiert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit bezahlt werden, dann regelt sich auch der Mangel an Fachkräften. Die akademische Anerkennung der Therapeuten, die bereits einen anerkannten Abschluss haben, wäre ja ein leichter Schritt.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Hier wurde schon viel Gutes gesagt. Ich sehe auch, dass sich die Grundbedingungen ändern müssen im vermehrt Physios auszubilden und im Beruf zu halten. Adäquate Bezahlung, Abbau der überbordenden Bürokratie, Aktualisierung des total veralteten Lehrplans, Arbeit im Gesundheitswesen auf Augenhöhe (wir sind die Spezialisten in unserem Bereich...und nicht nur "Heilhilfsberuf") etc
Ich oute mich als Gegner der Vollakademisierung. Nicht jeder kann aus unterschiedlichen Gründen Abitur machen was Vorraussetzung zum Studium ist.
In unserem Beruf sind Hirn (Wissen, Interpretation der Befunde etc) Herz (Empathie, Kommunikstionsfähigkeit etc) und Hand (und da meine ich nicht das "am Körper Herumdaddeln) (für adäquate Befunde, zielgerichtete manuelle Unterstützung der aktivierenden Therapie etc) notwendig.
In der Zeit in der ich unterrichtet habe waren die "guten" Therapeuten sowohl Realschulabsolventen als auch Abiturienten gleichmäßig verteilt. Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren.
9
Gefällt mir
• MikeL
• JürgenK
• asima
• Jens Uhlhorn
• Dorsovolar
• Evemarie Kaiser
• Stefan Preißler
• helmingas
• springlukas
Hier wurde schon viel Gutes gesagt. Ich sehe auch, dass sich die Grundbedingungen ändern müssen im vermehrt Physios auszubilden und im Beruf zu halten. Adäquate Bezahlung, Abbau der überbordenden Bürokratie, Aktualisierung des total veralteten Lehrplans, Arbeit im Gesundheitswesen auf Augenhöhe (wir sind die Spezialisten in unserem Bereich...und nicht nur "Heilhilfsberuf") etc
Ich oute mich als Gegner der Vollakademisierung. Nicht jeder kann aus unterschiedlichen Gründen Abitur machen was Vorraussetzung zum Studium ist.
In unserem Beruf sind Hirn (Wissen, Interpretation der Befunde etc) Herz (Empathie, Kommunikstionsfähigkeit etc) und Hand (und da meine ich nicht das "am Körper Herumdaddeln) (für adäquate Befunde, zielgerichtete manuelle Unterstützung der aktivierenden Therapie etc) notwendig.
In der Zeit in der ich unterrichtet habe waren die "guten" Therapeuten sowohl Realschulabsolventen als auch Abiturienten gleichmäßig verteilt. Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren.
Da benennst Du exakt meinen Kernpunkt, den ich seit Jahren hier anführe und mir nie jemand Antwort darauf gibt, warum wir in Zeiten von Personalmangel die Gruppe der potentiellen Auszubildenden durch eine Akademisierung massiv eingrenzen sollten...
2
Gefällt mir
• asima
• gabi66
Da benennst Du exakt meinen Kernpunkt, den ich seit Jahren hier anführe und mir nie jemand Antwort darauf gibt, warum wir in Zeiten von Personalmangel die Gruppe der potentiellen Auszubildenden durch eine Akademisierung massiv eingrenzen sollten...
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
Da benennst Du exakt meinen Kernpunkt, den ich seit Jahren hier anführe und mir nie jemand Antwort darauf gibt, warum wir in Zeiten von Personalmangel die Gruppe der potentiellen Auszubildenden durch eine Akademisierung massiv eingrenzen sollten...
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
"Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren."
Da gebe ich dir völlig recht.
Und zugleich kommen verlorengehende Therapeuten hinzu:
nämlich diese, die sich gern akademisches Wissen aneignen, sich wahnsinnig für medizinische Themen interessieren und es mögen, hier kundig zu sein oder einfach nur ihren sportlichen Background endlich medizinisch verstehen wollen, die aber eigentlich gar keinen Bock haben, körperlich "hart" zu arbeiten und sich täglich den großen und kleinen Leiden anderer Menschen zu widmen, weil sie vielleicht einfach eben lieber theoretisch studieren als praktisch sich auf andere Menschen zu versieren
(puh, langer Satz smile, und letztes Wort extra für den Reim geschrieben laughingheart_eyeswink)
1
Gefällt mir
"Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren."
Da gebe ich dir völlig recht.
Und zugleich kommen verlorengehende Therapeuten hinzu:
nämlich diese, die sich gern akademisches Wissen aneignen, sich wahnsinnig für medizinische Themen interessieren und es mögen, hier kundig zu sein oder einfach nur ihren sportlichen Background endlich medizinisch verstehen wollen, die aber eigentlich gar keinen Bock haben, körperlich "hart" zu arbeiten und sich täglich den großen und kleinen Leiden anderer Menschen zu widmen, weil sie vielleicht einfach eben lieber theoretisch studieren als praktisch sich auf andere Menschen zu versieren
(puh, langer Satz [emoji]smile[/emoji], und letztes Wort extra für den Reim geschrieben [emoji]laughing[/emoji][emoji]heart_eyes[/emoji][emoji]wink[/emoji])
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
limone schrieb:
"Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren."
Da gebe ich dir völlig recht.
Und zugleich kommen verlorengehende Therapeuten hinzu:
nämlich diese, die sich gern akademisches Wissen aneignen, sich wahnsinnig für medizinische Themen interessieren und es mögen, hier kundig zu sein oder einfach nur ihren sportlichen Background endlich medizinisch verstehen wollen, die aber eigentlich gar keinen Bock haben, körperlich "hart" zu arbeiten und sich täglich den großen und kleinen Leiden anderer Menschen zu widmen, weil sie vielleicht einfach eben lieber theoretisch studieren als praktisch sich auf andere Menschen zu versieren
(puh, langer Satz smile, und letztes Wort extra für den Reim geschrieben laughingheart_eyeswink)
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@limone Bei der Argumentation stützt Du ja meinen Ruf nach der Teilakademisierung. Somit deckst Du alle Wünsche ab und kannst dennoch auf eine höhere Gruppe potentieller neuer Physiotherapeuten abdecken
1
Gefällt mir
• limone
[mention]limone[/mention] Bei der Argumentation stützt Du ja meinen Ruf nach der Teilakademisierung. Somit deckst Du alle Wünsche ab und kannst dennoch auf eine höhere Gruppe potentieller neuer Physiotherapeuten abdecken
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@limone Bei der Argumentation stützt Du ja meinen Ruf nach der Teilakademisierung. Somit deckst Du alle Wünsche ab und kannst dennoch auf eine höhere Gruppe potentieller neuer Physiotherapeuten abdecken
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@limone ist die Frage was wir mit Theoretikern wollen? Klar brauchst du ein paar für Studien aber für die große Masse brauchst du Praktiker.
2
Gefällt mir
• asima
• mimikri
[mention]limone[/mention] ist die Frage was wir mit Theoretikern wollen? Klar brauchst du ein paar für Studien aber für die große Masse brauchst du Praktiker.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Arnold schrieb:
@limone ist die Frage was wir mit Theoretikern wollen? Klar brauchst du ein paar für Studien aber für die große Masse brauchst du Praktiker.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Stefan Arnold
Du brauchst Theoretiker z. B., um den Krankenkassen von fachkompetenter Seite sagen zu können, dass sie für jeden Behandlungsraum unbedingt einen wandmontierten Therapieknetmassenspender verpflichtend vorschreiben sollen.
Diesen Einwurf verstehen übrigens nur alte Hasen dieses Forums, z.B. Kathi Grinse!
1
Gefällt mir
• asima
[mention]Stefan Arnold[/mention]
Du brauchst Theoretiker z. B., um den Krankenkassen von fachkompetenter Seite sagen zu können, dass sie für jeden Behandlungsraum unbedingt einen wandmontierten Therapieknetmassenspender verpflichtend vorschreiben sollen.
Diesen Einwurf verstehen übrigens nur alte Hasen dieses Forums, z.B. Kathi Grinse!
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
MikeL schrieb:
@Stefan Arnold
Du brauchst Theoretiker z. B., um den Krankenkassen von fachkompetenter Seite sagen zu können, dass sie für jeden Behandlungsraum unbedingt einen wandmontierten Therapieknetmassenspender verpflichtend vorschreiben sollen.
Diesen Einwurf verstehen übrigens nur alte Hasen dieses Forums, z.B. Kathi Grinse!
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@MikeL der ist definitiv wichtig und sollte verpflichtend sein um überhaupt eine Praxiszulassung zu bekommen. Natürlich muss der jährlich auf Sicherheit geprüft werden von ausschließlich zertifizierten Technikern.
2
Gefällt mir
• MikeL
• asima
[mention]MikeL[/mention] der ist definitiv wichtig und sollte verpflichtend sein um überhaupt eine Praxiszulassung zu bekommen. Natürlich muss der jährlich auf Sicherheit geprüft werden von ausschließlich zertifizierten Technikern.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Arnold schrieb:
@MikeL der ist definitiv wichtig und sollte verpflichtend sein um überhaupt eine Praxiszulassung zu bekommen. Natürlich muss der jährlich auf Sicherheit geprüft werden von ausschließlich zertifizierten Technikern.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Stefan Arnold …die den dreifachen Stundensatz von uns haben. Sind bestimmt Akademiker.
1
Gefällt mir
[mention]Stefan Arnold[/mention] …die den dreifachen Stundensatz von uns haben. Sind bestimmt Akademiker.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
asima schrieb:
@Stefan Arnold …die den dreifachen Stundensatz von uns haben. Sind bestimmt Akademiker.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
gabi66 schrieb:
Hier wurde schon viel Gutes gesagt. Ich sehe auch, dass sich die Grundbedingungen ändern müssen im vermehrt Physios auszubilden und im Beruf zu halten. Adäquate Bezahlung, Abbau der überbordenden Bürokratie, Aktualisierung des total veralteten Lehrplans, Arbeit im Gesundheitswesen auf Augenhöhe (wir sind die Spezialisten in unserem Bereich...und nicht nur "Heilhilfsberuf") etc
Ich oute mich als Gegner der Vollakademisierung. Nicht jeder kann aus unterschiedlichen Gründen Abitur machen was Vorraussetzung zum Studium ist.
In unserem Beruf sind Hirn (Wissen, Interpretation der Befunde etc) Herz (Empathie, Kommunikstionsfähigkeit etc) und Hand (und da meine ich nicht das "am Körper Herumdaddeln) (für adäquate Befunde, zielgerichtete manuelle Unterstützung der aktivierenden Therapie etc) notwendig.
In der Zeit in der ich unterrichtet habe waren die "guten" Therapeuten sowohl Realschulabsolventen als auch Abiturienten gleichmäßig verteilt. Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
In den kommenden 20 Jahren wird das deutsche Gesundheitssystem stärker ambulant, outcome-orientiert und interprofessionell organisiert sein. Verantwortung wird sich vom ärztlich dominierten System hin zu klar definierten Kompetenzbereichen anderer Gesundheitsberufe verschieben.
Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob heutige Therapeuten gut genug ausgebildet sind, sondern welche Rolle die Physiotherapie künftig im Versorgungssystem einnehmen soll – und ob ihre Ausbildungs- und Kompetenzstruktur mit dieser Rolle kompatibel ist.
1
Gefällt mir
• nele69
In den kommenden 20 Jahren wird das deutsche Gesundheitssystem stärker ambulant, outcome-orientiert und interprofessionell organisiert sein. Verantwortung wird sich vom ärztlich dominierten System hin zu klar definierten Kompetenzbereichen anderer Gesundheitsberufe verschieben.
Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob heutige Therapeuten gut genug ausgebildet sind, sondern welche Rolle die Physiotherapie künftig im Versorgungssystem einnehmen soll – und ob ihre Ausbildungs- und Kompetenzstruktur mit dieser Rolle kompatibel ist.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Kistmacher schrieb:
In den kommenden 20 Jahren wird das deutsche Gesundheitssystem stärker ambulant, outcome-orientiert und interprofessionell organisiert sein. Verantwortung wird sich vom ärztlich dominierten System hin zu klar definierten Kompetenzbereichen anderer Gesundheitsberufe verschieben.
Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob heutige Therapeuten gut genug ausgebildet sind, sondern welche Rolle die Physiotherapie künftig im Versorgungssystem einnehmen soll – und ob ihre Ausbildungs- und Kompetenzstruktur mit dieser Rolle kompatibel ist.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Auch in der Logo wird seit Jahrzehnten auf der Akademisierung rumgehackt.
Ein Zehntel der Energie dafür in eine bessere Vergütung hätte bestimmt bessere Auswirkungen auf den Fachkräftemangel und unsere Bedingungen gehabt…
Nichts dagegen, wenn eine unkomplizierte Anerkennung der alten Praktiker erfolgt. Aber dass dadurch die mangelnde Wertschätzung unserer Berufe behoben wird, denke ich nicht…
1
Gefällt mir
• limone
Auch in der Logo wird seit Jahrzehnten auf der Akademisierung rumgehackt.
Ein Zehntel der Energie dafür in eine bessere Vergütung hätte bestimmt bessere Auswirkungen auf den Fachkräftemangel und unsere Bedingungen gehabt…
Nichts dagegen, wenn eine unkomplizierte Anerkennung der alten Praktiker erfolgt. Aber dass dadurch die mangelnde Wertschätzung unserer Berufe behoben wird, denke ich nicht…
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
asima schrieb:
Auch in der Logo wird seit Jahrzehnten auf der Akademisierung rumgehackt.
Ein Zehntel der Energie dafür in eine bessere Vergütung hätte bestimmt bessere Auswirkungen auf den Fachkräftemangel und unsere Bedingungen gehabt…
Nichts dagegen, wenn eine unkomplizierte Anerkennung der alten Praktiker erfolgt. Aber dass dadurch die mangelnde Wertschätzung unserer Berufe behoben wird, denke ich nicht…
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Guten Tag in die Runde,
ja, an den Rahmenbedingungen muss weiter geschraubt werden.
Aus eigener Erfahrung:
vor 35 Jahren habe ich in mehrere Jahe in UK als Physiotherapist gearbeitet, schon damals im Vergleich besser vergütet als in D. First Contact, Zugang zu Weiterbildungen als PT von denen wir auch heute nur träumen können ( Manipulation der Wirbelsäule, Akupunktur, ...) und bereit damals der Übergang in die Akademische Ausbildung! Das hat offensichtlich funktioniert. Das war auch finanziell machbar, u.a. weil in UK bereits damals nur evidence based practice gelehrt wurde und es Assistenten für examinierte Physios gab. Physios sind nicht mit Patienten über den Gang gelaufen oder haben massiert et.! Wir deutsche Physios sind damals schon belächelt worden. Heute dürfte ich in UK , wie so vielen andern Ländern nicht als Physio arbeiten.
Ein deutsches Trauerspiel.
1
Gefällt mir
Guten Tag in die Runde,
ja, an den Rahmenbedingungen muss weiter geschraubt werden.
Aus eigener Erfahrung:
vor 35 Jahren habe ich in mehrere Jahe in UK als Physiotherapist gearbeitet, schon damals im Vergleich besser vergütet als in D. First Contact, Zugang zu Weiterbildungen als PT von denen wir auch heute nur träumen können ( Manipulation der Wirbelsäule, Akupunktur, ...) und bereit damals der Übergang in die Akademische Ausbildung! Das hat offensichtlich funktioniert. Das war auch finanziell machbar, u.a. weil in UK bereits damals nur evidence based practice gelehrt wurde und es Assistenten für examinierte Physios gab. Physios sind nicht mit Patienten über den Gang gelaufen oder haben massiert et.! Wir deutsche Physios sind damals schon belächelt worden. Heute dürfte ich in UK , wie so vielen andern Ländern nicht als Physio arbeiten.
Ein deutsches Trauerspiel.
Nun muss ich dagegenhalten, dass wir in Deutschland vielleicht belächelt werden, dennoch wollen viele aus dem Ausland hier arbeiten und das obwohl sie ein aufwändiges Anpassungsqualifizierungsverfahren durchlaufen müssen.
Wir sprechen hier über Akademiker, die massive Defizitbescheide erhalten.
Deutsche Arroganz oder doch nicht so hochqualifizierte Abschlüsse im Ausland?
1
Gefällt mir
Nun muss ich dagegenhalten, dass wir in Deutschland vielleicht belächelt werden, dennoch wollen viele aus dem Ausland hier arbeiten und das obwohl sie ein aufwändiges Anpassungsqualifizierungsverfahren durchlaufen müssen.
Wir sprechen hier über Akademiker, die massive Defizitbescheide erhalten.
Deutsche Arroganz oder doch nicht so hochqualifizierte Abschlüsse im Ausland?
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
Nun muss ich dagegenhalten, dass wir in Deutschland vielleicht belächelt werden, dennoch wollen viele aus dem Ausland hier arbeiten und das obwohl sie ein aufwändiges Anpassungsqualifizierungsverfahren durchlaufen müssen.
Wir sprechen hier über Akademiker, die massive Defizitbescheide erhalten.
Deutsche Arroganz oder doch nicht so hochqualifizierte Abschlüsse im Ausland?
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Dorsovolar
ich tippe (aus Erfahrung) auf Deutsche Arroganz...habe ich zuviel erleben dürfen, auch wenn ich jetzt nur immermal wieder arbeite
MfG
JürgenK ;)
1
Gefällt mir
[mention]Dorsovolar[/mention]
ich tippe (aus Erfahrung) auf Deutsche Arroganz...habe ich zuviel erleben dürfen, auch wenn ich jetzt nur immermal wieder arbeite
MfG
JürgenK ;)
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
JürgenK schrieb:
@Dorsovolar
ich tippe (aus Erfahrung) auf Deutsche Arroganz...habe ich zuviel erleben dürfen, auch wenn ich jetzt nur immermal wieder arbeite
MfG
JürgenK ;)
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Ich sehe hier die Wahrheit wie immer in der Mitte liegen. Wir schreien hier alle nach der Akademisierung (auch) aus qualitativen Gründen, stellen aber fest, wenn studierte Physios aus dem Ausland zu uns kommen, dass diese auch nur mit Wasser kochen und um ehrlich zu sein an einigen Stellen auch massive Lücken aufweisen.
Ich denke, wir sollten aufhören, uns derart schlecht zu reden, wenn in anderen Ländern mit Heiminsassen im Zuge der Mobilisation nicht über den Flur gelaufen wird sondern -im Gegenteil- man darüber lacht, dann möchte ich dort zumindest kein Alter erreichen, in dem man auf diese Leistung angewiesen ist...
1
Gefällt mir
Ich sehe hier die Wahrheit wie immer in der Mitte liegen. Wir schreien hier alle nach der Akademisierung (auch) aus qualitativen Gründen, stellen aber fest, wenn studierte Physios aus dem Ausland zu uns kommen, dass diese auch nur mit Wasser kochen und um ehrlich zu sein an einigen Stellen auch massive Lücken aufweisen.
Ich denke, wir sollten aufhören, uns derart schlecht zu reden, wenn in anderen Ländern mit Heiminsassen im Zuge der Mobilisation nicht über den Flur gelaufen wird sondern -im Gegenteil- man darüber lacht, dann möchte ich dort zumindest kein Alter erreichen, in dem man auf diese Leistung angewiesen ist...
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
Ich sehe hier die Wahrheit wie immer in der Mitte liegen. Wir schreien hier alle nach der Akademisierung (auch) aus qualitativen Gründen, stellen aber fest, wenn studierte Physios aus dem Ausland zu uns kommen, dass diese auch nur mit Wasser kochen und um ehrlich zu sein an einigen Stellen auch massive Lücken aufweisen.
Ich denke, wir sollten aufhören, uns derart schlecht zu reden, wenn in anderen Ländern mit Heiminsassen im Zuge der Mobilisation nicht über den Flur gelaufen wird sondern -im Gegenteil- man darüber lacht, dann möchte ich dort zumindest kein Alter erreichen, in dem man auf diese Leistung angewiesen ist...
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Dorsovolar ich gebe Ihnen natürlich Recht mit den Defizitbescheinigungen ausländischer PTs, aber bitte nicht verallgemeinern. Diese beziehen sich in der Regel auf fehlende Inhalte in den Bereichen Massage, Hydrotherapie, Funktionelle Bewegungslehre, sowie auf die geringeren Praxisstunden.
Ich halte die deutsche Ausbildung in den mir bekannten PT-Schulen für sehr gut und gerade in der Praxis hervorragend. Leider müssen noch immer viele für die Praxis irrelevante Inhalte unterrichtet und geprüft werden, so dass die Zeit für Evidenzbasierte Praxis und vor allem weit mehr Screening, BWL, Management zu kurz kommt.
So bleiben wir auf EQR 4 und bezahlen weiterhin viel Geld für Fortbildungen ohne angemessne Vergütetungsmöglichkeiten.
MfG R.
1
Gefällt mir
[mention]Dorsovolar[/mention] ich gebe Ihnen natürlich Recht mit den Defizitbescheinigungen ausländischer PTs, aber bitte nicht verallgemeinern. Diese beziehen sich in der Regel auf fehlende Inhalte in den Bereichen Massage, Hydrotherapie, Funktionelle Bewegungslehre, sowie auf die geringeren Praxisstunden.
Ich halte die deutsche Ausbildung in den mir bekannten PT-Schulen für sehr gut und gerade in der Praxis hervorragend. Leider müssen noch immer viele für die Praxis irrelevante Inhalte unterrichtet und geprüft werden, so dass die Zeit für Evidenzbasierte Praxis und vor allem weit mehr Screening, BWL, Management zu kurz kommt.
So bleiben wir auf EQR 4 und bezahlen weiterhin viel Geld für Fortbildungen ohne angemessne Vergütetungsmöglichkeiten.
MfG R.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
rostrobin schrieb:
@Dorsovolar ich gebe Ihnen natürlich Recht mit den Defizitbescheinigungen ausländischer PTs, aber bitte nicht verallgemeinern. Diese beziehen sich in der Regel auf fehlende Inhalte in den Bereichen Massage, Hydrotherapie, Funktionelle Bewegungslehre, sowie auf die geringeren Praxisstunden.
Ich halte die deutsche Ausbildung in den mir bekannten PT-Schulen für sehr gut und gerade in der Praxis hervorragend. Leider müssen noch immer viele für die Praxis irrelevante Inhalte unterrichtet und geprüft werden, so dass die Zeit für Evidenzbasierte Praxis und vor allem weit mehr Screening, BWL, Management zu kurz kommt.
So bleiben wir auf EQR 4 und bezahlen weiterhin viel Geld für Fortbildungen ohne angemessne Vergütetungsmöglichkeiten.
MfG R.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Dorsovolar naja, vielleicht ist dort die Pflege zuständig für`s „Aus dem Bett Mobilisieren“
So war das in Deutschland ja auch mal geregelt.
1
Gefällt mir
[mention]Dorsovolar[/mention] naja, vielleicht ist dort die Pflege zuständig für`s „Aus dem Bett Mobilisieren“
So war das in Deutschland ja auch mal geregelt.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Preißler schrieb:
@Dorsovolar naja, vielleicht ist dort die Pflege zuständig für`s „Aus dem Bett Mobilisieren“
So war das in Deutschland ja auch mal geregelt.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Dorsovolar gerade dafür dass wir auch im Alter angemesse Therapien erhalten s.o.
Für viele Tätigkeiten, die examinierte deutsche PTs im Alltag auf Station machen brauchte es keine 3-jährige Ausbildung. Aber das will wohl eher keiner zugeben?!
1
Gefällt mir
• Stefan Preißler
[mention]Dorsovolar[/mention] gerade dafür dass wir auch im Alter angemesse Therapien erhalten s.o.
Für viele Tätigkeiten, die examinierte deutsche PTs im Alltag auf Station machen brauchte es keine 3-jährige Ausbildung. Aber das will wohl eher keiner zugeben?!
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
rostrobin schrieb:
@Dorsovolar gerade dafür dass wir auch im Alter angemesse Therapien erhalten s.o.
Für viele Tätigkeiten, die examinierte deutsche PTs im Alltag auf Station machen brauchte es keine 3-jährige Ausbildung. Aber das will wohl eher keiner zugeben?!
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@rostrobin Nicht falsch verstehen, ich halte sehr viel von den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter aus Drittstaaten, dies tue ich aber auch bei unseren Mitarbeitern aus Deutschland. Hier sehe ich in der Tat wenig qualitativen Unterschied, WEDER in die Eine NOCH Richtung.
Insoweit ist immer nur die Frage, inwieweit man hier wieder mal unseren Ausbildungsstandard und letztlich auch unsere Arbeit schlecht reden muss
1
Gefällt mir
[mention]rostrobin[/mention] Nicht falsch verstehen, ich halte sehr viel von den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter aus Drittstaaten, dies tue ich aber auch bei unseren Mitarbeitern aus Deutschland. Hier sehe ich in der Tat wenig qualitativen Unterschied, WEDER in die Eine NOCH Richtung.
Insoweit ist immer nur die Frage, inwieweit man hier wieder mal unseren Ausbildungsstandard und letztlich auch unsere Arbeit schlecht reden muss
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@rostrobin Nicht falsch verstehen, ich halte sehr viel von den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter aus Drittstaaten, dies tue ich aber auch bei unseren Mitarbeitern aus Deutschland. Hier sehe ich in der Tat wenig qualitativen Unterschied, WEDER in die Eine NOCH Richtung.
Insoweit ist immer nur die Frage, inwieweit man hier wieder mal unseren Ausbildungsstandard und letztlich auch unsere Arbeit schlecht reden muss
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Stefan Preißler Ja, inklusive Stürze und nicht angemessenem Therapieaufbau. Wenn Ihr unseren Beruf so darstellen wollt, als würden wir in die Heime gehen, Oma aus dem Bett an den Rollator und dann bitte wieder hinlegen, dann sollte man seine eigene Vorstellung unseres Berufes mal gründlich überarbeiten
1
Gefällt mir
• JürgenK
[mention]Stefan Preißler[/mention] Ja, inklusive Stürze und nicht angemessenem Therapieaufbau. Wenn Ihr unseren Beruf so darstellen wollt, als würden wir in die Heime gehen, Oma aus dem Bett an den Rollator und dann bitte wieder hinlegen, dann sollte man seine eigene Vorstellung unseres Berufes mal gründlich überarbeiten
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@Stefan Preißler Ja, inklusive Stürze und nicht angemessenem Therapieaufbau. Wenn Ihr unseren Beruf so darstellen wollt, als würden wir in die Heime gehen, Oma aus dem Bett an den Rollator und dann bitte wieder hinlegen, dann sollte man seine eigene Vorstellung unseres Berufes mal gründlich überarbeiten
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
@Dorsovolar, kann es sein, daß du da einiges durcheinander bringst?
Und glaubst du wirklich, daß jeder Physio bei einem Hausbesuch im Heim immer und bei jedem das volle Therapieprogramm durchzieht?!
Das wäre ziemlich naiv gedacht!
Und hast du zu den vermeintlichen Stürzen belastbare Zahlen?
Du unterstellst deutschen Pflegekräften, daß sie nicht befähigt sind Patienten angemessen aus dem Bett heraus zu Mobilisieren.
Das habe ich Anfang der 90ger Jahre wärend meiner Klinikzeit ganz anders erlebt!
Sollte sich dies in den vergangenen 30 Jahren geändert haben, lasse ich mich gerne belehren.
1
Gefällt mir
[mention]Dorsovolar[/mention], kann es sein, daß du da einiges durcheinander bringst?
Und glaubst du wirklich, daß jeder Physio bei einem Hausbesuch im Heim immer und bei jedem das volle Therapieprogramm durchzieht?!
Das wäre ziemlich naiv gedacht!
Und hast du zu den vermeintlichen Stürzen belastbare Zahlen?
Du unterstellst deutschen Pflegekräften, daß sie nicht befähigt sind Patienten angemessen aus dem Bett heraus zu Mobilisieren.
Das habe ich Anfang der 90ger Jahre wärend meiner Klinikzeit ganz anders erlebt!
Sollte sich dies in den vergangenen 30 Jahren geändert haben, lasse ich mich gerne belehren.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Preißler schrieb:
@Dorsovolar, kann es sein, daß du da einiges durcheinander bringst?
Und glaubst du wirklich, daß jeder Physio bei einem Hausbesuch im Heim immer und bei jedem das volle Therapieprogramm durchzieht?!
Das wäre ziemlich naiv gedacht!
Und hast du zu den vermeintlichen Stürzen belastbare Zahlen?
Du unterstellst deutschen Pflegekräften, daß sie nicht befähigt sind Patienten angemessen aus dem Bett heraus zu Mobilisieren.
Das habe ich Anfang der 90ger Jahre wärend meiner Klinikzeit ganz anders erlebt!
Sollte sich dies in den vergangenen 30 Jahren geändert haben, lasse ich mich gerne belehren.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
rostrobin schrieb:
Guten Tag in die Runde,
ja, an den Rahmenbedingungen muss weiter geschraubt werden.
Aus eigener Erfahrung:
vor 35 Jahren habe ich in mehrere Jahe in UK als Physiotherapist gearbeitet, schon damals im Vergleich besser vergütet als in D. First Contact, Zugang zu Weiterbildungen als PT von denen wir auch heute nur träumen können ( Manipulation der Wirbelsäule, Akupunktur, ...) und bereit damals der Übergang in die Akademische Ausbildung! Das hat offensichtlich funktioniert. Das war auch finanziell machbar, u.a. weil in UK bereits damals nur evidence based practice gelehrt wurde und es Assistenten für examinierte Physios gab. Physios sind nicht mit Patienten über den Gang gelaufen oder haben massiert et.! Wir deutsche Physios sind damals schon belächelt worden. Heute dürfte ich in UK , wie so vielen andern Ländern nicht als Physio arbeiten.
Ein deutsches Trauerspiel.
Zum Kommentieren bitte erst anmelden. Dafür hier klicken.
Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an einem sogenannten Common Training Framework (CTF) zur Einführung eines europaweit einheitlichen Ausbildungsrahmens in der Physiotherapie. Ziel ist es, Qualitätsstandards innerhalb der Ausbildung zu vereinheitlichen und die automatische Anerkennung von Berufsabschlüssen innerhalb der EU zu erleichtern.
Im Zuge dieses Prozesses zeichnet sich ab: Die in Deutschland vorherrschende berufsfachschulische Ausbildung dürfte den künftig definierten europäischen Standards nicht entsprechen. Während viele weitere europäische Staaten die Physiotherapieausbildung bereits vollständig akademisiert haben, werden Physiotherapeuten in Deutschland zu 94 % fachschulisch ausgebildet. Der Anteil von Therapeuten mit akademischem Abschluss liegt insgesamt bei unter 5 % und wird auch in den nächsten Jahren nicht nennenswert steigen. Diese Tatsache ist politisch gewollt.
Gefahr mangelnder Anerkennung im europäischen Ausland
Wenn der geplante Ausbildungsrahmen in der derzeit diskutierten Form umgesetzt wird, können deutsche Abschlüsse künftig nicht automatisch in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt werden. Fachschulisch ausgebildete Therapeuten aus Deutschland werden damit im europäischen Wettbewerb erheblich benachteiligt. Obwohl die akademische Ausbildung international der überwiegende Standard ist, hält die Politik hierzulande am deutschen Sonderweg fest. Dieser Sonderweg könnte nun dazu führen, dass die deutsche Physiotherapie ein Schlusslicht in Europa bildet.
Weitere strukturelle Nachteile für das deutsche Gesundheitssystem drohen dann auch dadurch, dass die fachschulische Ausbildung unattraktiver wird, noch weniger junge Menschen sich für den Beruf entscheiden und sich damit der Fachkräftemangel noch weiter zuspitzt. Schon heute führt die Physiotherapie laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) die Statistik der Mangelberufe auf Platz 1 an.
Für den Gesundheitsstandort Deutschland hätte ein weiterer Rückgang der Ausbildungszahlen dramatische Folgen für die Versorgungssicherheit hunderttausender Patienten. Bereits heute warten Patienten mit akuten Beschwerden teils wochenlang auf einen Termin.
Bundesregierung gefordert – bislang nur Verweigerungshaltung
Vor diesem Hintergrund wächst der Handlungsdruck auf die Bundesregierung. Der IFK fordert seit Jahren die vollständige Akademisierung der Physiotherapieausbildung in Deutschland, um internationale Vergleichbarkeit, bessere Versorgungsqualität und den langfristigen Fachkräftebedarf zu sichern.
Eine klare Positionierung der aktuellen Bundesregierung bleibt bislang jedoch aus. Als zentrales Hemmnis für eine Vollakademisierung galten in der letzten Legislaturperiode vor allem Kostenfragen. Insbesondere die Bundesländer, die für Bildungsangelegenheiten zuständig sind, lehnten bestehende Vorschläge hin zu einer stärkeren Akademisierung in Deutschland im Hinblick auf die finanzielle Mehrbelastung ab.
Zukunftsfähigkeit des Berufsstands sichern
Die Einführung eines geplanten europäischen Ausbildungsrahmens macht deutlich: Es geht nicht um bildungs- oder finanzpolitische Detailfragen, sondern um die Zukunftsfähigkeit der Physiotherapie. Deutschen Abschlüssen droht im europäischen Ausland ein erheblicher Reputationsverlust.
Ohne zeitnahe politische Entscheidungen wird Deutschland den Anschluss an internationale Standards verlieren – mit unmittelbaren Folgen für Berufsangehörige, Patienten sowie die Attraktivität des Gesundheitsstandortes Deutschland. Wenn die Politik weiterhin zögert, werden hierzulande nicht nur europäische Standards verpasst – sondern auch dringend benötigte junge Fachkräfte aus dem europäischen Ausland abgeschreckt, weil in anderen Ländern auf höherem Niveau gearbeitet werden kann.
„Ein einheitlicher Ausbildungsrahmen ist ein wichtiger Schritt, um das Niveau der Physiotherapie in Europa anzugleichen. Er schafft Transparenz zwischen den unterschiedlichen Ausbildungssystemen und erleichtert die gegenseitige Anerkennung“, sagt Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK). „Deutschland darf jetzt nicht den Anschluss verlieren. Seit Jahren liegt der Reformbedarf auf dem Tisch – und ebenso lange verweigert die Politik eine verbindliche politische Entscheidung. Statt zu handeln, wird die Verantwortung wie ein schwarzer Peter zwischen Bund und Ländern hin- und hergeschoben. Dieses Zögern gefährdet nicht nur die internationale Anerkennung unserer Abschlüsse, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unseres Berufs und in Konsequenz die Versorgungsicherheit der Patienten. Wenn die Politik weiterhin blockiert und deutsche Sonderwege favorisiert, nimmt sie strukturelle Nachteile für eine ganze Generation von Physiotherapeuten und Patienten billigend in Kauf. Und ganz nebenbei kann man nicht mehr davon sprechen, dass Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme hat, wenn im Rest Europas insgesamt auf höherem Niveau ausgebildet und gearbeitet wird. Der ganze Prozess zeigt, dass die deutsche Gesundheitspolitik jetzt die Ausbildung auf ein europäisches Niveau anheben muss, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit und das hohe Niveau des Gesundheitsstandorts wahren will.“
Pressemitteilung des Bundesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V. vom 23. Februar 2026
Über den IFK:
Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten - IFK e. V. vertritt seit 1981 die Interessen der selbstständigen Physiotherapeuten im deutschen Gesundheitswesen. Als maßgebliche Spitzenorganisation der Heilmittelerbringer setzen wir uns dafür ein, die Arbeitsbedingungen in der Physiotherapie stetig zu verbessern. Um die Interessen selbstständiger Physiotherapeuten erfolgreich zu vertreten, engagiert sich der IFK gegenüber Politik, Krankenkassen, Ärzteschaft und anderen Institutionen im deutschen Gesundheitswesen. Mit innovativen Projekten und vielseitigen Serviceleistungen steht der IFK seinen Mitgliedern in vielen Bereichen der Praxisführung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite.
Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V.
Gesundheitscampus-Süd 33 │ 44801 Bochum
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartnerin: Katharina Thiemann │E-Mail: presse@ifk.de
AkademisierungAusbildungPhysiotherapieEuropaIFK
Erreicht haben sie nichts, weil die Argumente überhaupt nicht mit der Versorgungsrealität in Einklang zu bringen sind.
99,99% der Therapierenden werden nie im Ausland arbeiten und Patienten haben sich in München noch nie darüber beschwert, dass sie aber in Holland viel qualifizierter behandelt würden.
Auch der Zugang von ausländischen Therapeuten ist kein Argument, so lange unser Hauptproblem die Berufsflucht ist.
Ausserdem könnten in D 3-4x mehr ausgebildet werden, wenn es die Kapazitäten und Rahmenbedingungen dafür gäbe.
Die Probleme in der PT in D sind komplett hausgemacht.
Man muss zunächst die Rahmenbedingungen ändern, damit Leute im Beruf verbleiben und und nicht einfach mehr Akademiker oben in den Trichter reinwerfen.
Die Kassen haben bereits deutlich gemacht, dass sie KEINE andere Bezahlung für akademisierte Therapeuten unterstützen werden.
Damit würden wir dann Menschen deutlich besser auf ihre Kosten (Studium!) qualifizieren, um sie danach genau so beschissen zu bezahlen, wie ihre Kollegen mit Ausbildung und sie den gleichen HMK-Mist machen lassen.
Und das ist dann die Lösung?
Wir müssen die Ausbildung dringend verbessern aber noch dringender die Rahmenbedingungen.
So lange die Rahmenbedingungen sind wie sie sind, geht jede Ausbildungsreform (oder Akademisierung) am Ziel vorbei.
Gefällt mir
Es wurde therapiert so wie ich es aus Deutschland kenne.
Wie immer konnte jeder von jedem was mitnehmen.
Ich will einfach nicht glauben, daß in Deutschland ausgebildete Phyisotherapeuten so viel schlechter therapieren wie der Rest der Welt!
Natürlich spielen die Rahmenbedingungen bei uns eine wichtige Rolle. Die Schweiz hatte damals schon die Blankoverordnung ohne Diagnoseeinschränkung.
Mann könnte auch die Ausbildung der Ärzte reformieren, dann würden automatisch weniger Physio-Verordnungen anfallen!
Machen wir uns nichts vor; hier wird sich so bald nichts verändern. Es fehlt der Wille und die Knete!
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Preißler schrieb:
Ich habe 2017-18 in der Schweiz gearbeitet als einzigster Nichtakademiker.
Es wurde therapiert so wie ich es aus Deutschland kenne.
Wie immer konnte jeder von jedem was mitnehmen.
Ich will einfach nicht glauben, daß in Deutschland ausgebildete Phyisotherapeuten so viel schlechter therapieren wie der Rest der Welt!
Natürlich spielen die Rahmenbedingungen bei uns eine wichtige Rolle. Die Schweiz hatte damals schon die Blankoverordnung ohne Diagnoseeinschränkung.
Mann könnte auch die Ausbildung der Ärzte reformieren, dann würden automatisch weniger Physio-Verordnungen anfallen!
Machen wir uns nichts vor; hier wird sich so bald nichts verändern. Es fehlt der Wille und die Knete!
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Arnold schrieb:
@Stefan Preißler sehe ich genauso. Macht das Studium einen zu einem besseren Therapeuten? Da habe ich erhebliche Zweifel.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
ella426 schrieb:
@Stefan Preißler Das kann ich nur bestätigen. Habe eine Bekannte in Den Haag, die regelmäßig Physiotherapie bekommen hat, der holländische Kollege hat „auch nur mit Wasser gekocht“, es wirklich keine bessere Therapie als von einem qualifizierten Physio in Deutschland,
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Jens Uhlhorn schrieb:
Seit 27 Jahren fordert der IFK eine Vollakademisierung und den Direktzugang.
Erreicht haben sie nichts, weil die Argumente überhaupt nicht mit der Versorgungsrealität in Einklang zu bringen sind.
99,99% der Therapierenden werden nie im Ausland arbeiten und Patienten haben sich in München noch nie darüber beschwert, dass sie aber in Holland viel qualifizierter behandelt würden.
Auch der Zugang von ausländischen Therapeuten ist kein Argument, so lange unser Hauptproblem die Berufsflucht ist.
Ausserdem könnten in D 3-4x mehr ausgebildet werden, wenn es die Kapazitäten und Rahmenbedingungen dafür gäbe.
Die Probleme in der PT in D sind komplett hausgemacht.
Man muss zunächst die Rahmenbedingungen ändern, damit Leute im Beruf verbleiben und und nicht einfach mehr Akademiker oben in den Trichter reinwerfen.
Die Kassen haben bereits deutlich gemacht, dass sie KEINE andere Bezahlung für akademisierte Therapeuten unterstützen werden.
Damit würden wir dann Menschen deutlich besser auf ihre Kosten (Studium!) qualifizieren, um sie danach genau so beschissen zu bezahlen, wie ihre Kollegen mit Ausbildung und sie den gleichen HMK-Mist machen lassen.
Und das ist dann die Lösung?
Wir müssen die Ausbildung dringend verbessern aber noch dringender die Rahmenbedingungen.
So lange die Rahmenbedingungen sind wie sie sind, geht jede Ausbildungsreform (oder Akademisierung) am Ziel vorbei.
Folge: In Leipzig, Halle, Schwerin, Erfurt, Jena wird Links-Liberal gewählt und im Rest der Bundesländer Konservativ-Rechts.
Die Akademisierung wird nicht von einer Konservativ-Rechten Mehrheit im Parlament getragen werden. Sie sollen:
A) Mehr zahlen dafür, dass sie
B) Ihre Kleinstädte sterben lassen.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Halbtitan schrieb:
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg sollen also einem Entwurf zustimmen, welcher dazu führen wird, dass ein weiterer Beruf nur noch an der Uni gelernt werden kann. Schon jetzt ist es absurd schwer, als junger Erwachsener in einer ostdeutschen Kleinstadt eine Berufsschule zu finden - die Schule sind nämlich fast alle in die großen Städte gezogen. Sobald ein junger Mensch einmal in der großen Stadt ist zieht er doch nicht mehr zurück auf´s Land.
Folge: In Leipzig, Halle, Schwerin, Erfurt, Jena wird Links-Liberal gewählt und im Rest der Bundesländer Konservativ-Rechts.
Die Akademisierung wird nicht von einer Konservativ-Rechten Mehrheit im Parlament getragen werden. Sie sollen:
A) Mehr zahlen dafür, dass sie
B) Ihre Kleinstädte sterben lassen.
Gleichwohl beschäftigen wir studierte Mitarbeiter aus dem Ausland als auch aus Deutschland bei uns. Einen qualitativen Unterschied in der Behandlung (hier sollte der Schwerpunkt der Bewertung liegen) können weder wir noch die Patienten ausmachen, die Neigung zur Dokumentation ist allerdings ausgeprägter bei unseren studierten Mitarbeitern, dies geben Studien diesbezüglich ja auch zu verstehen.
Hier ist eigentlich tatsächlich nichts zu diskutieren als vorrangig die Rahmenbedingungen für unsere Ausbildung als auch die hinterwäldlerischen Inhalte des Heilmittelkataloges aufzuarbeiten. Ich plädiere nach wie vor für einheitliche Minutensätze (zu differenzieren wäre, ob mit oder ohne Geräteeinsatz agiert wird) für alle Leistungen, Zertifikatsirrsinn weg, damit den Markt sich regulieren lassen über Qualität, Zulassung technischer Geräte wie Lymphomaten oder Vacumed...
Hier ist viel drin, bevor das nicht steht, braucht doch kein Mensch von Akademisierung oder europäischen Wettbewerb (wozu auch???) träumen...
Gefällt mir
Das halte ich allerdings für nicht stichhaltig, weil wir bereits ohne den europäischen Vergleich unser System als mittelalterlich einstufen müssen.
Die Preisfrage ist doch, welches unser drängendsten Probleme wird durch eine Vollakademisierung behoben? Bezahlung? Bürokratie? Mehr Autonomie?
Ich bin überhaupt nicht gegen eine Vollakademisierung aber halte die Argumente dafür in keiner Weise für hilfreich oder zielführend.
Außerdem ist die Reihenfolge falsch. Wir müssen erst die Rahmenbedingungen ändern, damit uns die Leute nicht mehr abhauen. (egal ob Ausbildung oder Studium)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Jens Uhlhorn schrieb:
Das Argument ist ja, dass wir im europäischen Vergleich abgehängt werden.
Das halte ich allerdings für nicht stichhaltig, weil wir bereits ohne den europäischen Vergleich unser System als mittelalterlich einstufen müssen.
Die Preisfrage ist doch, welches unser drängendsten Probleme wird durch eine Vollakademisierung behoben? Bezahlung? Bürokratie? Mehr Autonomie?
Ich bin überhaupt nicht gegen eine Vollakademisierung aber halte die Argumente dafür in keiner Weise für hilfreich oder zielführend.
Außerdem ist die Reihenfolge falsch. Wir müssen erst die Rahmenbedingungen ändern, damit uns die Leute nicht mehr abhauen. (egal ob Ausbildung oder Studium)
Ich diskutiere nicht die Farbe des Daches, wenn das Fundament noch nicht gegossen ist...
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@Jens Uhlhorn In vielem sind wir einig, ich selber bin allerdings für eine Teilakademisierung. Allerdings, und da sind wir zweifelsfrei einig, sollte man diese Diskussion erst dann führen, wenn unser IST-Zustand massiv verbessert wurde, sowohl in Hinblick auf Ausbildungsstandards als auch auf die Rahmenbedingungen.
Ich diskutiere nicht die Farbe des Daches, wenn das Fundament noch nicht gegossen ist...
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Dorsovolar schrieb:
Ich werde ja oft als Gegner der Akademisierung hier beschimpft, gern Feuer frei. In der Tat verstehe ich immer noch nicht unser Ansinnen in der Diskussion, Therapeuten es zu erleichtern, unser Land zu verlassen, beklagen wir doch permanent den Personalmangel vor Ort. Vernünftige Prioritätensetzung sieht m.E. anders aus.
Gleichwohl beschäftigen wir studierte Mitarbeiter aus dem Ausland als auch aus Deutschland bei uns. Einen qualitativen Unterschied in der Behandlung (hier sollte der Schwerpunkt der Bewertung liegen) können weder wir noch die Patienten ausmachen, die Neigung zur Dokumentation ist allerdings ausgeprägter bei unseren studierten Mitarbeitern, dies geben Studien diesbezüglich ja auch zu verstehen.
Hier ist eigentlich tatsächlich nichts zu diskutieren als vorrangig die Rahmenbedingungen für unsere Ausbildung als auch die hinterwäldlerischen Inhalte des Heilmittelkataloges aufzuarbeiten. Ich plädiere nach wie vor für einheitliche Minutensätze (zu differenzieren wäre, ob mit oder ohne Geräteeinsatz agiert wird) für alle Leistungen, Zertifikatsirrsinn weg, damit den Markt sich regulieren lassen über Qualität, Zulassung technischer Geräte wie Lymphomaten oder Vacumed...
Hier ist viel drin, bevor das nicht steht, braucht doch kein Mensch von Akademisierung oder europäischen Wettbewerb (wozu auch???) träumen...
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
TOP-PRAXIS schrieb:
Die Physiotherapie in Deutschland ist bereits heute auf einem vergleichbaren europäischen Hochschulniveau. Aber was nützt dies, wenn die Therapeuten keinen akademischen Abschluss haben? Die Diskussion innerhalb der Berufsgemeinde streitet vor allem darum, weil sich die nichtakademischen Therapeuten nicht genug wertgeschätzt empfinden. Und das zurecht! Ich würde den österreichischen Weg empfehlen. Dort hat man zwischen 2003 und 2006 einfach alle sog. Akademien mit der Fachschulausbildung in die Hochschulen überführt und alle zuvor nachakademischen Therapeuten erhielten die Möglichkeit, sich entsprechend anerkennen zu lassen. Das klingt einfach. Das wäre auch in Deutschland möglich, wenn es nicht so viele private Schulen gäbe. Diese in den 90iger Jahren einzuführen war ein großer Fehler. So braucht es in Deutschland also nicht nur die Mitwirkung von Kassen- und Ärzteverbände, sondern auch von der Lobby der privaten Schulen. Und zusammenfassend: Die Physiotherapeuten behandeln in Deutschland auf einem höchsten Niveau (ich weiß wovon ich spreche, ich habe selbst in verschiedenen Ländern in Europa in leitender Funktion gearbeitet), jetzt muss "nur" noch die Bezahlung für die Therapie stimmen und es muss unsere Diagnostik, die Dokumentation standardisiert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit bezahlt werden, dann regelt sich auch der Mangel an Fachkräften. Die akademische Anerkennung der Therapeuten, die bereits einen anerkannten Abschluss haben, wäre ja ein leichter Schritt.
Ich oute mich als Gegner der Vollakademisierung. Nicht jeder kann aus unterschiedlichen Gründen Abitur machen was Vorraussetzung zum Studium ist.
In unserem Beruf sind Hirn (Wissen, Interpretation der Befunde etc) Herz (Empathie, Kommunikstionsfähigkeit etc) und Hand (und da meine ich nicht das "am Körper Herumdaddeln) (für adäquate Befunde, zielgerichtete manuelle Unterstützung der aktivierenden Therapie etc) notwendig.
In der Zeit in der ich unterrichtet habe waren die "guten" Therapeuten sowohl Realschulabsolventen als auch Abiturienten gleichmäßig verteilt. Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren.
Gefällt mir
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
Da benennst Du exakt meinen Kernpunkt, den ich seit Jahren hier anführe und mir nie jemand Antwort darauf gibt, warum wir in Zeiten von Personalmangel die Gruppe der potentiellen Auszubildenden durch eine Akademisierung massiv eingrenzen sollten...
Da gebe ich dir völlig recht.
Und zugleich kommen verlorengehende Therapeuten hinzu:
nämlich diese, die sich gern akademisches Wissen aneignen, sich wahnsinnig für medizinische Themen interessieren und es mögen, hier kundig zu sein oder einfach nur ihren sportlichen Background endlich medizinisch verstehen wollen, die aber eigentlich gar keinen Bock haben, körperlich "hart" zu arbeiten und sich täglich den großen und kleinen Leiden anderer Menschen zu widmen, weil sie vielleicht einfach eben lieber theoretisch studieren als praktisch sich auf andere Menschen zu versieren
(puh, langer Satz smile, und letztes Wort extra für den Reim geschrieben laughingheart_eyeswink)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
limone schrieb:
"Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren."
Da gebe ich dir völlig recht.
Und zugleich kommen verlorengehende Therapeuten hinzu:
nämlich diese, die sich gern akademisches Wissen aneignen, sich wahnsinnig für medizinische Themen interessieren und es mögen, hier kundig zu sein oder einfach nur ihren sportlichen Background endlich medizinisch verstehen wollen, die aber eigentlich gar keinen Bock haben, körperlich "hart" zu arbeiten und sich täglich den großen und kleinen Leiden anderer Menschen zu widmen, weil sie vielleicht einfach eben lieber theoretisch studieren als praktisch sich auf andere Menschen zu versieren
(puh, langer Satz smile, und letztes Wort extra für den Reim geschrieben laughingheart_eyeswink)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@limone Bei der Argumentation stützt Du ja meinen Ruf nach der Teilakademisierung. Somit deckst Du alle Wünsche ab und kannst dennoch auf eine höhere Gruppe potentieller neuer Physiotherapeuten abdecken
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Arnold schrieb:
@limone ist die Frage was wir mit Theoretikern wollen? Klar brauchst du ein paar für Studien aber für die große Masse brauchst du Praktiker.
In etwa das meinte ich eigentlich kissingstuck_out_tongue_winking_eye
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
limone schrieb:
@Stefan Arnold
In etwa das meinte ich eigentlich kissingstuck_out_tongue_winking_eye
Du brauchst Theoretiker z. B., um den Krankenkassen von fachkompetenter Seite sagen zu können, dass sie für jeden Behandlungsraum unbedingt einen wandmontierten Therapieknetmassenspender verpflichtend vorschreiben sollen.
Diesen Einwurf verstehen übrigens nur alte Hasen dieses Forums, z.B. Kathi Grinse!
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
MikeL schrieb:
@Stefan Arnold
Du brauchst Theoretiker z. B., um den Krankenkassen von fachkompetenter Seite sagen zu können, dass sie für jeden Behandlungsraum unbedingt einen wandmontierten Therapieknetmassenspender verpflichtend vorschreiben sollen.
Diesen Einwurf verstehen übrigens nur alte Hasen dieses Forums, z.B. Kathi Grinse!
Schuldigung 🙈
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
asima schrieb:
@MikeL Mann könnte auch sagen: Sesselpu…
Schuldigung 🙈
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Arnold schrieb:
@MikeL der ist definitiv wichtig und sollte verpflichtend sein um überhaupt eine Praxiszulassung zu bekommen. Natürlich muss der jährlich auf Sicherheit geprüft werden von ausschließlich zertifizierten Technikern.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
asima schrieb:
@Stefan Arnold …die den dreifachen Stundensatz von uns haben. Sind bestimmt Akademiker.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
gabi66 schrieb:
Hier wurde schon viel Gutes gesagt. Ich sehe auch, dass sich die Grundbedingungen ändern müssen im vermehrt Physios auszubilden und im Beruf zu halten. Adäquate Bezahlung, Abbau der überbordenden Bürokratie, Aktualisierung des total veralteten Lehrplans, Arbeit im Gesundheitswesen auf Augenhöhe (wir sind die Spezialisten in unserem Bereich...und nicht nur "Heilhilfsberuf") etc
Ich oute mich als Gegner der Vollakademisierung. Nicht jeder kann aus unterschiedlichen Gründen Abitur machen was Vorraussetzung zum Studium ist.
In unserem Beruf sind Hirn (Wissen, Interpretation der Befunde etc) Herz (Empathie, Kommunikstionsfähigkeit etc) und Hand (und da meine ich nicht das "am Körper Herumdaddeln) (für adäquate Befunde, zielgerichtete manuelle Unterstützung der aktivierenden Therapie etc) notwendig.
In der Zeit in der ich unterrichtet habe waren die "guten" Therapeuten sowohl Realschulabsolventen als auch Abiturienten gleichmäßig verteilt. Bei einer Vollakademisierung gehen viele zukünftig gut arbeitende Thetapeuten verloren.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Unsichtbar schrieb:
Vollakademisierung? Super Idee gegen das Problem mit dem Schulgeld und der Ausbildungsvergütung.
Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob heutige Therapeuten gut genug ausgebildet sind, sondern welche Rolle die Physiotherapie künftig im Versorgungssystem einnehmen soll – und ob ihre Ausbildungs- und Kompetenzstruktur mit dieser Rolle kompatibel ist.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
Kistmacher schrieb:
In den kommenden 20 Jahren wird das deutsche Gesundheitssystem stärker ambulant, outcome-orientiert und interprofessionell organisiert sein. Verantwortung wird sich vom ärztlich dominierten System hin zu klar definierten Kompetenzbereichen anderer Gesundheitsberufe verschieben.
Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob heutige Therapeuten gut genug ausgebildet sind, sondern welche Rolle die Physiotherapie künftig im Versorgungssystem einnehmen soll – und ob ihre Ausbildungs- und Kompetenzstruktur mit dieser Rolle kompatibel ist.
Ein Zehntel der Energie dafür in eine bessere Vergütung hätte bestimmt bessere Auswirkungen auf den Fachkräftemangel und unsere Bedingungen gehabt…
Nichts dagegen, wenn eine unkomplizierte Anerkennung der alten Praktiker erfolgt. Aber dass dadurch die mangelnde Wertschätzung unserer Berufe behoben wird, denke ich nicht…
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
asima schrieb:
Auch in der Logo wird seit Jahrzehnten auf der Akademisierung rumgehackt.
Ein Zehntel der Energie dafür in eine bessere Vergütung hätte bestimmt bessere Auswirkungen auf den Fachkräftemangel und unsere Bedingungen gehabt…
Nichts dagegen, wenn eine unkomplizierte Anerkennung der alten Praktiker erfolgt. Aber dass dadurch die mangelnde Wertschätzung unserer Berufe behoben wird, denke ich nicht…
ja, an den Rahmenbedingungen muss weiter geschraubt werden.
Aus eigener Erfahrung:
vor 35 Jahren habe ich in mehrere Jahe in UK als Physiotherapist gearbeitet, schon damals im Vergleich besser vergütet als in D. First Contact, Zugang zu Weiterbildungen als PT von denen wir auch heute nur träumen können ( Manipulation der Wirbelsäule, Akupunktur, ...) und bereit damals der Übergang in die Akademische Ausbildung! Das hat offensichtlich funktioniert. Das war auch finanziell machbar, u.a. weil in UK bereits damals nur evidence based practice gelehrt wurde und es Assistenten für examinierte Physios gab. Physios sind nicht mit Patienten über den Gang gelaufen oder haben massiert et.! Wir deutsche Physios sind damals schon belächelt worden. Heute dürfte ich in UK , wie so vielen andern Ländern nicht als Physio arbeiten.
Ein deutsches Trauerspiel.
Gefällt mir
Wir sprechen hier über Akademiker, die massive Defizitbescheide erhalten.
Deutsche Arroganz oder doch nicht so hochqualifizierte Abschlüsse im Ausland?
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
Nun muss ich dagegenhalten, dass wir in Deutschland vielleicht belächelt werden, dennoch wollen viele aus dem Ausland hier arbeiten und das obwohl sie ein aufwändiges Anpassungsqualifizierungsverfahren durchlaufen müssen.
Wir sprechen hier über Akademiker, die massive Defizitbescheide erhalten.
Deutsche Arroganz oder doch nicht so hochqualifizierte Abschlüsse im Ausland?
ich tippe (aus Erfahrung) auf Deutsche Arroganz...habe ich zuviel erleben dürfen, auch wenn ich jetzt nur immermal wieder arbeite
MfG
JürgenK ;)
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
JürgenK schrieb:
@Dorsovolar
ich tippe (aus Erfahrung) auf Deutsche Arroganz...habe ich zuviel erleben dürfen, auch wenn ich jetzt nur immermal wieder arbeite
MfG
JürgenK ;)
Ich denke, wir sollten aufhören, uns derart schlecht zu reden, wenn in anderen Ländern mit Heiminsassen im Zuge der Mobilisation nicht über den Flur gelaufen wird sondern -im Gegenteil- man darüber lacht, dann möchte ich dort zumindest kein Alter erreichen, in dem man auf diese Leistung angewiesen ist...
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
Ich sehe hier die Wahrheit wie immer in der Mitte liegen. Wir schreien hier alle nach der Akademisierung (auch) aus qualitativen Gründen, stellen aber fest, wenn studierte Physios aus dem Ausland zu uns kommen, dass diese auch nur mit Wasser kochen und um ehrlich zu sein an einigen Stellen auch massive Lücken aufweisen.
Ich denke, wir sollten aufhören, uns derart schlecht zu reden, wenn in anderen Ländern mit Heiminsassen im Zuge der Mobilisation nicht über den Flur gelaufen wird sondern -im Gegenteil- man darüber lacht, dann möchte ich dort zumindest kein Alter erreichen, in dem man auf diese Leistung angewiesen ist...
Ich halte die deutsche Ausbildung in den mir bekannten PT-Schulen für sehr gut und gerade in der Praxis hervorragend. Leider müssen noch immer viele für die Praxis irrelevante Inhalte unterrichtet und geprüft werden, so dass die Zeit für Evidenzbasierte Praxis und vor allem weit mehr Screening, BWL, Management zu kurz kommt.
So bleiben wir auf EQR 4 und bezahlen weiterhin viel Geld für Fortbildungen ohne angemessne Vergütetungsmöglichkeiten.
MfG R.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
rostrobin schrieb:
@Dorsovolar ich gebe Ihnen natürlich Recht mit den Defizitbescheinigungen ausländischer PTs, aber bitte nicht verallgemeinern. Diese beziehen sich in der Regel auf fehlende Inhalte in den Bereichen Massage, Hydrotherapie, Funktionelle Bewegungslehre, sowie auf die geringeren Praxisstunden.
Ich halte die deutsche Ausbildung in den mir bekannten PT-Schulen für sehr gut und gerade in der Praxis hervorragend. Leider müssen noch immer viele für die Praxis irrelevante Inhalte unterrichtet und geprüft werden, so dass die Zeit für Evidenzbasierte Praxis und vor allem weit mehr Screening, BWL, Management zu kurz kommt.
So bleiben wir auf EQR 4 und bezahlen weiterhin viel Geld für Fortbildungen ohne angemessne Vergütetungsmöglichkeiten.
MfG R.
So war das in Deutschland ja auch mal geregelt.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Preißler schrieb:
@Dorsovolar naja, vielleicht ist dort die Pflege zuständig für`s „Aus dem Bett Mobilisieren“
So war das in Deutschland ja auch mal geregelt.
Für viele Tätigkeiten, die examinierte deutsche PTs im Alltag auf Station machen brauchte es keine 3-jährige Ausbildung. Aber das will wohl eher keiner zugeben?!
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
rostrobin schrieb:
@Dorsovolar gerade dafür dass wir auch im Alter angemesse Therapien erhalten s.o.
Für viele Tätigkeiten, die examinierte deutsche PTs im Alltag auf Station machen brauchte es keine 3-jährige Ausbildung. Aber das will wohl eher keiner zugeben?!
Insoweit ist immer nur die Frage, inwieweit man hier wieder mal unseren Ausbildungsstandard und letztlich auch unsere Arbeit schlecht reden muss
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@rostrobin Nicht falsch verstehen, ich halte sehr viel von den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter aus Drittstaaten, dies tue ich aber auch bei unseren Mitarbeitern aus Deutschland. Hier sehe ich in der Tat wenig qualitativen Unterschied, WEDER in die Eine NOCH Richtung.
Insoweit ist immer nur die Frage, inwieweit man hier wieder mal unseren Ausbildungsstandard und letztlich auch unsere Arbeit schlecht reden muss
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Dorsovolar schrieb:
@Stefan Preißler Ja, inklusive Stürze und nicht angemessenem Therapieaufbau. Wenn Ihr unseren Beruf so darstellen wollt, als würden wir in die Heime gehen, Oma aus dem Bett an den Rollator und dann bitte wieder hinlegen, dann sollte man seine eigene Vorstellung unseres Berufes mal gründlich überarbeiten
Und glaubst du wirklich, daß jeder Physio bei einem Hausbesuch im Heim immer und bei jedem das volle Therapieprogramm durchzieht?!
Das wäre ziemlich naiv gedacht!
Und hast du zu den vermeintlichen Stürzen belastbare Zahlen?
Du unterstellst deutschen Pflegekräften, daß sie nicht befähigt sind Patienten angemessen aus dem Bett heraus zu Mobilisieren.
Das habe ich Anfang der 90ger Jahre wärend meiner Klinikzeit ganz anders erlebt!
Sollte sich dies in den vergangenen 30 Jahren geändert haben, lasse ich mich gerne belehren.
Gefällt mir
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Stefan Preißler schrieb:
@Dorsovolar, kann es sein, daß du da einiges durcheinander bringst?
Und glaubst du wirklich, daß jeder Physio bei einem Hausbesuch im Heim immer und bei jedem das volle Therapieprogramm durchzieht?!
Das wäre ziemlich naiv gedacht!
Und hast du zu den vermeintlichen Stürzen belastbare Zahlen?
Du unterstellst deutschen Pflegekräften, daß sie nicht befähigt sind Patienten angemessen aus dem Bett heraus zu Mobilisieren.
Das habe ich Anfang der 90ger Jahre wärend meiner Klinikzeit ganz anders erlebt!
Sollte sich dies in den vergangenen 30 Jahren geändert haben, lasse ich mich gerne belehren.
Wollen Sie diesen Beitrag wirklich melden?
Problem beschreiben
rostrobin schrieb:
Guten Tag in die Runde,
ja, an den Rahmenbedingungen muss weiter geschraubt werden.
Aus eigener Erfahrung:
vor 35 Jahren habe ich in mehrere Jahe in UK als Physiotherapist gearbeitet, schon damals im Vergleich besser vergütet als in D. First Contact, Zugang zu Weiterbildungen als PT von denen wir auch heute nur träumen können ( Manipulation der Wirbelsäule, Akupunktur, ...) und bereit damals der Übergang in die Akademische Ausbildung! Das hat offensichtlich funktioniert. Das war auch finanziell machbar, u.a. weil in UK bereits damals nur evidence based practice gelehrt wurde und es Assistenten für examinierte Physios gab. Physios sind nicht mit Patienten über den Gang gelaufen oder haben massiert et.! Wir deutsche Physios sind damals schon belächelt worden. Heute dürfte ich in UK , wie so vielen andern Ländern nicht als Physio arbeiten.
Ein deutsches Trauerspiel.
Mein Profilbild bearbeiten