Die MEDICLIN Staufenburg Klinik ist
eine Fachklinik für Innere Medizin
und Onkologie mit den
Fachabteilungen Onkologie,
Uro-Onkologie, Orthopädie,
Diabetologie (DDG Zertifizierung
als Diabetes Exzellenzzentrum),
Nephrologie und Adipositas. Neben
der stationären Reha wird in
einigen Fachbereichen auch eine
ambulante Reha angeboten. Die
Klinik verfügt über 288 Betten
und beschäftigt rund 200
Mitarbeiter*innen.
Wir suchen zum nächstmöglichen
Zeitpunkt einen
Diplom Sportlehrer (w/m/d) od...
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Diabetologie (DDG Zertifizierung
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Eine Kurzzusammenfassung für alle, die im Winter lieber den Fernseher auslassen: Lindsey Vonn ist für das Skifahren in etwa das, was ein Messi und/oder ein Cristiano Ronaldo im Fußball darstellt. Eine GOAT, eine Greatest of All Time. 84 Weltcup-Siege holte die US-Amerikanerin, dazu die historische Goldmedaille für die USA im Jahr 2010. Nur die derzeit den Skisport dominierende Mikaela Shiffrin holte noch mehr Titel.
Im Jahr 2019 beendete sie ihre Karriere im Alter von 34 Jahren. Entsprechend groß war der mediale Rummel als Vonn im Jahr 2024 auf die Piste zurückkehrte und sich 2025 dann wieder für die olympischen Winterspiele qualifizierte – mit 40 Jahren und einer Teil-Endoprothese im rechten Knie, die sie im Frühjahr 2024 implantiert bekommen hatte.
„Mir ist kein anderer Leistungssportler
Und nun der Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knies nach einem Sturz im Abfahrtstraining, nur eine Woche vor den olympischen Spielen. Offiziell bekannt zu den Details der Verletzung ist wenig; es wurde lediglich kommuniziert, dass neben dem Kreuzband auch der Meniskus betroffen sei und ein Bone Bruise vorläge.oder Leistungssportlerin bekannt, der oder die auf diesem Niveau und mit diesen
Belastungen mit einer Endoprothese Sport treibt. Das ist schon etwas Besonderes.“
(Christoph Becher, Vorsitzender des Komitees für Endoprothetik der deutschen Kniegesellschaft)
Dann der Aufreger in der Pressekonferenz: Vonn tritt trotzdem an. Es sei ihre letzte Olympia-Teilnahme, das Knie fühle sich gut an. Damit trat sie weit abseits der Piste eine gewaltige Lawine los. Auf der einen Seite Statements von Physiotherapeuten internationaler Couleur, die hier die lang erwartete Bestätigung sahen „Es braucht nicht unbedingt ein Kreuzband, hört auf mit den OPs!“ diametral auf die warnenden Stimmen von Ärzten treffend, die Vonns Entscheidung als höchst bedenklich einordneten. Immerhin sind hier und da auch Zwischentöne anzutreffen, die Vonns Teilnahme als „riskant, aber möglich“ einordnen.
Ein Drama in 13 Sekunden
Samstag, 07. Februar 2026: Das Wetter ist mit Tageswerten um die 5 Grad eigentlich ein wenig zu warm für Schnee, daher wurde die Piste in Cortina d’Ampezzo zusätzlich mit Schneekanonen präpariert. Vonn absolviert hier ihre letzten Trainingsabfahrten – und begeistert. Mit Höchstgeschwindigkeiten von fast 127 km/h fährt sie die drittbeste Trainingszeit und ist nur 0,37 Sekunden langsamer als die Trainingsbeste Leezy Johnson. Für Kritiker stellt das eine kognitive Dissonanz dar. Auf sozialen Medien wird ihr deswegen von Ärzten unterstellt, das Kreuzband könne gar nicht gerissen sein, eher läge eine alte, längst kompensierte Verletzung oder nur eine Teilruptur vor.
„Lol, danke, Doc“, antwortet Vonn in der Kommentarspalte: „Mein Kreuzband hat bis letzten Freitag vollständig funktioniert. Nur weil es Ihnen unmöglich erscheint, heißt das nicht, dass es nicht möglich ist. Und ja, mein Kreuzband ist zu 100 Prozent gerissen. Nicht zu 80 Prozent oder 50 Prozent. Es ist zu 100 Prozent weg.“
„Sie weiß, dass sie ein hohes Risiko eingeht. Aber sie weiß auch genau, dass sie die perfekte Linie nicht verlassen darf. Sobald irgendwelche Positionen im Knie kommen, die sie sonst nicht hat, hat sie keinerlei Rückzugsmöglichkeit, wenn das Band instabil ist.“
(Dr. Manuel Köhne, Mannschaftsarzt des deutschen Ski-Verbandes im Tagesspiegel)
Sonntag, 08. Februar 2026, 11:30 Uhr Ortszeit: Die Welt schaut auf Vonn. Steht hier eine sportmedizinische Sensation bevor? Die 41-Jährige startet gut, die erste Linkskurve ist Routine. Experten warnen vor allem vor den scharfen Rechtskurven, denn hier ist die Belastung auf das frisch verletzte Knie am höchsten, ein „Giving Away“ wäre hier fatal. Aber auch die scharfe Rechtskurve unmittelbar nach einem kleinen Sprung gelingt. Vonn beschleunigt auf das nächste Tor zu, hebt ab – und bleibt mit ihrem Arm am Tor hängen. Sie dreht sich, stürzt und die Ski-Bindungen lösen sich nicht. Auf die Schreie folgt betroffene Stille aller Zuschauer und Konkurrentinnen. Lindsey Vonns Traum von einer Rückkehr platzt nach nur 13 Sekunden. Ein paar Zentimeter verschieben die Sensation zur Tragödie. Später wird man erfahren, dass bei dem Sturz der linke Ober- und Unterschenkel brach.
Am Ende sind alle schlauer
Am Tag nach Vonns Sturz überschlagen sich in den Medien die Expertenmeinungen. Der Boulevard stürzt sich wie gewohnt auf die Gescheiterte und zitiert in aller Regelmäßigkeit Ärzte, die schon vorher wussten, dass die Skifahrerin stürzen würde (und ja, Ärzte ist hier maskulin geschrieben, weil sich vor allem Männer in den Medien äußern). Genau wie die begeisterten Physios, die die Kreuzbandplastik schon in den Annalen der Geschichte verorteten, dienen auch diese Rechthabereien niemandem (außer der eigenen Reichweite).
„Es war fast klar, dass sowas passieren musste.“
Niemand außer den BetreuerInnen und Vonn selbst konnten beurteilen, ob die Verletzung ihre Leistungsfähigkeit einschränkt. Aus der Distanz sind nur (in Medien unbeliebte) Grautöne abzuleiten. Da PatientInnen in den nächsten Wochen unweigerlich mit dem Physio ihres Vertrauens über Vonns Schicksal sprechen werden wollen, sind hier ein paar Fakten zu Vonns Geschichte:(Artur Trost, Arzt des zweifachen Olympiasiegers Hermann Maier in Sport Heute)
Was also bleibt, ist die faszinierende Geschichte einer Athletin, die über ihre Grenzen hinausgehen wollte und dabei großes Pech hatte. Ein Erfolg hätte niemals bedeuten dürfen, dass auf Operationen des vorderen Kreuzbands verzichtet werden kann – genauso wenig, wie ihr Scheitern ein Mahnmal gegen alle konservativen Ansätze darstellen kann. Im viel zitierten COMPARE-Trial und KANON-Trial existieren empirische Belege dafür, dass ein Teil der PatientInnen (sogenannte „Coper“) auch ohne vorderes Kreuzband gut zurechtkommen kann (und manche Kreuzbänder sogar heilen), ein Teil aber auch nicht.• Vonn ist eine Vorzeigeathletin, die viele Stunden im Kraftraum verbringt – auch in der Zeit unmittelbar nach dem Kreuzbandriss.
• Nach eigenen Angaben war das Knie reizlos und nicht geschwollen, weswegen Stimmen laut wurden, dass es sich um eine alte Verletzung gehandelt haben müsse.
• Skifahren unter extremen Belastungen scheint mit einer Teilprothese absolut in Ordnung zu sein – allerdings existieren noch keine Statements darüber, ob die Prothese die komplexe Ober- und Unterschenkelfraktur überlebt hat oder hier sogar zu Komplikationen geführt haben könnte.
• Der Sturz war bei weitem nicht die erste Abfahrt mit der Verletzung, das Knie hat also gehalten.
• Ob der Fahrfehler durch die Verletzung (oder auch nur die Gedanken darüber) stattgefunden hat, wird nie jemand beantworten können.
• Vonns Entschluss, an den Spielen teilzunehmen, ist eine Entscheidung aus dem Leistungssport – dieser ist bekanntlich kein Gesundheitssport! Noch in der Entzündungsphase jedweder Verletzung, sehr wahrscheinlich unter Schmerzmittelgebrauch in maximale Belastungsmuster zu gehen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gesund und kann langfristige Gefahren für das Gewebe mit sich bringen. Das wusste Vonn aber und ist (leider) auch abseits von Kreuzbandrissen im Leistungssport absolut üblich.
• Vonns großartige Karriere ist damit mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vorbei.
Lindsey Vonn ist ein wundervolles Beispiel für die viel zitierte (und selten wirklich angewendete) „gemeinsame Entscheidungsfindung“. Sie war vollumfänglich aufgeklärt und entschied selbst über ihren Körper, mit allen positiven und negativen Konsequenzen, die dieses Handeln mit sich bringen kann. Diese Autonomie zu akzeptieren, ist für Behandlerinnen und Behandler nur schwer auszuhalten. Vonn selbst scheint zumindest nichts zu bereuen:
„Das Leben ist zu kurz, um keine Risiken einzugehen. Denn das einzige Versagen im Leben ist, es nicht zu versuchen.“
(Lindsey Vonn auf Instagram, einen Tag nach ihrem Unfall.)
Daniel Bombien / physio.de
KreuzbandSkiProfi
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MikeL schrieb:
Ein sehr schöner Nachruf auf eine wohl endgültig beendete Karriere. Lindsey Vonn bleibt für mich eine großartige Athletin, die ihr Leben und ihre Gesundheit dem Sport verschrieben und hierfür nun die Quittung bekommen hat. Ich hätte es ihr wirklich gegönnt, der Welt zu beweisen, dass man auch noch mit 41 ganz oben mitmischen kann. So, wie ich Lindsey Vonn einschätze, werden wir eines Tages wieder von ihr hören, und sei es durch einen Erfolg bei den Paralympics!
Kein Femto Mitgefühl mit Selbstdarstellern
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helmingas schrieb:
...they've balanced on the biggest wave, race towards an early grave...
Kein Femto Mitgefühl mit Selbstdarstellern
Den meisten möchte man zurufen: keine Sorge, sie wird unser Sozialsystem schon nicht belasten.
Vonn hat Neuland betreten. Es war ein Risiko, bei ihrem Körpergefühl und ihrer medizinischen Betreuung meiner Meinung nach ein kalkulierbares. Allein dafür gebührt Ihr Anerkennung.
Schön, hier einen so reflektierten Beitrag zu lesen.
Ich wünsche ihr alles Gute.
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springlukas schrieb:
Die Kommentare von Aussenstehenden in sozialen Medien waren und sind erwartbar respekt- und empathielos, unqualifiziert sowieso.
Den meisten möchte man zurufen: keine Sorge, sie wird unser Sozialsystem schon nicht belasten.
Vonn hat Neuland betreten. Es war ein Risiko, bei ihrem Körpergefühl und ihrer medizinischen Betreuung meiner Meinung nach ein kalkulierbares. Allein dafür gebührt Ihr Anerkennung.
Schön, hier einen so reflektierten Beitrag zu lesen.
Ich wünsche ihr alles Gute.
Versteht mich nicht falsch, ich bin für Sport aber Leistungssport ist einfach nur hirnrissig.
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Stefan Arnold schrieb:
Leistungssport ist und bleibt der größte Unsinn unserer Gesellschaft. Ein Sportler der sich für Ruhm und Ehre die Jugend und Gesundheit verdirbt und meistens finanziell nicht davon profitiert.
Versteht mich nicht falsch, ich bin für Sport aber Leistungssport ist einfach nur hirnrissig.
Hä? Hab ich ein Déjà-vu? Stand nicht der selbe Satz auf der Instagram Seite von Laura Dahlmaier?
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pt ani schrieb:
Und wenn? Passt doch.
OK, wäre für diesen Planeten wohl auch besser gewesen….!
Ich betreue u.a. auch seit Jahren Leistungssportler. Wer international mit dabei ist, verbringt seine Zeit nicht auf dem Sofa. Diese Menschen sind ausnahmen, die können nicht anders.
Und wir kennen alle die Bedeutung von diesen großen Sportveranstaltungen. Menschen zu sehen, die für eine Sache brennen.
Sich dabei ablemken zu lassen vom eigenen tristen Alltagsleben!
Ein Kollege aus der Praxis hat sich im vor 4 Wochen beim Skifahren den li. US gehimmelt. Tibia und Fibula komplett durch mit Knochennekrose 2 Wochen nach OP.
Der geht auf die Piste nur weil er Spaß haben will.
Der wird vor Ostern nicht mehr hier in der Praxis auftauchen.
Die Krankenkasse kostet das richtig Geld.
Für den Arbeitgeber auch hohe Kosten.
Für uns Kollegen mehr Stress.
Darüber gibt es keine öffentlich Debatte!
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Stefan Preißler schrieb:
Gäbe es nicht schon seit Anbeginn Menschen, die Risiken eingehen, würden wir wohl noch in Fellen gekleidet um`s Lagerfeuer herum sitzen.
OK, wäre für diesen Planeten wohl auch besser gewesen….!
Ich betreue u.a. auch seit Jahren Leistungssportler. Wer international mit dabei ist, verbringt seine Zeit nicht auf dem Sofa. Diese Menschen sind ausnahmen, die können nicht anders.
Und wir kennen alle die Bedeutung von diesen großen Sportveranstaltungen. Menschen zu sehen, die für eine Sache brennen.
Sich dabei ablemken zu lassen vom eigenen tristen Alltagsleben!
Ein Kollege aus der Praxis hat sich im vor 4 Wochen beim Skifahren den li. US gehimmelt. Tibia und Fibula komplett durch mit Knochennekrose 2 Wochen nach OP.
Der geht auf die Piste nur weil er Spaß haben will.
Der wird vor Ostern nicht mehr hier in der Praxis auftauchen.
Die Krankenkasse kostet das richtig Geld.
Für den Arbeitgeber auch hohe Kosten.
Für uns Kollegen mehr Stress.
Darüber gibt es keine öffentlich Debatte!
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Schippi schrieb:
@Stefan Preißler was für ne Verletzung ist denn „US gehimmelt „???
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Stefan Preißler schrieb:
@Schippi na umgangssprachlich eine Unterschenkelfraktur….!?
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Schippi schrieb:
@Stefan Preißler okay war bei US schon klar,aber gehimmelt war mir als Norddeutscher nicht geläufig!
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Stefan Preißler schrieb:
@Schippi hier kann man echt was für`s Leben lernen… nerd_facesweat_smile
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ali schrieb:
@Stefan Preißler Ich wusste z.B.nicht, das es Harti-Frottiermoden gab....
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:
@ali Das ist eine Uralt-Marke. Haben wir seit den 1990er auch verwendet (bis Corona ausbrach). sunglasses
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Halbtitan schrieb:
„Das Leben ist zu kurz, um keine Risiken einzugehen. Denn das einzige Versagen im Leben ist, es nicht zu versuchen.“
Hä? Hab ich ein Déjà-vu? Stand nicht der selbe Satz auf der Instagram Seite von Laura Dahlmaier?
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