Physiotherapeut/-in (Vollzeit /
Teilzeit)
GESUNDHEIT IST DEINE LEIDENSCHAFT?
Du willst Menschen helfen wieder in
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ÜBER UNS
Wir sind Meilenstein Therapie
& Training – ein
modernes Physiotherapie- und
Trainingszentrum, das Teamspirit
großschreibt. Neben hochwertiger
Therapie setzen wir auf gemeinsame
Weiterentwicklung, Austausch u...
Teilzeit)
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Training, Tape und Tape
In der Studie von Tur et al, die im Turkish Journal of Physiotherapy veröffentlicht wurde, bildeten die ForscherInnen drei Gruppen, bestehend aus PatientInnen mit akuten Schmerzen des Iliosakralgelenks (bestätigt durch ein Test-Cluster aus drei Provokationstests). Eine Gruppe führte lediglich ein vierwöchiges nicht näher beschriebenes Trainingsprogramm für zu Hause durch, die beiden weiteren Gruppen erhielten zusätzlich noch ein Kinesio-Tape – entweder als „Bandkorrektur Anlage“ oder als „Lymph-Anlage“ (Bilder in der Studie).
Zu Beginn und nach vier Wochen wurden sowohl der Schmerz über die VAS, als auch der Grad der Behinderung durch den Oswestry Disability Index (ODI) gemessen. Das Ergebnis: „In der Behandlung von Schmerzen des Iliosakralgelenks waren beide Kinesio-Taping-Techniken, die zum Heimübungsprogramm hinzugefügt wurden, wirksamer in Bezug auf Schmerzen, die globale Patienteneinschätzung und die Beeinträchtigung als das Heimübungsprogramm allein."
Tiefer eingestiegen
Bei wissenschaftlichen Publikationen soll ein Filterprozess stattfinden, der methodisch minderwertige Literatur aussiebt. Sogenannte Peer-Reviewer sollen eingereichte Studien methodisch überprüfen. Diese Fachleute in ihrem Gebiet machen das in der Regel ehrenamtlich, denn sie sind nicht etwa bei den Verlagen angestellt (die wie zum Beispiel Elsevier Milliarden mit den Veröffentlichungen verdienen), sondern arbeiten als WissenschaftlerInnen in den Universitäten und Hochschulen. In dieser Studie hatte der hier verantwortliche Peer-Reviewer vielleicht auch deswegen keine große Lust, tiefergehend die Methodik zu analysieren:
Schmerzkiller Nummer eins ist Aufmerksamkeit. Wenn medizinische Fachpersonal sich mit PatientInnen beschäftigt, wirkt dies schon ohne Therapie schmerzlindernd. In der vorliegenden Studie erhielt die Übungsgruppe nur einen Kontroll-Termin nach vier Wochen und den letzten Mess-Termin. Die Tape-Gruppen erhielten jede Woche ein neues Tape – und somit drei „Physio“-Termine mehr als die Kontrollgruppe, bei denen sie durch das Ritual der Tape-Anlage „körperlich untersucht“ und berührt wurden.
Dazu dokumentiert die Studie viele entscheidende Faktoren nicht, wie die Verblindung der Gruppen durchgeführt wurde (so könnte dies zum Beispiel durch versiegelte Umschläge erfolgen). Auf der PEDro-Skala, die diese und andere methodische Verfahren bewertet, erreicht die Studie nur fünf von elf Punkten.
Dazu kommen technische Mängel, bei denen einfach gesagt gilt: „Das kann man so nicht machen.“ So wurden etwa die Veränderungen bei Schmerz und Funktion in Prozentangaben beschrieben und im Text hauptsächlich diskutiert. Das führt zu absurden Aussagen, etwa dass sich der Schmerz um bis zu 200 Prozent verbessert hätte. In der Studie bedeutet das lediglich eine Verbesserung um ein bis zwei Punkte auf der VAS (beispielsweise von drei auf eins). Auf statistisch tiefergehende Probleme gehen wir an dieser Stelle nicht weiter ein. Einfach gesagt: Was hier als „signifikant“ beworben wurde, wäre mit methodischer Angleichung wahrscheinlich doch ein Zufallsergebnis geworden.
Ja und dann ist da noch die merkwürdige ProbandInnengruppe. Mehr als 75 Prozent der TeilnehmerInnen besaß einen akademischen Abschluss, rekrutiert wurde in der Uni-Klinik und das Durchschnittsalter betrug 27 Jahre. Niemand brach die Studie ab, die sich dazu über acht Jahre lang (2016 bis 2024) erstreckte. Das klingt ein wenig nach „Liebe KollegInnen, wenn ihr mal Rückenschmerzen habt, kommt vorbei, dann führen wir eine Studie zum Thema Kinesio-Tape durch.“ Wer sagt seinem geschätzten Kollegen schon, dass seine Therapie nichts bringt?
Neuer Research Waste
Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2021 dokumentiert einen sogenannten Publication-Bias bei Studien zum Thema Kinesio-Tape und Rückenschmerzen: Es wird nur veröffentlicht, was vermeintliche Effekte zeigt (nachzuweisen mittels eines sogenannten Funnel-Plots). Die Studie von Tur et al. reiht sich offensichtlich dieses Sammelsurium methodisch schlechter Studien zu vermeintlichen Effekten von Kinesio-Tape ein. Werden Sie, werte LeserInnen, (beispielsweise bei Aus- oder Weiterbildung) mit dieser Studie konfrontiert, sparen Sie sich die Zeit, sich in den „Forschungsmüll“ einzulesen. Sie kann aufgrund methodischer Schwächen keine Aussage darüber treffen, ob Kinesio Tape einen Mehrwert bei Schmerzen im Iliosakralgelenk bietet – oder nicht.
Daniel Bombien / physio.de
KinesiotapeTapeISGRückenschmerzenKritikStudieODIPEDro
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Frei nach dem Motto; ich bin Sportler, wir werden doch alle von euch Physios ge-tapet?!
Das Vertrauen kommt dann zurück, wenn ich diesen fleißigen Sportlern berichte, daß sich unter anderem auch Bundeskader-Athleten mir anvertrauen, so ganz ohne Tape.
Das hat wohl einen vergleichbaren psychologischen Effekt wie das Tapen, ist jedoch in der Anwendung einfacher umzusetzen und kommt nur mit Worten aus und die sind in der Leistung inkludiert!
Der Beitrag von Daniel Bombien ist mal wieder so ganz nach meine Geschmack.
Vielen Dank dafür.
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Stefan Preißler schrieb:
… und ich muss mich immer wieder mal rechtfertigen, warum ich kein „Wunder-Tape“ anlegen möchte.
Frei nach dem Motto; ich bin Sportler, wir werden doch alle von euch Physios ge-tapet?!
Das Vertrauen kommt dann zurück, wenn ich diesen fleißigen Sportlern berichte, daß sich unter anderem auch Bundeskader-Athleten mir anvertrauen, so ganz ohne Tape.
Das hat wohl einen vergleichbaren psychologischen Effekt wie das Tapen, ist jedoch in der Anwendung einfacher umzusetzen und kommt nur mit Worten aus und die sind in der Leistung inkludiert!
Der Beitrag von Daniel Bombien ist mal wieder so ganz nach meine Geschmack.
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therapeutin schrieb:
bei mir tapen alle Ärzte (bzw die schwestern), und den alten Leuten wird die Pistole auf die Brust gesetzt...gehen sie nach vorne ,die Schwester klatscht es rauf und sie zahlen 20€ (ohne Quittung),keiner muckt auf ,weil sie Angst haben keine Termin zu bekommen,wenn sie es nicht machen...so sieht die Realität aussmirk
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Geert Jeuring schrieb:
Tatsächlich kann einen Tape auf den Rücken (in etwa so wie im Bild) funktionieren. Und zwar weil es die Bewegung einschränkt bzw. warnt bei Flexion und beim drehen. Das ist ein einfaches altes orthopädisches Prinzip. Am Nacken funktioniert das auch ganz gut. Der Placeboeffekt bleibt natürlich auch.
Und dann verwenden die Ärzte oft das billigste Tape vom Discounter, worauf viele Patienten fürchterliche Hautreaktionen bekommen!
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MikeL schrieb:
@therapeutin
Und dann verwenden die Ärzte oft das billigste Tape vom Discounter, worauf viele Patienten fürchterliche Hautreaktionen bekommen!
Da gab es auch schon elastisches Tape, mit dem man auch solche ermahnende Tapes anlegen konnte.
Oder einen großen Achillessehnen-Tape. Da habe ich mal einen Zehnkämpfer während des laufenden Wettkampfes beim Stabhochsprung zur Bestleistung verholfen.
Aber da hast du eine andere Zielsetzung. Und klassische Tapes wende ich auch immer mal wieder an! Ist ne nützliche Sache!
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Stefan Preißler schrieb:
@Geert Jeuring ich habe vor ca. 30 Jahren noch das klassische Tapen gelernt.
Da gab es auch schon elastisches Tape, mit dem man auch solche ermahnende Tapes anlegen konnte.
Oder einen großen Achillessehnen-Tape. Da habe ich mal einen Zehnkämpfer während des laufenden Wettkampfes beim Stabhochsprung zur Bestleistung verholfen.
Aber da hast du eine andere Zielsetzung. Und klassische Tapes wende ich auch immer mal wieder an! Ist ne nützliche Sache!
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Eva schrieb:
@MikeL Und lustig wird es, wenn Pat. (oft Sportler) meinen, es hilft nur das schwarze Tape...
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Dorsovolar schrieb:
@Eva ... und dann kriegen sie auch das schwarze, denn im Spitzensport ist Psychologie der halbe Sieg!
Du solltest hierbei aber nicht die psychologische Wirkung (gerade bei Sportlern) außer Acht lassen. Ich habe lange Zeit Sprinter betreut, denen ich beim Wettkampf gern mal ein möglichst buntes Tape auf die Beine geklebt und ihnen gesagt habe, dass sie dadurch z.B. in den Ischios "nicht dicht machen" oder einfach nur schneller laufen würden. Sprinter sind oft hypersensible Nervenbündel, denen eine derartige Maßnahme bereits hilft, ihre Leistung besser abzurufen.
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MikeL schrieb:
@Eva
Du solltest hierbei aber nicht die psychologische Wirkung (gerade bei Sportlern) außer Acht lassen. Ich habe lange Zeit Sprinter betreut, denen ich beim Wettkampf gern mal ein möglichst buntes Tape auf die Beine geklebt und ihnen gesagt habe, dass sie dadurch z.B. in den Ischios "nicht dicht machen" oder einfach nur schneller laufen würden. Sprinter sind oft hypersensible Nervenbündel, denen eine derartige Maßnahme bereits hilft, ihre Leistung besser abzurufen.
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ella426 schrieb:
@Eva Ich kenne einen Tapeinstruktor, der auf seiner Fortbildung darauf besonderen Wert legte, dass die passende Tapefarbe ausgependelt werden muss, kein Witz!
hypersensibel und abergläubisch!
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Geert Jeuring schrieb:
@MikeL
hypersensibel und abergläubisch!
jaaa 1972 habe ich bei der Olympiade in München einigen dieser weissen und festen Taps angelegt und einige Athleten haben danach sogar eine Medallie bekommen... ja das gibt es
MfG
JürgenK ;)
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JürgenK schrieb:
@Stefan Preißler
jaaa 1972 habe ich bei der Olympiade in München einigen dieser weissen und festen Taps angelegt und einige Athleten haben danach sogar eine Medallie bekommen... ja das gibt es
MfG
JürgenK ;)
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Eva schrieb:
@ella426 joy
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Eva schrieb:
@JürgenK clapclapclap
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Stefan Preißler schrieb:
@JürgenK aber nur das gute Tape von Bayer.. 😂👍👏
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Femoro schrieb:
Ich klebe es häufig in der letzten Behandlung als "Trostpflaster" drauf. Ich versuche so das Gejammer: "Och es ist die letzte Behandlung...., Wer weiß wann es wieder klappt..." usw. etwas abzumildern.
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Problem beschreiben
MikeL schrieb:
Ich bekenne mich schuldig! Regelmäßig klebe ich bei meinen Patienten Kinesio Tape auf den Rücken, obwohl ich davon überzeugt bin, dass dies Blödsinn ist. Wir alle wissen aber, dass ein Großteil der Rückenschmerzen einen psychosomatischen Hintergrund hat. Hier kann es sehr hilfreich sein, wenn man auf ein nebenwirkungsfreies Hilfsmittel zurückgreifen kann, mit dem man den Betroffenen den Eindruck vermitteln kann, es würde ihnen geholfen. Die Erfolgsquote ist tatsächlich außerordentlich hoch und bewahrt viele Patienten somit vor der Einnahme überflüssiger Medikamente.
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