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Lungen
Seufzen tut der Atmung gut...
... und was die Lungenflüssigkeit damit zu tun hat.
17.01.2026 • 0 Kommentare

In einer aktuellen internationalen Studie unter Leitung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) konnte nun gezeigt werden, welche Auswirkung die Atmung auf die Lungenflüssigkeit, das Surfactant, hat.

Die Substanz Surfactant liegt als Flüssigkeit auf der Oberfläche der Lungenbläschen und reduziert deren Oberflächenspannung. Dadurch wird die Lunge verformbarer und beweglicher.
Das Forscherteam konnte durch Labortests nun erstmals nachweisen, dass die tiefe Atmung und auch das Seufzen einen Einfluss auf die Struktur des Surfactants hat. Dieses wird durch die Mechanik des tiefen Atmens so verändert, dass sie „leichter“, also mit weniger Widerstand funktioniert.

Mechanismus der Spannungsänderung
Warum das so ist, liege an der Struktur der Lungenflüssigkeit, so die ForscherInnen. In Labortest wurden flache und tiefe Atemzüge simuliert und dabei die Oberflächenspannung der Lungenflüssigkeit gemessen. So wurde aufgezeigt, dass die Lungenflüssigkeit Surfactant aus mehreren Schichten besteht: direkt an der Grenze zur Luft eine etwas steifere und darunter mehrere weichere Schichten. Bewegt sich das Surfactant bei flacher Atmung gar nicht oder nur wenig, kehrt diese Schichtung mit der Zeit in einen Gleichgewichtszustand zurück. Bei tiefem Einatmen oder Seufzen reichern sich gesättigte Lipide an der äußeren Schicht an und die Grenzfläche ist dichter bepackt. So wird die allgemeine Oberflächenspannung verringert und die Atmung fällt leichter.

Aus klinischen Beobachtungen war zwar bereits bekannt, dass sich der Lungenwiderstand verändern kann und bei konstant flacher Atmung höher ist – nun liegt aber auch der Beweis aus dem Labor vor. Das Wissen um die Struktur des Surfactants könnte der Forschung helfen, es künstlich herzustellen und weitere Strategien zur Beatmung bei Lungentraumata zu entwickeln.

dh / physio.de

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