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  1. Neue Beiträge Alle Foren Heilmittelrichtlinie und Abrechnung Doppelbehandlung Änderung durch Leistungserbringer

Neues Thema
Doppelbehandlung Änderung durch Leistungserbringer
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Sebastian Kalich
Vor 11 Monaten
Hallo liebe Kollegen und Kolleginnen,, ich habe eine Frage:

Gibt es jemanden unter euch der regelmäßig doppelter Termine Doppelgrab Behandlung durchführt anstatt einfache Behandlung? Bedeutet, ihr ändert das Rezept auf Doppelbehandlung mit Stempel und Unterschrift und dem Kürzel Leistungserbringer? Wenn ja, würde ich mich über einen Kontakt freuen, mit dem ich mal die Praxis Organisation durchgehen kann bei einer Praxis, die das schon durchführt und eure Erfahrungen dabei erfragen.

Vielen lieben Dank und schönes Wochenende
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Hallo liebe Kollegen und Kolleginnen,, ich habe eine Frage: Gibt es jemanden unter euch der regelmäßig doppelter Termine Doppelgrab Behandlung durchführt anstatt einfache Behandlung? Bedeutet, ihr ändert das Rezept auf Doppelbehandlung mit Stempel und Unterschrift und dem Kürzel Leistungserbringer? Wenn ja, würde ich mich über einen Kontakt freuen, mit dem ich mal die Praxis Organisation durchgehen kann bei einer Praxis, die das schon durchführt und eure Erfahrungen dabei erfragen. Vielen lieben Dank und schönes Wochenende
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Sarah Gerbert
Vor 11 Monaten
Das wird ein schöner langer Thread, mit Shia, Lars etc. ....

Das wird so nix mit selbst Unterschrift und Stempel drauf, so viel sei gesagt.
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• Lars van Ravenzwaaij
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Das wird ein schöner langer Thread, mit Shia, Lars etc. .... Das wird so nix mit selbst Unterschrift und Stempel drauf, so viel sei gesagt.
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Sarah Gerbert schrieb:

Das wird ein schöner langer Thread, mit Shia, Lars etc. ....

Das wird so nix mit selbst Unterschrift und Stempel drauf, so viel sei gesagt.

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@Sarah Gerbert Nö, ich werde mich nicht dazu äußern. Hab kein Bock mehr auf diese unsinnige Diskussion zum Thema Doppelbehandlung. @Sebastian Kalich kann gerne mal die Sufu nutzen, wenn er meine Meinung dazu lesen möchte.
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• JürgenK
• Sarah Gerbert
[mention]Sarah Gerbert[/mention] Nö, ich werde mich nicht dazu äußern. Hab kein Bock mehr auf diese unsinnige Diskussion zum Thema Doppelbehandlung. [mention]Sebastian Kalich[/mention] kann gerne mal die Sufu nutzen, wenn er meine Meinung dazu lesen möchte.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@Sarah Gerbert Nö, ich werde mich nicht dazu äußern. Hab kein Bock mehr auf diese unsinnige Diskussion zum Thema Doppelbehandlung. @Sebastian Kalich kann gerne mal die Sufu nutzen, wenn er meine Meinung dazu lesen möchte.

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JürgenK
Vor 11 Monaten
Hi Sebastian,
ich sehe keinen Sinn...immer und immer wieder Doppelbehandlungen zu machen und vom Arzt einzufordern...
Mit freundlichen GrüßenJürgenK;)
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• Lars van Ravenzwaaij
• Leni C.
Hi Sebastian, ich sehe keinen Sinn...immer und immer wieder Doppelbehandlungen zu machen und vom Arzt einzufordern... Mit freundlichen GrüßenJürgenK;)
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JürgenK schrieb:

Hi Sebastian,
ich sehe keinen Sinn...immer und immer wieder Doppelbehandlungen zu machen und vom Arzt einzufordern...
Mit freundlichen GrüßenJürgenK;)

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MeFe89
Vor 11 Monaten
@Sarah Gerbert hmmm massu hast du vergessen aufzuzählen ;)
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• Lars van Ravenzwaaij
[mention]Sarah Gerbert[/mention] hmmm massu hast du vergessen aufzuzählen ;)
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MeFe89 schrieb:

@Sarah Gerbert hmmm massu hast du vergessen aufzuzählen ;)

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massu
Vor 11 Monaten
@MeFe89 Hi hier bin ich, schön dass du an mich gedacht hastjoyjoy
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[mention]MeFe89[/mention] Hi hier bin ich, schön dass du an mich gedacht hast[emoji]joy[/emoji][emoji]joy[/emoji]
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massu schrieb:

@MeFe89 Hi hier bin ich, schön dass du an mich gedacht hastjoyjoy

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MeFe89
Vor 11 Monaten
@massu sweat_smile
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• Lars van Ravenzwaaij
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MeFe89 schrieb:

@massu sweat_smile

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Meitao
Vor 11 Monaten
Das ändern auf Doppelbehandlung durch den LE kann gewaltig auf die Füße fallen. Letztes jahr sind ein paar Praxen deshalb hops genommen worden. Mindestens eine Praxis ist dabei insolvent gegangen, weil der Fall so schwerwiegend war.
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• die neue
Das ändern auf Doppelbehandlung durch den LE kann gewaltig auf die Füße fallen. Letztes jahr sind ein paar Praxen deshalb hops genommen worden. Mindestens eine Praxis ist dabei insolvent gegangen, weil der Fall so schwerwiegend war.
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Meitao schrieb:

Das ändern auf Doppelbehandlung durch den LE kann gewaltig auf die Füße fallen. Letztes jahr sind ein paar Praxen deshalb hops genommen worden. Mindestens eine Praxis ist dabei insolvent gegangen, weil der Fall so schwerwiegend war.

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sabine963
Vor 11 Monaten
@Meitao
Hast du da auch ne Quelle die das bestätigt.?
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• yalina
[mention]Meitao[/mention] Hast du da auch ne Quelle die das bestätigt.?
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sabine963 schrieb:

@Meitao
Hast du da auch ne Quelle die das bestätigt.?

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Meitao
Vor 10 Monaten
@sabine963
Frag mal Denys Benjamin Alt
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[mention]sabine963[/mention] Frag mal Denys Benjamin Alt
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Meitao schrieb:

@sabine963
Frag mal Denys Benjamin Alt

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Sebastian Kalich schrieb:

Hallo liebe Kollegen und Kolleginnen,, ich habe eine Frage:

Gibt es jemanden unter euch der regelmäßig doppelter Termine Doppelgrab Behandlung durchführt anstatt einfache Behandlung? Bedeutet, ihr ändert das Rezept auf Doppelbehandlung mit Stempel und Unterschrift und dem Kürzel Leistungserbringer? Wenn ja, würde ich mich über einen Kontakt freuen, mit dem ich mal die Praxis Organisation durchgehen kann bei einer Praxis, die das schon durchführt und eure Erfahrungen dabei erfragen.

Vielen lieben Dank und schönes Wochenende

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pt ani
Vor 11 Monaten
Im Doppelgrab behandle ich schonmal garnicht joy..

Im Übrigen geht die Änderung durch den LE nur nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt, das ist schon klar, oder? Ansonsten kann Dir das ganz böse auf die Füße fallen.
Und ne, sinnvoll finde ich das auch nicht.
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Im Doppelgrab behandle ich schonmal garnicht [emoji]joy[/emoji].. Im Übrigen geht die Änderung durch den LE nur nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt, das ist schon klar, oder? Ansonsten kann Dir das ganz böse auf die Füße fallen. Und ne, sinnvoll finde ich das auch nicht.
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pt ani schrieb:

Im Doppelgrab behandle ich schonmal garnicht joy..

Im Übrigen geht die Änderung durch den LE nur nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt, das ist schon klar, oder? Ansonsten kann Dir das ganz böse auf die Füße fallen.
Und ne, sinnvoll finde ich das auch nicht.

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ali
Vor 11 Monaten
Oh, den Thread hab ich verpasst, mobil klappt das nicht mit der SuFu nicht. Kann mir mal wer den link hier reinsetzen. Merci und schönes WE
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Oh, den Thread hab ich verpasst, mobil klappt das nicht mit der SuFu nicht. Kann mir mal wer den link hier reinsetzen. Merci und schönes WE
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ali schrieb:

Oh, den Thread hab ich verpasst, mobil klappt das nicht mit der SuFu nicht. Kann mir mal wer den link hier reinsetzen. Merci und schönes WE

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ali
Vor 11 Monaten
Zufall oder nicht....

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Zufall oder nicht.... https://www.facebook.com/groups/pt.tipps/permalink/1252170029895048/
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ali schrieb:

Zufall oder nicht....

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yalina
Vor 11 Monaten
Wir arbeiten fast ausschließlich mit Doppelbehandlungen. In der Regel werden diese von der Arztpraxis direkt verordnet. Sollte dies nicht der Fall sein, rufen wir dort an und klären ab, ob der Arzt damit einverstanden ist. Dann wird neben KG der Zusatz "Doppelbehandlung Kürzel, L.E und Datum" notiert. Im Freifeld auf der Verordnung dann: "Ergänzende Angabe zum Heilmittel im Einvernehmen mit Verordner, Kürzel, L.E. Datum"
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Wir arbeiten fast ausschließlich mit Doppelbehandlungen. In der Regel werden diese von der Arztpraxis direkt verordnet. Sollte dies nicht der Fall sein, rufen wir dort an und klären ab, ob der Arzt damit einverstanden ist. Dann wird neben KG der Zusatz "Doppelbehandlung Kürzel, L.E und Datum" notiert. Im Freifeld auf der Verordnung dann: "Ergänzende Angabe zum Heilmittel im Einvernehmen mit Verordner, Kürzel, L.E. Datum"
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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@yalina Nun ja, das kann dann die Ärzte (und euch) mal kräftig auf die Füße fallen. Thema: Wirtschaftliche Leistungserbringung § 70 SGB V bzw. analog dazu § 15 Rahmenvertrag.

Die Doppelbehandlung ist laut HMR §12 Absatz 8 eine Ausnahme und mit Sicherheit nicht als Regelmöglichkeit zu verstehen.
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[mention]yalina[/mention] Nun ja, das kann dann die Ärzte (und euch) mal kräftig auf die Füße fallen. Thema: Wirtschaftliche Leistungserbringung § 70 SGB V bzw. analog dazu § 15 Rahmenvertrag. Die Doppelbehandlung ist laut HMR §12 Absatz 8 eine [b]Ausnahme [/b]und mit Sicherheit nicht als Regelmöglichkeit zu verstehen.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@yalina Nun ja, das kann dann die Ärzte (und euch) mal kräftig auf die Füße fallen. Thema: Wirtschaftliche Leistungserbringung § 70 SGB V bzw. analog dazu § 15 Rahmenvertrag.

Die Doppelbehandlung ist laut HMR §12 Absatz 8 eine Ausnahme und mit Sicherheit nicht als Regelmöglichkeit zu verstehen.

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Sebastian Kalich
Vor 11 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij Dir scheint Doppelbehandlung nicht sehr recht zu sein? Arbeitest du im 20 Minuten Takt? Chapeau für dein Fachwissen, aber ein „aushebeln“ der Gesetzeslage scheint nicht in deinem Sinn zu sein.
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[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] Dir scheint Doppelbehandlung nicht sehr recht zu sein? Arbeitest du im 20 Minuten Takt? Chapeau für dein Fachwissen, aber ein „aushebeln“ der Gesetzeslage scheint nicht in deinem Sinn zu sein.
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Sebastian Kalich schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij Dir scheint Doppelbehandlung nicht sehr recht zu sein? Arbeitest du im 20 Minuten Takt? Chapeau für dein Fachwissen, aber ein „aushebeln“ der Gesetzeslage scheint nicht in deinem Sinn zu sein.

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@Sebastian Kalich Wir arbeiten schon ganz lange im 20 Minuten-Takt (mit voll besetzen Anmeldung). Ich persönlich seit über 35 Jahre. Bereits zu meine Studienzeit in den Niederlanden (1980er) lag die von der GKV bezahlte Zeit bei nur 23 Minuten. Ich sehe daher nur äußerst selten die fachlichen Notwendigkeit für eine Doppelbehandlung. Eine Meinung die auch von unserem gesamten Team so geteilt wird.

Aber,... und das ist hier entscheidend, die Rechtslage definiert die deutsche Doppelbehandlungsmöglichkeit eindeutig als Ausnahme. Und kann dann auch ais unwirtschaftlich geahndet werden, wenn die Gesetzeslage konsequent "ausgehebelt" wird.

Und ja, an dieser Stelle deckt sich meine fachliche Meinung dann auch mit der Rechtslage (die im Übrigen auch nicht von Ungefähr kommt). Eine Doppelbehandlung in der Physiotherapie gibt es sonst auch international nirgendwo.
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[mention]Sebastian Kalich[/mention] Wir arbeiten schon ganz lange im 20 Minuten-Takt (mit voll besetzen Anmeldung). Ich persönlich seit über 35 Jahre. Bereits zu meine Studienzeit in den Niederlanden (1980er) lag die von der GKV bezahlte Zeit bei nur 23 Minuten. Ich sehe daher nur äußerst selten die fachlichen Notwendigkeit für eine Doppelbehandlung. Eine Meinung die auch von unserem gesamten Team so geteilt wird. Aber,... und das ist hier entscheidend, die Rechtslage definiert die deutsche Doppelbehandlungsmöglichkeit eindeutig als Ausnahme. Und kann dann auch ais unwirtschaftlich geahndet werden, wenn die Gesetzeslage konsequent "ausgehebelt" wird. Und ja, an dieser Stelle deckt sich meine fachliche Meinung dann auch mit der Rechtslage (die im Übrigen auch nicht von Ungefähr kommt). Eine Doppelbehandlung in der Physiotherapie gibt es sonst auch international nirgendwo.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@Sebastian Kalich Wir arbeiten schon ganz lange im 20 Minuten-Takt (mit voll besetzen Anmeldung). Ich persönlich seit über 35 Jahre. Bereits zu meine Studienzeit in den Niederlanden (1980er) lag die von der GKV bezahlte Zeit bei nur 23 Minuten. Ich sehe daher nur äußerst selten die fachlichen Notwendigkeit für eine Doppelbehandlung. Eine Meinung die auch von unserem gesamten Team so geteilt wird.

Aber,... und das ist hier entscheidend, die Rechtslage definiert die deutsche Doppelbehandlungsmöglichkeit eindeutig als Ausnahme. Und kann dann auch ais unwirtschaftlich geahndet werden, wenn die Gesetzeslage konsequent "ausgehebelt" wird.

Und ja, an dieser Stelle deckt sich meine fachliche Meinung dann auch mit der Rechtslage (die im Übrigen auch nicht von Ungefähr kommt). Eine Doppelbehandlung in der Physiotherapie gibt es sonst auch international nirgendwo.

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yalina
Vor 11 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij In unserer Praxis sind Doppelbehandlungen aufgrund der Komplexität der Diagnosen sowie der besonderen Anforderungen unseres Patientenklientels die Regel. Im Gesamtbild der Heilmittelverordnungen im Bundesland stellt dies aber sicherlich weiterhin eine Ausnahme dar.
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[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] In unserer Praxis sind Doppelbehandlungen aufgrund der Komplexität der Diagnosen sowie der besonderen Anforderungen unseres Patientenklientels die Regel. Im Gesamtbild der Heilmittelverordnungen im Bundesland stellt dies aber sicherlich weiterhin eine Ausnahme dar.
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yalina schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij In unserer Praxis sind Doppelbehandlungen aufgrund der Komplexität der Diagnosen sowie der besonderen Anforderungen unseres Patientenklientels die Regel. Im Gesamtbild der Heilmittelverordnungen im Bundesland stellt dies aber sicherlich weiterhin eine Ausnahme dar.

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@yalina Was ist bei euch dann so ungewöhnlich am Klientel?
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[mention]yalina[/mention] Was ist bei euch dann so ungewöhnlich am Klientel?
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@yalina Was ist bei euch dann so ungewöhnlich am Klientel?

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yalina
Vor 11 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij als ungewöhnlich würde ich das nicht bezeichnen. Es handelt sich in der Regel um dauerhafte strukturelle und funktionelle Schädigungen, die eben einen größeren zeitlichen Umfang in der Therapie benötigen
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[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] als ungewöhnlich würde ich das nicht bezeichnen. Es handelt sich in der Regel um dauerhafte strukturelle und funktionelle Schädigungen, die eben einen größeren zeitlichen Umfang in der Therapie benötigen
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yalina schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij als ungewöhnlich würde ich das nicht bezeichnen. Es handelt sich in der Regel um dauerhafte strukturelle und funktionelle Schädigungen, die eben einen größeren zeitlichen Umfang in der Therapie benötigen

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@yalina Das ist leider keine Antwort auf meine Frage. Du wiederholst lediglich deine ursprüngliche Aussage.

Wenn ich in unserem, sehr großen Bestandbestand, schaue, sind dort nur sehr wenigen, wo die Komplexität dermaßen groß ist, dass 15 - 25 Minuten (insofern KG erforderlich ist) fachlich nicht ausreichend ist. Analog für KG-ZNS gilt das ähnlich. Als Beispiel nenne ich jetzt mal 2 Vollblinde und schwerstbehinderten Patienten, wo deren Unterstützungsbedarf der normalen zeitlichen Rahmen sprengt.

Wenn das bei dir anders ist, frage ich nochmal, was bei euch so speziell ist. Habt ihr ausschließlich Patienten, ähnlich wie in meinem Beispiel? Du gibst nämlich selbst schon zu, dass in deinem BL dein Klientel nicht der Normalfall darstellt. Im vergangenen Jahr war bei gerade mal 3,5 % unseren Patienten eine Doppelbehandlung fachlich angezeigt.

Ich kann, mich offen gestanden, kaum vorstellen, dass bei dir die Ausnahme der Regel darstellen soll. Dazu muss es schon fachlich nachweisbare Gründe geben bzw. eine Spezialisierung auf einem sehr sehr bestimmten Patientenklientel.
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[mention]yalina[/mention] Das ist leider keine Antwort auf meine Frage. Du wiederholst lediglich deine ursprüngliche Aussage. Wenn ich in unserem, sehr großen Bestandbestand, schaue, sind dort nur sehr wenigen, wo die Komplexität dermaßen groß ist, dass 15 - 25 Minuten (insofern KG erforderlich ist) fachlich nicht ausreichend ist. Analog für KG-ZNS gilt das ähnlich. Als Beispiel nenne ich jetzt mal 2 Vollblinde und schwerstbehinderten Patienten, wo deren Unterstützungsbedarf der normalen zeitlichen Rahmen sprengt. Wenn das bei dir anders ist, frage ich nochmal, was bei euch so speziell ist. Habt ihr ausschließlich Patienten, ähnlich wie in meinem Beispiel? Du gibst nämlich selbst schon zu, dass in deinem BL dein Klientel nicht der Normalfall darstellt. Im vergangenen Jahr war bei gerade mal 3,5 % unseren Patienten eine Doppelbehandlung fachlich angezeigt. Ich kann, mich offen gestanden, kaum vorstellen, dass bei dir die Ausnahme der Regel darstellen soll. Dazu muss es schon fachlich nachweisbare Gründe geben bzw. eine Spezialisierung auf einem sehr sehr bestimmten Patientenklientel.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@yalina Das ist leider keine Antwort auf meine Frage. Du wiederholst lediglich deine ursprüngliche Aussage.

Wenn ich in unserem, sehr großen Bestandbestand, schaue, sind dort nur sehr wenigen, wo die Komplexität dermaßen groß ist, dass 15 - 25 Minuten (insofern KG erforderlich ist) fachlich nicht ausreichend ist. Analog für KG-ZNS gilt das ähnlich. Als Beispiel nenne ich jetzt mal 2 Vollblinde und schwerstbehinderten Patienten, wo deren Unterstützungsbedarf der normalen zeitlichen Rahmen sprengt.

Wenn das bei dir anders ist, frage ich nochmal, was bei euch so speziell ist. Habt ihr ausschließlich Patienten, ähnlich wie in meinem Beispiel? Du gibst nämlich selbst schon zu, dass in deinem BL dein Klientel nicht der Normalfall darstellt. Im vergangenen Jahr war bei gerade mal 3,5 % unseren Patienten eine Doppelbehandlung fachlich angezeigt.

Ich kann, mich offen gestanden, kaum vorstellen, dass bei dir die Ausnahme der Regel darstellen soll. Dazu muss es schon fachlich nachweisbare Gründe geben bzw. eine Spezialisierung auf einem sehr sehr bestimmten Patientenklientel.

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Sebastian Kalich
Vor 11 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij du musst ja eine Maschine sein, dass du dieses Tempo so fahren kannst. Wie ist die Patienteninteraktion? Was ist mit den Psychosozialen Faktoren? Hast du die Zeit den Patienten gehör zu Schenken und mit Ihnen in einen professionellen Austausch zu gehen? Oder beschränkst du dich auf das Biologische System. Deine Aussagen klingen in deinen Posts sehr unempathisch muss ich mal so sagen, aber gut wenn man es aus wirtschaftlicher Sicht siehst, dann ist alles nachvollziehbar!
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[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] du musst ja eine Maschine sein, dass du dieses Tempo so fahren kannst. Wie ist die Patienteninteraktion? Was ist mit den Psychosozialen Faktoren? Hast du die Zeit den Patienten gehör zu Schenken und mit Ihnen in einen professionellen Austausch zu gehen? Oder beschränkst du dich auf das Biologische System. Deine Aussagen klingen in deinen Posts sehr unempathisch muss ich mal so sagen, aber gut wenn man es aus wirtschaftlicher Sicht siehst, dann ist alles nachvollziehbar!
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Sebastian Kalich schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij du musst ja eine Maschine sein, dass du dieses Tempo so fahren kannst. Wie ist die Patienteninteraktion? Was ist mit den Psychosozialen Faktoren? Hast du die Zeit den Patienten gehör zu Schenken und mit Ihnen in einen professionellen Austausch zu gehen? Oder beschränkst du dich auf das Biologische System. Deine Aussagen klingen in deinen Posts sehr unempathisch muss ich mal so sagen, aber gut wenn man es aus wirtschaftlicher Sicht siehst, dann ist alles nachvollziehbar!

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@Sebastian Kalich Wow, aus dem Behandlungstakt auf meine Persönlichkeit schließen zu können / wollen ist schon ein starkes Stück. Wenn ich eine Maschine sein soll, dann sind das meine 43 Kollegen/innen (sowie alle anderen die in Deutschland so arbeiten) auch wohl? Kollegen/innen die, mittlerweile zum Teil seit 30 Jahren, bewusst in unserem Team arbeiten wollen. Aber gut.

Das Arbeiten nach dem Biopsychosozialen Modell wurde mir schon in den 1980er im Studium beigebracht. Da hatte man in Deutschland davon noch nicht mal gehört. Tatsächlich sind 90 % meine persönliche Patienten chronische (Schmerz-) Patienten bzw. Patienten mit überwiegend psychosomatischen Problematiken. Und etliche davon nehmen auch bewusst ein Stunde (oder mehr) Fahrzeit im Kauf um von mir persönlich behandelt zu werden. Oft nach eine Odyssee durch Arzt- und Therapeutenpraxen. Soweit zu Patienteninteraktion und zu angeblich unempathisch sein oder nicht.

Aber, wir sind keine Psychologen, die 30-45 Minuten (oder mehr) Gesprächstherapie machen. Das ist nicht unser Aufgabe oder Kompetenz. Und dafür werden wir im Übrigen auch nicht bezahlt. Unser Aufgabe ist deutlich eine andere.

Kann man in 20 Minuten auf die biopsychosoziale Komponenten gut eingehen bzw. ein adäquates Behandlungskonzept verfolgen? Ja, das kann man. Könntest du auch. Genau das wurde in NL, aufgrund der dortigen 23 Minuten (20 Minuten Patientenkontakt, 3 Minuten begleitende Tätigkeiten), bereits vor über 40 Jahren im Unterricht vermittelt und in den Folgejahren durch Studien nachgewiesen und weiterentwickelt.

Heißt das dann auch, das meine/unsere Patienten bei uns lediglich 20 Minuten Therapie bekommen? Nein, heißt es nicht. Wenn du dich mit den internationalen Leitlinien und Studienlage beschäftigst, könntest du wissen, dass Eigenverantwortung und Eigentherapie bei diese Patientengruppen sehr groß geschrieben wird (sogar vorrangig ist). Dazu bieten wir die entsprechende zusätzliche Angebote neben der Einzeltherapie maßgeschneidert an. Teilweise ist das auf Kassenkosten möglich, teilweise verweist das Sozialsystem aber auch (zurecht) auf den Menschen selbst.

Meine Therapeutenrolle besteht daher sehr deutlich auch darin, sie dahin zu begleiten, zu unterstützen. Und vor allem sog. Hospitalisierungstendenzen und Therapeutenabhängigkeiten zu vermeiden! Doppelbehandlung fördert das aber eher, als das es das vermeidet.

Auch hat das mit der wirtschaftlichen Verantwortung von uns Therapeuten im Sozialsystem zu tun. Das Sozialsystem ist eben keine luxuriöse Rundumversorgung. Und war auch von Bismarck so nicht gewollt / gemeint. Und, dass man als (bei mir inzwischen Ex-) PI wirtschaftlich denken muss, dazu ist man als Unternehmer, insbesondere wegen den berechtigten Arbeitnehmerinteressen, geradezu verpflichtet. Insofern habe ich 2 Hüte auf. Auch hier im Forum.

Abschließend möchte ich dich fragen: Warum, glaubst du, hat die G-BA wohl die Doppelbehandlung als Ausnahme definiert?
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[mention]Sebastian Kalich[/mention] Wow, aus dem Behandlungstakt auf meine Persönlichkeit schließen zu können / wollen ist schon ein starkes Stück. Wenn ich eine Maschine sein soll, dann sind das meine 43 Kollegen/innen (sowie alle anderen die in Deutschland so arbeiten) auch wohl? Kollegen/innen die, mittlerweile zum Teil seit 30 Jahren, bewusst in unserem Team arbeiten wollen. Aber gut. Das Arbeiten nach dem Biopsychosozialen Modell wurde mir schon in den 1980er im Studium beigebracht. Da hatte man in Deutschland davon noch nicht mal gehört. Tatsächlich sind 90 % meine persönliche Patienten chronische (Schmerz-) Patienten bzw. Patienten mit überwiegend psychosomatischen Problematiken. Und etliche davon nehmen auch bewusst ein Stunde (oder mehr) Fahrzeit im Kauf um von mir persönlich behandelt zu werden. Oft nach eine Odyssee durch Arzt- und Therapeutenpraxen. Soweit zu Patienteninteraktion und zu angeblich unempathisch sein oder nicht. Aber, wir sind keine Psychologen, die 30-45 Minuten (oder mehr) Gesprächstherapie machen. Das ist nicht unser Aufgabe oder Kompetenz. Und dafür werden wir im Übrigen auch nicht bezahlt. Unser Aufgabe ist deutlich eine andere. Kann man in 20 Minuten auf die biopsychosoziale Komponenten gut eingehen bzw. ein adäquates Behandlungskonzept verfolgen? Ja, das kann man. Könntest du auch. Genau das wurde in NL, aufgrund der dortigen 23 Minuten (20 Minuten Patientenkontakt, 3 Minuten begleitende Tätigkeiten), bereits vor über 40 Jahren im Unterricht vermittelt und in den Folgejahren durch Studien nachgewiesen und weiterentwickelt. Heißt das dann auch, das meine/unsere Patienten bei uns lediglich 20 Minuten Therapie bekommen? Nein, heißt es nicht. Wenn du dich mit den internationalen Leitlinien und Studienlage beschäftigst, könntest du wissen, dass Eigenverantwortung und Eigentherapie bei diese Patientengruppen sehr groß geschrieben wird (sogar vorrangig ist). Dazu bieten wir die entsprechende zusätzliche Angebote neben der Einzeltherapie maßgeschneidert an. Teilweise ist das auf Kassenkosten möglich, teilweise verweist das Sozialsystem aber auch (zurecht) auf den Menschen selbst. Meine Therapeutenrolle besteht daher sehr deutlich auch darin, sie dahin zu begleiten, zu unterstützen. Und vor allem sog. Hospitalisierungstendenzen und Therapeutenabhängigkeiten zu vermeiden! Doppelbehandlung fördert das aber eher, als das es das vermeidet. Auch hat das mit der wirtschaftlichen Verantwortung von uns Therapeuten im Sozialsystem zu tun. Das Sozialsystem ist eben keine luxuriöse Rundumversorgung. Und war auch von Bismarck so nicht gewollt / gemeint. Und, dass man als (bei mir inzwischen Ex-) PI wirtschaftlich denken muss, dazu ist man als Unternehmer, insbesondere wegen den berechtigten Arbeitnehmerinteressen, geradezu verpflichtet. Insofern habe ich 2 Hüte auf. Auch hier im Forum. Abschließend möchte ich dich fragen: Warum, glaubst du, hat die G-BA wohl die Doppelbehandlung als Ausnahme definiert?
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@Sebastian Kalich Wow, aus dem Behandlungstakt auf meine Persönlichkeit schließen zu können / wollen ist schon ein starkes Stück. Wenn ich eine Maschine sein soll, dann sind das meine 43 Kollegen/innen (sowie alle anderen die in Deutschland so arbeiten) auch wohl? Kollegen/innen die, mittlerweile zum Teil seit 30 Jahren, bewusst in unserem Team arbeiten wollen. Aber gut.

Das Arbeiten nach dem Biopsychosozialen Modell wurde mir schon in den 1980er im Studium beigebracht. Da hatte man in Deutschland davon noch nicht mal gehört. Tatsächlich sind 90 % meine persönliche Patienten chronische (Schmerz-) Patienten bzw. Patienten mit überwiegend psychosomatischen Problematiken. Und etliche davon nehmen auch bewusst ein Stunde (oder mehr) Fahrzeit im Kauf um von mir persönlich behandelt zu werden. Oft nach eine Odyssee durch Arzt- und Therapeutenpraxen. Soweit zu Patienteninteraktion und zu angeblich unempathisch sein oder nicht.

Aber, wir sind keine Psychologen, die 30-45 Minuten (oder mehr) Gesprächstherapie machen. Das ist nicht unser Aufgabe oder Kompetenz. Und dafür werden wir im Übrigen auch nicht bezahlt. Unser Aufgabe ist deutlich eine andere.

Kann man in 20 Minuten auf die biopsychosoziale Komponenten gut eingehen bzw. ein adäquates Behandlungskonzept verfolgen? Ja, das kann man. Könntest du auch. Genau das wurde in NL, aufgrund der dortigen 23 Minuten (20 Minuten Patientenkontakt, 3 Minuten begleitende Tätigkeiten), bereits vor über 40 Jahren im Unterricht vermittelt und in den Folgejahren durch Studien nachgewiesen und weiterentwickelt.

Heißt das dann auch, das meine/unsere Patienten bei uns lediglich 20 Minuten Therapie bekommen? Nein, heißt es nicht. Wenn du dich mit den internationalen Leitlinien und Studienlage beschäftigst, könntest du wissen, dass Eigenverantwortung und Eigentherapie bei diese Patientengruppen sehr groß geschrieben wird (sogar vorrangig ist). Dazu bieten wir die entsprechende zusätzliche Angebote neben der Einzeltherapie maßgeschneidert an. Teilweise ist das auf Kassenkosten möglich, teilweise verweist das Sozialsystem aber auch (zurecht) auf den Menschen selbst.

Meine Therapeutenrolle besteht daher sehr deutlich auch darin, sie dahin zu begleiten, zu unterstützen. Und vor allem sog. Hospitalisierungstendenzen und Therapeutenabhängigkeiten zu vermeiden! Doppelbehandlung fördert das aber eher, als das es das vermeidet.

Auch hat das mit der wirtschaftlichen Verantwortung von uns Therapeuten im Sozialsystem zu tun. Das Sozialsystem ist eben keine luxuriöse Rundumversorgung. Und war auch von Bismarck so nicht gewollt / gemeint. Und, dass man als (bei mir inzwischen Ex-) PI wirtschaftlich denken muss, dazu ist man als Unternehmer, insbesondere wegen den berechtigten Arbeitnehmerinteressen, geradezu verpflichtet. Insofern habe ich 2 Hüte auf. Auch hier im Forum.

Abschließend möchte ich dich fragen: Warum, glaubst du, hat die G-BA wohl die Doppelbehandlung als Ausnahme definiert?

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JürgenK
Vor 11 Monaten
@Sebastian Kalich
jetzt muss ich auch mal was dazu sagen...ich habe 1971 meine Praxis eröffnet und habe immer nur (bei normaler KG) im 20 Minuten Rhythmus gearbeitet ... und die meisten sind auch gesundet und es wurde auch aufgeklärt und korrigiert und nicht 0815 und der nächste bitte..ich habe mich immer auf das "Wesentliche" konzentriert...und als ich dann in Rente ging und noch dann an 3 Nachmittagen in einer Praxis gearbeitet und konnte mich nicht an den 30 Minuten takt gewöhnen ...und die meisten Paties sind immer wieder gerne zu mir gekommen ..oder eben auch Familienangehörige
schönes und erholsames Wochenende
JürgenK ;)
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[mention]Sebastian Kalich[/mention] jetzt muss ich auch mal was dazu sagen...ich habe 1971 meine Praxis eröffnet und habe immer nur (bei normaler KG) im 20 Minuten Rhythmus gearbeitet ... und die meisten sind auch gesundet und es wurde auch aufgeklärt und korrigiert und nicht 0815 und der nächste bitte..ich habe mich immer auf das "Wesentliche" konzentriert...und als ich dann in Rente ging und noch dann an 3 Nachmittagen in einer Praxis gearbeitet und konnte mich nicht an den 30 Minuten takt gewöhnen ...und die meisten Paties sind immer wieder gerne zu mir gekommen ..oder eben auch Familienangehörige schönes und erholsames Wochenende JürgenK ;)
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JürgenK schrieb:

@Sebastian Kalich
jetzt muss ich auch mal was dazu sagen...ich habe 1971 meine Praxis eröffnet und habe immer nur (bei normaler KG) im 20 Minuten Rhythmus gearbeitet ... und die meisten sind auch gesundet und es wurde auch aufgeklärt und korrigiert und nicht 0815 und der nächste bitte..ich habe mich immer auf das "Wesentliche" konzentriert...und als ich dann in Rente ging und noch dann an 3 Nachmittagen in einer Praxis gearbeitet und konnte mich nicht an den 30 Minuten takt gewöhnen ...und die meisten Paties sind immer wieder gerne zu mir gekommen ..oder eben auch Familienangehörige
schönes und erholsames Wochenende
JürgenK ;)

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Sebastian Kalich
Vor 11 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij Hallo Lars,

anscheinend habe ich mit meiner Aussage – beziehungsweise mit deiner Interpretation meiner Aussage – etwas angesprochen, das bei dir einen wunden Punkt getroffen hat. Das war nicht meine Absicht.

Ich sehe es tatsächlich so, dass der 20-Minuten-Takt einer Art Fließbandarbeit ähnelt. Drei verschiedene Patient*innen in einer Stunde zu betreuen – mit all ihren individuellen Anliegen, Befindlichkeiten und Erwartungen – ist meines Erachtens extrem fordernd. Ich glaube, außer einem Arzt hat kaum jemand sonst eine solche Taktung in seiner täglichen Arbeit. Und die Zahlen der Kollegen/innen die den Job verlassen zeigen, dass es sehr an die Substanz geht. Woran es immer konkret liegt wird sicher individuell sein!

Ich kritisiere auch nicht alle Therapeuten die so arbeiten wollen, ich muss es nicht haben!

Meine Aussage bezüglich Empathie war auch: Es klingt unempatisch, nicht dass es so ist!

Ebenfalls habe ich auch verstanden, dass deine Qualität hoch zu sein schein, auch dass habe ich nicht bezweifelt! Ich bin auch bei dir, was die sozialen Kosten betrifft, dass ein overuse von Behandlung keinen Sinn macht und nur sinnlos Geld kostet.

Ob man da jetzt noch auf Bismarck verweisen muss ist fraglich, die Idee war ja wirklich gut, aber ob das ein Zeitgemäßes Konstrukt ist darf jeder für sich entscheiden. Heute ist der soziale Gedanke wohl eher in einen wirtschaftlichen überführt worden!

Bezüglich der Hospitalisierung geben ich dir ebenfalls recht!


Klingt ja Mega, dass du anscheinend wirklich was gelernt hast in deinem Studium in NL, den Part hat man hier in meiner Asubildung wohl vergessen….und ich arbeite ebenfalls so.
Das unser Aufgabengebiet klar definiert ist, ist mir auch bewusst und ich bin der letzte der sich mit einem Psychologen verwechselt!

Tja das müsste man die GBA wohl Fragen: Meiner Meinung nach aus wirtschaftlichen Gründen und zum anderen mit Sicherheit über Outcomemessungen! Gern kannst du mir den Grund mitteilen!

Im übrigen ist der Austausch mit Dir sehr aufschlussreich und ebenfalls finde ich es gute, dass wir NICHT gleicher Meinung sind. Danke dir👌
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• maria m.
[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] Hallo Lars, anscheinend habe ich mit meiner Aussage – beziehungsweise mit deiner Interpretation meiner Aussage – etwas angesprochen, das bei dir einen wunden Punkt getroffen hat. Das war nicht meine Absicht. Ich sehe es tatsächlich so, dass der 20-Minuten-Takt einer Art Fließbandarbeit ähnelt. Drei verschiedene Patient*innen in einer Stunde zu betreuen – mit all ihren individuellen Anliegen, Befindlichkeiten und Erwartungen – ist meines Erachtens extrem fordernd. Ich glaube, außer einem Arzt hat kaum jemand sonst eine solche Taktung in seiner täglichen Arbeit. Und die Zahlen der Kollegen/innen die den Job verlassen zeigen, dass es sehr an die Substanz geht. Woran es immer konkret liegt wird sicher individuell sein! Ich kritisiere auch nicht alle Therapeuten die so arbeiten wollen, ich muss es nicht haben! Meine Aussage bezüglich Empathie war auch: Es klingt unempatisch, nicht dass es so ist! Ebenfalls habe ich auch verstanden, dass deine Qualität hoch zu sein schein, auch dass habe ich nicht bezweifelt! Ich bin auch bei dir, was die sozialen Kosten betrifft, dass ein overuse von Behandlung keinen Sinn macht und nur sinnlos Geld kostet. Ob man da jetzt noch auf Bismarck verweisen muss ist fraglich, die Idee war ja wirklich gut, aber ob das ein Zeitgemäßes Konstrukt ist darf jeder für sich entscheiden. Heute ist der soziale Gedanke wohl eher in einen wirtschaftlichen überführt worden! Bezüglich der Hospitalisierung geben ich dir ebenfalls recht! Klingt ja Mega, dass du anscheinend wirklich was gelernt hast in deinem Studium in NL, den Part hat man hier in meiner Asubildung wohl vergessen….und ich arbeite ebenfalls so. Das unser Aufgabengebiet klar definiert ist, ist mir auch bewusst und ich bin der letzte der sich mit einem Psychologen verwechselt! Tja das müsste man die GBA wohl Fragen: Meiner Meinung nach aus wirtschaftlichen Gründen und zum anderen mit Sicherheit über Outcomemessungen! Gern kannst du mir den Grund mitteilen! Im übrigen ist der Austausch mit Dir sehr aufschlussreich und ebenfalls finde ich es gute, dass wir NICHT gleicher Meinung sind. Danke dir👌
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Sebastian Kalich schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij Hallo Lars,

anscheinend habe ich mit meiner Aussage – beziehungsweise mit deiner Interpretation meiner Aussage – etwas angesprochen, das bei dir einen wunden Punkt getroffen hat. Das war nicht meine Absicht.

Ich sehe es tatsächlich so, dass der 20-Minuten-Takt einer Art Fließbandarbeit ähnelt. Drei verschiedene Patient*innen in einer Stunde zu betreuen – mit all ihren individuellen Anliegen, Befindlichkeiten und Erwartungen – ist meines Erachtens extrem fordernd. Ich glaube, außer einem Arzt hat kaum jemand sonst eine solche Taktung in seiner täglichen Arbeit. Und die Zahlen der Kollegen/innen die den Job verlassen zeigen, dass es sehr an die Substanz geht. Woran es immer konkret liegt wird sicher individuell sein!

Ich kritisiere auch nicht alle Therapeuten die so arbeiten wollen, ich muss es nicht haben!

Meine Aussage bezüglich Empathie war auch: Es klingt unempatisch, nicht dass es so ist!

Ebenfalls habe ich auch verstanden, dass deine Qualität hoch zu sein schein, auch dass habe ich nicht bezweifelt! Ich bin auch bei dir, was die sozialen Kosten betrifft, dass ein overuse von Behandlung keinen Sinn macht und nur sinnlos Geld kostet.

Ob man da jetzt noch auf Bismarck verweisen muss ist fraglich, die Idee war ja wirklich gut, aber ob das ein Zeitgemäßes Konstrukt ist darf jeder für sich entscheiden. Heute ist der soziale Gedanke wohl eher in einen wirtschaftlichen überführt worden!

Bezüglich der Hospitalisierung geben ich dir ebenfalls recht!


Klingt ja Mega, dass du anscheinend wirklich was gelernt hast in deinem Studium in NL, den Part hat man hier in meiner Asubildung wohl vergessen….und ich arbeite ebenfalls so.
Das unser Aufgabengebiet klar definiert ist, ist mir auch bewusst und ich bin der letzte der sich mit einem Psychologen verwechselt!

Tja das müsste man die GBA wohl Fragen: Meiner Meinung nach aus wirtschaftlichen Gründen und zum anderen mit Sicherheit über Outcomemessungen! Gern kannst du mir den Grund mitteilen!

Im übrigen ist der Austausch mit Dir sehr aufschlussreich und ebenfalls finde ich es gute, dass wir NICHT gleicher Meinung sind. Danke dir👌

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@Sebastian Kalich Natürlich können, sollen und dürfen wir verschiedene Meinungen haben. Der Beruf lebt von Austausch.

Aber, wenn wir es über das Thema Doppelbehandlungen haben, dann bleibt dir (und anderen) keine andere Wahl als zu akzeptieren, dass im heutigen System die Doppelbehandlung rechtlich nun mal eine Ausnahme darstellt. Es ist derzeit keine Regelversorgung und darf es auch nicht darstellen.

Jeder Versuch diese konsequent zu umgehen (egal aus welchem Grund) muss aus Sicht des Gesetzgebers und somit des Kostenträgers zwingend als nicht statthaft eingestuft werden.

Sowohl der verordnenden Arzt als auch der Therapeut müssen daher die Frage nach der Wirtschaftlichkeit rechtssicher beantworten können. Weder der Arzt noch der Therapeut können sich dabei auf Leitlinien berufen, die eine Doppelbehandlung befürworten. Diese existieren schlicht nicht. Und offen gestanden, hat mir auch noch kein/e Kollegen/in die fachliche Notwendigkeit als Regelversorgung wirklich begründen können.

Wenn die Wirtschaftschaftlichkeit nicht mit medizinischen Begründungen nachgewiesen werden kann, darf, ja muss der Kostenträger dieses ahnden. Hierzu ist er vom Gesetzeswege verpflichtet. Das leichteste Mittel dabei ist die Retaxierung, das schwerste Mittel aber ggf. auch Entzug der Kassenzulassung.

Die Kollegen/innen, die die Doppelbehandlung als Regelversorgung in ihre Praxis etabliert haben (oder dieses etablieren möchten) laufen das, zunehmend größer werdende, Risiko in dieser Falle zu tappen. Ein Risiko, dass ich persönlich als PI niemals eingehen würde.

Das ich persönlich auch fachlich eine Doppelbehandlung als nur selten für notwendig erachte, ist dabei ein völlig anderer Aspekt. Hier haben wir dann wohl unterschiedliche Auffasungen und/oder Fachwissen. Dieses hat aber erstmal nichts mit der rechtlichen Situation in Deutschland zu tun.

Das eine Doppelbehandlung in Ausnahmefälle überhaupt möglich ist, ist sowieso schon ein Unikum, dass es international in der Physiotherapie so nirgenwo gibt. Im Übrigen sei hier noch angemerkt, dass die Doppelbehandlung erst seit dem 01.01.2021 im HMR enthalten ist. Davor war sie offiziell überhaupt nicht möglich. Zum Teil in ältere Fassungen sogar explizit ausgeschlossen.

Wie gesagt, ich trage 2 Hüte: Die des Therapeuten und die des PI (obwohl inzwischen nur noch Unruheständler 😀).
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[mention]Sebastian Kalich[/mention] Natürlich können, sollen und dürfen wir verschiedene Meinungen haben. Der Beruf lebt von Austausch. Aber, wenn wir es über das Thema Doppelbehandlungen haben, dann bleibt dir (und anderen) keine andere Wahl als zu akzeptieren, dass im heutigen System die Doppelbehandlung rechtlich nun mal eine Ausnahme darstellt. Es ist derzeit keine Regelversorgung und darf es auch nicht darstellen. Jeder Versuch diese konsequent zu umgehen (egal aus welchem Grund) muss aus Sicht des Gesetzgebers und somit des Kostenträgers zwingend als nicht statthaft eingestuft werden. Sowohl der verordnenden Arzt als auch der Therapeut müssen daher die Frage nach der Wirtschaftlichkeit rechtssicher beantworten können. Weder der Arzt noch der Therapeut können sich dabei auf Leitlinien berufen, die eine Doppelbehandlung befürworten. Diese existieren schlicht nicht. Und offen gestanden, hat mir auch noch kein/e Kollegen/in die fachliche Notwendigkeit als Regelversorgung wirklich begründen können. Wenn die Wirtschaftschaftlichkeit nicht mit medizinischen Begründungen nachgewiesen werden kann, darf, ja muss der Kostenträger dieses ahnden. Hierzu ist er vom Gesetzeswege verpflichtet. Das leichteste Mittel dabei ist die Retaxierung, das schwerste Mittel aber ggf. auch Entzug der Kassenzulassung. Die Kollegen/innen, die die Doppelbehandlung als Regelversorgung in ihre Praxis etabliert haben (oder dieses etablieren möchten) laufen das, zunehmend größer werdende, Risiko in dieser Falle zu tappen. Ein Risiko, dass ich persönlich als PI niemals eingehen würde. Das ich persönlich auch fachlich eine Doppelbehandlung als nur selten für notwendig erachte, ist dabei ein völlig anderer Aspekt. Hier haben wir dann wohl unterschiedliche Auffasungen und/oder Fachwissen. Dieses hat aber erstmal nichts mit der rechtlichen Situation in Deutschland zu tun. Das eine Doppelbehandlung in Ausnahmefälle überhaupt möglich ist, ist sowieso schon ein Unikum, dass es international in der Physiotherapie so nirgenwo gibt. Im Übrigen sei hier noch angemerkt, dass die Doppelbehandlung erst seit dem 01.01.2021 im HMR enthalten ist. Davor war sie offiziell überhaupt nicht möglich. Zum Teil in ältere Fassungen sogar explizit ausgeschlossen. Wie gesagt, ich trage 2 Hüte: Die des Therapeuten und die des PI (obwohl inzwischen nur noch Unruheständler 😀).
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@Sebastian Kalich Natürlich können, sollen und dürfen wir verschiedene Meinungen haben. Der Beruf lebt von Austausch.

Aber, wenn wir es über das Thema Doppelbehandlungen haben, dann bleibt dir (und anderen) keine andere Wahl als zu akzeptieren, dass im heutigen System die Doppelbehandlung rechtlich nun mal eine Ausnahme darstellt. Es ist derzeit keine Regelversorgung und darf es auch nicht darstellen.

Jeder Versuch diese konsequent zu umgehen (egal aus welchem Grund) muss aus Sicht des Gesetzgebers und somit des Kostenträgers zwingend als nicht statthaft eingestuft werden.

Sowohl der verordnenden Arzt als auch der Therapeut müssen daher die Frage nach der Wirtschaftlichkeit rechtssicher beantworten können. Weder der Arzt noch der Therapeut können sich dabei auf Leitlinien berufen, die eine Doppelbehandlung befürworten. Diese existieren schlicht nicht. Und offen gestanden, hat mir auch noch kein/e Kollegen/in die fachliche Notwendigkeit als Regelversorgung wirklich begründen können.

Wenn die Wirtschaftschaftlichkeit nicht mit medizinischen Begründungen nachgewiesen werden kann, darf, ja muss der Kostenträger dieses ahnden. Hierzu ist er vom Gesetzeswege verpflichtet. Das leichteste Mittel dabei ist die Retaxierung, das schwerste Mittel aber ggf. auch Entzug der Kassenzulassung.

Die Kollegen/innen, die die Doppelbehandlung als Regelversorgung in ihre Praxis etabliert haben (oder dieses etablieren möchten) laufen das, zunehmend größer werdende, Risiko in dieser Falle zu tappen. Ein Risiko, dass ich persönlich als PI niemals eingehen würde.

Das ich persönlich auch fachlich eine Doppelbehandlung als nur selten für notwendig erachte, ist dabei ein völlig anderer Aspekt. Hier haben wir dann wohl unterschiedliche Auffasungen und/oder Fachwissen. Dieses hat aber erstmal nichts mit der rechtlichen Situation in Deutschland zu tun.

Das eine Doppelbehandlung in Ausnahmefälle überhaupt möglich ist, ist sowieso schon ein Unikum, dass es international in der Physiotherapie so nirgenwo gibt. Im Übrigen sei hier noch angemerkt, dass die Doppelbehandlung erst seit dem 01.01.2021 im HMR enthalten ist. Davor war sie offiziell überhaupt nicht möglich. Zum Teil in ältere Fassungen sogar explizit ausgeschlossen.

Wie gesagt, ich trage 2 Hüte: Die des Therapeuten und die des PI (obwohl inzwischen nur noch Unruheständler 😀).

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sabine963
Vor 11 Monaten
Man muss sich auch fragen, was konkret unter Doppelbehandlung läuft. Bei einigen Praxen bedeutet das 30 Minuten Behandlungszeit. ( 2* 15 Minuten).
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Man muss sich auch fragen, was konkret unter Doppelbehandlung läuft. Bei einigen Praxen bedeutet das 30 Minuten Behandlungszeit. ( 2* 15 Minuten).
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sabine963 schrieb:

Man muss sich auch fragen, was konkret unter Doppelbehandlung läuft. Bei einigen Praxen bedeutet das 30 Minuten Behandlungszeit. ( 2* 15 Minuten).

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JürgenK
Vor 11 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij
...dem kann man nichts hinzufügen ...so isses
MfG
JürgenK ;)
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[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] ...dem kann man nichts hinzufügen ...so isses MfG JürgenK ;)
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JürgenK schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij
...dem kann man nichts hinzufügen ...so isses
MfG
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Lars van Ravenzwaaij
Vor 11 Monaten
@sabine963 Das macht aber rechtlich kein wirklichen Unterschied. Eine Doppelbehandlung KG kann laut Leistungsbeschreibung zwischen 30 und 50 Minuten liegen.
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[mention]sabine963[/mention] Das macht aber rechtlich kein wirklichen Unterschied. Eine Doppelbehandlung KG kann laut Leistungsbeschreibung zwischen 30 und 50 Minuten liegen.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@sabine963 Das macht aber rechtlich kein wirklichen Unterschied. Eine Doppelbehandlung KG kann laut Leistungsbeschreibung zwischen 30 und 50 Minuten liegen.

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Horatio72
Vor 10 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij Dazu meine Frage in Form der Wirtschaflichkeit: Wie schon erwähnt mache ich das gern bei hausbesuchen, weil wir einfach sonst keine annehmen könnten wenn ich für 20 Min. KG jeweils 15 Min hin und rückfahrzeit einplanen muss. (liegt nicht an den Entfernungen sondern an dem Verkehr zu Stosszeiten und der miserablen Planung von Hessen Mobil) Dieses Szenario fällt doch unter Witrtschaftlichkeit oder?
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[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] Dazu meine Frage in Form der Wirtschaflichkeit: Wie schon erwähnt mache ich das gern bei hausbesuchen, weil wir einfach sonst keine annehmen könnten wenn ich für 20 Min. KG jeweils 15 Min hin und rückfahrzeit einplanen muss. (liegt nicht an den Entfernungen sondern an dem Verkehr zu Stosszeiten und der miserablen Planung von Hessen Mobil) Dieses Szenario fällt doch unter Witrtschaftlichkeit oder?
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Horatio72 schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij Dazu meine Frage in Form der Wirtschaflichkeit: Wie schon erwähnt mache ich das gern bei hausbesuchen, weil wir einfach sonst keine annehmen könnten wenn ich für 20 Min. KG jeweils 15 Min hin und rückfahrzeit einplanen muss. (liegt nicht an den Entfernungen sondern an dem Verkehr zu Stosszeiten und der miserablen Planung von Hessen Mobil) Dieses Szenario fällt doch unter Witrtschaftlichkeit oder?

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 10 Monaten
@Horatio72 Nu ja, das könnte man als Kostenträger so oder so sehen. Eigentlich ist die HB-Pauschale für den Anfahrtsweg gedacht. Das die bei diesem Szenario überhaupt nicht ausreichend ist, ist ja wohl klar.

Ob nun der Kostenträger die Zweckentfremdung der Behandlungsleistung für den Fahrweg akzeptiert, mag bei strenger Auslegung bezweifelt werden. 😟

Ich persönlich würde denken, vorausgesetzt du hast nicht die Doppelbehandlung als Standardleistung in deine Praxis etabliert 🫣: Wie groß ist das Risiko bei diesen wenigen HB-Patienten belangt zu werden oder wenn doch, kann ich mit dem finanziellen Teilverlust leben?

Das ist eine Risikoabwegung, die nur du für dich machen kannst. Ein Garantie, dass das niemals zum Problem wird, kann dir wohl keiner geben.
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[mention]Horatio72[/mention] Nu ja, das könnte man als Kostenträger so oder so sehen. Eigentlich ist die HB-Pauschale für den Anfahrtsweg gedacht. Das die bei diesem Szenario überhaupt nicht ausreichend ist, ist ja wohl klar. Ob nun der Kostenträger die Zweckentfremdung der Behandlungsleistung für den Fahrweg akzeptiert, mag bei strenger Auslegung bezweifelt werden. 😟 Ich persönlich würde denken, vorausgesetzt du hast nicht die Doppelbehandlung als Standardleistung in deine Praxis etabliert 🫣: Wie groß ist das Risiko bei diesen wenigen HB-Patienten belangt zu werden oder wenn doch, kann ich mit dem finanziellen Teilverlust leben? Das ist eine Risikoabwegung, die nur du für dich machen kannst. Ein Garantie, dass das niemals zum Problem wird, kann dir wohl keiner geben.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@Horatio72 Nu ja, das könnte man als Kostenträger so oder so sehen. Eigentlich ist die HB-Pauschale für den Anfahrtsweg gedacht. Das die bei diesem Szenario überhaupt nicht ausreichend ist, ist ja wohl klar.

Ob nun der Kostenträger die Zweckentfremdung der Behandlungsleistung für den Fahrweg akzeptiert, mag bei strenger Auslegung bezweifelt werden. 😟

Ich persönlich würde denken, vorausgesetzt du hast nicht die Doppelbehandlung als Standardleistung in deine Praxis etabliert 🫣: Wie groß ist das Risiko bei diesen wenigen HB-Patienten belangt zu werden oder wenn doch, kann ich mit dem finanziellen Teilverlust leben?

Das ist eine Risikoabwegung, die nur du für dich machen kannst. Ein Garantie, dass das niemals zum Problem wird, kann dir wohl keiner geben.

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Horatio72
Vor 10 Monaten
@Lars van Ravenzwaaij das ist ja das Problem, man bekommt nirgends eine Antwort. Beim Verband konnten sie mir auch nichts genaues sagen, immer nur ein könnte, müsste, sollte eigentlich.. Ich würde gern klipp und klar wissen:geht das oder nicht.. wenn ja, gut,, wenn nein gebe ich die HB alle ab. Ich habe auch für mich ein Wirtschaftslichkeitgebot. ;)
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[mention]Lars van Ravenzwaaij[/mention] das ist ja das Problem, man bekommt nirgends eine Antwort. Beim Verband konnten sie mir auch nichts genaues sagen, immer nur ein könnte, müsste, sollte eigentlich.. Ich würde gern klipp und klar wissen:geht das oder nicht.. wenn ja, gut,, wenn nein gebe ich die HB alle ab. Ich habe auch für mich ein Wirtschaftslichkeitgebot. ;)
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Horatio72 schrieb:

@Lars van Ravenzwaaij das ist ja das Problem, man bekommt nirgends eine Antwort. Beim Verband konnten sie mir auch nichts genaues sagen, immer nur ein könnte, müsste, sollte eigentlich.. Ich würde gern klipp und klar wissen:geht das oder nicht.. wenn ja, gut,, wenn nein gebe ich die HB alle ab. Ich habe auch für mich ein Wirtschaftslichkeitgebot. ;)

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Lars van Ravenzwaaij
Vor 10 Monaten
@Horatio72 Tja, das Wirtschaftslichkeitsgebot ist ein Damoklesschwert. Ob ein stumpfes oder ein scharfes, kann dir, mangels Erfahrungswerte, keiner sagen.

Es bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als für dich eine Entscheidung zu treffen.
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[mention]Horatio72[/mention] Tja, das Wirtschaftslichkeitsgebot ist ein Damoklesschwert. Ob ein stumpfes oder ein scharfes, kann dir, mangels Erfahrungswerte, keiner sagen. Es bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als für dich eine Entscheidung zu treffen.
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Lars van Ravenzwaaij schrieb:

@Horatio72 Tja, das Wirtschaftslichkeitsgebot ist ein Damoklesschwert. Ob ein stumpfes oder ein scharfes, kann dir, mangels Erfahrungswerte, keiner sagen.

Es bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als für dich eine Entscheidung zu treffen.

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yalina schrieb:

Wir arbeiten fast ausschließlich mit Doppelbehandlungen. In der Regel werden diese von der Arztpraxis direkt verordnet. Sollte dies nicht der Fall sein, rufen wir dort an und klären ab, ob der Arzt damit einverstanden ist. Dann wird neben KG der Zusatz "Doppelbehandlung Kürzel, L.E und Datum" notiert. Im Freifeld auf der Verordnung dann: "Ergänzende Angabe zum Heilmittel im Einvernehmen mit Verordner, Kürzel, L.E. Datum"



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